Hallo zusammen,
ich heiße Eric und wir haben ein dickes Problem mit unserem alten Mädchen. Susi ist 13 Jahre und 7 Monate alt und war bis vor Weihnachten wirklich gut in Schuß, hat gefressen wie ein Scheunendrescher, springen, spielen, schmusen, kampeln, raus in den Garten, rein in die Wohnung, das ganze Programm.
Kurz vor Weihnachten fing sie damit an, nicht mehr alles zu fressen - wählerisch war sie schon immer und hat stur vorm Napf gesessen, wenn ihr was nicht angestanden hat. Als sie dann beim Laufen auch taumelig wurde und stramm über 2 Tage jegliche Nahrung verweigert hat, sind wir doch mit ihr zum Tierarzt. Ein ähnliches Problem hatte sie übrigens bereits im Sommer gehabt - nach einer Prednisolon/Penicillin-Injektion war aber alles wieder i.O. - gleich den nächsten Tag hat sie wieder kräftig reingehauen und hat sich ruckzuck erholt.
Diesmal meinte der Vertretungs-Tierarzt, sie habe eine Entzündung im Rachen und würde deshalb nicht fressen - also wieder Prednisolon/Penicillin-Injektion verabreicht. Nur Susi wollte sich nicht erholen. Sie hat zwar wieder angefangen mit fressen, aber war deutlich mäkliger. Wir haben nur ihr Lieblingsfutter rangeschafft, doch sie fraß von Tag zu Tag weniger. Dann hat sie 2x erbrochen - einmal das pure Wasser und dann das gesamte Futter vom Vortag - nachdem sie schon wieder einen Tag nix mehr gefressen hatte.
Wir sind also wieder zum Tierarzt, diesmal zu unserem angestammten Tierarzt, Ergebnis: Maul, Rachen und Zähne für das Alter völlig in Ordnung, Ohren i.O., Bauch weich (setzt nach wie vor Stuhl und viel Urin ab), keine Temperatur, Augen i.O. ... hat vorbeugend eine Wurmkur verabreicht und Astronautenpaste mitgegeben.
Über das Wochenende sollten wir beobachten und uns wieder melden. Leider hat Susi weiterhin jede Nahrung verweigert - wir haben ihr daraufhin die Katzenpaste in Katzenmilch aufgelöst, da sie die Aufnahme pur verweigert hat. So hat sie sie trotzdem geschleckert. Hinzu kam, daß sie anfing ständig kläglich zu mautzen - sie wollte auch immer wieder raus in den Garten, da sie dort einen Eimer hat, von dem sie immer zusätzlich Wasser trinkt. Zum Montag hin verweigerte sie schließlich auch die Katzenmilch, vom Futter ganz zu schweigen. Sie wurde auch zunehmend schwächer - weshalb wir sie nicht mehr in den Garten gelassen haben. Also wieder zu unserem Tierarzt. Tests auf Katzen-Aids und Leukose waren negativ, BZ gemessen - durch die Aufregung etwas erhöht, laut Bioresonanztest seien die Nieren auch nicht das Problem - eventuell aber die Leber? Bis auf den jetzt merklichen Gewichtsverlust sei erstmal nichts genaues feststellbar - wir sollen unter allen Umständen für Nahrungsaufnahme sorgen, haben Reactiv mitbekommen, was wir ihr einflößen sollen, außerdem Amox und Prednisolon - beides hat sie auch als Depot-Spritze bekommen.
Leider wird es nicht besser, egal, was wir Susi zu fressen anbieten - es scheint als würde sie sich davor ekeln, was sie früher mal gern geschleckt hat, zieht nicht mehr... lediglich ein wenig frische rohe Leber hat sie gestern aus eigenem Antrieb gefressen, aber das waren wirklich nur ein paar Happen. Katzenmilch ignoriert sie inzwischen auch tapfer - Wasser säuft sie viel, ausscheiden tut sie auch gut, heute hat sie auch wieder Kot abgesetzt. Wir lassen sie wegen dem Dauertheater, das sie veranstaltet auch immer wieder raus - da geht sie dann saufen, schnüffelt etwas rum, schärft sich die Krallen und kommt wieder reingewackelt... wir sind inzwischen zur Zwangsernährung mit Spritze übergegangen, was aber jedes Mal ein wahnsinniger Kampf ist - ich glaube sie verbrennt in der Abwehr mehr Energie, als wir ihr damit zuführen können. Nach einem Telefonat mit unserer TÄ werden wir wohl morgen wieder hinfahren und eine weitere Behandlung besprechen - es ist ein Elend. Leider ist Susi auch kein Tierarzt-Freund, die Arztbesuche waren für sie schon immer ein graus...
Vielleicht ist sie ja wirklich lebensmüde - sie verhält sich zuweilen sehr abweisend und sucht auch nicht mehr unsere Nähe, verkriecht sich meist im Arbeitszimmer (weil es da kühler ist?) und liegt dann dort immer an der selben Stelle auf dem Teppich (hat sie sonst nie gemacht). Wenn wir sie hochnehmen, will sie dann aber doch schmusen, schnurrt und drückt mit dem Kopf gegen alles, was sich anbietet. Auch wenn wir von Arbeit kommen oder morgens aufstehen, kommt sie uns entgegen - erscheint dann aber immer wieder rastlos, streunt ruhelos durchs Haus und mautzt in einem fort ganz jämmerlich...
Wir sind echt ratlos, ob wir ihr mit weiteren Therapie-Versuchen helfen sollen oder ob es besser wäre, der Natur ihren Lauf zu lassen und ihr die vielleicht letzte Zeit so streßfrei und angenehm wie möglich zu gestalten... es geht echt an die Nieren, wenn man das Häuflein jetzt so sieht...
Vielleicht habt Ihr noch zündende Ideen, was man noch versuchen kann, was man mit dem Tierarzt noch abklären könnte oder wie wir es unserer Susi leichter machen können...
Vielen Dank und sorry, daß es gleich beim ersten Mal so ausufernd geworden ist...
Eric