Mein Kater benimmt sich psychopatisch

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  • Mein Kater benimmt sich psychopatisch Beitrag #1
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Tommi-Pheynix

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Hallo alle miteinander!

Ich habe 2 Kater, Tommi zweieinhalb Jahre alt und Pheynix anderthalb Jahre alt.
Während Pheynix vollkommen verschmust, zutraulich und lieb ist, und mir einfach nie von der Seite weichen möchte, weiß ich mit Tommi einfach nicht mehr, was ich machen soll. Er akzeptiert Pheynix und ich habe ihn auch richtig doll lieb, aber sein Verhalten war immer schon mehr als merkwürdig.

Als ich Tommi mit ungefähr 8 Wochen aus einer anderen Familie mit sehr vielen Katzen und Garten zu mir geholt hatte, fing alles schon sehr komisch an. Er wollte sich nie anfassen und streicheln lassen, ist einem lieber immer aus dem Weg gegangen und war auch höchst aggessiv. Dieses Verhalten hatte er auch ungefähr anderthalb Jahre beibehalten. Er hat fremde Leute, die zu Besuch kamen immer direkt angegriffen und wollte sie nie da haben. Die Besucher hatten auch alle richtig Angst vor Tommi. Er war schlimmer als der beste Wachhund, wenn es darum geht, Fremde aus der Wohnung zu ekeln.
Auch mir ist er damals immer wieder mit den Krallen in den Rücken gesprungen und ich habe heute noch sehr viele Narben von ihm.

Als Tommi anderthalb war, holte ich Pheynix dazu, der schon mit 5 Wochen abgegeben wurde. Ich dachte, Tommi könnte sich vielleicht einsam fühlen und wär deshalb so aggressiv, aber anfangs musste ich wirklich Angst haben, er würde Pheynix umbringen und musste deshalb beide in getrennten Teilen der Wohnung halten, bis Pheynix sich wehren konnte.

In dieser Zeit, als beide noch getrennt waren, hatte ich Stress mit meinem Nachbarn, der mich immer bedrohte. Irgendwann dann, als ich nach Hause kam, stellte ich fest, dass jemand Fremdes in meiner Wohnung war, vermute mal mein Nachbar, der mich hasste. Gegenstände waren vollständig verstellt etc. Tommi (der fremde Leute ja eh angegriffen hatte - kann mir das gut vorstellen wie das abgelaufen ist, als der Nachbar reinkam) war auf einmal in der Küche eingesperrt (bei mir in der Wohnung wird nie was abgeschlossen) und schrie wie am Spieß. Ein Schlüssel war nicht aufzufinden. Also holten wir die Polizei (die meinte, der Nachbar hätte einen Reserveschlüssel vom Vormieter besorgt, der vorher sein bester Freund war).
Nachdem wir die Tür auftreten mussten um Tommi zu befreien, wurde alles anders.

Er war immer ganz ruhig, schmuste mit Pheynix, wurde etwas zutraulich und suchte meine Nähe.

Seitdem ist er aber noch komischer geworden, fast psychopatisch.
Mitunter (so ungefähr 1 mal in zwei, drei Wochen) versucht er erstens Pheynix, mit dem er ja gut klarkommt, grausam zu vergewaltigen (beides Männchen und kastriert), jagt ihn und reißt ihm richtig Fellbüschel aus. Ich muss dann schnell hinrennen und Pheynix helfen sobald dieser schreit. Zweitens kratzt Tommi seitdem an den Wänden rum und an den Dingern in den Fensterrillen, was er sonst vorher nie gemacht hat, hat seitdem nur noch Durchfall, obwohl er laut Arzt vollkommen gesund ist usw.
Drittens, wenn ich die Wohnung verlassen will, rennt er mir nach, miaut mich an, schlägt seine Krallen in meine Jacke und will mich nicht gehen lassen. Wenn er merkt ich gehe trotzdem greift er an.
Und viertens, wenn heute Besuch kommt, selbst die Familie oder Freunde, bricht die absolute Panik aus. Er rennt wie blöde zum Kleiderschrank, mitunter vorher erst noch dagegen, öffnet ihn, und versteckt sich zitternd auf meinen Hosen oder aber er kriecht voller Panik schnell unter die Sofadecke und verhält sich reglos wie ein Stein. Er macht das bei Besuch auch dann, wenn ich auf dem Sofa sitze, dann versucht er mich da noch etwas wegzuschieben oder kriecht neben mir unter die Decke. Er kommt dann da auch nicht mehr raus.
Wenn ich nach Hause komme, mit dem Schlüssen rein oder meine Mutter mit dem Schlüssel rein, dann ist alles in Ordnung, auch wenn ich meine Freunde mitbringe. Aber sobald es schellt, bekommt er schon die absolute Panik und versteckt sich im Kleiderschrank.

Am liebsten würde ich den Nachbarn nachträglich zusammenschlagen, die Polizei wollte dem ja nichts.

Aber viel wichtiger:
Was genau spielt sich in meinem Kater ab und wie kann ich ihm helfen, damit er wieder normal wird???

Ich habe ihn total lieb und will ihm helfen dieses Trauma wieder loszuwerden!!!

Ich habe den Wohnzimmerschrank bereits etwas vorgezogen, damit er auch dahinter kann und eine Zufluchtmöglichkeit hat, auch wenn meiner Mutter das stört.

Was kann ich für Tommi tun um ihm zu helfen?
 
  • Mein Kater benimmt sich psychopatisch Beitrag #2
Der arme Kater!:-(
Kann man dem Nachbarn nichts wegen "Hausfriedensbruch"? Ich meine, wenn klar ist, das er unerlaubt mit Hilfe fremder Schlüssel in die Wohnung gegangen ist, ist das ne Straftat!
Das wird den Kater enorm geängstigt haben! ABER: sorry, angefangen hat dein/oder sein ganzes Problem schon von ANfang an (meine Meinung)! Du hast ihn viiiiieeeel zu früh geholt (den zweite auch!), total unsozialisiert und dann auch noch allein. Das ihm das nciht bekommt ist klar. Dann: er durfte als Zwerg schon raus? Kann es sein, das er das einfach vermißt??? Könntest du ihm eventuell einen Balkon ,gesichert natürlich, zugänglich machen?
Das ist jetzt nicht bös gemeint, nur mal meiner Meinung nach ein riesen Teil von Gründen, die zum Verhalten deines SÜßen geführt haben. Ich denke, er einfach schlicht und ergreifend Angst, abgrundtiefe Angst. Und das zu beheben, braucht ganz viel Zeit, viel EInfühlungsvermögen, Geduld und unter Umständen mal ein Gespräch mit einem Tierheilpraktiker über Bachblüten. Vielleicht besorgst du für den ANfang mal einen Feliwaystecker, eventuell bringt das Wohlfühlhormon darin schon ein bißchen.
Vertragen die beiden Kater sich denn bis auf die Aussetzer sonst gut?
Ob man die ANgst komplett raus bekommt, wage ich zu bezweifeln! Nicht jede Katze mag es, wenn Fremde im Haus sind oder wenn's mal rummeliger zugeht. Ich habe drei zu Hause, einerist immer mittendrin,die anderen beiden ziehen sich zurück.
Versuch ihm schöne Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, auch in der Höhe (Kratzbaum? auf dem Schrank? zB). Orte wo er sich sicher fühlt.
 
  • Mein Kater benimmt sich psychopatisch Beitrag #3
ok jede katze ist anders.
8 wochen ist früh, aber meistens das normale alter wo bauern udn sowas die katzen abgeben.
weil es eben früh ist hattest du dei aufgabe die katze zu prägen und ihr die welt zu zeigen. seine mum konnte das ja nicht mehr.
irgendwas scheint ja nicht so ganz zu klappen.
solll kein angriff gegen dich sein. mein kater war auch mit 4 wochen schon draußen, aber er ist im gegensatz zu deinem kater komplett anders.
ich hab keine ahung was professionelle tiertrainer kosten und ob das bei katzen viel bringt. aber ich würde dir raten, schnell hilfe zu besorgen denn so kann das bei dir nicht weitergehen.
da muß gehandelt werden ich denke ihr 3 wollt eher stressfreies leben.
 
  • Mein Kater benimmt sich psychopatisch Beitrag #4
Ja also, Tommi und Pheynix vertragen sich bis auf diese Ausnahmezustände sonst richtig gut.
Und Pheynix ist auch, obwohl er bereits mit 5 Wochen geholt wurde, richtig gut sozialisiert, ein Traumkater eben, total verschmust und lieb. Er schläft auch immer richtig gerne auf dem Kopfkissen neben mir und legt sein Pfötchen auf meinem Kopf. Die Besitzer mussten ihn angeblich mit 5 Wochen bereits abgeben, da habe ich ihn genommen.

Bei Tommi ist das so, dass meine Mutter mal bei den Vorbesitzern nachgefragt hatte und es kam heraus, dass Tommis Geschwister und alle Nachzuchten aus den späteren Würfen auch irgendwie komisch und aggressiv waren. Einige hatten ihre Katzen sogar zurückgebracht, weil sie andere Leute angegriffen haben.

Für mich wäre so etwas nicht in Frage gekommen, weil ich ihn lieb habe so wie er ist.

Es ist ja auch nicht so, dass er immer nur komisch ist.

Er kommt auch immer öfters zu mir und schmiegt sich an mir und möchte dann auch schon mal gestreichelt werden.
Aber manchmal wenn er schmusen möchte und sich an einen schmickt, tickt er trotzdem aus wenn man ihn anfasst und greift an. Das ist komisch, denn wenn er nicht gestreichelt werden will, bräuchte er ja nicht versuchen zu schmusen oder?
Es gibt aber etwas was ich gar nicht verstehe und zwar, dass er, wenn er sich dann doch streichel lässt, hinterher ruckartig sich ganz schnell leckt.
Nicht normales lecken, sondern das sieht schon irgendwie psycho aus wie das dann vor sich geht.
Was bedeutet das???

Und wenn Tommi, wenn ich weg gehen möchte, die Jacke bereits anhabe etc. mich anmiaut und mich mit Krallen am Arm festhält, will er dann nicht, dass ich gehe und wieso???
 
  • Mein Kater benimmt sich psychopatisch Beitrag #5
bei hunden würde ich auf kontrollverlust tippen, aber haben sowas auch katzen ich weiß es nicht.
fakt ist er will dich da haben ob er dich kontrollieren mag oder nicht allein sein mag weiß ich nicht.
bin immer noch dafür das du dir proffesionelle hilfe holst.
denke das wird bei euch ein weiter und harter weg werden aber am ende gewinnen alle an freiheit und entspanntheit.
 
  • Mein Kater benimmt sich psychopatisch Beitrag #6
Also, erstens hört es für mich so an, als wäre er tatsächlich schlecht sozialisiert. Katzen sollten mindestens bis zur 12. Woche bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern bleiben, denn dadurch lernen sie, nicht aggressiv zu sein, sie lernen die Katzensprache, haben die Chance sich komplett abzunabeln von ihrer Mutter und ihre Persönlichkeit voll zu entwickeln.
Dies hat dein Tommy schon mal verpasst. Meiner Meinung nach kann es gut sein, dass er deshalb die ersten eineinhalb Jahre so drauf war. Er hatte keinen Spiel- und Raufkumpel, mit dem er raufen konnte wie er wollte - also musstest du herhalten.
Mit dem Einzug von Pheynix hast du dir das gleiche Problem nochmal angeschafft, eine unsozialisierte Katze zu dir geholt. Aber zum Glück war es anscheinend noch früh genug, dass Tommy noch die Kurve gekriegt hat und das freut mich sehr, es ist auf jeden Fall besser für deine Katzen.
Nichts desto trotz scheint Tommy nicht zu wissen, wann Schluss ist bzw. wieviel er Pheynix zumuten kann. Dieses "Vergewaltigen" wie du meinst hört sich für mich nach Dominanzgehabe an. Kater besteigen andere Kater oder Katzen, um ihre Überlegenheit zu demonstrieren. Das hat aber nichts mit Sex zu tun ;-)

Jetzt aber zu deinem anderen Problem:
Anscheinend hat Tommy ein richtiges Trauma erlebt, als dieser schreckliche Nachbar rein kam (ich hoffe, du hast inzwischen das Schloss gewechselt?). Hört sich für mich stark danach an, weil er wie du schreibst auf Besuch so panisch reagiert.


Meine Empfehlung: Suche dir eine/n gute/n Tierpsychologen oder -therapeuten, damit du Tommy helfen kannst, sein offensichtliches Trauma zu überwältigen.
 
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