Hi auch!
Ich habe schon in vielen Foren nach Beiträgen gesucht, die meiner Situation am nächsten kommen, aber das Verhalten meiner Katze scheint nicht oft vorzukommen..
Aaalso, die kleine Fuschi wírd jetzt 3 Jahre alt, ich hab sie seit ca. 2 Jahren; zu ihrem letzten Geburtstag bekam sie eine Kastration geschenkt

Vom Charakter her veränderte sie sich nur insofern, dass sie Fremden gegenüber scheuer wurde, aber sie in ihrer Nähe duldete, wenn diese ihr nicht ohne Einverständnis zu nahe kamen. Aber zu meiner Freundin und mir blieb sie so verschmust und anhänglich wie eh und je. Selbst, wenn sie mal in einem kurzen Anflug von Aggression gekratzt hat (beim Schmusen oder Ärgern), hat sie schnell die Krallen eingezogen und entschuldigend ge"brrrrrrr"t

Im Sommer sind wir in eine neue Wohnung gezogen - ein wenig kleiner - und da hat sie sich erstaunlicherweise von Anfang an wohlgefühlt, aber die ersten Tage viel geschlafen.
Fuschis
erste Fauch- und Kratzattacken fingen an, als wir (wie schon so oft) für ein Wochenende nicht da waren und sie von den Eltern meiner Freundin gefüttert wurde (Attacken gegen die Eltern). Trotzdem war sie den Tag über allein, allerdings spielten sie früher immer viel mit ihr (1 Stunde zum Teil), aber irgendwann begann Fuschi eben, sie anzufauchen und anzuknurren und auch anzufallen.
Wir dachten: "Na gut, sind halt Eindringlinge und wir sind immerhin nicht da... usw." aber dann...
Im Dezember musste ich für eine Woche ins Krankenhaus. Die ersten Tage war die Kleine wieder allein, danach hat meine Freundin wieder den ganzen Tag in der Wohnung verbracht und Kätzchen war überglücklich und verschmust wie nie! Das war der erste Tag.. am zweiten hat Fuschi sich wie sonst verhalten und am dritten ging es los...
Sie sollte normalerweise nicht allein in der Küche bleiben, deshalb haben wir sie immer rausgeholt, wenn wir nicht drin waren. An diesem Tag hat sich Fuschi wiedermal
unterm Stuhl versteckt, weil sie nicht rauswollte. Freundin versucht also, sie rauszuschupsen, Kätzchen will nicht, Freundin versucht´s mit dem Bettlaken, dass sie in der Hand hält (übrigens weil Fuschi raufgekotzt hat, seit ich weg war tat sie das jeden Tag, als ich wieder da war hörte es auf). Keine gute Idee..
Kätzchen wird zum Psychoirgendwas und faucht erst, knurrt, und
greift SCHREIEND das Laken
an und dann natürlich auch die Verursacherin, die panisch aus dem Raum rennt und die Tür hinter sich zumacht. Fuschi bleibt im Endeffekt eine halbe Stunde hinter der Tür sitzen und knurrt unaufhörlich; bis es meiner Freundin reicht und sie todesmutig die Tür einen spaltbreit öffnet (Katze beginnt wieder zu schreien und auf die Tür einzudreschen) und setzt sich so schnell wie möglich aufs Sofa.
Fuschi kommt mit riesen Augen rein, faucht noch ein wenig planlos umher, knurrt sie noch ein paar Mal an und springt letztendlich schnurrend auf ihren Schoß und schmust wie immer.
Seitdem wiederholte sich das Spiel, wenn sie in die Küche wollte und Fuschi sich wieder bedroht fühlte oder was auch immer. Leider hat sich meine Freundin von anfang an eher unterworfen (hinhocken, sich kaum bewegen, etc.), weil einige Foren ihr das so rieten.
Naja, und seit ich wieder da war hörte das vollständig auf.
BIS zu einem verhängnisvollen Tag vor 1 Monat, an dem meine Freundin ihr ihre neue Kunstpelzmütze vor´s Gesicht hielt und dasselbe von vorn. Das hört sich natürlich sehr unklug an, aber eigentlich hatte sie schon Tage vorher an der Mütze geschnüffelt und drauf rumgepatscht... :/
Tjoa seitdem ging das alle paar Tage einfach so los. Wir waren schon beim Tierarzt, haben uns Tipps geholt im Umgang mit der Sitution, haben ihr Zyklene Kapseln geholt und auch Feliway (als Unterstützung).
Wir fingen also an, uns mit einem lauten NEIN oder ähnlichem zu wehren, funkioniert auch teilweise (sie zieht sich nach ner Minuter oder so zurück, knurrt aber noch lange rum), währenddessen dürfen wir trotzdem nicht sonderlich viele Bewegungen machen und warten, bis sie sich einigermaßen beruhigt.
Ihr
Verhalten wenn ES passiert:
- Pupillen sehr groß
- Unruhiges Umherschnüffeln/ Fauchen/ Knurren an ein bestimmtes Ziel, dass sehr schnell variieren kann (wer ihr in den Weg kommt, ist dran)
- ganz ganz fieses lautes Maunzen wie bei einem Katerkampf bzw. Schreien
- Schwanz ist
nicht nach oben gerichtet und schlägt nicht hin und her
- macht sich eher klein
- Ohren angelegt
- kommt sebst direkt danach schmusen und macht "brrrrb" als wär nie was gewesen
- passiert, wenn sie sich erschreckt, aber nicht immer!
Eigentlich zeigt das ja Angst an, aber sie will dem Ärger nicht ausweichen, sie will einfach kämpfen.. verteidigen.. töten.
In letzter Verzweiflung haben uns vor ca. 2 Wochen einen
Kater dazugeholt (auf Tierarzt- und Foren-Rat), damit sie auch mal ordentlich toben kann, nicht so allein ist usw.
Der ist ein paar Monate jünger als sie und ein Stück größer (sie ist echt winzig ^^... und genauso furchteinflößend)... aber er versteckt sich seit dem unterm Bett... obwohl sie ihn für Katzenverhältnisse relativ herzlich empfangen hat - zwar Fauchen und Knurren, aber nie Anfallen und dergleichen, höchstens eine reinhauen oder aus einer Ecke gesprungen kommen und ihn erschrecken. Das wäre dann das zweite Problem, aber das erste hat erstmal Vorrang.
Wir haben nicht die Nerven für solche Eskapaden, es drückt wirklich die Stimmung, wenn es wieder passiert.. und man sollte in seinem gemütlichen Heim keine Angst haben müssen, vom Sofa aufzustehen und zur Toilette zu gehen!
Aber wir wollen sie auch nicht weggeben...
Hilfe
