Vorlesen ist super. Und daß Du alle Dinge, die sie braucht in einem Zimmer hast, in dem sie sich jetzt aufhält auch. Daß sie noch nicht rauskommt, ist auch o.k.. Halte Dich in ihrer Nähe auf. Bleibe einschätzbar, also kein ranschleichen, ruhige Bewegungen, gemütlich gehen. Mache leise Geräusche, ruhig vor Dich hinsprechen. Das genügt erstmal.
Ich schätze, daß sie nachts rauskommen und die Bude erkunden wird. Du kannst die Schlafzimmertüre auch zulassen. Dann sind die Geräusche vom Rest der Wohnung erstmal gedämpft. Wenn Du heute schlafen gehst, kannst Du ja ein ganz kleines Lichtchen (Schlaflampe/Orientierungslicht) anlassen, damit Du sie vorsichtig beobachten kannst, wenn Du magst.
Und wenn Du dann merkst, daß sie sich ab und an auch bei Tageslicht rauswagt, ist das schon die halbe Miete. Du kannst sie auch mit Leckerchen locken, sie ihr unters Bett rollen lassen.
Alles in Allem: Hab Geduld, das wird schon! Wir haben zwei Panikmädels aus dem Tierheim seit gut einem Jahr. Nach nem halben Jahr haben sie sich das erste Mal unter Leckerchenbestechung streicheln lassen. Kurz darauf zog Opa Leo als Erziehungshilfe bei uns ein. Seit dem machen sie Entwicklungssprünge. Zu einer Kumpelmiez haben meine VorschreiberInnen genug gesagt. Dem schließe ich mich an.