Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM?

Diskutiere Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo! Ich lese immer öfter - und frage mich auch immer öfter - wieso man sich so verhalten soll. Beispiel: 2 Katzen kabbeln sich... jemand...
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #1
Z

Zauselchen

Gast
Hallo!

Ich lese immer öfter - und frage mich auch immer öfter - wieso man sich so verhalten soll.

Beispiel:
2 Katzen kabbeln sich... jemand ist unsicher... als Empfehlung kommt oft "Lass irgendwas fallen, wirf was hin, was Krach macht, aber wo die Katzen nicht wissen das Du es warst"
"schimpfe nicht mit Ihren Namen, spreche Sie nicht an"


Warum denn nicht? Und was ist überhaupt der Sinn Situationen zu "unterbrechen" wenn die Katzen nichtmal wissen, wieso, weshalb und von wem es getan wurde....

Ich lenke meine Katzen schon seit vielen Monaten genau mit einem anderen System (klar, es gibt keine pauschale Regel WIE es richtig ist - das weiß ich auch) und es klappt hier sehr gut, ich unterbinde gezielt bestimmte Situationen bei denen ich mir sicher bin, das Sie nicht "spielerisch" gemeint sind.

Gut, bei mir ist auch die Situation gegeben das man so handeln sollte, meiner Meinung nach.... aber ich fahre damit sehr gut, ein Streithahn (wie viele wissen mein Charly) ist über die Zeit wesentlich ruhiger geworden, seine Angriffe haben an Intensität verloren und auch die Häufigkeit der Angriffe hat sich wesentlich verringert.


Warum ist es also schlecht, als Mensch, hinter seiner Entscheidung zu stehen das man "Stunk unter Katzen" nicht duldet?
Meiner Meinung nach hilft dieses "Krach machen" garnichts... es stört die Tiere in Ihren Raufereien die oft wahrscheinlich notwendig sind, denn sonst staut sich einiges an... so sagts doch jeder immer.... wenn die Tiere nicht wissen WIESO sie unterbrochen werden, ist es meiner Meinung nach sinnlos.

Hat jemand eine andere Meinung?


P.S: Bei uns läuft es inzwischen so, das nur mein BLICK reicht, damit der offensive Part einer bösen Rauferei sofort erstarrt und sich abwendet.
Ich greife nicht grundlegend ein, so ist das nicht und soll so auch nicht verstanden werden! Aber ich muss wirklich sagen, das sich dadurch meine Gruppenstruktur und das "verhalten der Katzen untereinander" positiv verändert hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #2
Darf ich fragen, was genau du tust?
Ich habe fast jeden Morgen eine Situation, die absolut nicht erwünscht ist:
Pie liegt im Bett und döst noch vor sich hin, bis ich fertig bin und es Frühstück gibt.
Ganz oft, also wirklich in 90% der Fälle, springt Muffin dann aufs Bett, auf Pie drauf und beißt ihr fies ins Genick. Letztens ist sie dann geflohen und in ihrer Hektik über meinen schlafenden Freund - gab 2 hübsche Kratzer auf der Stirn.
Ich weiß aber nicht wie ich ihm das abgewöhnen soll... wenn ich sehe, dass er zum Sprung ansetzt, geh ich dazwischen und setz ihn woanders (auf dem Bett) ab. Interessiert ihn natürlich reichlich wenig...
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #3
Hey,

am Anfang habe ich sehr stark mit Worten dagegen gehalten, bei uns war die Situation meist wie folgt:

Charly pirscht sich an Hera ran oder Charly verprügelt Hera heftigst


Anfangs habe ich dann meist böse seinen Namen gesagt/gerufen, dazu gefaucht oder ein "kusch kusch" gemacht (auf alles 3 reagieren meine Katzen, das kommt immer auf die Katzen an!)
Nach einer Zeit reichte ein tiefes Fauchen+Brummen schon um ihn bei seinem anpirschen "erstarren und unsicher gucken" zu lassen..... ich habe immer wieder konsequent solche Situationen mit meiner Stimme unterbunden, Katzen sind ja nicht blöd, nach einer Zeit wusste er GENAU was ich meine.

Inzwischen reicht es, wenn ich der Situation meine Aufmerksamkeit schenke:

Beispiel: Charly rauft sehr heftig mit Cleo, ich setz mich im Bett auf und schau hin, Charly erstarrt sofort, guckt irritiert (und wartet auf meine Reaktion), dreht sich daraufhin um und schläft...

Besseres Beispiel: Bislang habe ich immer nur Charly gemaßregelt.
Hera rauft mit Cleo auf dem Bett, Cleo schreit wie ne abgestochene... ich stehe auf und schaue von der Arbeitszimmertür rein ins Schlafzimmer (dazwischen liegt noch eine Diele), Hera erstarrt sofort, fängt an sich beiläufig zu putzen und schielt dabei zu mir und lässt dann ab und verlässt das Bett.
(Das erstaunliche daran - ich habe Hera NIEMALS dermaßen gemaßregelt, aber sie hats wohl von Charly her auch schon kapiert UND ich wollte garnicht das Sie aufhören, ich wollte nur ZUSCHAUEN)


Ich denke es ist gerade in so brennzlichen Situationen wichtig, das die Katzen wissen - ICH BIN DER CHEF..

Dazu habe ich noch einen super Link, die Seite entdeckte ich aber erst später und stellte mit erstaunen fest "So mache ich das doch schon die ganze Zeit!"


Angriffe seitens Charly sind im Moment sehr selten, ich denke das habe ich auch meinem Verhalten zu verdanken... man muss den Katzen klar machen - Stunk wird nicht geduldet.

(Das ist sicher alles Situationsabhängig!)


Viel Erfolg ;-)
(es dauert ein wenig bis sie's geschnallt haben)
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #4
[...]Viel Erfolg ;-)
(es dauert ein wenig bis sie's geschnallt haben)
Klasse :lol:
Bin gespannt.. ich werde es versuchen :)

.. ich bin im Sommer auch mal "zwischen" Pie und einen riesengroßen Kater gegangen. Draußen hats geschrien wie am Spieß :shock: da hab ich dann instinktiv ne Runde gefaucht.. Der Kater ist sofort ab und Pie direkt hinter mich :lol:
Die Katz hat ne große Klappe - aber nix dahinter ;-)

Ich werde berichten, wie mein großer das schnallt - er ist manchmal ein bisschen langsam im Köpfchen :lol:
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #5
Der Link ist super!!!!
Ich will auch s viele Mitzis. :)
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #6
So doof es auch ausschauen/klingen mag:

Fauchen und brummen - wie es Katzen machen - hat bei uns immer am besten funktioniert.... es ist eben die Katzensprache, da wissen Sie genau wo Sie dran sind ;-)

Bin gespannt, berichte bitte wenns was neues gibt:)


Das wichtige zu dieser Art der ""Erziehung"" findet man im Link ab Punkt 5. ;-)
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #7
Es kommt doch immer auf die Situation und die Beteiligten an.
Wenn man offen in eine Situation eingreift, dann bezieht die Mietz das auch auf den Menschen der eingreift - und kann damit wiederum eine Reaktion bei der Mietz auslösen. Ist diese Reaktion bei der Mietz auch auf die eigene Person gewollt und von Vorteil, dann sollte man offen eingreifen - will man es sich aber in dem Moment mit keinem verscherzen, dann verdeckt eingreifen. Durch das plötzliche Geräusch sind die Mietzen dann von ihrem eigentlich vorhaben (z.B. sich aufeinenander zu stürzen um sich zu kabbeln) abgelenkt und durch diese Ablenkung aus ihrem Vorhaben gerissen und überlegen es sich dann meist nochmal und drehen ab.
Wenn man z.B. eine Zusammenführung hat, dann fühlt sich ja die Erstmietz oft zurückgesetzt und ist eifersüchtig - schimpft der Dosi dann noch mit ihr, dann kann das dazu führen, daß sie sich in ihrer Zurücksetzung bestärkt fühlt. Deshalb rate ich bei Zusammenführungen zu anonymen Unterbrechungen um schlimmere Kampfsituationen zu vermeiden.
Hat man aber z.B. langjährig zusammenlebende Mietzen, bei denen man weiß, daß einer gern mal den großen Macker rauskehrt anderen Katze gegenüber, dann ist s sinnvoller, wenn man offen in die Situation eingreift um der Mietz eben auch klar zu machen, daß man dieses Verhalten nicht möchte.
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #8
Ich sehe es gerade bei Zusammenführungen als schwierig an, überhaupt einzugreifen und grundlegend bin ich da immer dagegen - gerade in den ersten Tagen müssen die Nasen sich kennenlernen, sich testen.
Und das geht am besten über Körperkontakt - einige sind dabei unbeholfen und etwas grober... aber so sind Katzen nunmal!

Ich finde es auf keinen Fall empfehlenswert, v.a. einem Anfänger (um die es hier im Forum ja meistens geht) , zu empfehlen, dazwischen zu gehen bei einer VG.

Der Beste Tipp für Zusammenführungen ist immer noch, die Katzen zusammen zu setzen und dann jeden Tag für mehrere Stunden das Haus zu verlassen, denn der eigentliche Grund, wieso es zu Unklarheiten zw. den Katzen kommt, ist meistens der Mensch.


Bei Auseinandersetzungen die Blutig ablaufen, würde ICH als MENSCH immer noch eingreifen - denn bei aller Liebe - im Zusammenleben mit den Katzen sind WIR noch die Chefs, das muss für alle klar sein und das verstehen auch die Katzen, da fühlt sich keiner "wie das dritte Rad am Wagen" wenn der Boss berechtigt bei einem heftigen Kampf eingegriffen hat - bei solchen Auseinandersetzungen hat ein "Klappern" absolut keine Lernwirkung meiner Meinung nach, die Tiere sind davon irritiert und lassen evtl. ab, gut... aber die Spannungen bleiben und der "Grund des Klapperns" bleibt für die Tiere im verborgenen.


Wie gesagt, es gibt sicher keinen pauschalen Weg und das möchte ich auch nicht behaupten, aber ich finde es doch ganz interessant wenn man hier mal seine Sichtweise vertritt... und ja, es kommt immer auf die Situationen an die als Neuling meist schwer einzuschätzen sind. ;-)
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #9
Kann es denn nicht sein, dass man was völlig falsches in der Katzensprache sagt? Ich mein, wenn ich einfach fauche, heisst das den defitiniv "hör auf" oder sag ich dann eventuell "jaaa, loos, schlag ihn"

weisst du wie ich meine?
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #10
Ich hab noch keine Situation eine Katze fauchen sehen, in der sie damit etwas Positives bezwecken wollte - es geht dabei doch immer darum, dem anderen seine Grenzen aufzuzeigen und ihn in die Schranken zu weisen.
Beim Schnurren ist das ja anders, das tun sie auch wenn sie Angst haben oder Schmerzen, um sich selbst zu beruhigen.
Aber ich denke ein Fauchen ist unmissverständlich.
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #11
Zauselchen: Auch das Thema Zusammenführungen sehe ich sehr variabel bezogen auf jede individuelle Situation. Erstmal sehe ich es ähnlich wie du, daß der Mensch oft der Störenfried bei Zusammenführungen ist. In der Regel bin ich auch dafür (und rate dies auch meistens meinen Katzenabnehmern), die Mietzen nur in den ersten Momenten zu beobachten um zu sehen, daß es nicht gleich in blutiges Übereinanderherfallen ausartet und dann zu gehen... ABER: 1. gibt s sehr viele Leute die das nicht schaffen und diesem Rat nicht folgen - dann muß man Ausweichalternativen anbieten und 2. gibt es auch Zusammenführungen wo man aufgrund der Charaktere der Tiere oder anderer Probleme (z.B. ein beteiligtes Tier ist chronisch krank) auf eine sanfte Zusammenführung angewiesen ist. Dann rate ich zur Anfangsseparation mit begleiteter Zusammenführung. Dabei dann auch arbeiten mit anonymer Unterbrechung und positiver Bestärkung in Kombination - funktioniert in der Regel gut, dauert dann halt nur entsprechend länger, bis man Ergebnisse sieht.
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #12
Ich hab noch keine Situation eine Katze fauchen sehen, in der sie damit etwas Positives bezwecken wollte - es geht dabei doch immer darum, dem anderen seine Grenzen aufzuzeigen und ihn in die Schranken zu weisen.
Beim Schnurren ist das ja anders, das tun sie auch wenn sie Angst haben oder Schmerzen, um sich selbst zu beruhigen.
Aber ich denke ein Fauchen ist unmissverständlich.


oukay, das stimmt. klar, Fauchen ist Fauchen und fauchen bedeutet negativ...hab nicht überlegt :)
 
  • Als Mensch eingreifen ohne das Katze es merkt - WARUM? Beitrag #13
oukay, das stimmt. klar, Fauchen ist Fauchen und fauchen bedeutet negativ...hab nicht überlegt :)
Macht nix, mach ich manchmal auch nicht - dafür dann die anderen aber meist, das gleicht sich aus :lol:
 
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