Zweitkatze "nötig"?

Diskutiere Zweitkatze "nötig"? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Katzengemeinde, bevor ich gescholten werde - ich weiß, dass Katzen in Wohnungshaltung zu zweit gehalten werden sollen! Deshalb hole...
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #1
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Hallo liebe Katzengemeinde,

bevor ich gescholten werde - ich weiß, dass Katzen in Wohnungshaltung zu zweit gehalten werden sollen! Deshalb hole ich vielleicht etwas weiter aus: Ich bin mit Katzen aufgewachsen, in der Kindheit mit Freigängern, in der Jugend mit einer Wohnungskatze in unserer Familie. Susi war schon 7 als sie aus dem Tierheim zu uns kam - ein störrisches Biest, das vom verstorbenen Herrchen ins Tierheim kam und sich dort scheinbar zu Tode hungern oder wenigstens Mitarbeiter ermorden wollte. Nachdem wir kurz vor ihrem Exitus herausgefunden haben, dass sie Schinken von genau einer Marke sowie norwegischen Ziegenkäse und sonst nichts isst, ließ sie sich nach sage und schreibe einem Jahr anfassen, gegen Ende wurde sie sogar zum Schoßkätzchen und schlief im Bett - leider war sie seit jeher chronisch erkältet und so musste sie im November letzten Jahres mit 11 Jahren eingeschläfert werden :(

Soweit, so gut: Ich also mit meinem Freund quasi auf ihren Todestag genau zusammengezogen, Studentenbude - dass Katzenhaltung nicht erlaubt war, war mir klar, aber ich dachte ja, ich könnte meine Susi weiterhin bei meiner Familie besuchen, als ich den Vertrag unterschrieben habe. Nach einer Zeit musste ich feststellen, dass ich meinen Fellknäuel unglaublich vermisste und nach reiflicher Überlegung entschied ich mich trotz der wenigen 2 Monate, die nunmehr vergangen waren, einer neuen Katze die Dose öffnen zu wollen. Nun wusste ich jedoch aus vergangenen Gesprächen, dass meine Vermieter (älteres Ehepaar) ganz entschieden gegen Katzen sind - deshalb im Januar das vielleicht schönste Geburtstagsgeschenk von meinem Freund: er hatte sich getraut, bei ihnen anzurufen und sie wegen einer Katze einzuladen um darüber zu sprechen. :-D

Nachdem meine verstorbene Katze ein sehr artgenossenhassendes Exemplar war und sie in Mehrkatzenhaltung aus anderen wahrscheinlich Schinken gemacht hätte, konnte ich mich gut damit anfreunden, in Zukunft mal wieder 2 tollende und tobende Tiger zu haben - die Ernüchterung: die Vermieter erlauben auf den Tod nur eine Katze und waren und sind diesbezüglich unendlich stur. Ich also hängenden Kopfes durch die Tierheime dieser Region gestolpert auf der Suche nach einer Katze, die ausdrücklich allein gehalten werden wollte und meinem Studentengeldbeutel zuliebe an keiner chronischen Krankheit litt. Und dann saß sie da im Käfig: diese wunderschöne Maine Coone, die mir der Praktikant empfohlen hat. Ich über beide Ohren verliebt, bis die Tierheimleiterin kam und sagte, dass das so nicht stimme und sie auf keinen Fall in Einzelhaltung dürfe, ich solle mir stattdessen doch mal die Debbie daneben anschauen. Und tatsächlich: im gleichen Käfig saß ein verschüchtertes Kätzchen, ungefähr ein Drittel der Maine Coone. Liebe auf den ersten Blick. 4 Jahre, gesund, Einzelkatze für Wohnungshaltung. Seit dem 29. Februar nun wohnt sie hier und mein Freund und ich sind überglücklich mit ihr.

Nach dem ganzen obrigen Gebabbel nun aber zum Wichtigen: die Katze ist nie den ganzen Tag allein, mein Freund und ich haben stark unterschiedliche Stundenpläne und unter der Woche ist sie vielleicht höchstens mal 4 Stunden alleine. Nun ist sie aber eine sehr redselige, verschmuste und anhängliche Katze und jedes Mal, wenn ich die Tür schließe und die Katze alleine lasse, blutet mein Herz. Bei meiner verstorbenen Katze ging es mir nie so - irgendwas sagte mir im Unterbewusstsein, das alles gut so war, wie es war. Bloß ist es so: meine alte Katze hat nie markiert, Tapete gekratzt oder hat sonstwie zum Ausdruck gebracht, dass es ihr schlecht ginge und sie gelangweilt/unterfordert ist - ebensowenig tut es aber meine Aktuelle! Ich werd nur einfach das Gefühl nicht los, dass man die Katze im Tierheim (sie hatten sie ja 11 Monate lang) einfach ums Verrecken loswerden wollte und mich ein klein wenig bescheißert hat bei der Aussage, sie sei eine Einzelkatze. Ich kann es nicht ganz genau beschreiben, was mich vermuten lässt, dass sie sich nach Gesellschaft sehnt - aber wenn ich einen Tag mit ihr verbringe, fängt sie zum Beispiel nach ausgiebigem Spiel und Schmusen an, ein wenig rastlos durch die Wohnung zu streifen, so als habe sie nun genug vom Menschen und suche nach einem Artgenossen. Ich kann es wirklich nicht genau beschreiben, meinem Freund geht es genauso: irgendwie braucht sie vielleicht eine zweite Katze?

Es ist halt so, wir haben eine bezahlbare und wirklich tolle Wohnung im Gebiet Frankfurt (und als Student hier zu wohnen ist echt nicht billig), die ich eigentlich genausowenig loswerden will wie meine Katze. Mit meinen Vermietern haben wir einen guten Kontakt, aber eine zweite Katze? Die erste haben sie mit Zähneknirschen zugelassen und nachdem sie die Wohnung von unseren Vormietern geräumt haben und einige Katzenleichen bergen mussten, kann ich ihre Angst vor einer "Katzenepidemie" auch wirklich gut nachvollziehen.

Jetzt frage ich mich: ist die Zweitkatze wirklich notwendig? Sollte ich es meiner Katze zuliebe wagen, diese "in die Wohnung zu schmuggeln"? Wie sieht es rechtlich aus - werden wir direkt aus der Bude geschmissen, wenn die Zweite ans Licht kommt (was unwahrscheinlich ist)?

Ich bin ein klein wenig verzweifelt und hoffe, dass ihr mir diesen ewig langen Text verzeiht und ihn sich jemand durchliest...

Liebe Grüße von mir und dem schnurrenden Tier auf meinem Schoße (unwissend, dass die Tastatur wegen ihm klimpert :) )
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #2
- Also kurz gesagt würde ich sagen wenn der Vermieter 1 erlaubt kann er keine 2 verwähren. Aber kündigen kann er trotzdem ob rechtens oder nicht. Kenne mich da jetzt nicht so genau aus.

Ich denke Katze in die Wohnung "Schmuggeln" ist ziemlich Stressig da man immer einen "blinden passagier" an Bord hat. Hab meinen Kater auch einfach geholt ohne zu Fragen-und hatte wirklich Angst das ich dann gekündigt werde etc.Vorallem wenn man mal zum Tierarzt muss und mit den Katzen das Haus verlässt sieht es spätestens jeder das da 2 am Start sind.

Habe letztenendes den Vermieter angerufen unter dem vorwand ein Katzennetz anzubringen - das wurde mir verboten - allerdings hat er nichts dazu gesagt das ich eine Katze habe. Elegant nachgefragt ; )

Prinzipiell wären 2 natürlich besser. Mein Artemis ist auch noch alleine. Momentan geht es im soweit ich das beurteilen kann gut und er ist nicht psyhisch verrutscht.Aber wer weiß ob das so bleibt wenn er auf dauer alleine ist , kann in die Hose gehen oder auch nicht. Ich denke wenn man die Katze zu lange alleine lässt "züchtet" man sich selber eine sozialunverträgliche Katze da sie ja keine anderen Katzen gewohnt ist.


Soweit mein Senf dazu :)
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #3
Ich würde auch bei Wohnungskatzen immer zu zwei Katzen raten. Es ist ja doch schon lange die sie sonst alleine sind und wirklich niemanden haben, mit dem sie was machen können, der sie beschäftigt oder mal ablenkt. Eine zweite Katze ist da in meinen Augen wirklich wichtig.
Auch wenn ihr nur 4 Stunden die Woche nicht da seit, die Stunden in der Nacht, die Zeit die ihr auf Partys seit, irgendwo zu besuch, einkaufen oder oder oder, das läppert sich doch. Und vielleicht seit ihr jetzt noch viel zuhause, irgendwann ändert sich das vielleicht und spätestens dann steht die Katze alleine viele Stunden da.

Wenn ihr so einen guten Kontakt zum Vermieter habt, dann würde ich auf jeden Fall mal mit ihm reden. Wenn eine Katze da ist, stört auch eine Zweite nicht mehr.
Ich meine aber auch gelesen zu haben noch vor ein paar Wochen, dass Katzen gar nicht verboten werden dürfen, weil sie zu Kleintieren zählen. Aber ich denke ein Gespräch wirkt da doch manchmal Wunder. Schmuggeln würde ich nicht.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #4
Die erste haben sie mit Zähneknirschen zugelassen und nachdem sie die Wohnung von unseren Vormietern geräumt haben und einige Katzenleichen bergen mussten, kann ich ihre Angst vor einer "Katzenepidemie" auch wirklich gut nachvollziehen.

vielleicht solltest du den Vermieter mal zu dir einladen und ihm zeigen wie die Katze bei dir lebt und wie sie sich verhälst und wie du dich mit ihr verhälst. Wenn seine Einwände schlechte Erfahrungen mit den Vormieter sind. Kannst du sie damit ja vielleicht beseiteigen das er es doch erlaubt
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #5
Hm, jetzt hab ich alles durchgelesen und gebe auch meinen Senf dazu. Klar ist es immer besser 2 Katzen zu halten. Aber was ist wenn die Zusammenführung nicht klappt ??? Mein Kater ist im Sept. Einzelkind geworden (Kumpel ist gestorben) und er hat im Nov. zwei kleine Kumpel dazubekommen. Fand er gar nicht lustig. Im Nachhinein denke ich, er wäre auch gern Einzelkatze geblieben. Die Zusammenführung hat sich als sehr schwierig gestaltet, es hat 4 Monate gedauert, nun ist aber alles entspannt. Allerdings sind jetzt alle Freigänger.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #6
Kannst du deinen Vermietern anbieten, dass sie ca 1mal im Monat "nach dem Rechten" schauen können?
Also quasi "beweisen",dass es den Katzen gut geht, und auch die Wohnung nicht darunter leidet?
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #7
Das mit den Vermietern ist immer so eine Sache. Rein rechtlich gehen inzwischen wohl die meisten Gerichte davon aus, daß zwei Wohnungskatzen vollkommen in Ordnung ist. Darüber hinaus hat man als Mieter ein sogenanntes berechtigtes Interesse und es reicht auch nicht von den Vermietern die Katzen abzulehnen, weil sie bsw. einfach keine Katzen mögen. Das heißt, eigentlich ist es eher umgekehrt. Wenn Vermieter die Tierhaltung einschränken möchten, müssen sie auch die genauen Gründe nachweisen. Auch Bedenken von wegen, darunter würde die Wohnung leiden, hat vor Gericht meines Wissen keinen Bestand. Und wenn die Vermieter ohnehin schon eine Katze erlaubt haben, dann ist auch prinzipiell eine zweite Katze sicher kein Problem. Wie gesagt, eigentlich ist se sogar so, daß die Vermieter gar nicht in der Position sind eine zweite Katze zu verbieten. Und gekündigt werden, darf wegen so einer "Lappalie" ohnehin nicht.

Die andere Sache ist, was ist wenn die Vermieter das einfach nicht begreifen oder begreifen wollen. Aber ich fürchte, da muß man als Mieter halt einfach durch. Wegen der Unwissenheit oder vielleicht auch Sturheit der Vermieter auf seinen Rechten zu verzichten, halte ich für nicht richtig. Genauso wie auf eine zweite Katze, zugunsten der unrechtmässigen Meinung der Vermieter zu verzichten. Und gerade in Wohnungshaltung würde ich auf eine zweite Katze nicht verzichten.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #8
Die andere Sache ist, was ist wenn die Vermieter das einfach nicht begreifen oder begreifen wollen. Aber ich fürchte, da muß man als Mieter halt einfach durch. Wegen der Unwissenheit oder vielleicht auch Sturheit der Vermieter auf seinen Rechten zu verzichten, halte ich für nicht richtig. Genauso wie auf eine zweite Katze, zugunsten der unrechtmässigen Meinung der Vermieter zu verzichten. Und gerade in Wohnungshaltung würde ich auf eine zweite Katze nicht verzichten.

Ich würde den Ball mal flach halten. Katzenhaltung war vertraglich rechtsgültig ausgeschlossen. Die Vermieter haben sich zu einer Katze "überreden" lassen. Ich hoffe, ihr habt das schriftlich? Ich finde, hier stoßen zwei berechtigte Interessen aufeinander. Die TE möchte zwei Katzen halten, der Vermieter, dem die Wohnung nach wie vor gehört, möchte im Grunde gar keine Katze.

Sich hier auf einen Rechtsstandpunkt zurückzuziehen, halte ich für den falschen Weg. Wohnen die Vermieter im gleichen Haus? Hier das gute Verhältnis zu riskieren, halte ich nicht für klug. Das riskiert man auch, wenn man einfach eine Zweitkatze dazunimmt. Der TE sollte aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation an einem unbeschwerten Verhältnis zu den Vermietern gelegen sein. Dazu gehört in meinen Augen auch zu akzeptieren, dass nicht alles möglich ist, was man sich wünscht.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #9
Ich würde den Ball mal flach halten. Katzenhaltung war vertraglich rechtsgültig ausgeschlossen. Die Vermieter haben sich zu einer Katze "überreden" lassen.
Sorry, aber so einfach kann es sich ein Vermieter nun mal nicht machen. Wir leben in Deutschland und nicht in irgendeinen Bananenstaat. Und hier gibt es nunmal Gesetze, an die sich auch Vermieter zu halten haben. Und wie ich sagte, eine Katzenhaltung kann nur mittels triftiger Gründe rechtsgültig ausgeschlossen werden. Da die Vermieter sich aber bei einer Katze haben umstimmen lassen, kann von einen triftigen Grund also offenbar keine Rede sein. Und ein Vertrag der nicht den geltenden Recht entspricht ist nunmal teilweise oder sogar gänzlich unwirksam.

Sich hier auf einen Rechtsstandpunkt zurückzuziehen, halte ich für den falschen Weg. Wohnen die Vermieter im gleichen Haus? Hier das gute Verhältnis zu riskieren, halte ich nicht für klug. Das riskiert man auch, wenn man einfach eine Zweitkatze dazunimmt. Der TE sollte aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation an einem unbeschwerten Verhältnis zu den Vermietern gelegen sein. Dazu gehört in meinen Augen auch zu akzeptieren, dass nicht alles möglich ist, was man sich wünscht.
Das ist mir zu billig. Letztendlich sollte man sich hier im Forum auch mal überlegen welche Einstellung denn die Richtige ist. Wenn Einzelhaltung tatsächlich so eine große Tierquälerei ist, wie immer wieder behauptet wird, dann sollte man sich auch für die zweite Katze einsetzen und nicht einfach klein bei geben, nur weil die Vermieter vom deutschen Recht offenbar nicht den leisesten Schimmer haben. Oder man zieht eben um. Eine weitere Alternative sehe ich nicht. Aber ein ... wie sagtest Du noch ... unbeschwertes Verhältnis zu den Vermietern, daß auf die Quälerei durch Einzelhaltung aufgebaut ist, halte ich für zu einseitig und verlogen.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #10
Nun gut, alle raten jetzt zur Zweitkatze und wieder gehts los mit der qual die die Katze alleine durch machen muss. Habt ihr denn alle den Text durchgehend gelesen? Da steht doch klar und deutlich, eigentlich wurde die Katze vom Tierheim, als eine EINZELKATZE beschrieben.

Klar es konnte gemunkelt werden oder sonst was,aber man muss doch in betracht ziehen,dass es wirklich so ist! Was ist denn,wenn man jetzt eine zweite Katze holt und das gar nicht klappt?Dann hat man sich die Mühe mit dem Vermieter um sonst gemacht und den Tieren unnötigen Stress bereitet.

Ich finde ja auch,dass Katzen keine einzeltiere sind. Aber die Universalantwort auf alles hier ist "Zweite Katze holen!". Ohne sich wirklich auf das individuelle Problem zu beziehen. Das finde ich nicht richtig. Auch wenn Katzen gesellschaft haben wollen, man darf das nicht verallgemeinern. ES SIND NICHT ALLE SO. Es gibt nun mal Einzeltiere. Ob das die Schuld vom Herrchen ist oder sonst was.

Zur rechtlichen Lage. Als ich in meine neue Wohnung gezogen bin, stand in meinem Mietvertrag,dass Tiere bitte mit dem Vermieter abgesprochen werden sollen. Also rief ich an. Die freundliche Frau meinte ich bräuchte wegen einer Katze gar nicht Fragen,denn diese gehört rechtlich gesehen zu den Kleintieren,die nicht gemeldet werden brauchen. Es geht um Tiere wie Hunde zum Beispiel.

Zu deiner Mietz ist das schon schwer.Wenn du das gefühl hast,dass man die was vorgemacht hat im Tierheim, geh noch mal hin und frag. Klar können sie lügen aber vielleicht findest du dort ne Lösung. Auf gut glück würde ich jetzt keine zweite Katze holen,dass muss schon überlegt sein und der Kumpel muss auch sorgfältig ausgesucht werden.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #11
Zur rechtlichen Lage. Als ich in meine neue Wohnung gezogen bin, stand in meinem Mietvertrag,dass Tiere bitte mit dem Vermieter abgesprochen werden sollen. Also rief ich an. Die freundliche Frau meinte ich bräuchte wegen einer Katze gar nicht Fragen,denn diese gehört rechtlich gesehen zu den Kleintieren,die nicht gemeldet werden brauchen. Es geht um Tiere wie Hunde zum Beispiel.

Wenn deine Vermieterin das so sieht, dann freu dich. Katzen gehören nicht zu den Kleintieren. Da kann man baden gehen.

Und ja, ich finde, dass ein Vertrag eine Abmachung auf Gegenseitig ist. Die Vermieter sind der TE entgegengekommen. Jetzt aus einem undefinierbaren Bauchgefühl heraus auf Biegen und Brechen eine Zweitkatze aufnehmen zu wollen, halte ich für problematisch. Auch aufgrund der Wohnsituation.

Wir wissen übrigens nicht, wie groß die Wohung ist. Einfach ins Blaue zu sagen, die Haltung einer zweiten Katze könne nicht verwehrt werden, ist auch aus diesen Gründen riskant.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #12
So, erstmal Danke für die vielen Antworten!

Ich habe die Katzenzusage mündlich und wenn es nach nem halben Jahr immer noch gut läuft kriege ich sie schriftlich. Die Vermieter sind auch von selbst interessiert, hier regelmäßig vorbeizuschauen um zu sehen, dass bei der Katze alles gut läuft (bisher kam es allerdings noch nicht dazu, steht aber wohl demnächst an, wenn sie aus dem Urlaub zurückkehren). Was die Besuche angeht mach ich mir auch keine Sorgen, die Mietze liebt Menschen und zeigt sich bei Besuch immer verschmust und verspielt :)

Unfug angestellt hat sie nur zu Beginn, sie hat angefangen, neben das Klo zu pinkeln. Als ich sie dabei ertappt habe, habe ich gemerkt, dass sie das immer getan hat, nachdem sie an Gegenständen gerochen hat, die früher meiner alten Katze gehört haben (obwohl ich sie mehrfach gut ausgewaschen habe). Naja gut, Sachen weggeworfen, seitdem gab es auch überhaupt gar keine Probleme mehr. Jetzt weiß ich zB. nicht, wie ich das deuten soll - kann sie andere Katzen wirklich nicht leiden und hat deswegen gepinkelt oder hat sie sich in ihrem Revier durch den Geruch bedroht gefühlt und dann quasi markiert, hat aber im Grunde genommen nichts gegen andere (physisch anwesende) Katzen?

Das Tierheim hat nach Rückfrage nur gesagt, man kann die Katze halt nur nach Vergangenheit und Verhalten im Tierheim beobachten und in der langen Zeit, die sie da war (übrigens immer mit anderen Katzen, wobei diese wegvermittelt wurden und sie nicht), hat sie nicht interessiert an anderen Katzen gewirkt. War auch mein Eindruck, dass sie lieber ihre Ruhe hätte vor der anderen Katze und bei Zunahekommen gab es auch Patscher auf die Nase.

Ich würd jetzt natürlich am liebsten ne Roboterkatze hier reinstellen um zu gucken, wie sie sich denn wirklich verhalten würde, aber so einfach geht das ja leider nicht und ich will es auch keiner Katze antun, für ne Zeit bei mir einzuziehen, nur um zu gucken, wie meine denn reagiert. Also wenn, dann würd ich mir gleich eine "für immer" holen wollen, kenne mich jetzt aber was Wohnungshaltung angeht nicht mit dem Zusammenführen und -leben aus. Gäbe es denn Katzen, die da so ruhig und gelassen sind, dass die sich von meiner jetzigen - sollte sie Aufmucken - nicht stören lassen würden bis sich das Zusammenleben eingependelt hat? Will ja auch keinen Mord und Totschlag hier.

Was die Sache mit den Vermietern angeht - da das ganze ja nun für den Moment noch nur mündlich existiert, ist es natürlich umso gewagter, nach ein paar Monaten direkt mit dem Thema zweite Katze zu kommen, vor allem da sie mir doch sehr klar gesagt haben, dass es eben nur eine ist, die sie erlauben. Nach meiner guten Erfahrung damit, dass man bestimmte Katzen eben doch in Einzelhaltung halten kann, bin ich diesen Deal eben eingegangen. Es geht ja auch nicht wirklich nach hinten los. Die Vermieter wohnen übrigens am anderen Ende des Ortes, laufen hier schon mal vorbei, aber bevor sie uns besuchen, kündigen die sich an. Und nen Schlüssel hierfür hätten sie auch nicht, um sich "einfach so" Zutritt zu verschaffen. Wir sind in dem Haus auch die einzigen Mieter unter diesem Vermieterpärchen, d.h. was die anderen Mieter an Katzen sehen, kann denen auch egal sein, solange sie nciht im Treppenhaus spazieren.

Achja, Wohnung hat 70m², ist Dachgeschoss und wenn wir Zeit haben, wollen wir für die Katze nach oben hin erweitern, damit sie ihr eigenes Reich auf den Dachbalken hat. Also ich denke, Platz genug für 2 sollte sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #13
Und ja, ich finde, dass ein Vertrag eine Abmachung auf Gegenseitig ist. Die Vermieter sind der TE entgegengekommen.
Äh ... wo denn? Wie ich schon sagte, die Vermietung von Wohnraum ist von seiten des Gesetzgebers sehr streng geregelt. Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist sogar in in Art. 13 des Grundgesetz geregelt. Ein Vermieter kann schlichtweg nicht einfach machen was er möchte, auch wenn viele Vermieter dies aus Unkenntnis der Gesetzeslage meinen tun zu müssen. Wenn es um die Tierhaltung von einer oder auch zwei Katzen geht, so hat ein Mieter ein berechtigtes Intersse. Wo soll da denn jetzt bitte ein Entgegenkommen sein?

Wir wissen übrigens nicht, wie groß die Wohung ist. Einfach ins Blaue zu sagen, die Haltung einer zweiten Katze könne nicht verwehrt werden, ist auch aus diesen Gründen riskant.
Ich finde es nur interessant wie hier im Forum permanent auf die Gemeinschaftshaltung von Katzen herumgeritten wird aber kaum kommt das Stichwort Vermieter ins Spiel, sieht es ganz plötzlich ganz anders aus.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #14
Nun gut, alle raten jetzt zur Zweitkatze und wieder gehts los mit der qual die die Katze alleine durch machen muss. Habt ihr denn alle den Text durchgehend gelesen? Da steht doch klar und deutlich, eigentlich wurde die Katze vom Tierheim, als eine EINZELKATZE beschrieben.

Die Frage war doch ganz klar, was sie tun könnte, sollte die Katze doch keine Einzelkatze sein. Es wurde nicht gesagt, hol dir um jeden Preis eine Zweitkatze. Es ging darum, falls die Katze doch noch (vielleicht auch erst in einem halben Jahr, vielleicht nie) einen Artgenossen vermisst, was man da tun könnte.
Ich weiß ja nicht, wie groß das Tierheim war, aber es kann unter Umständen vorkommen, dass sich die Katze anders Verhalten hat, durch Tierheimatmosphäre und die ständig wechselnden Betreuer, es kann auch sein, dass die Mitarbeiter sie falsch eingeschätzt haben, es kann sein, dass sie wirklich eine Einzelkatze ist.
Warum glaubst du, dass du die Katze besser einschätzen kannst als die Besitzerin, die sich selbst nichteinmal sicher ist? Es geht hier doch nur um das "was wäre wenn?"
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #15
Warum glaubst du, dass du die Katze besser einschätzen kannst als die Besitzerin, die sich selbst nichteinmal sicher ist? Es geht hier doch nur um das "was wäre wenn?"

Wenn du meinen Beitrag weiter gelesen hättest,dann wüsstest du auch, dass ich sowas in der Art nie behauptet hatte. Meine Aussage richtet sich gerade an die, die behaupten "Hol eine Zweitkatze" ohne sich richtig damit auseinander zu setzen. Ich sage nicht, das es in diesem Fall nicht gut wäre. Klar, sie kann auch mit einer zweiten Katze auskommen, sie muss es aber auch nicht falls das Tierheim eine richtige aussage gemacht hat.

Und von dem was ich hier im Forum sehe schreibt so jeder zweite,egal was es ein problem gibt : "Hol auf jedenfall eine zweite Katze" oder "Ich denke eine zweite Katze löst das Problem" oder noch besser "Einzelhaltung ist Tierquälerei!". Ja schön, das stimmt ja auch alles, aber eine zweite Katze ist nun mal nicht für jeden die Lösung.

Warum glaubst du denn, dass ich die Katze einschätze? Lies doch bitte mal richtig bevor du kritik äußerst. Mein Post behandelt auch genau den Fall "was wäre wenn". Ich sage nicht strikt das ein Kumpel für die Katze nicht in Frage kommt. Ich sage, dass man alle möglichkeiten bedenken soll. Was wäre nun, wenn sie wirklich mit anderen Katzen nicht verträglich ist? Es kann gut oder schlecht verlaufen, man muss alles bedenken und nicht einfach pauschal davon ausgehen, dass jede Katze einfach einen Katzenkollegen will, denn diese Lösung eignet sich nicht für jeden.

Mein Vorschlag wäre, dass TE erst mal ihre Katze beobachtet. Mal mehr acht gibt auf das Verhalten. Es gibt sicher viele im Forum die sich mit Einzelkatzen auskennen und einen Weg wissen, wie man das einschätzen kann ob eine Katze wirklich allein sein will. Stattdessen sagen alle nur "Nimm ne zweite Katze,dann ist das Problem gelöst". Finde ich ein wenig zu verallgemeinert.
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #16
Hm, Ok, dann tut es mir Leid, dann habe ich wohl nicht verstanden, was du sagen wolltest.
Mir kam es nur in dem Fall konkret eigentlich nicht so vor, als hieße es "nimm eine zweite Katze, egal um welchen Preis" (das hab ich in anderen Threads schon schlimmer erlebt)
Es wird eher, so empfand ich das, dazu geraten, was zu tun ist, sollte es wirklich eine Zweitkatze brauchen
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #17
Hallole,

bei mir war die Sachlage ganz ähnlich. Nach der Trennung von meinem Freund zog ich alleine in eine Wohnung, unsere beiden Katzen blieben bei ihm. Es hatte nicht lange gedauert bis mich der Wille quälte wieder Katzen haben zu wollen. Hin und her, her und hin, ich rief bei meinen Vermietern an... oh Schock, nein das wollen wir eigentlich nicht aber sie versprach mir mit ihrem Bruder zu sprechen.
Ein paar Tage später bekam ich die Antwort, ich dürfte EINE Katze halten und das bekam ich auch schriftlich.
Gesagt getan, eine Katze geholt und schnell gemerkt, Mist das war keine sehr gute Idee. Die Kleine war 7 Wochen alt (anderes Thema) das war letztes Jahr im Mai, als ich sie bekam und ich merkte ziemlich schnell das sie sich alleine eher nicht so wohl fühlt.
Also auf ein Neues, ich rief bereits zwei Wochen später wieder an - ich muss noch nebenbei erzählen dass die Vermieter sehr schlechte Erfahrung gemacht haben mit Katzenhaltung - es hieß NEIN auf keinen Fall das möchten wir nicht.
Ich habe es erstmal hingenommen mit dem Gedanken - nur nicht aufgeben.
Paar Monate später habe ich sie auf einem Fest getroffen sie wieder angesprochen, ihr angeboten vorbei zu kommen und nach dem Rechten zu sehen, ihr 1000 Euro mehr Kaution geboten -Erfolg = Null.
Vor zwei Wochen war nu ihr Bruder hier weil sich auf dem Dach Ziegel lösten und er auf den Dachstuhl musste, er stand also mitten in meiner Wohnung und ich habe geschlossen oke wenn ich bei der Schwester nicht weiter komme dann schnapp ich mir nun den Bruder - mir egal was sie denken.
Ich erzählte ihm das ich seine Schwester schon zweimal angesproochen habe und wie das lief, er sag mich an und meinte "ganz ehrlich, ich habe damit kein Problem aber meine Schwester eben" er versprach mir nochmal mit ihr zu reden.
Am Mittwoch kam endlich der erlösende Anruf :) er hat sie überzeugen können, sie ist nach wie vor nicht begeistert aber ich darf eine zweite Katze haben.
Gespräch beendet, gleich meine Freundin angerufen von der ich auch die erste Katze habe, 4 Monate nach der Geburt von meiner kam nochmal ein Wurf, davon hatte sie noch 3 und das Weibchen auch eine Bunte habe ich mir dann gleich am Mittwoch noch geholt.
Hier angekommen, hat sich meine "Dame" gleich mal zum Besten gegeben, die Haare zu Berge stehend zwei Stunden am Stück gefaucht, gefolgt von Knurren und Brummen... nuja sie brauchen nu Zeit, wie kann nu jemand in ihr Schlaraffenland eindringen :) aber es ist heute schon besser und ich denke in zwei Wochen ist das alles vergessen.
Zu dem Thema, einfach noch eine holen kann ich nur eins sagen... das haben mir auch einige Leute geraten, ich wollte das nicht, ich fühle mich hier wohl ich möchte hier wohnen bleiben und ich fühle mich so jetzt wohler mit dem Gewissen die Sache ist geklärt.
Gesetzlich ist das auch nicht so einfach, es gibt wohl genügend Gerichtsurteile dass reine Wohnungskatzen nicht verboten wurden aber es kommt noch immer auf den Richter und auf den jeweiligen Fall an und darauf sollte man sich nicht verlassen.
So, ich hoffe in meinem Durcheinander hier blickt nu noch einer durch :)

LG Sandra
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #18
Ich weiß, das gehört nicht hierher, aber bitte überzeuge deine Freundin, dass sie ihre Katzen kastrieren lässt, ja?
 
  • Zweitkatze "nötig"? Beitrag #19
@Maine Coonie, falls Du mich damit meinst... ich habe die beiden Katzen bereits kastrieren lassen und eine davon ist nun meine...
 
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