Hallo Katzenliebhaber.
Fakten
Am 13. März 2012 wurde bei der Katze meiner Freundin Chronische
Niereninsuffizienz diagnostiziert. Besser gesagt mußte ich mir das selbst aus dem Netz suchen, da die Tierärztin selber allgemein nur über kaputte Nieren sprach! Nun habe ich mich auf Tanyas Seite eingelesen und sonstwo im Internet über das Thema Chronische
Niereninsuffizienz (bei Katzen). Aber mal von Anfang an...
Katze Minni, weiblich, fast 7 Jahre alt, kastriert.
Foto vom 23.10.2011
(
könnte als Fotomodell auftreten 
)
Vorgeschichte
Am Samstag war sie komisch: Sie saß den ganzen Tag auf dem Schrank im Flur und kam da nicht mehr runter. Sie kuschelte zwar kurz mit mir, wenn ich sie streicheln wollte, schien es dort aber gemütlicher zu haben. Selbst als man 40 Minuten später von draußen wiederkam saß sie immer noch da. Sehr ungewöhnlich, aber man dachte sich nichts dabei.
Am Sonntag ging es ihr schlechter, saß lange teilnahmslos auf dem Wohnzimmerschrank und war sehr kuschelbedürftig.
Am Montag begrüßte sie uns nicht mehr an der Tür, als wir reinkamen. Sehr ungewöhnlich! Teilnahmslos, kuschelbedürftig und das Fell war sehr schlecht gepflegt.
Am Dienstag entschieden wir uns, nach der Arbeit zum Tierarzt zu fahren. Als wir zuhause ankamen, lag sie auf der Wohnzimmercouch ganz schwach und war sehr kuschelbedürftig. So schlecht hatten wir sie bis dato noch nicht erlebt.
Die Tierärztin tastete die Katze ab und erfühlte eine Verdickung auf beiden Seiten des Rückens. Ultraschall gemacht. Die Nieren waren stark vergrößert und verkalkt. Der Magen war voll mit Wasser, was die Tierärztin bis dahin so auch noch nicht gesehen hatte. Alles sonst schien in Ordnung (Darmzotten etc.). Blutabnahme und gegen die
Dehydration subkutane Infusion mit Ringer-Lactat Lösung und Vitamin-B. Wurmkur dazu (obwohl es eine Hauskatze ist). Gewicht: 2270 kg. Wie sich herausstellte, war ihr Gewicht seit 2009 stetig gesunken: 3100, 2900, 2700 kg ...
Zuhause fraß sie nur sehr wenig und schleckte gelegentlich mal am Nassfutter. Die nächsten drei Tage nochmal subkutane Infusionen plus Vitamin B. Danach ging es mir ihr wieder stetig aufwärts, sie fraß sehr ordentlich! Legte auch wieder an Gewicht zu (140 g). Letzte Messung von Donnerstag, 22.03.2012: 2500 kg.
Die Blutwerte erhielten wir am dritten Tag (15. März 2012) und bestätigten die Ultraschalluntersuchung:
Natrium: 138 mmol/l
Kalium: 2,5 mmol/l
Kalzium: 2,62 mmol/l
Phosphat: 11,9 mg/dl
Kreatinin: 6,3 mg/dl
Harnstoff: 303 mg/dl
Sie erholte sich so weit, bis sie fast wieder normal erschien. Die Tierärztin meinte, wir sollten in einer Woche wiederkommen zwecks subkutaner Infusion oder früher, bei Bedarf.
Nach jeder Infusion wirkt
Minni etwas lethargisch, sie wird müde und legt sich irgendwo hin zum dösen für ein paar Stunden. Ihr Zustand hat sich seit der letzten Infusion vor einer Woche allerdings wieder verschlechtert. Ihr Fell hat sie wieder nicht mehr so gut gepflegt, ist viel am schlafen, ihre Wirbelknochen treten hervor, ihre Zunge wirkt blass, sie ist leicht heiser und scheint wieder leicht dehydriert zu sein. Morgen ist der Tierarzttermin.
Nach dem Einlesen im Internet empfahl ich eine Blutdruckmessung. Die Ärztin meinte, das sei prinzipell eine gute Idee, aber sie wollte erstmal das Minni wieder richtig anfängt zu essen, bevor man weiterschaut. Letztens fragte ich sie noch mal nach einer Blutdruckmessung und da meinte sie, das sei bei Tieren nicht so einfach und bei einer Katze sowieso nicht möglich!??? Was denn nun?! Erst ist es eine gute Idee, nun gehts plötzlich gar nicht??
Beim letzten Tierarztbesuch wurde uns gesagt, daß man nochmal ein Blutbild machen könne, das sei höchstens spannend und interessant zu lesen, der Katze helfen könne es aber nicht. Auf Anraten meinerseits wurde dann nochmal das große Blutbild und zusätzlich auch das kleine Blutbild der Hämatologie gemacht (
Hämatokrit, Erythrozythen etc). Sie meinte, das sei eine gute Idee, von wegen wenig rote Blutkörperchen. Von selber wäre sie nicht auf die Idee gekommen! Sie schient leicht genervt zu sein von mir, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Ich wünsche mir Kooperation, ohne den Tierarzt gleich wechseln zu müssen. Bei der Gelegenheit wurde uns auch ein Phosphatbinder mitgegeben (Renalzin).
Die neuen Blutwerte vom 22.03.2012 zeigen folgendes (der Auszug liegt mir noch nicht vor, die Daten wurden nur telefonisch durchgegeben):
Phosphat: 11,2
Kreatinin: 5,9
Harnstoff: 152
Hämatokrit: 21
Erythrozythen: wenig (?)
Hämoglobin: 5,5
Leucozythen: 17,8
Leichte Verbesserungen, besonders beim Harnstoff, die wohl auf die subkutanen Infusionen zurückzuführen sind?! Dafür hat sie eine
Anämie (
Hämatokrit: 21), die ohne mein Dringen auf ein Blutbild gar nicht entdeckt worden wäre. Zudem sind ihre Leucozythen erhöht und sie scheint eine Infektion/Entzündung zu haben. Zu sehen oder bemerken ist an Minni aber nichts.
Wie sollte ich weiter verfahren? Was wäre als nächster Schritt zu tun? Antibiotika gegen eine mögliche Infektion/Entzündung?
Anämie natürlich behandeln (Vitamin-B und Eisen) oder gleich Medis? Öfters subkutane Infusionen?
Dazu will ich noch kurz anmerken, daß ich die Behandlung mit Medikamenten möglichst hinauszögern will und ich ihr auf natürliche Art helfen möchte, da ich weiß daß diese Nebenwirkungen haben und es dann Tabletten gegen Tabletten geben wird, was ein sich immer schneller drehender Kreislauf ist (mein Vater hatte auch
CNI). Außerdem bin ich immer für eine Minimumdosis von Medis. Allerdings halte ich von homöopathischen Geschichten gar nichts, daher bitte auch keine Tips in diese Richtung, außer es ist etwas Pflanzliches. Danke für das Verständnis.
Ich hatte sowieso vor, Vitamin-B-Komplex von Ratiopharm über das Futter zu supplementieren. Habe es aber erst heute erhalten und kann dies erst morgen tun.