Hallo Katzenfreunde,
ich muss zur Beantwortung meiner Frage leider etwas ausholen, da eine solche Katzenzusammenführungssituation von dem üblichen "Standard" etwas abweicht.
Vor gut 4 Jahren haben wir uns entschieden erstmals einen Kater ins Haus zu holen. Die Wahl fiel auf einen Britisch Kurz Haar Kater, dem wir den Namen Louis gaben

. Nach kurzer Zeit war er schon Teil der Familie und wurde von allem Familienmitglieder fast schon vergöttert. Jedoch hat sich auch schnell herausgestellt, dass unser Louis ein richtiger Draufgänger ist, der die Freiheit schnuppern möchte. So wagte er sich mit gut 9 Monaten, dass erste mal raus und konnte sich mehr als gut gegenüber den anderen Katern behaupten. So lebten wir rund 30 Monate lang vor uns hin und unser Louis genoss das Leben in vollen Zügen inklusive Mäusefangen und es sich einfach gut gehen lassen. Das es ihm sehr gut ging, sah man auch direkt an seiner Größe bzw. Gewicht. Er brachte rund 7 kg auf die Waage, was ja für
BKH-Kater nicht unüblich ist.
Daraufhin kam es wie es kommen musste. Am 15.09.2011 kam Louis einfach nicht mehr nach Hause. Wir suchten rund 3 Wochen sehr intensiv nach ihm mit allen Mitteln (Poster, Belohnungen, Anzeigen in der Zeitung). Hinzu kam die schlechte Nachricht von einer Freundin von uns, dass sie während sie im Auto saß und nach Hause fuhr eine tote Katze am Straßenrand nahe unserer Straße gesichtet hatte. Ein Katzenkadaver wurde aber von uns nie aufgefunden
Da wir lange Zeit in Trauer lebten, wurde nach gut 2 1/2 Monaten nach Verschwinden von Louis eine neue
BKH Katze "angeschafft". Diesesmal war es eine kleine Kätzin namens Lilly. Auch hier war die Kleine sofort bei uns im Herzen. Da der Dorn des Verschwindens von Louis jedoch immer noch tief saß beschlossen wir Lilly jedoch m Haus zu behalten.
Heute um 16 Uhr war es dann soweit. Rund 7 Monate nach Verschwinden von Louis rief tatsächlich Tasso an, dass unser Louis (der gechipped war) in einem Dorf rund 7 km entfernt beim Tierarzt gefunden abgegeben wurde. Wir konnten es kaum fassen und sind natürlich mit riesiger Aufregung zum Tierarzt gefahren. Und was wie ein Traum erschien wurde Wahrheit... Da saß er nun nach 7 Monate und zwar dicker denn je mit rund 7,5 kg auf den Rippen. Die letzten 3 Monate hatter er bei einer Dame verbracht, die nicht wusste dass er gechipt war, jedoch sehr glücklich war dass Louis nun wieder zur seiner ursprünglichen Familie zurückkehren könnte. Sie hatte ihn ausschließlich drinne gehalten.
Nun sind wir jedoch bei dem eigentlichen Problem dieses Threads. Die Zusammenführung unser beider Katzen heute klappte nicht ganz so gut wie erhofft. Vielmehr kam es nach einigen Stunden der Eingewöhnung zwischen Louis (7,5kg) und unser kleinen Lilly (rund 4kg) schon zu einem ersten handfesten Zoff.
Das erste mal als Sie sich sahen, war noch alles recht friendlich. Louis musste sich erstmals wieder an sein altes zu Haus gewöhnen und unsere kleine Lilly machte nur den typischen Katzenbuckel fing dann aber sofort an zu keifen und zu knurren immer wenn sie Louis sah (ja wirklich knurren, sowas habe ich noch nie von Ihr gehört aber nichts desto trotz ist dass ja verständlich, da sie ja schon immerhin 4 Monate in ihrem "Revier" und damit unserem Haus verbracht hatte). Louis war sehr ruhig, er schaute sich das Schauspiel von Lilly an, unternahm aber keine Anstalten irgendetwas zu tuen.Dabei muss angemerkt werden dass die Etage auf dem die Zusammenführung stattfindet groß genug ist und beide Katzen ausreichen viel Platz haben um sich aus den Weg zu gehen.
Auch bei dem zweiten Versuch die Katzen aneinander zu gewöhnen, sah das Bild gleich aus. Unsere kleine Lilly faucht und keift wenn Sie ihn sah während Louis nur verwundert zusah, was hier eigentlich grade passiert.
Bei der dritten Aufeinanderkunft der beiden wurde es aber etwas heftiger. Lilly kam in den Raum in dem sich grade Louis befand. Sie sah ihn aber nicht und drehte dann ihren Rücken zu Louis, der aufeinmal wie von der Tarantel gestochen auf unsere Kleine losging und sich daraufhin wild mit ihr zoffte. Fell flog durch die Luft, das Geschrei war groß und das Adrenalin schoß mir durch meinen Körper
Obwohl wir wissen, dass man eigentlich nicht dazwischen gehen sollte, hatte wir jedoch solche Angst dass unser geliebte großer Kater unserer Lilly was antut. Wir sind deshalb dazwischen gegangen imd konnten sie halbwegs voneinander trennen und zwar in dem Sinne dass wir uns zwischen die Streitparteien stellten und sie daraufhin wieder voneinander trennten und die beiden in unterschiedliche Etagen brachten.
Und das ist nun auch die Situation in der wir uns grade befinden. Wir brauchen unbedingt Tips von euch, wir wie die Zusammenkunft und das "Aneinander Gewöhnen" gut gestalten können. Wir sind dankbar für jegliche Hilftstellung, da wir auf diesem Gebiet keine Erfahrung haben und die Situation in der Hinsich besonders ist, da sowohl Louis und auch Lilly das Haus als ihr "Revier" ansehen.
Weitere Infos: Sowohl Lilly als auch Louis sind kastriert. Er ist ist wie oben beschreiben eigentlich ein Freigänger während Sie ausschließlich im Haus gehalten wurde. Zudem konnte Louis rund 4 Monate mit seiner Familie erleben bevor wir ihn aufnahmen während Lilly nur rund 11 Wochen mit ihrer Mutter und dem Vater verbringen durfte.
Danke im Voraus