Hallo erstmal, bin neu hier.
Habe zu diesem Thema leider nichts finden können.
Weiß mir eigentlich immer einen Rat, da ich schon seit Jahrzehnten mit Katzen zu tun habe.
Habe gerade in meinem "Quarantäneraum" eine "wilde" Hauskatze - ist aber gar nicht wild, sondern nur extrem ängstlich, aber mir gegenüber natürlich nicht mehr. Sie ist praktisch nur hier zur Geburt ihrer Jungen bis zum Absetzen, darf dann in "ihren" Schuppen zurück (natürlich erst nach der Kastration) und wird dort von Anwohnern versorgt. Bruder konnte ich schon einfangen zum Kastrieren, ist wieder dort, damit sich in dieser Zeit keine anderen verwilderten Katzen dort einnisten. Daher wurde ich auch um Hilfe gebeten, daß die Katze ihre Junge hier bekommt und diese dann vermittelt werden können, bevor sie auch verwildern.
Soweit, so gut - die Katze bekam am 26. 3. 3 Junge, von denen eines starb (vmtl. Blutgruppe, denn in der Falle waren bis zum Einfangen des Bruders 4 versch. Katzen, darunter ein rieseiger roter - vmtl. Maine Coon - Kater, der augenscheinlich der Vater sein muß. Die anderen Katzen waren kastrierte und gepflegte Hauskatzen.
Die anderen beiden Babys sind gesund und munter, sie sind ca. 300 g schwer, aber gestern hatten sie nicht zugenommen - was ich auf die Wurmkur (Do und Fr) schob ... sowas hatte ich ja schon öfters, daß Babys nach der ersten WK bis zu 2 Tagen mit dem Gewicht stagnierten. Die Kleinen bekamen Flubenol.
Die Mutter (auch noch nie entwurmt oder dergleichen) erhielt 1 Tbl Milbemax für Katzen von 2-8 kg.
Die Katze - die zu mir übrigens eine richtig innige Beziehung aufgebaut hat, obwohl sie mir anfangs am liebsten ins Gesicht gesprungen wäre - ist ganz lieb und verschmust, ich darf von Anfang an ihre Jungen in die Hand nehmen (habe sie tgl. nur 1 x angefaßt, zum Begutachten und wiegen, damit sie sich an Menschen gewöhnen). Sie kümmert sich auch rührend, pflegt die Kleinen und läßt sie auch an die Brust.
Aber da scheint nichts zu kommen, die Kleinen jammern und krabbeln ihrer Mama hinterher, haben dann gestern Abend wenige Gramm abgenommen, sodaß ich ihnen das Fläschchen gab, was sie auch giereig annahmen - heute morgen wieder. Die von den Kleinen "benutzte" Seite ist ganz dick und hart, sie haben augenscheinlich auch schon die anderen Zitzen probiert, ohne Erfolg.
Katze frißt normal und geht normal aufs Klo, Temp. war gestern Abend 38,1 und heute Morgen 38,9, also noch kein Grund zur Beunruhigung. Jedoch hat sie heute bei der Temp-Kontrolle die typische Paarungshaltung eingenommen. Ansonsten habe ich keine anderen Anzeichen von Rolligkeit, wie z.B. Unruhe, Maunzen, gurren festgestellt, nur die leichte Temp-Erhöhung.
Selbstverständlich habe ich auch schon mit meiner TÄ Rücksprache gehalten - ich soll die Zitzen ausmassieren, was ich auch (erfolglos) probiert habe, die Kleinen anlegen - aber die hängen ja sowieso ständig dran.
Habe ihr erst mal einen kalten Waschlappen aufgelegt, sie war erst skeptisch, aber dann hat sie es offensichtlich als angenehm empfunden.
Die Kleinen fangen jetzt an, aus dem Wurflager zu krabbeln, werden morgen 3 Wochen alt.
Aber noch zu früh zum Futter anbieten, was ja eigentlich dann auch die Mutter tut.
Nun wollte ich mal fragen, ob vielleicht jemand, vielleicht ein/e Züchter/in schon ein ähnliches Problem hatte, und wie er/sie die Mutterkatze "gemolken" hat. Denn wenn ich jetzt ständig die Flasche gebe, gewöhnen sich die Kleinen daran, saugen nicht mehr bei der Mutter, und der Milchfluß versiegt.
Habe zwar momentan auch 2 Ziegenkitze, die die Flasche bekommen, aber da wäre das Melken bei der Mutter kein Problem, wenn sie denn genügend Milch hätte.
Da eine Rolligkeit zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen ist, würde sie ansonsten morgen mit Hormonen behandelt werden, was ich vermeiden will. Mir ist es lieber, sie übernächste Woche zum Kastrieren zu bringen.
Danke im Voraus für Eure Erfahrungen!