• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Hilfe! Alternative zur OP?

Diskutiere Hilfe! Alternative zur OP? im Erste Hilfe im Notfall Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Mein Hauskater wurde gestern Morgen aufgrund Erbrechens und offensichtlicher Schmerzen im Bauchraum sowie 40 Fieber in der Tierklinik stationär...

OP zwecks Diagnosestellung - was tun?

  • Operieren, wie die Tierklinik empfiehlt

    Stimmen: 1 33,3%
  • Darauf drängen, dass weitere Tests gemacht werden

    Stimmen: 1 33,3%
  • Eine andere Tierklinik aufsuchen

    Stimmen: 1 33,3%

  • Umfrageteilnehmer
    3
  • Umfrage geschlossen .
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #1
A

astridna

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Mein Hauskater wurde gestern Morgen aufgrund Erbrechens und offensichtlicher Schmerzen im Bauchraum sowie 40 Fieber in der Tierklinik stationär aufgenommen. Weil er nicht frisst und trinkt wurde eine Infusionstherapie eingeleitet, über den Tropf werden zudem Antibiotika gegeben. Das Blutbild zeigt keine Auffälligkeiten, einen Erguss in der Bauchhöhle gab es nicht, der Ultraschall zeigt allerdings ein aufgedunsenes, die Organe umgebendes Gewebe. Die Veränderungen sind allerdings "so klein", dass laut Aussage der Ärzte nur eine OP eine Diagnose ermöglicht. Ich weiß nun nicht, ob dem Kater damit geholfen werden kann, da die OP lt. Ärztin rein diagnostisch ist. Kennt Jemand alternative Diagnosemöglichkeiten für die geschilderten Symptome bzw. Untersuchungen, die man noch vornehmen sollte, bevor man operiert?

Vorgeschichte: Vor einigen Wochen war er mit den gleichen Symptomen schon mal dort. Bei der ersten Blutuntersuchung war der FIP Titer niedrig, bei der darauffolgenden Untersuchung dann 100, die Leberwerte nicht so gut, der Langzeitzucker auffällig hoch. Er sprach jedoch positiv auf eine Antibiotikabehandlung mit Barytryl an und schien dann wieder völlig gesund mit lebendigem Spiel- und Fressverhalten. Mein Kater ist 9 Jahre alt, entstammt einem Tierheim, lebt aber bereits seit 6 Jahren bei mir (ohne Freigang) ohne jemals krank gewesen zu sein. Er ist ein ängstliches, nicht stressresistentes Tier, und ich mache mir nun Sorgen, dass ich ihm mit dem Klinikaufenthalt nichts Gutes tue.
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #2
Also eine zweite Meinung ist prinzipiell immer gut, da konnte ich mich nicht ganz entscheiden. Allerdings wirst du vermutlich um die OP nicht drumrum kommen.
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #3
Ich an deiner Stelle würde zu allererst eine zweite Meinung in einer anderen TK einholen und erst wenn die auch keine andere Alternative sehen dem Urteilsvermögen der Fachleute vollkommen vertrauen.

Es tut mir wirklich leid, dass es deinem Schatz so furchtbar schlecht geht und wünsche euch alles Gute für die Zukunft. ;-)
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #4
Ich hatte das schon mal - Erbrechen, gefressen wurde nix, Blutbild ok, Röntgen und Ultraschall ohne Ergebnis. Da es dem Kater immer schlechter ging, wurde er "aufgemacht", um zu gucken, was sich drinnen abspielt ...

Und siehe da, der arme Kater (verwildert, kam von draußen) hatte in seiner Not vor lauter Hunger die Mülltüten angenagt und nicht nur Essensreste, sondern auch ganz Plastiktüten mitgefressen :cry:

Der war voller Plastik, der ganze Darm musste aufgemacht und das Zeug da rausgeräumt werden :-(

War damals ganz schlimm, aber heute gehts dem Kater gut :-D

Ob es bei deinem Kater dasselbe oder was ähnliches ist - keine Ahnung.

Ich würde nicht so lange warten, bis es dem Kater sooo schlecht geht, dass man nicht mehr operieren kann. Allerdings sollte dazu die Diagnose "vermutlich ein Fremdkörper im Magen-Darmtrakt" zumindest wahrscheinlich sein (oder eine andere Organgeschichte, die mit der OP aufgeklärt werden kann).

PS: wenn Zeit dafür ist, würd ich eine 2. Meinung einholen.

Aber wart nicht zu lang ab.
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #5
Danke, Ihr Lieben, für Eure schnellen Antworten und Meinungen. Bin froh, dieses super aktive Forum entdeckt zu haben.

Er wurde bereits beim ersten Auftreten der Symptome geröngt, Fremdkörper sind lt. Klinik unwahrscheinlich. Ihr sprecht jedoch genau die Problempunkte an: Wenn ich erst noch eine zweite Meinung einhole, könnte es zu spät sein, um rechtzeitig die richtige Diagnose zu stellen, und vielleicht ist das Fieber auch zu hoch, um jetzt noch mit ihm in der Gegend herum zu fahren...

Andererseits bleibt da dieses schlechte Gefühl. In der Tierklinik ist viel los, ich fühle mich schlecht informiert (man hat mich z.B. nicht angerufen, obwohl so vereinbart). Andererseits wurden laut Tierklinik alle Diagnosemöglichkeiten ausgeschöpft.

Ich habe der OP zugestimmt, die Morgen im Laufe des Tages durchgeführt werden soll. Jetzt hadere ich damit, ob es nicht doch noch einen anderen Weg gibt. Hatte Jemand einen ähnlichen Fall, wo es auf anderem Wege zu einer Diagnose kam?

Danke Euch noch mal!
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #6
Hallo,
bei unserer Lucy wurde auch mit einer Op eine Diagnose gestellt. Sie hat eine IBD.
Sie hat plötzlich nicht mehr gefressen und nur noch erbrochen. Zuerst auch übers WE in der TK zur Infusio. Danach erstmal besser, aber nach 6 Wochen die gleiche Schei.....

Wurde dann vom HausTA wieder in die TK überwiesen. BB und Ultraschall brachten keine genaue Diagnose. Also wurde uns zur OP geraten um an Ort und Stelle zu schauen was los ist.

Es wurde auch die Frage IBD oder ein Lymphom gestellt- Also wurde der Bauch aufgeschnitten und Gewebeproben entnommen. Die Diagnose war dann IBD und seitdem wird Lucy mit Cortison behandelt und es geht ihr gut.
Wenn wir das Cortison allerdings auschleichen und letztlich ganz weglassen geht es einige Tage bis wenige Wochen, dann gehts wieder los mit Erbrechen.
Ich war anfangs auch net begeistert von der Op aber im Nachhinein muß ich sagen dass es doch gut war.
LG Maria
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #7
Danke für Eure Antworten und Eure Unterstützung.

Felix hatte durch die Infusionen heute Nacht eine Erguss in der Bauchhöhle, das Punktat befindet sich im Labor zur Untersuchung. Die Flüssigkeit ist allerdings klar und lässt, ebenso wie die Blutwerte (niedriger Titer), nicht unbedingt auf FIP schließen. Die OP wird im Laufe des Tages stattfinden, da sein Zustand nach wie vor schlecht ist.

Ich werde weiterhin hier Bericht erstatten, falls Jemand einen ähnlichen Fall hat und auf diesen Thread stößt.
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #8
Oh ja, bitte.
Ich wünsche euch alles Gute für die OP. Hoffentlich läuft alles gut. :a102:
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #9
Ich drücke ganz fest die Daumen, dass die OP hervorbringt, was ihm fehlt, und dass ihm dann geholfen werden kann!

Halt uns auf dem Laufenden ... wir denken ganz fest an Deinen kleinen Liebling.
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #10
Hast Du irgendwas gehört ...?
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #11
Ich musste heute die Entscheidung treffen, vor der ich so unglaubliche Angst hatte: Felix wurde heute in meinem Armen eingeschläfert. Er folgt meiner Mutter, die erst vor drei Wochen an Krebs starb, nur eine Tage, nachdem ich mit Felix zum ersten Mal in der Tierklinik war. Mein kleiner Schatz blieb noch ein paar Wochen hier und war mir ein wirklicher Trost in meiner Trauer. Wir haben ihn im Garten meiner Eltern beerdigt.

Die Operation zeigte einen unheilbar entzündeten Bauchraum, durchzogen von winzigen tumorartigen Veränderungen. Vermutlich eine schubweise auftretende Erkrankung, die noch nicht näher bestimmt werden kann, ehe die Laborergebnisse da sind. Laut Aussage der Ärzte hätte er mit Cortison höchstens einige Tage überleben können, vielleicht eine Woche. Dann hätte er aber mit einer Magensonde ernährt werden müssen, und auf jeden Fall starke Schmerzen gehabt. So blieb uns keine echte Wahl. Ich spüre sein Fell, seine Wärme noch an meinem Hals. Nun also ein zweites Loch in meinem Herzen.

Ich verabschiede mich bei ihm (und bei Euch) mit einem Gedicht:

Auf samtenen Pfoten
Ins Reich der Toten.
Ob Mensch, ob Tier -
Seelen sind wir.
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #12
Oh nein :cry: es tut mir so furchtbar leid :cry:

Aber Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Es wäre nicht richtig gewesen, ihn länger leiden zu lassen. Er ist Dir sicher dankbar, dort wo er jetzt ist.

Alles Liebe für Dich, was für eine schreckliche Zeit :-(
 
  • Hilfe! Alternative zur OP? Beitrag #13
Ich finde auch, dass deine Entscheidung die richtige war. Komm gut über die Regenbogenbrücke, kleiner Mann.

Fühl dich gedrückt. :-(
 
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