So, neues aus der "Panik"-WG:
Wir haben die Schlafzimmertür offen gelassen und so gut es ging aufgepasst, um dazwischen zu gehen, wenn Smilla wieder einmal eine Attacke auf Frida startet. Leider ist das beinahe immer der Fall. Smilla betritt das Schlafzimmer, beäugt Frida einen Moment, Frida knurrt und faucht, Smilla rast auf Frida zu und die beiden hauen sich. Scheinbar aber nicht richtig schlimm, denn verletzt ist keine von beiden. Gottseidank. Wenn wir dabei sind bzw. es rechtzeitig mitkriegen, dass Stress ansteht, reagiert Smilla auf unsere Warnungen und hört auf, verlässt auch den Raum, wenn wir "raus" sagen. Leider kriegen wir aber nicht jeden "Angirff" mit, schon gar nicht nachts. :-(
Diese "Kämpfe" gehören ja vermutlich auch dazu, aber das größte Problem ist noch immer, dass Frida ihre Angst nicht überwinden kann und sich nicht aus dem Schlafzimmer bewegt. Auch innerhalb des SZ findet kaum Bewegung statt, wenn die Tür offen ist. Sie hatte z. B. am Dienstag zuletzt gepinkelt und weil sie sich nicht auf's Klo traute, hat sie Mittwochabend unter's Bett gepinkelt. Das war schon das 2. Mal. Wir haben dann wenigstens für die Nacht die Tür geschlossen, damit sie mal zur Ruhe kommt - am nächsten morgen wieder geöffnet. Die Situation blieb aber unverändert.
Wir versuchen auf Ballis Rat hin, Frida zu "aktivieren". Leider verlässt Frida das SZ nicht von allein - Leckerlis, Futter, Spiel ... nichts funktioniert. Wir haben sie daher auch mal auf den Arm genommen und ins WZ oder in die Küche gesetzt. Sie gestreichelt und aufgepasst, dass immer einer von uns zwischen ihr und Smilla stand. Trotzdem hat Frida Panik und rennt so schnell es geht ins SZ zurück. Wenn wir Frida nach Draußen bringen, ist es anders. Dort kommt sie relativ schnell zur Ruhe und ist entspannt. Da ist aber natürlich auch weit und breit keine Smilla zu sehen. :-(
Nachdem Frida 3 Tage lang keinen Kot mehr abgesetzt hatte, haben wir gestern Abend auf den Rat unserer Tierarzt die Tür geschlossen. Sie meinte dass Frida unbedingt in Ruhe auf's Klo gehen muss, sonst hört möglicherweise die Darmtätigkeit auf, wenn sie länger nicht geht. Sie wollte Frida auch heute sehen, falls sie die Nacht auch keinen Kot absetzt. Glücklicherweise hat Frida aber heute Nacht endlich ihr Häufchen gemacht. Sie war pinkeln, hat sich zu uns auf das Bett gelegt. Geschmust, geschnurrt. Man merkt, wie sehr ihr die Sicherheit gefehlt hat. :-(
Wie soll es jetzt weiter gehen. Erneut Tür dauerhaft offen lassen und schauen, ob sich etwas bessert? Gittertür verwenden, damit sich die beiden sehen, aber erst einmal nicht ärgern können? Tür nachts zu, tagsüber auf?
Das (zeitweise) Separieren oder durch eine Gittertür trennen, löst das Problem nicht dauerhaft, oder? Andererseits ist es für Frida eine Quälerei, wenn sie sich nicht einmal mehr auf Toilette traut. :-(
Wäre die Gittertür z. B. ein vorläufiger Kompromiss? Was meint ihr dazu?
@Balli: Du sagtest, wir sollen die Zusammenführung noch nicht als gescheitert ansehen. Ich möchte das so gern glauben. Denkst du, dass Smilla irgendwann das Interesse an ihren Attacken verliert oder dass Frida irgendwann weniger/keine Angst mehr hat?
Es ist alles so traurig. :-(
Wir wollen nicht, dass Frida leidet. Und Smilla an das 6. Zuhause weiterreichen zu müssen ist ebenfalls kein schöner Gedanke. Wir brauchen einen Hoffnungsschimmer ...
Eine 3. Katze in der jetzigen Situation kann ich mir grad nicht vorstellen. Auch wenn die neue Katze möglicherweise Smilla ablenkt und beschäftigt, wäre es aber trotzdem für Frida eine weitere Veränderung, ein weiterer potenzieller "Angreifer". Oder sehe ich das falsch? Was, wenn die beiden Neuen sich zwar anfreunden und Frida in Ruhe lassen, Frida aber vor der geballten Power von 2 jungen Katzen noch mehr Angst bekommt? Hat jemand von euch so etwas in einer vergleichbaren Situation schon mal gemacht???