Zweitkatze für Freigänger???

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  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #1
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Tofifee

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Ich habe seit einigen Monaten einen fünfjährigen Kater aus dem Tierheim.
Er war anfangs sehr ängstlich gegenüber der Hand, weil er schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Mittlerweile hab ich ihn zu nem richtigen kleinen Schmuser hinbekommen und bin superfroh darüber, dass er sich so toll entwickelt hat und sich augenscheinlich sehr wohl zu fühlen scheint.
Ich lebe hier auf dem Dorf in einer Dreizimmer Wohnung und er hat Freigang.

Anfangs hat mir das Tierheim davon abgeraten, weil er durch seine Sensibilität leicht vom Freigang überfordert gewesen wäre. Allerdings war er in der Wohnung sehr unruhig und hat irgendwann auch begonnen, Protestaktionen durchzuführen (Kratzen an den Wänden und so weiter) und ständig zur Terassentür hinauszumiauen.
Nach acht Wochen hab ich ihn dann (auch auf Anraten des Tierarztes) an den Freigang gewöhnt und es klappt super :). Ich habe seitdem einen völlig anderen Kater und er wirkt sehr ausgeglichen. Von Überforderung keine Spur. Jetzt im Sommer ist er mehr draußen als drinnen und kommt nur zum fressen und schlafen nach hause. Morgens mag er auch immer sofort nach draußen und er scheint glücklich mit meiner Entscheidung zu sein,ihm doch Freigang gewährt zu haben.

Ich wollte eigentlich von Anfang an einen Spielkameraden für ihn haben.
Allerdings hat ihn mir das Tierheim als absoluten Einzel - und auch (fälschlicherweise) als Wohnungskatze vermittelt (da er Findel war, wusste man das aber nicht genau und wie gesagt, er liebt und braucht seinen Freigang hier bei mir sehr).
Einzelkatze deswegen, weil er sich von den anderen Katzen im Tierheim immer sehr stark dominieren hat lassen und sogar auf Quarantäne musste, weil er so große Angst hatte vor den anderen Katzen.
Er wurde dort wohl sehr stark gemobbt von den Mitmietzen laut Aussagen der Betreuer. Und erst in der Quarantäne ging es ihm dann merklich besser und er ist aufgeblüht.
Er kam wohl mit anderen Katzen klar, hat aber deutlich gezeigt, dass er eben doch lieber allein sein mag.
Ich habe mit den Betreuern aus dem Tierheim mehrmals gesprochen, aber jedesmal hat man mir gesagt, er würde mit einer zweiten Katze sofort untergehen und sich zurück ziehen.

Hier bei mir gibt es in der Umgebung sehr viele andere Katzen, die auch Freigang haben.
Und ich habe bisher noch nie bemerkt, dass er ängstlich gegenüber anderen Katzen ist.
Im Gegenteil: draußen sucht er sogar die Nähe der anderen Katzen, habe ich das Gefühl.
Meistens (so hab ich das jetzt beobachtet, aber ich kann mich auch täuschen) sind diese Katzen aber immer erst abends vermehrt unterwegs.
Ich habe ihn jetzt schon öfter gesehen, wie er mit der Nachbarskatze in der Dämmerung spielt (jagen, schnuppern und irgendwann verkrümeln sie sich zu zweit) oder mit wieder einer andern einträchtig aneinander gekuschelt unter einem Auto sitzt.
Letztens durfte ich Zeuge werden, wie er mit dem Nachbarskater eineinhalb Stunden nur im Doppelpack erhältlich war. Er lief ihm hinterher wie ein Schatten (wobei das natürlich auch Unsicherheit gewesen sein könnte so nach dem Motto: Was tust du hier? Das ist mein Revier!) und sie haben sich recht gut miteinander verstanden ohne Keilereien und war echt nett mitanzusehen :))).
Klar gibt es ab und an Gefauche mit der einen oder anderen Katze und er hat auch schon die eine oder andere verjagt, aber ich denke, auch das ist normal.
Jedenfalls kommt er mir nicht übermäßig ängstlich vor wie beschrieben.
Jetzt zur Situation:
Ich bin den ganzen Tag berufstätig und nicht da. Er kann zwar den ganzen Tag währendessen kommen und gehen, wie er möchte und tun und lassen, was er mag (ob drinnen ein Schläfchen machen oder draußen rumstromern kann er entscheiden :D ), aber trotz allem ist er eben allein und hat keine Ansprache :(.
Ich schaue dann natürlich immer, dass ich jeden Abend nach der Arbeit zuhause verbringe (auch wenn er oft bei dem schönen Wetter dann mehr draußen als drinnen bei mir ist :) ), aber ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich dann abends nochmal weitere Aktivitäten ausübe und wieder nicht da bin. Das lässt sich natürlich nicht immer einhalten, denn oft hat man diverse Verpflichtungen auch nach der Arbeit. Und dann ist er noch länger allein :( .
Dann kommt irgendwann die kältere Jahreszeit und ich bin sicher, dass er bei Minusgraden nicht die ganze Zeit draußen herumturnen wird, sondern sicherlich viel mehr zuhause sein wird. Allein.

Ich habe nicht das Gefühl, dass ihn das wirklich stört, aber ich kann ja unmöglich in ihn hineinsehen.
Der Gedanke an eine zweite Katze verfolgt mich nun schon seit Monaten. Er kreist und kreist und kreist in meinem Kopf und ich kann mich momentan einfach nicht zu einem Entschluss durchringen.
Ja oder nein?
Was wäre für meinen Kleinen nur das beste, frag ich mich eben immer wieder.
Ich möchte einfach nur, dass es ihm gut geht. Er hat so ein schweres Schicksal gehabt und nun soll er einfach nur noch sein Leben genießen dürfen und ohne Einschränkungen glücklich sein.

Ich möchte eben auf keinen Fall, dass ich ihm genau die Situation biete durch eine zweite Katze, vor der er im Tierheim solche Angst gehabt hat und die ihn gestresst hat.
Sicherlich wird es seinen Grund gehabt haben, dass man mir so deutlich davon abgeraten hat.
Vielleicht sollte ich einfach darauf hören?
Allerdings hat man mir auch deutlich vom Freigang abgeraten und ich bin so froh, dass ich mich über diese Empfehlung zu seinen Gunsten hinweggesetzt habe. Es hat sich wirklich ausgezahlt bei ihm.
Er braucht das wirklich und ist viel ausgeglichener geworden.
Jegliche Protestaktionen hat er sofort eingestellt, als er begonnen hat, nach draußen zum stromern zu gehen.

Ich habe jetzt auch schon oft gelesen, dass es bei einem Freigänger nicht nötig ist, eine zweite Katze dazuzusetzen. Aber das schlechte Gewissen plagt mich eben trotzdem, weil ich finde, dass er viel allein ist den Tag über. Und eben nach hause kommt, ohne dass dann jemand da ist :(.

Wie gesagt, ich denke ständig darüber nach und jedesmal wenn ich dann sage:
Na gut, ich versuche es, schleicht sich gleichzeitig der Gedanke mit dazu: Was, wenn du einen großen Fehler machst?

Ich hätte wie gesagt,einfach Angst, dass ich ihn stresse und er dann im schlimmsten Fall tatsächlich den Rückzug antritt und sogar (worst case...) seine sieben Sachen packt? :/
Mag doch nur, dass er es gut hat.

Wenn, dann hab ich mir überlegt, müsste es ein kastrierter Kater sein im selben Alter, lieb und sozial verträglich, der in keinster Weise dominant ist. Und eben auch kein Kater aus dem Tierheim, sondern von einer Pflegestelle. Denn im Falle eines Scheiterns das andere Tier wieder ins Tierheim zurückbringen: Sorry, das könnte ich nicht.

Vielleicht hat ja jemand einen guten Ratschlag oder mag mir seine Meinung diesbezüglich schreiben.
Wäre wirklich froh darüber :)

Liebe Grüße :)
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #2
Also ich würde es probieren. Es ist ja doch schöner, wenn dein Kater auch in der Wohnung einen Freund haben kann. Du kennst ja den Charakter und die Schwachstellen deines Katers, und kannst einen passenden Zweitkater dazusuchen.
Klar ist es vielleicht nicht zwingend notwendig, aber wenn du siehst dass dein Kater Gesellschaft gerne mag, ist es denke ich auch nicht schlecht für ihn. Überstürze einfach nichts, suche den perfekt passenden Zwietkater, und dann sollte das funktionieren ;-)
Ich habe auch zwei Freigängerinnen, leider verstehen sie sich nicht so gut, und gehen sich aus dem Weg. Das geht aber von meiner Emma aus, Lucy hätte gerne mehr Kontakt.
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #3
Ich würde es auch probieren, allerdings würde ich nach einer sehr sozialen, evtl. auch scheuen Katze schauen, die ihm vom Charakter her sehr ähnlich ist.
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #4
Ja, genauso hatte ich es mir auch gedacht.
Einen kastrierten Kater im ähnlichen Alter und mit ähnlichem Charakter. Und eben auch kein großer Schmuser, denn auch wenn sich das handscheue Verhalten von meinem Kleinen hier schon deutlich gebessert hat, ist er noch immer keine Katze, die von sich aus zum stundenlangen Schmusen auf den Schoss hüpfen würde. Bei einer solchen Katze hätte ich auch Angst, dass sie ihm ruckzuck den Rang ablaufen würde und er sich dann wirklich zurückziehen würde. Und eben auch eine Katze, die nicht über ihn dominiert.
Ich ertappe mich auch schon immer wieder dabei, wie ich auf diversen Seiten herumschaue, die Katzen zur Vermittlung anbieten. Pflegestellen, keine Tierheime. Wie gesagt, ich hätte bei einer Tierheimkatze viel zu viel Angst, dass ich sie, im Falle eines Scheiterns dorthin zurückbringen müsste. Bei einer Pflegestelle ist das noch eher vertretbar, wenn auch natürlich immer noch nicht schön :(. Klar, man hat natürlich Ängste vor so einer Vergesselschaftung mit einem (laut Tierheimaussage) absoluten Einzeltier und dann plagt einen schon wieder das schlechte Gewissen. Was, wenn man damit einen Fehler macht und das Vertrauen, dass das eigene Tier in einen gelegt hat, auf eine harte Probe stellt.
Vielleicht mache ich mir aber auch viel zu viel Gedanken und sollte es einfach ausprobieren...
Meine Familie rät mir davon ab, weil sie findet, er sei glücklich so und könne sich draußen seine Kontakte holen. Ich soll ihn doch so lassen, wie es ist.
Würde ich ja gerne, damit ist aber immer noch das Problem, dass er eben den ganzen Tag allein ist, wenn er heimkommt, nicht aus der Welt.
Und darum gehts eben.
Man weiß ja auch sonst nie, was noch alles sein wird.
Urlaube, Krankenhausaufenthalte und und und...
Klar, meine Familie würde sich jederzeit um ihn kümmern. Meine Eltern wohnen imselben Ort.
Aber das ersetzt eben nicht alles, finde ich.
Na, jedenfalls:
In diversen Vermittlungsanzeigen habe ich bisher noch nie im Text über die Mitzis gelesen, dass eine Katze "nicht dominant" und "trotzdem sozial sehr gut verträglich" ist und so weiter...Finde es unheimlich schwer laut einfacher Beschreibungen den richtigen Gefährten für ihn zu finden.
Klar, ich habe alle Zeit der Welt dafür.
Aber ist gar nicht so einfach und die Zweifel sind eben da.
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #5
Vielleicht könntest du mal nach Pärchen schauen, die getrennt werden sollen?
Meine beiden wären auch einzeln abgegeben worden, da der Rote den Dunklen ziemlich untergebuttert hat. Im Subtext las sich das dann so, dass er der "Spielkamerad" des Anderen ist und "ganz freundlich aber kein Streichelfreund" ist und es gab kein einziges Foto von beiden zusammen, beim Kennenlernen sind sie sich auch so gut es ging aus dem Weg gegangen.
(Auch wenn ich heute froh bin beide genommen zu haben :) Es fasziniert mich jeden Tag aufs Neue, wie unterschiedlich Katzen sind und wie kompliziert ihr Sozialgefüge ist)
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #6
Ich hab mir auch schon überlegt, vielleicht die Vermittlungsstellen direkt anzuschreiben und mit ihnen zusammen sozusagen das richtige Tier zu finden. Hm....
Was ich auch bemerkt habe:
Wenn er draußen seine Katzenkontakte pflegt und ich in der Nähe bin (sitz z.B. oft auf meiner Terasse und er ist in Sichtweite im Garten), dann schaut er während des Aufeinandertreffens mit einer anderen Katze immer wieder zu mir. Ganz so, als wolle er sich meiner Nähe versichern. Weiß natürlich nicht, ob das so ist, denn man kann ja nicht hineinschauen in die Tierchen, aber so kommt es mir halt vor. Er wirkt jedenfalls schon ein wenig unsicher dabei und oft kommt er dann auch kurz darauf angaloppiert, gibt Köpfchen und sucht meine Nähe. Oder er verdrückt sich nachdem beide wieder ihre eigenen Wege gehen, erstmal nach drinnen und zieht sich ein bissel zurück.
So jedenfalls hab ich das bei ihm beobachtet.
Ach, ich würd so gern in ihn hineingucken und dann genau das machen, was er mag :).
Aber leider geht das ja nicht mit dem hineinschauen :/
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #7
also... wenn Du das ganze wohlüberlegt, gut vorbereitet, geduldig etc angehst, ist das sicher eine gute Idee.

Zumal es ja nach deinen Beschreibungen echt nicht nach danach klingt, als würde dein Katerchen andere Katzen grundsätzlich hassen.

Das wichtigste zur Auswahl hast Du ja schon bedacht: ähnliches Alter, gleiches Geschlecht, gleicher Charakter (Achte auch mal auf sein , das ist auch noch ein wichtiger Faktor. Also.. ist er eher eine Flitzpiepe und Renner oder eher ein Fänger und objektbezogener Spielkater?) Wenn er mit Dir spielt, wie ist er da drauf? Will er raufen, Dinge verkloppen, töten? Oder reicht ihm antatschen und glotzen? Und wenn Du ihn mit anderen beobachten kannst, welches Spielverhalten zeigt er da? Kannst Du beobachten, ob er die Katzensprache kennt und kann? Also so Sachen wie Begrüßen, um Durchlass bitten, beschwichtigen, ...

Das wären auch noch gute Anhaltspunkte, die Dir bei der Auswahl eines geeigneten Kumpels helfen können.

Und dann, wenns um die Vergesellschaftung geht: guck ma

und dann... viel Glück und Spaß und Erfolg. Zwei Fusselproduzenten zuhause haben, ist dreimal so schön :) - je einmal pro Fellpops und einmal für beide zusammen :)
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #8
Die Links sind ja echt superklasse und echt auch informativ.
Total witzig auch geschrieben...^^.
Meiner hier ist nicht wirklich ein Raufer..^^. Auch wenn er ein Kater ist..^^.
Mit mir daheim spielt er am liebsten mit seinen heißgeliebten Katzenangeln in allen möglichen Variationen...:D.
Wenn ich dann mal wieder eine neue nach hause bringe, dann ist die Freude groß :D.
Bällchen und so weiter findet er ziemlich schnell langweilig. Die rollen eine Weile und dann bleiben sie liegen und werden nicht mehr beachtet. Bewegen sich einfach zu wenig..^^. Und selbst wenn ich die Bällchen quer durch die Wohnung rollen lasse, interessiert ihn das wenig. Da sind die Angeln viel interessanter..^^.
Er lauert dann gern vor diversen Rascheltunnels und Kartons und prescht dann hindurch, um dahinter nach der Angel zu greifen. Oder pfötelt aus danach aus einem Karton raus..^^. Oft ist er dabei auch wilder, jagt der Angel hinterher und vollführt die tollsten Sprünge dabei..^^.

Ich hab gemerkt, dass er fast gar nicht allein mit irgendwelchen Spielsachen spielt, sondern schon immer mich dazu braucht. Ansonsten ists langweilig für ihn.

Jetzt im Sommer mag er eh viel lieber raus und alle Spielsachen sind irgendwie mehr oder weniger out...^^

Und das, was ich jetzt draußen gesehen hab (mit der Katze aus der Nachbarschaft, mit der er sich abends oft mal trifft): Die jagen sich hinterher, dann wird geschnuppert und dann wieder gejagt. Meistens ist er der Jäger...:D. Aber raufen hab ich ihn noch nie gesehen.

Also denk ich, dass er eher weniger der typische Raufkater ist, sondern im Spiel eher etwas "mädchenhafter" und "katzenlike"...:D. Aber zu hundertprozent kann ichs natürlich nicht sagen.

Aber wer weiß...wenn das echt so ist, dass er eher spielt wie z.B. eine weibliche Katze, dann könnte es ja sein, dass auch das damit zusammenhängt, warum die anderen Katzen ihn nicht so richtig akzeptiert haben und er sich schnell unterbuttern hat lassen im Tierheim? Vielleicht konnt er sich einfach nicht gegen die anderen Kater durchsetzen? Klar, ist nur ne weit hergeholte Vermutung und ein Gedankenspiel..;-D

Ansonsten: aufgefallen ist mir auch noch, dass meistens er derjenige ist, der auf die anderen Katzen (nach der Anstarrphase und "ich liege im Gras und ducke mich" - Phase) zugeht.
Mit einem Kater aus der Nachbarschaft endet das meistens im Geknurre, Gefauche und Gezetere (allerdings mehr von seiner Seite aus!), mit dem anderen Kater allerdings im Geschnuppere, gemeinsamen Hinterhertackeln (und hinterherschleichen/lauern) und Bocksprüngen, die eindeutig (so denk ich) Spielaufforderungen sind.
Ich denke, auch Katzen können Sympathien und Antisympathien entwickeln, wie wir Menschen eben auch. Das spielt ja auch noch ne Rolle..:D

Aber die Berichte sind echt superaufschlussreich..:)
So hab ich das nämlich noch gar nie betrachtet, dass auch das eine Rolle spielt
Danke! :D
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #9
fein, das Dir das was gebracht hat. ja, Balli kann klasse schreiben :-D und die Infos sind auch echt hilfreich.. hat mir bei meinen beiden Plüschpopsern auch gut geholfen.

Und es kann gut sein, dass seine eher freundliche und ängstliche Art dazu geführt hat, dass er im Tierheim gemobbt wurde. Er braucht also ein sehr soziales Katertier, auch ein freundliches Wesen, der eher mädchenmäßig spielt :)

Auf Pflegestellen hast Du sicher besseren Erfolg, die kennen ihre Tierchen besser als die MA im Tierheim, einfach weil sie mehr Zeit mit ihnen verbringen und sie daher besser einschätzen können. Deine Idee, mal einen Verein anzuschreiben, mit einer möglichst genauen Beschreibung des Wesens deines Katerchens und um Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Kumpel zu suchen, ist super, das würd ich an deiner Stelle einfach mal machen. Eine Anfrage ist ja noch keine Zusage ;-)
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #10
Wenn ich das so lese, vielleicht könnte unsere Aisha gut zu deinem Kater passen.
Sie kam im Alter von ein paar Monaten ins Katzenhaus und lebt seitdem dort, keiner interessiert sich für sie, weil sie eben scheu ist. Sie ist die einzige Katze im Katzenhaus die wirklich mit allen Katzen klar kommt, ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass sie sich jemals mit einer der vielen Katzen nicht verstanden hat.
Wenn man sich sehr viel mit ihr beschäftigt, wird sie total zutraulich und auch schmusig. Eine ehrenamtliche Helferin lebt direkt im Katzenhaus, bei ihr ist sie eine totale Schmusekatze.
Ansonsten ist Aisha sehr verspielt und braucht auf jeden Fall einen Spielkameraden zum Fangen spielen und kuscheln.

Das hier ist die Süße:
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #11
Hallo,

du musst dir wirklich keinen Stress machen.

Dein Kater hat als Freigänger die Möglichkeit, sich seine Kontakte zu suchen, was er auch fleißig macht.

Er wird also nicht zum Sozialkrüppel.

Klar ist es schön, 2 oder mehrere Katzen zu haben, aber es sollte schon gut passen, sonst kann der Schuss nach hinten losgehen.

Ich würde mir das an deiner Stelle gut überlegen.

Warte mal ab, vielleicht ergibt sich von selbst eine Gelegenheit.

Grüße fuzzy
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #12
Die Aisha sieht aus wie mein Krümel :D So zucker!!!
Ich muss gerade so sehr lachen..:D.
Zwillinge :D
Wenn ich endlich meine Zweifel über Bord werfen könnte und es einfach auf nen Versuch ankommen lassen würde, dann wär sie wohl laut deiner Beschreibung tatsächlich genau "unser Beuteschema" :D.
Der Krümel war am Anfang auch total scheu, hat sich von niemandem anfassen lassen im Tierheim.
Wurde von einem Betreuer in einem Karton gefunden mit gebrochenem Schwanz und gebrochenem Kiefer.
Hat furchtbar lange gedauert, bis er sich mal hat anfassen lassen und war laut Betreuer "sehr schlimm".
Bei mir zuhause hats auch sehr lange gedauert, bis er sich nicht mehr vor der Hand wegduckte, kratzte und biss.
Aber mit viel Liebe, Geduld und Füttern aus der Hand ist er dann mittlerweile richtig zutraulich geworden und ein richtig schnurriger Schmuser (wenn er Lust hat..^^).
Er kratzt und beißt noch immer ab und an aus heiterem Himmel heraus, aber ich denke, dass das einfach ganz tief in ihm verwurzelt ist und noch einige Zeit dauern wird bzw. sich vielleicht auch nie ganz und gar legen wird. Aber ich nehm meinen Kleinen hier wie er ist und bin froh, dass ich ihn habe...:D
Als ich im Tierheim war,fiel er mir zuerst auch gar nicht auf, weil er eben wie leblos auf dem Kratzbaum lag, während die anderen Katzen schnurrend und maunzend auf sich aufmerksam gemacht haben. Und er eben gar nicht. Ich hätte ihn übersehen, wenn mich die Betreuerin nicht auf ihn aufmerksam gemacht hätte (bin ihr immer noch so dankbar dafür, denn ich bin so froh über meinen Schatz :D ).

Gerade hatten wir hier übrigens ein Erlebniss, dass ich hier gleich mal schilder, weil ich finde, es passt gerade dazu, wie die Faust aufs Auge:
Der Nachbarskater (mit dem er sich draußen relativ gut versteht) ist eben bei uns ziemlich forsch zur Wohnzimmertür hereinspaziert.
Krümel hat ihn zuvor schon durch die Scheibe gesehen, hat aber keine Anstalten gemacht, nach draußen zu wollen. Hat sich hinter die Gardine gesetzt und sich die Pfötchen geleckt (Unsicherheit vielleicht?).
Na, jedenfalls kam er dann schließlich recht vorwitzig hereinspaziert und war auch nicht mehr so leicht nach draußen zu bugsieren.
Zuerst hat Krümel gar nichts gemacht und nur geschaut.
Der Kater sprang sogar auf das Sofa, ohne das Krümel etwas gemacht hat (und trotz meiner Bemühungen,ihn nach draußen zu locken).
Als er dann aber an seinen Wassernapf ging, wars vorbei.
Krümel hat geknurrt, was den anderen aber gar nicht interessiert hat.
Weiter gings mit der Erkundungstour.
Während ich versucht hab, weiterhin den fremden Kater nach draußen zu deligieren, saß Krümel da und hat sich recht unverwandt gebärdet (knurren sobald er an ihm vorbeilief).
Ich hab dann irgendwann dem Krümel (nur dem Krümel!) ein Leckerchen gegeben, damit er sich ein bissel beruhigt. Zuerst wollt ers gar nicht, hats dann aber doch gefressen.
Schließlich hab ichs geschafft, den "Eindringling" nach draußen zu bugsieren (wollte ihn nicht hochnehmen, weil ich Krümel nicht noch mehr anstacheln wollte) und Krümel war beruhigt.
Ist aber dann auch gleich nach draußen um die Situation weiterhin "zu überwachen".
Der Nachbarskater allerdings nimmt nicht wirklich viel Notiz von ihm und ist da völlig unbeeindruckt..^^.
Na, wie soll ich sowas deuten...
Einerseits klar und verständlich: SEIN Revier, SEINE Wohnung, SEIN Wassernapf.
Aber andererseits: So ähnlich wärs dann also..^^
Hmmm...würd ich ihm da wirklich nen Gefallen damit tun? =(
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #13
Du, so lange die nicht kämpfen - nicht einmischen!!!

Wenn du ihm Leckerchen gibst, wenn er gerade brummt und knurrt - dann belohnst du dieses Verhalten!
Auch wenn du dem anderen Kater so viel Aufmerksamkeit schenkst, ist das nicht gut.

Lass die Jungs mal machen - so lange kein Blut fließt
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #14
Fuzzy:
Ja, das sehe ich genauso. Es muss wenn dann schon passen, wie die Faust aufs Auge.
Ich denke auch, ihm würde das reichen so wie es jetzt ist.
Das Problem sind einfach meine langen Arbeitszeiten.
Ich finde, er ist viel allein und selbst, wenn er raus kann, weiß ich nicht, ob das auf Dauer für ihn wirklich schön ist :(.
Hm, schwierig...:/.
Andererseits klar, vielleicht hat ers halt lieber allein und ich tu ihm ganz und gar keinen Gefallen damit.
Aaaaaaaaah...^^...diese ewig kreisende Gedankenschleife..^^
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #15
Fuzzy:
Ja, das sehe ich genauso. Es muss wenn dann schon passen, wie die Faust aufs Auge.
Ich denke auch, ihm würde das reichen so wie es jetzt ist.
Das Problem sind einfach meine langen Arbeitszeiten.
Ich finde, er ist viel allein und selbst, wenn er raus kann, weiß ich nicht, ob das auf Dauer für ihn wirklich schön ist :(.
Hm, schwierig...:/.
Andererseits klar, vielleicht hat ers halt lieber allein und ich tu ihm ganz und gar keinen Gefallen damit.
Aaaaaaaaah...^^...diese ewig kreisende Gedankenschleife..^^

Wie bereits gesagt: er hat die Möglichkeit, es sich selbst auszusuchen - das ist doch das Wichtigste!!!

Wenn er Gesellschaft möchte, hat er die Nachbarskatzen
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #16
Ui, hast recht, Fuzzy.
Das ist echt noch ne Belohnung, wenn ich ihm ein Leckerle dafür geb. Auweia...Wollt ihn eigentlich nur beruhigen, aber du hast echt recht. Ui, ui, ui...
Na, ging ja nochmal gut.
Das nächste Mal weiß ich es.
Bin froh, um jeden Tipp..:D
Er ist ja auch meine erste Katze und in vielen Dingen bin ich noch bisserl unsicher.
Bin immer froh, wenn ich ne neue Erkenntnis hab...:D

und klar...aus der Sicht gesehen ist es tatsächlich so, dass wenn er Gesellschaft möchte, er sich die selbst sucht und nach draußen geht.
Vielleicht sollt ich ihm doch sein ungestörtes Refugium zuhause lassen...Gar nicht so einfach.
Man mag ja schließlich nur, dass es seinem Tierchen an nichts mangelt.
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #17
hey nochmal.

also stress musst Du Dir sicher keinen machen, denn draußen hat er ja Gesellschaft. Aber wie Du schon sagst: es kommt auch der Winter, es kommen mal die Abende, wo Du anderweitig eingebunden bist...

überleg es Dir in Ruhe und schau Dich doch einfach mal um in den Tierschutz-Vereinen in deiner Umgebung. Vielleicht ist jemand dabei, der so passt wie Arsch auf Eimer... oder eben nicht. Kannst ja auch dem Schicksal ein bißchen was überlassen... :)

und da dein Katerchen ein liebes Seelchen scheint, würde ich jetzt mal behaupten, kann eine langsame Vergesellschaftung durchaus klappen. Das wäre ja anders als die Situation heute. Hast Dir ja den Link angeschaut, wie das geht. Da bringt man ja auch nicht einfach so einen fremden Kater in die Bude, macht den Kennel auf und bumms, da isser und guckt frech, wie der heute :) Das kann man ja wesentlich angenehmer und leichter gestalten.
Ich denk, an dem Beispiel heute hat sich lediglich gezeigt, dass dein Katerchen ein im Grunde sehr friedlicher und sozialer Geselle ist. Weder ist er durchgedreht, noch gabs Blut oder Gekreische oder sonstwas. Knurren und Fauchen ist in so einer Situation total normal; und dass er erst damit angefangen hat, als der Fremde an seinen Wassernapf ging, ist wirklich ein Zeichen für sein liebes Gemüt.

Lass es Dir in Ruhe durch den Kopf gehen und durch den Bauch, guck Dich mal um, es eilt ja nicht. Du hast ja jetzt kein unsozialisiertes Kitten allein daheim, da wär die Situation eine andere.
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #18
Danke für die lieben Worte :)
Die haben mir Mut gemacht.
Du hast recht, ich mach da jetzt mal keinen Stress, sondern lass es in Ruhe angehen.
Ich denke, der richtige Zeitpunkt dafür wäre so oder so, wenn ich mal ein paar Wochen Urlaub hätte.
So jedenfalls ist mein Gefühl.
Und der nächste Urlaub ist noch ein Weilchen hin..^^.
Ein Wochenende für die Vergesselschaftung halt ich für ein wenig zu kurz.
Ich mag mir das ganze dann schon auch ein paar Wochen mitansehen, bevor ich die zwei dann stundenlang sich selbst überlasse.
Ich werd mich einfach weiterhin umsehen und wenn dann der Zeitpunkt günstig ist, werde ich mich rechtzeitig davor auf die Suche begeben und eben mal die Tierschutzvereine in der Umgebung anschreiben. Vielleicht hilft man mir ja, wie gesagt bei der Suche :).
Und wie du auch schon sagst: Es eilt ja nicht wirklich.
Sein Tagesablauf ist eh bei dem schönen Wetter nicht wirklich an mich gekoppelt..^^.
Er ist, auch wenn ich zuhause bin, die meiste Zeit unterwegs und kommt nur heim, um ein wenig die Ruhe zu genießen oder um zu fressen..:D.
Letztens war ich abends auf einer längeren Besprechung und hab meinen Bruder eingespannt, der solange bei ihm sein sollte.
Tja, mein Bruder wurde ungefähr fünf Minuten von ihm beehrt..^^.
Kurz Köpfchen geben, futtern und weg war er für den Rest des Abends, haha..^^.
So jedenfalls ist es zur Zeit.
Bei schlechtem Wetter ist er schon mehr zuhause und auch deutlich maunzeliger...:D.
Aber es kommt ja erstmal der Sommer :).
Und ich denke, es wäre falsch, überstürzt zu handeln, nur um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen.
Da muss dann schon auch die richtige Mietz und der richtige Zeitpunkt (sprich Urlaub) dafür sein.
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #19
Danke für die lieben Worte :)
Die haben mir Mut gemacht.
gern :)

ich finds gut, dass Du dir so Gedanken um Katerchens Wohl machst!
...
Und ich denke, es wäre falsch, überstürzt zu handeln, nur um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen.
Da muss dann schon auch die richtige Mietz und der richtige Zeitpunkt (sprich Urlaub) dafür sein.

Genau. Es sollte schon wirklich passen, du brauchst Ruhe und Zeit dafür und die richtige passende Mietz sollte es auch sein. Ein paar Wochen Urlaub brauchst Du dafür allerdings nicht, es ist gar nicht so schlecht, wenn Dosi zwischendrin auch mal ausm Haus ist. Dann ists ruhig, kein angespannter Dosi läuft nervös umher und beobachtet seine Katzingers, ob sie sich auch ja verstehen ;-)
Ein paar Tage, ein verlängertes Wochenende oder eine Woche sollten da völlig ausreichen. Kommt auch drauf an, wie scheu das Tierchen ist, das dann bei Dir einzieht. Denn erstmal sollte es ja in der neuen Umgebung, seinem Separee und beim neuen Dosi ankommen und sich halbwegs wohlfühlen, bevor man dann guckt, wie sich die Tierchen verhalten, wenn sie aufeinandertreffen.

Doch wie gesagt: kein Stress. :)
 
  • Zweitkatze für Freigänger??? Beitrag #20
Hihi..^^.
Ja, das klingt nach mir..^^.
Angespannter Dosi, der schaut, ob sie sich auch ja verstehen und was sie so tun..^^.
Stimmt schon, im Grunde wärs dann vielleicht gar nicht so schlecht, wenn ich nicht die ganze Zeit drumherum glucken würde..^^.
Aber ich lass mir da jetzt erstmal Zeit.
Und vielleicht ist das gar nicht das schlechteste :).
Denn ich habe mir überlegt, vielleicht ist es besser, eine Weile lang dem Thema nicht so eine wahnsinnige Wichtigkeit einzuräumen. Das tut mir auch ganz gut..:D.
Denn erst, wenn sich das schlechte Gewissen ein wenig gelegt hat, kann ich in aaaaaaller Ruhe auf die Suche gehen und dann auch die Vergesselschaftung viel entspannter angehen.
Ich denke, die Tiere spüren ganz genau, wenn Dosi sich vor Aufregung darüber schier nicht mehr halten kann, haha..^^. Überträgt sich schließlich auch.
Von daher ist es besser ein bissel cool zu tun und den Dingen jetzt erstmal ihren Lauf zu lassen.
Ne Woche lang Urlaub würd ich trotzdem wichtig finden.
Schon allein deswegen, weil ich die separierte Katze ja schließlich auch schlecht den ganzen Tag ohne Ansprache im Nebenzimmer lassen kann.
Das muss wenn dann schon in Ruhe organisiert und durchgeplant sein und nicht überstürzt.

Danke nochmal! Seh jetzt tatsächlich ein bissel klarer :D
 
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