Wir hatten jetzt auch schon zweimal das Problem 'Zusammenführung nach Tierarztbesuch'.
In beiden Fällen haben wir es so gemacht, dass wir erst 2-3 Stunden separiert haben, damit die fremd riechende Katze sich erstmal wieder ein bisschen vom Tierarzt und der Autofahrt erholen kann, die Wohnung neu erkunden kann und etwas isst. Wenn die Katze für die OP nüchtern sein musste oder länger nichts oder nur wenig essen durfte, ist es m. E. ganz wichtig, dass sie auf jeden Fall was isst (natürlich erst, wenn sie sich genug von der Narkose erholt hat), bevor man die Zusammenführung versucht. Ein Tier was sich krank und schwach fühlt, wird sich immer lieber zurückziehen, als auf ein anderes Tier zuzugehen.
Wenn also all das gemacht wurde, haben wir die Tiere dann auf dem Arm gehabt und sind langsam aufeinander zugegangen, bis die Tiere sich vorsichtig beschnüffeln konnten. Nach der ersten OP hat das wunderbar funktioniert und sie haben schon angefangen sich gegenseitig zu putzen, als sie noch auf dem Arm waren. Letzte Woche ging das nicht ganz so reibungslos (es war aber auch eine weitaus schwerere OP), aber nach 3 Mal beschnuppern lassen, dann wieder separieren, ging auch das ganz hervorragend.
Allerdings ging es überhaupt nicht, wenn Luna ihren Trichter aufhatte. Dann hat Merlin sofort einen Buckel und kerzengeraden, aufgeplusterten Schwanz gemacht. Meine Vermutung ist, dass das daran lag, dass der Trichter Lunas Ohren plattgedrückt hat und es für Merlin so aussah, als wäre sie aggressiv (angelegte Ohren). Da Luna aber noch nicht einmal an die Wunde gegangen ist, lassen wir den Trichter jetzt ab und dann ist alles gut.
Also, falls ihr auch einen Trichtr habt, darauf achten, ob er die Ohren einengt. Ansonsten auch immer Ohrstellung und Schwanzbewegung beobachten und schnell eingreifen, wenn es Hinweise gibt.
Also, ich würde es auf die Art (hochnehmen, beschnuppern lassen) mal probieren. Zu langes Aussperren einer Katze und gleichzeitiges sehr intensives Betüddeln der kranken Katze kann auch zu Eifersucht führen.