Hallo zusammen!
Leider muss ich etwas ausholen: Ich habe zwei Katzen (Karl* & Käthe, beide W, EKH, 9 Jahre alt) und passe seit 3 Tagen (für ca. 2 Wochen) auf ein 8 Wochen alten kleinen Kater (Oskar, M, EKH) von Bekannten auf.
Bevor er bei mir einzog haben wir versucht ihn mit meinen Katzen "vertraut" zu machen. Das fing auch vielversprechend an. Meine schnupperten an ihm doch sobald er sich umdrehte und bemerte das da ein ca. 4x so großes Ebenbild von ihm stand erschrak er natürlich und fauchte sie an. Dann fing er aber an zu knurren. Was meine Katzen irgendwann mit zurückknurren erwiderten. Nicht gleichzeitig. Erst ging Karl auf ihn zu, am nächsten Tag Käthe, die Reaktionen verliefen genau gleich ab. Soweit finde ich alles nachvollziehbar - der Kleine kommt in eine fremde Umgebung, da sind zwei große fremde Katzen (er kannte nur seine Mutter die wohl recht klein war und wurde viel zu früh abgegeben) und er stand unter enormem Stress. Meine hingegen habe ich sobald sie geschlechtsreifwurden kastrieren lassen - sie hatten also selbst nie Kitten. Nun kommt eine Fremdkatze in die Wohnung und knurrt sie an - in ihrem Revier. Und ihr Dosenöffner ist auch noch nett zu dem! Klar das die auch erstmal sauer sind.
Der Kleine ist im Wohnzimmer und hat da nun alles (Futter, Spielzeug, Katzenklo etc). Meine beiden sind Freigänger und wenn sie da sind (Abends bis in der Früh) ist die Wohnzimmertüre zu. Ich lasse die also nur unter Aufsicht zusammen und auch immer nur eine meiner Katzen (alle beide Großen + Kleinen ist für die Katzen und mich zuviel Stress).
Die Zusammentreffen verlaufen immer gleich: Ich öffne die Wohnzimmertüre und setze mich strategisch so das ich ggf. eingreifen kann. Meine Katze (ich habs mit Karl, der sehr stark auf mich fixiert ist, zuerst versucht) faucht Oskar (den Kleinen) an sobald er auf sie zukommt. (Das finde ich auch normal und legitim, Karl faucht gern mal). Oskar düst dann meistens weiterspielend durchs Zimmer und faucht kaum. Karl beobachtet das regungslos (Fell nicht gesträubt, Schwanz nicht aufgeblustert und liegt ruhig da, Ohren nach vorne gerichtet) Irgendwann knurrt Karl los. Und zwar auch wenn der Kleine weit von ihm weg ist. Ich streichle, bürste Karl, rede beruhigend mit ihm, es hilft nichts, er knurrt dann auch mich an. Ab einer gewissen Stelle breche ich dann ab, da ich den Katzen nicht soviel Stress zumuten will.
Heute früh geschah etwas das mich stutzig machte: Als ich nämlich heute früh meine beiden Großen fütterte und sie knuddelte/mit ihnen sprach begann Oskar im Wohnzimmer zu maunzen. Daraufhin setzte sich erst Karl vor die (geschlossene) Wohnzimmertür und knurrte bis er einen Asthmaanfall bekamm (er ist Asthmatiker und hustet immer wenn er sich stark aufregt). Als Karl sich hustenderweise zurückzog setzte sich Käthe vor die Tür und knurrte noch lauter, worauf Oskar noch lauter maunzte. Ich hab Karl & Käthe dann mit viel Zuspruch hinausgeleitet und konnte mich dann um Oskar kümmern. Das Knurren macht mich einfach stutzig. Fauchen finde ich nachvollziehbar und absolut normal in der Situation. Aber diese Knurren beunruhigt mich. Für mich ein Zeichen "Grenze erreicht" und es kann nun auch sein das es fetzt.
Ich passe auf den Kleinen auf weil seine Besitzer zwei Wochen im Urlaub sind, ich schon zwei Katzen großgezogen habe und seine Besitzer sich wünschten das er durch meine beiden großen etwas lernen kann und im Sozialverhalten "erzogen" wird.
Räumlich kann ich die Katzen gut trennnen. Wenn meine beiden abends heim kommen schläft der Kleine und ich kann mich voll um sie kümmern (Also keine Eifersucht wegen zuwenig Zuneigung). Eine Trennung muss auch sein, da der Kleine nicht raus soll und nicht auf meinen Balkon darf (2. OG, kein Netz).
Nun also meine Frage: Macht es Sinn die Katzen zusammen zuführen? Besteht da eine Chance auf Erfolg?
Gruß Florian
* Anm: Karl ist eine Katze. Dies wurde allerdings erst bei der Kastration festgestellt. Da hiess er aber schon Karl, hörte auf den Name und darum sag ich "der" und "Karl" auch wenns eigentlich eine Karla ist.