Hallo zusammen,
ich habe (theoretisch) zwei Kater, 11 Monate alt und seit Anfang des Jahres fleißige Freigänger.
Sie können jederzeit kommen und gehen, denn wir haben in der Wohnungs- und in der Kellertür Katzenklappen.
Allerdings hat sich vor allem Collin im Laufe der Monate immer weiter von uns entfernt (nicht räumlich, sondern emotional).
Inzwischen kommt er nur noch ab und zu um zu fressen. Manchmal nur einmal alle zwei Tage, manchmal täglich. Und zwar meistens mitten in der Nacht.
Er schläft in diversen Garagen der Nachbarn, geht auch schon mal mit denen rein, lässt sich füttern und betüddeln und schläft dann dort für ein paar Stunden.
Selbst bei Unwettern kommt er nicht heim, sondern schläft im Holzunterstand hinter dem Haus.
Bei Peanut ist das ähnlich, aber nicht ganz so schlimm. Er kommt alle paar Tage mal für ein paar Stunden heim, liegt in unserem Bett und schläft ein paar Stunden, bevor er wieder wichtige Termine im Wald hat.
Sie führen im Moment fast das Leben halbwilder Bauernhofkatzen.
Für die beiden ist das bestimmt toll, für mich aber nicht.
Zumal sie ja auch nicht nur draußen leben, sondern wie gesagt, auch bei den verschiedensten Nachbarn
"schnorren".
Auch wenn das jetzt egoistisch klingen mag, aber ich kann einfach nicht verstehen, warum sie (insbes. Collin) so ungern zuhause sind.
Wir haben eine große Wohnung, unzählige Schlafmöglichkeiten, Spielzeug, gutes Futter, Kratzbaum, insgesamt vier kraulende Hände und keine (ggf. störenden) Kinder oder sonstige Haustiere (bis auf die Pflegebabys, aber die sind ja erst seit Kurzem da).
Und wir hätten gern etwas mehr Zeit mit unseren Katzen.
Die Zeiten, dass sie schnurrend neben uns auf dem Sofa liegen und wir zu viert Fern schauen, sind seit sie Freigang haben, vorbei.
Aber es sind ja nicht nur egoistische Gründe, weshalb ich sie gern öfter und länger in der Wohnung hätte: Ich habe keine Kontrolle über Krankheiten oder Parasiten (wernn ich mir Collin mal schnappe um ihn nach Milben, Flöhen oder Zecken zu durchsuchen, bestraft er mich mit mehrtägiger völliger Abwesenheit), Tierarztbesuche, sollten sie mal nötig sein, gestalten sich schwierig...
Wie kann die Bindung zu meinen Katern stärken? Bzw. was fehlt ihnen hier? Warum wollen sie überall wohnen, aber nicht bei uns?
Wir spielen jetzt mit dem Gedanken, sie mal für einige Tage in die Wohnung zu sperren, wenn alle Babys nächste Woche vermittelt sind.
Außerdem möchte ich sie im Juli mit an die Ostsee ins Ferienhäuschen meiner Schwiegereltern mitnehmen.
Das bekämpft ja aber ggf. nur kurzfristig das Sympthom, löst aber nicht das Problem, dass die beiden ganz offensichtlich nicht gern bei uns sind.
Könnt ihr helfen?
Danke im Voraus.
LG
Marion