Hallo zusammen,
durch zufall bin ich auf dieses Forum gestossen.
Ich wollte einfach mal meine Geschichte schreiben von meinem Kater Strolch, denn ich über alles liebe!
Wir haben seid gestern die Diagnose, das er einen großen Tumor im Bauch hat, max. Lebenserwartung noch ca. ein halbes Jahr.
Mein Katerchen ist 13 1/2 Jahre, ich hab ihn vor 13 Jahren aus dem Tierheim geholt und er ist der leibste und beste Kater den es auf dieser Welt gibt! Er hatte bis dahin höchstens 2-3 Infekte. Er war bis kurz vor Pfingsten dieses Jahres auch sehr unauffällig. Alles fing in der Woche vor Pfingsten an, er bekam Durchfall und hat häufiger gebrochen und gespuckt, von einen auf den anderen Tag! Also ab zum Tierarzt, da gabs ne Wurmkur und im Kot wurden auch Würmer festgestellt. Alles klar dachte ich, das wird schon besser! Leider nicht, der Durchfall blieb und erbrochen hat er dann ca. alle zwei Tage. Er hatte dann im Juni Blutabgenommen bekommen und Zahnstein entfernt bekommen. Die Narkose hat er gar nicht gut überstanden. Er konnte den ganzen Tag nicht richtig laufen. Erst am nächsten Tag war es besser. Da bekamen wir auch seine Ergebnisse vom Bluttest. Es war nur ein kleines Profil, Leber und Nierewerte waren in Ordnung, nur die Leukozyten sehr erhöht. Erster Verdacht war eine Entzündung im Körper, er hatte bei der Zahnsteinentfernung auch drei Zähne gezogen bekommen und das Zahnfleisch war auch etwas entzündet. Daraufhun bekam er jeden 2 Tag AB gespritzt, später haben wir dann Tabletten bekommen, die ich ihn mit allen Tricks unter das Futter gemischt habe. Zu dem gabs auch MCP Tropfen gegen was spucken/erbrechen, was seid dem auch weg ist. Durchfall immer noch und das seid 3 Wochen, wir haben es mit Pulver probiert, was unter das Futter gemischt wurde, er rührte es nicht an, er bekam dann bei jedem Arztbesuch, was gegen den Durchfall gespritzt, was aber auch nicht half. Habe dann in sämtlichen Foren nachgelesen, die Symthome eingegeben. Wir haben dann nochmal die Schildrüsenwerte checken lassen, negativ, Leukose negativ. Dazu muss ich sagen, das er in den letzten vier wochen ca. 2,5 kg abgenommen hat. Wir haben zu guter letzt dann bei der TÄ einen Schnelltest auf Giardien machen lassen, auch wieder negativ. Oh man, die Ärztin wusste selbst nicht mehr weiter, sie hat ihn auch gründlich wo er in Narkose lag durchgeknetet, konnte aber auch keine anzeichen für eienn Fremdkörper(tumor) finden. Ich taste ihn ja auch regelmässig ab, da ich vor 7 Jahren schonmal eine Katze an Krebs verloren habe. Aber es war nix zu spüren. Nun war ich ganz verzweifelt, meine TÄ hat kein Römtgengerät oder Ultraschall, aber ich brauchte nun endlich gewissheit, so kommen wir einfach nicht weiter, also habe ich meine ehemalige Tierärtin angerufen und gleich einen Termin für den nächsten Tag bekommen. Nach einem längeren Vorgespräch wurde mein Süsser gründlich ^durchgeknetet^( ich weiss nicht, wie es sonst beschreiben soll), sie war sich nicht sicher, aber sie hat etwas größeres in seinem Körper spüren können, also ab zum Ultraschall. Mir ging es dabei gar nicht gut, in dem Raum waren 2 TÄ, eine Praktikantin und eine Arzthelferin, zudem mein Katerchen, mein Freund und ich, mir kamen die Tränen, mein Freund meinte, ich solle ruhig raus gehen und warten, er würde bei ihm bleiben. Ich ging also raus und heulte rotz und wasser, obwohl ich noch nix wusste.20 min . später kam dann mein Katerchen und mein Freund raus und an seinem Gesicht sah ich schon, das er keine guten Nachrichten hatte. Ich mache mir solche Vorwürfe, leider ist er nicht mehr operabel, dazu ist er zu groß. Ich verstehe das nicht, vier Wochen zuvor war noch alles in ordnung, wie gesagt war er nie ernsthaft krank. Und dann diese Diagnose! Kein Anzeichen dafür, er war wie immer bis dahin, schlafen, fressen , ab und an mal ne Runde im Garten drehen und kleineKämpfe mit unserer kleinen Lola(knapp ein jahr alt) austragen. Mittlerweile hat er die hälfte seines Körpergewichtes verloren, er wurde gestern bei der TÄ gewogen 3,7 kg. Vor kurzem hat er noch knapp 7 kg gewogen. Ich bin so unendlich traurig und könnte nur heulen, ich weiss gar nicht wie es weitergehen soll ohne ihn. Er ist ja noch da, aber ich bin so hilflos! Ich muss sagen, fressen tut er noch gut, wenn auch nicht mehr soviel wie früher. Wenn ich nicht aufpasse, hüpft er auch noch vom Balkon, der ca. 2 m hoch von der Erde entfernt ist, er schnurrt, läst sich streicheln und schmusst wie ein Weltmeister, aber er liegt eben nur noch viel rum, steht nur auf, wenn er mal muss oder er raus möchte. Neuerdings ist er auch mehrere Stunden am Stück weg, er hat sich eine Stelle im Garten gesucht, wo er dann stundenlang nur rumliegt. Also die Veränderungen sind erst so seit ca. 2-21/2 Wochen, davor hat er sich verhalten wie immer , trotz durchfall. Es tut mir so unendlich leid ihn so zu sehen wie er abgemagert ist, ich hoffe er verliert nicht noch mehr. Wir werden uns soweit es möglich ist noch eine tolle Zeit machen und wenn es dann gar nicht mehr geht, werde ich ihn wohl schweren Herzens erlösen müssen, obwohl ich nie über leben und tod entscheiden wollte, aber zum wohle meines Katers, muss ich es dann doch tun und ich habe so Angst davor. Ich weiss ich muss stark sein vor meinem Kater, er möchte das bestimmt nicht, wenn ich vor ihm los weine, er merkt ja selbst, das was mit ihm nicht stimmt, sonst würde er sich ja so nicht verhalten. Es hat mir auf jeden Fall schon mal gut getan, mir das alles von der Seele zu schreiben. So nun schau ich mal wieder nach meinem Süssen, der gerade im Garten liegt und sich zuvor die Krallen am Baum gewetzt hat! Anschliessend geh ich ihm was leckeres zu essen holen und dann schaun wir mal.
Bis bald. Sandra