Hallo Yumus,
mit den Nachbarn sprichst du mal ein nettes Wort, erklärst ihnen das Problem und lädst sie zum Kaffee ein, sobald dein Katerchen sich eingelebt hat und sein Katerkumpel eingezogen ist, damit die Nachbarn die Kater auch bewundern können. Die Nachbarn werden Verständnis haben, wenn du erklärst, dass das Gejammer nicht ewig dauern wird.
Jawoll, dein Katertierchen ist einsam und verängstigt und vermisst seine Familie. Er braucht jede Menge Ruhe, damit er sich an die Situation gewöhnt. Und er braucht ein zweites Katzentier, möglichst einen Kater gleichen Alters und möglichst schnell.
Nur zum Vergleich: Ich adoptierte ein Geschwisterpärchen, 18 Wochen alt. Beide kamen innerhalb von Minuten aus der Box, inspizierten die Wohnung und mich, suchten den Futternapf und das KaKlo, vergnügten sich auf dem Kratzbaum und schliefen aneinander gekuschelt irgendwo ein (glaube, es war ein Sofa). Alles an einem Abend. Null Gejaule. Zwei Nächte später saßen sie in meinem Bett. Beide.
Als der Kater einem Unfall zum Opfer fiel, hatte ich auch Geschrei, das der einsamen Schwester. Dauerte genau bis zum Einzug des neuen Freundes. Kurzes Gefauche, dann - Ruhe. (Gebe zu, es geht nicht immer so problemlos.) Es besteht nicht die Nähe zwischen den Tieren wie vorher zwischen Bruder und Schwester, aber eine gute Freundschaft.
Soviel zu: Katzen sind Einzelgänger. Nein, Katzen brauchen einen Katzenkumpel, denn sie schließen sich dem Menschen nicht so an, wie ein Hund, verstehen den Menschen nicht so, wie ein Hund - und umgekehrt. Allein unter Menschen sind Katzen so allein, wie wir es unter Aliens wären.