Ist unser "Tiger" verhaltensauffällig?

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Tigo80

Tigo80

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Kalimera liebe Mitglieder! :mrgreen:

Es handelt sich im Folgenden um unseren Burma-Kater "Tiger" (3 Jahre), der zwei Extreme in sich zu vereinigen scheint und uns (meine Freundin und mich) oftmals zur Weißglut treiben kann.
Ein paar Infos vorab:
Tiger hat noch einen Kumpel namens "Diego" (Siam-Mix, 5 Jahre), der wiederum absolut pflegeleicht und unproblematisch ist. Beide wohnen bei uns nun schon fast 2 Jahre und sind Freigänger. Es ist keine große Liebe, doch die beiden akzeptieren sich und tauschen ab und an Zuneigung aus (gemeinsames Schlummern, spielen etc.) Wir haben eine geräumige, katzengerechte Wohnung mit einer großen Terrasse (+Garten, dichte Büsche etc.) Beiden ist es außerdem möglich, über die Terrasse hinaus auf Beutezug bzw. Erkundungstour zu gehen.

Unser Problem:

Nun, während unser Diego wie beschrieben brav, verschmust und äußerst genügsam ist, erweckt unser Tiger eher den Eindruck, dass er scheinbar nie zufrieden ist bzw. seinen Willen stets durchsetzen muss.
Dies äußert sich vor allem darin, dass er uns trotz umfassender Fürsorge täglich mit seiner markanten Burma-Stimme anblökt, uns ständig nachläuft und bei Nichterfüllung seiner Wünsche dann eben Diego versucht zu ärgern/zu vermöbeln.
Besonders auffälllig und gleichermaßen nervtötend ist sein Verhalten gegenüber meiner Freundin und bezüglich seiner neuen Angewohnheit, täglich gefühlt 10 Mal vor Küchen- oder Badfenster zu sitzen und zu plärren. Und das, obwohl er stets jede Möglichkeit hat, zur Terrassentür hereinzukommen! :roll: Daher vermute ich jedenfalls, dass es aufgrund dieser außergewöhnlichen Häufigkeit eine Art Dominanz oder Machtverhalten uns gegenüber sein könnte. Es ist einfach nur noch zum Mäusemelken und man hat quasi nur die Chance, den Raum zu verlassen und zu hoffen, dass er es irgendwann checkt.

Was meine Freundin angeht, so bemüht sie sich stets sehr um die beiden und dient sehr oft - im Gegensatz zu mir - als Kuschelplatz. Ich bin trotz meiner großen Zuneigung dann doch ab und an etwas strenger und halte Tigers Geblöke und Generve nicht lange aus. Vor allem die Tatsache, dass wir nicht wissen, was er (noch) will bzw. was ihn stören könnte, lässt meine Ärger meist schnell ansteigen. Ich will das eigtl.nicht und reiß mich in der Regel zusammen, kann es aber auch nicht immer unterdrücken.
Meistens gilt Tigers Aufmerksamkeit meiner Freundin, vor allem wenn sie nach Hause kommt. Dann verfolgt er sie überall hin und schreit in einer Tour, was das Zeug hält. Egal, ob sie ihn kurz darauf streichelt o.Ä., er lässt meist nicht locker und krächzt sie an. Ob beim Kochen, im Bad oder sonstwo. Sofern ich daheim bin und es mitbekomme, reagiere ich nach einiger Zeit einfach genervt und trage ihn wenn es sein muss aus dem Zimmer, um diesem Genöle Einhalt zu gebieten. Dann geht er entweder raus oder sucht sofort seinen Kumpel, um ihn mal wieder ohne Vorwarnung einen Hieb zu verpassen oder vom Schlafplatz zu vetreiben :cry: Da frage ich mich einfach, warum macht er das....Er hat doch alle Freiheiten, wird regelmäßig gefüttert, gekuschelt und gespielt wird auch oft.
Er ist zwar er erst 3, aber nunmal kein Kitten mehr; es mag sein Charakter sein, aber muss es dann so penetrant werden? Problem ist auch, dass der in Fachkreisen empfohlene Rat "Ignorieren" bei ihm schlicht nicht viel bringt. Vllt. haben wir ja auch Fehler gemacht und zu viele Wünsche erfüllt. Ob beim Fütterverhalten oder Umgang im Alltag....

Und da wir uns dann und wann sogar mal in die Haare bekommen, nur weil ich eben nicht mehr endlos gelassen und ruhig bleiben kann (was ich sonst im Alltag bin), wollte ich diese Problematik einfach einmal schildern und um Meinungen, Hilfestellungen etc. bitten. Zuweilen denken wir auch über einen neuen kleinen Kater nach, mit dem Tiger so richtig toben kann. Andererseits kann er das auch jetzt schon - teils alleine, teils mit Diego oder uns - und es ist gar nicht sicher, wie sich eine plötzliche 3er Konstellation auswirkt.
Meint ihr, es wäre sinnvoll, den kleinen Kater von den Nachbarn in deren Urlaub hin und wieder mal mit rüber zu nehmen (mit deren Einverständnis) und zu testen, wie die Jungs klar kommen - oder birgt das zu viele Risiken für beide Seiten?

Über Antworten, Meinungen und Einschätzungen jeglicher Art freue ich mich sehr!! :-D

Viele Grüße

Tigo
 
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  • Ist unser "Tiger" verhaltensauffällig? Beitrag #2
Der gute Tiger erzählt mit euch, auch wenn es in euren Augen wie nörgeln oder jaulen klingt.
Ich habe auch so eine Erzählkatze und es klingt auch immer sehr wehleidig und/oder vorwurfsvoll.
Ob es da nun allerdings der richtige Weg ist, die Katze "rauszuwerfen", ich weiss nicht. Erzählt doch einfach ein bisschen zurück. Meine Katze ist dann nach 5min immer äusserst glücklich und geht wieder ihren Interessen nach. Aber auf diese 5-10min Dialog besteht sie beinahe schon.

Eure Nachbarskatze auf "Probe" würde ich allerdings nicht einfach in euer Heim schleppen. Das ist das Revier von Diego und Tiger, wenn da "ab und an" mal eine andere Katze plötzlich ist und dann plötzlich wieder weg ist, können die Beiden damit doch gar nichts anfangen.
Holt euch doch einen netten erwachsenen Kater aus dem Tierschutz oder Tierheim.
 
  • Ist unser "Tiger" verhaltensauffällig? Beitrag #3
Hallo Tigo,

ehrlich gesagt, verstehe ich deinen "Ärger" nicht. Als ihr euch eine Burma-Katze ins Haus holtet, wußtet ihr doch, WAS da zu euch kommt! Die Burma wird nicht umsonst "Menschenkatze" genannt. Sie ist extrem menschenbezogen, ist nicht gern allein, braucht erhöhte Aufmerksamkeit und neigt zum "Erzählen"! Sie ist eine sehr aktive Katze, die viel Spiel und Aktion braucht, sonst wird ihr schnell langweilig!

Zum einen denke ich, daß Tiger merkt, daß ihr genervt seid, aber nicht weiß warum! Zum anderen glaube ich, daß er nicht ausgelastet ist, da er und Diego eher nur nebeneinander her leben. Eine Kombi, die ihn noch mehr verwirrt und eure Nähe suchen läßt. Ihn dann "rauszuschmeißen" ist absolut kontraproduktiv und für Tiger nicht zu verstehen!

Du machst auf mich einen recht unentspannten Eindruck. Leider scheint Tiger das zu spüren. Du verunsicherst ihn. Ich kann nur anraten, ihm mehr Aufmerksamkeit zu geben, mehr Spielzeit, mehr Schmuseeinheiten. Das ist nun mal seine Natur, er braucht das. Das hättet ihr vorher wissen können!

Den Plan mit dem Nachbarskater würde ich gleich wieder verwerfen! Ich könnte mir höchstens einen 3. temperamentvollen Kater vorstellen.

Gruß
Jubo
 
  • Ist unser "Tiger" verhaltensauffällig? Beitrag #4
naja gibt 2 möglcihkeiten entweder ihr habt mit tiger ne labertasche im haus oder aber er hat gelernt, das wenn er redet er aufmerksamkeit bekommt, und setzt das nun schamlos ein um beschäftigt zu werden.

sollte tiger zu den labertaschen gehören, werdet ihr nicht viel machen können sondern werdet euch an das gerede gewöhnen müssen.
 
  • Ist unser "Tiger" verhaltensauffällig? Beitrag #5
Jetzt hat sich ja meine Frage schon beantwortet. Ist bei Lexi nämlich ähnlich mit dem Maunzen und labern. Sie steht dann vor mir, schaut mich an und mauzt, mauzt, mauzt.... Natürlich rede ich dann mit ihr. ("ja was hast Du denn meine Süße?" "Was willst du mir denn erzählen?" usw.). Oft läuft sie dann langsam maunzend weg und ich geh ihr nach. Dann labert sie in einem anderen Raum weiter mit mir und irgendwann ist dann Ruhe und sie spielt. Ich dachte nämlich auch, dass ihr irgendetwas nicht gefällt, aber wenn Ihr so schreibt, dann denke ich auch, dass Lexi auch "nur" eien kleine Quasselstrippe ist.

Tigo, warum nervt es Dich denn so? Es ist doch nicht schwer, dem Kleinen da zu antworten. Kann doch auch irgendwelcher Quatsch sein... er verstehts doch nicht ;-) Ich mein, man hat doch Kätzchen nicht nur, damit sie anwesend sind. Man will doch auch mit ihnen spielen, mit ihnen schmusen, mit ihnen "reden" und so. Mir wirds auch manchmal zu viel, wenn die Lexi 3x in der Nacht ankommt und auf mich raufspringt, so dass ich dann jedesmal fast nen Herzanfall kriege. Aber dennoch bin ich nicht genervt und hebe sie ganz vorsichtig runter. Sie machen das nicht mit der Absicht, uns Dosis zu nerven oder zu ärgern. Es ist einfach ihre Natur. Und genau DAS liebe ich an Katzen :)

LG Darki
 
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