ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus.

Diskutiere ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hi Zusammen. Wollte mal fragen wie es Euch nach dem Tod Eurer Kleinen geht und wie Ihr damit fertig werdet. Meine Maus ist etz seit guten 3...
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #1
Patty1981

Patty1981

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Hi Zusammen.

Wollte mal fragen wie es Euch nach dem Tod Eurer Kleinen geht und wie Ihr damit fertig werdet. Meine Maus ist etz seit guten 3 Wochen tot und ich heule ständig. Bin schon voll depri kann mich zu nix aufraffen. Hab auch voll viele Bilder von Ihr rumstehen. Mich nimmt das alles fürchterlich mit. Aber irgendwie scheint es keiner wirklich zu verstehen. Und wenn ich es jemandem erzähle dann werd ich böse gesagt nur belächelt. Keiner nimmt mich so wirklich ernst. Aber mir gehts echt übel. Auch mein Kater, der letzes Jahr Weihnachten eingeschläfert werden musste weil er Krebs hatte - da heule ich auch immer noch voll oft.

Könnt Ihr mir irgendwelche Tips geben?

Danke,
Eure Patty
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #2
Hallo Patty,

erst einmal mein herzliches Beileid!

Mein letzter Verlust liegt nun gute 3 Monate zurück. Auch wenn es abgedroschen klingt, ich bin direkt 2 Tage später wieder arbeiten gegangen um erstmal "Ablenkung" zu bekommen.

Ich habe meine Depriphasen mit hart trainiertem Denken wegbekommen. Wenn ich an Asgard denke, denke ich nicht daran das er weg ist, sondern an die schönen Momente, wie er an meinem Bein stand und seinen Schwanz regelmäßig und voller Elan um mein Bein schwang, wie er es geliebt hat auf meinem Arm zu sein, sein Köpchen unter mein Kinn gegraben hat und wie wild geschnurrt hat usw usw. und wenn ich daran denke, freue ich mich diese schöne Zeit mit ihm gehabt zu haben und es ist fast so als wär er da, dass einzige was halt tatsächlich fehlt sind die realen Berührungen.

Jedes Mal wenn ich traurig wurde und wieder geweint habe habe ich mir gesagt NEIN! Es war so schön mit ihm und ich sollte Freude bei dem Gedanken an ihn empfinden und mich nicht auf das Fehlen von ihm reinsteigern.

Bei mir zumindest funktioniert es so, ich konnte wieder ein Bild von ihm aufstellen und sein Lieblingsspielzeug dazu legen und bin nun wirklich soweit, das wenn ich sein Foto lächeln muss und nicht mehr tiefe Trauer empfinde.

Ich habe vier Kater, einen habe ich nach seinem Tod geholt gehabt und bis heute ist er kein Ersatz, aber auch dieses einzigartige Individuum liebe ich so sehr und es spendet mir Trost.

Aber ich denke jeder muss für sich seinen Weg finden, bei mir hat dieser funktioniert.

Ich wünsche dir von Herzen, dass auch du bald Freude empfindest beim Denken an vergangende Momente und die Trauer erträglich wird!
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #3
Hallo,es tut mir so leid für Dich und Deiner Kleinen!:cry:
Ich war auch immer total fertig,wenn ich eine Samtpfote verloren habe.War krank geschrieben
und Wochenlang total am Ende.Als vor vier Jahren mein Pupmatz verstorben ist hat es mir sehr geholfen,das ich einige Wochen später meinen Jerry geholt habe.Auch für Julius,Pupmatz
seinen Bruder war das sehr gut,da er auch stark trauerte.Und als der Kleine da war,merkte
man richtig wie es ihm langsam besser ging und bald wieder der Alte war.
Finde sonst ist es immer gut,wenn man viel beschäftigt ist und sich ablenkt.Aber trotzdem
dauert das einfach seine Zeit und man brauch viel Kraft,aber das weisst Du ja auch von Deinem Kater.Und genau das wünsche ich Dir,viel Kraft!
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #4
HI Jess, danke für deine Worte.

Zum Glück haben wir beide Katzen bei uns im Garten beerdigt und ich hab einen Ort wo ich sie besuchen kann und Blumen hinstellen kann.
Wenn ich an Ihren Grab bin (beide sind gleich nebeneinander beerdigt) dann leg ich meine Hand auf die Erde drauf und fühl mich besser. Es wäre fürchterlich für mich zu wissen das meine Kleinen in eine Tierverwertung gebracht würden. Wir leben auf dem Land und daher haben wir zum Glück einen großen Garten.
Leider haben diese Option nicht alle Leute und es muss für einen Mensch doch die Hölle sein wenn das Tier in eine Tierkörperverwertunsanstalt gebracht wird.

Ich werd es schon irgendwie hinkriegen. Mit diesen katzen haben wir sehr viel durchgemacht. Die Mutter (java) die jetzt erst gestorben ist, habe ich im Juni 2010 aufgenommen - sie war sehr krank und hatte einen Unfall. Sie war allgemein sehr Krank. hatte Allergien und eine Chronische Hautkrankheit. Die hatten wir jetzt nach zig Tierartzbesuchen und verschiedenen Medikamenten ENGLICH in den Griff bekommen.
Dann hatte sie plötzlich einen monat nachdem Sie zu uns kam 5 Junge. Davon haben leider nur 2 überlebt. Der kleine Kater wurde im Dezember mit Krebs diagnostiziert. - 4 Tage vor weihnachten. Wir haben Ihn dann einschlafen lassen.

Meine Java wurde von meiner Schwester versehentlich überfahren als Sie in unseren Hof eingefahren ist. Da ist eine Kurve und Java lag in der Sonne und schlief. Es war grauenhaft.
auf der anderen Seite denke ich mir, daß Sie wenigstens noch 2 schöne Jahre hatte.

Ich bin so glücklich daß ich diese Geschenk bekommen habe - ein Tier so sehr zu lieben. Sie war einzigartig.
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #5
Auch mir tut Dein Verlust sehr leid.

Nach dem Tod meiner letzten Katze, zu der ich ein ganz besonderes Verhältnis hatte (schwer zu beschreiben, da es natürlich immer besonders ist) bin ich schlichtweg 10 Jahre lang in Trauer versunken! Natürlich habe ich mein Leben weiter gelebt, aber innerlich hat mir der Verlust den Lebensmut genommen. Mir war klar, dass nur ein neues Lebewesen um mich herum daran etwas würde ändern können. Das wollte ich aber nicht und meine Lebensumstände waren auch nicht optimal für eine Katze.
Bis das Schicksal mir welche quasi "vor die Füße gelegt" hat. Es hat auch dann nochmal ca. ein Jahr gedauert. Aber inzwischen kann ich an meine Sternenkatze denken, ohne dass mir sofort die Tränen kommen.

Versuch Dir bitte bewußt zu machen, dass es Deiner Katze jetzt gut geht, ihr eine schöne Zeit miteinander hattet.
Und wie Jess geschrieben hat, versuche Deine Gedanken bewußt zu lenken. So ein Verlust ist hart. Aber damit, dass du in der Trauer versinkst (und das ist in allem mitfühlenden Respekt gemeint) ist weder Dir noch Deiner Sternenkatze geholfen.

Denk darüber nach, ob Du irgendwann einer neuen Fellnase (-nasen) ein schönes zu Hause schenken möchtest. Und wenn alles nichts hilft scheu Dich bitte nicht, Dir Hilfe zu suchen. Es gibt geringere Anlässe aus denen heraus Menschen Unterstützung benötigen.

Ich hoffe und wünsche, dass du für Dich einen Weg findest mit dem Abschied fertig zu werden.
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #6
Danke. Meine Schwester hat eine Woche nach dem Unfall einen Kater auf der Straße gefunden. Wir haben gemeldet daß wir Ihn gefunden haben und in den Umliegenden Dörfern Zettel verteilt. Sogar übers Radio haben wir eine anzeige geschalten. Keiner hat Ihn je abgeholt. Wir vermuten daß er ausgesetzt wurde.
Er ist kaum draußen und liegt am liebsten auf dem Sofa rum. Also ein Streuner ist er definitiv nicht weil er auch sehr gepflegt ist.
naja, der Kater (meine Schwester hat Ihn Bimbo) getauft, ha ha ha hat jetzt bei uns einen neuen Wohnplatz gefunden. Ins Tierheim haben wir ihn natürlich nicht gegeben. Hier ist es so schwer die Tiere zu vermitteln. Besonders Katzen will fast keiner. Und wenn dann nur kleine Kätzchen. Es ist so traurig.

Danke. Das hab ich mir auch schon gedacht daß ich mir Professionelle Hilfe suche. Wir hatten bis jetzt schon einige Katzen aber meine Java war vom Charakter her ganz anders als die anderen. Sie war mein ein und alles.
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #7
Oh Gott liebe Patty das tut mir so leid. Mir ist beim lesen grad ganz schlecht geworden so geschockt war ich das zu lesen wie Java ums Leben kam. Das muss ja für dich aber auch für deine Schwester ein Albtraum sein. Mein herzliches Beileid :-(

Ich kann dir leider keinen Tipp geben wie es dir besser gehen kann. Bei mir wurde es nicht besser sondern anders. Es ist nun 3 Monate her dass Micky tot ist und ich verdränge es sehr. Wir reden aber viel über sie in der Familie. Eigentlich täglich. Und ihre Urne steht hier, überall hängen Bilder von ihr ( auch als Hintergrund auf meinem iPhone). Aber die Gefühle lasse ich nicht mehr zu. Heute kamen wieder die schlimmen Bilder und Gefühle hoch aber ich lenkte mich dann ab.

Professionelle Hilfe ist wohl immer gut wenn man nicht weiter weiß. Du gehst ja auch zum Zahnarzt wenn du Zahnweh hast. Also wenn du dich so fühlst mach das auf jedem fall.

Ganz viel kraft für dich!
Mickylein
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #8
Jedes Tier ist einzigartig und jedes davon hat man unheimlich lieb. Zu einigen jedoch baut man eine ganz spezielle und furchtbar enge Bindung auf.

Als meine Sonic vor ca 2 Jahren gestorben ist, dachte ich auch, ich komme niemals über diese Trauer hinweg. Zumal ich ihr noch versprochen hatte, dass ich sie Nachmittags wieder vom Tierarzt abhole. Aber dieses Versprechen konnte ich nicht halten, weil sie aus der Narkose von der OP nicht mehr zurück geholt wurde.

Ich habe mich dann ganz intensiv damit beschäftigt wie ich mit ihrem Tod umgehe.
Und ich habe einige Wege gefunden die sehr hilfreich für mich waren. Einer davon ist, das ich bis heute Aufnahmen von ihr (Videos und Bilder) zu kleinen Filmchen zusammen schneide. Mit Musik und kleinen Text Einlagen.
Sonic hatte umheimlich viel Humor. Und jedesmal wenn ich diese Kurzfilme anschaue, bin ich noch immer tief berührt weil ich sehe, dass sie unheimlich dankbar war bei mir zu sein.
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #9
Oh Gott liebe Patty das tut mir so leid. Mir ist beim lesen grad ganz schlecht geworden so geschockt war ich das zu lesen wie Java ums Leben kam. Das muss ja für dich aber auch für deine Schwester ein Albtraum sein. Mein herzliches Beileid :-(

Ich kann dir leider keinen Tipp geben wie es dir besser gehen kann. Bei mir wurde es nicht besser sondern anders. Es ist nun 3 Monate her dass Micky tot ist und ich verdränge es sehr. Wir reden aber viel über sie in der Familie. Eigentlich täglich. Und ihre Urne steht hier, überall hängen Bilder von ihr ( auch als Hintergrund auf meinem iPhone). Aber die Gefühle lasse ich nicht mehr zu. Heute kamen wieder die schlimmen Bilder und Gefühle hoch aber ich lenkte mich dann ab.

Professionelle Hilfe ist wohl immer gut wenn man nicht weiter weiß. Du gehst ja auch zum Zahnarzt wenn du Zahnweh hast. Also wenn du dich so fühlst mach das auf jedem fall.

Ganz viel kraft für dich!
Mickylein

Ich danke dir. Ihr seid echt alle so lieb. Hier in diesem Forum verstehen die Menschen einen. Leider ist es in meinem Umfeld eher anders. Bis auf ein paar ausnahmen meiner Familie werden Tiere leider immer noch als Gegenstände behandelt. Besonders auf dem Land.
Neulich war ich bei einem Bekannten und die haben einen Bauernhof. Da sind die Kühe und Schweine Tagein Tagaus nur in Ihren Boxen. Ich hab gleich geheult. Mir tun die Tiere einfach immer so leid.
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #10
Mir geht es auch nicht anders. Itchy ist nun schon über ein Jahr nicht mehr aber ich könnte immer noch dauernd heulen und muss sehr oft an sie denken. Nach ihrem Tod letztes Jahr versuchte ich erst mal tapfer zu sein und meinen Alltag zu leben, allein schon um Scratchy aus seiner Trauer zu holen. Aber als er auch so krank wurde ging es irgendwann nicht mehr und ich brach komplett zusammen! Nach dem Einzug meiner Ladys ist aber nun hier wenigstens diese Ruhe, diese traurige Lähmung vergangen, Scratchy erholte sich prima und klar ich weine noch ganz viel Itchy hinterher, kann aber auch wieder lächeln wenn ich mir die beiden verrückten "Kleinen" anschaue ;-)
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #11
Moin

In meinem Umfeld werde ich - bis auf wenige Ausnahmen - auch von den meisten nur belächelt. Viele können nicht nachvollziehen, dass ein Tier einen menschensgleichen Stellenwert einnehmen kann. Aber das GEHT!

Kann sehr gut nachempfinden, wie Du Dich fühlst. Ich leide auch immer noch unter dem Verlust meines ersten Katers und mir wird schon ganz schlecht, wenn ich daran denke, dass meine beiden jetzigen Katzen auch irgendwann gehen werden.....

Mir hat es sehr geholfen, recht früh wieder einen neuen Kater aufzunehmen..... Es war zwar anfangs schwierig, nicht immer den Vorgänger in ihm zu sehen bzw. zu vergleichen, aber man wird einfach viel besser abgelenkt und hat wieder ein liebes Wesen an seiner Seite, welches sich sehr schnell ins Herz stiehlt....

Katzen sind so charakterstarke Tiere.... Ich hatte viele Tiere zuvor, Meerschweinchen, Vögel, Ratten..... Alle hatten ihren Charakter und ich habe alle vermisst und viele Tränen vergossen, als sie gehen mussten, aber als mein Kater so plötzlich eingeschläfert werden musste, das war nochmal ne ganz andere Nummer.. Man verbringt viel mehr Zeit mit einem solchen Tier, es ist ja immer präsent, man muss es nicht immer aus dem Käfig/Auslauf nehmen, um ihm nah zu sein. Eine Katze lebt ein ganz eigenständiges Leben und hat ein total inniges Freundschaftsverhältnis zum Besitzer.... Es ist schon sehr menschenähnlich, darum fiel es mir ungleich schwerer, als ich mich von Harlekin trennen musste, als damals bei all den anderen Tieren....

Auf gewisse Art stimmt es, wenn man sagt, dass die Zeit die Wunden heilt.... aber die Wunden hinterlassen Narben, die einen immer wieder an die schönen Zeiten, leider aber auch an den Schmerz erinnern.....

Ich wünsche Dir viel Kraft, auch Deiner Schwester (die Vorstellung ist einfach gruselig).... Nimm jede Hilfe an,die Du kriegen kannst. Die Leute, die dich net ernst nehmen, tun mir leid.....

LG,
Jenny
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #12
Liebe Patty,

ich kann deine Trauer sehr verstehen, ich musste mein Liebstes am 27.07.2012 auch erlösen lassen. Der Zeitpunkt sie gehen zu lassen, ist niemals wirklich klar - man erfreut sich doch immer an kleinen Fortschritten, die eigentlich große Rückschritte sind, man will sie einfach nicht als solche erkennen. Ich habe eine geschlagene Stunde beim Tierarzt gesessen und meine Liebste vollgerotzt /-geheult und wäre dabei fast wahnsinnig geworden, obwohl wir vorher extra angerufen haben, um eine Wartezeit zu vermeiden. Die Angst aufgerufen zu werden war das Schlimmste. Ich habe mit ihr draußen auf einer Bank gesessen und sie im Sonnenschein gebürstet und dabei elend geheult. Eine Frau mit einem großen schwarzen Hund hat sich neben mich gesetzt und hat mich ein wenig abgelenkt - dafür habe ich ihr leider im Eifer des Gefechts gar nicht mehr danken können.

Ich habe zwar einen Garten, aber wohne zur Miete... für mich kam es niemals in Frage sie bei einem Umzug zurück zu lassen. Sie wurde bei meiner besten Freundin im Garten beerdigt.

Diese Zeilen zu schreiben fällt mir schon unsagbar schwer, ohne eine Rudi-Rentier-Glühnase zu bekommen. Aber ich muss zugeben, dass ich vor dem Einschläfern viel öfter geweint habe, weil ich einfach den Abbau des kleinen Körpers mitbekommen und permanent gezweifelt habe, ob der Zeitpunkt des Abschieds nicht schon längst hätte sein müssen, man will ja nicht aus purem Egoismus das Quälen anfangen, aber auch nicht mit einer *naja* relativ fitten Katze zum Tierarzt fahren, um sie einschläfern zu lassen. Ich zweifel ja manchmal immer noch, ob es nicht zu früh war... aber der Tierarzt hatte es mir noch mal bestätigt, dass es der passende Zeitpunkt ist.

Entschuldige bitte, dass ich soviel von mir erzähle, wollte deinen Thread nicht missbrauchen, aber vielleicht fühlst du in meinen Zeilen, dass ich ganz genau weiß, wie du dich gerade jetzt fühlst, weil wir kürzlich das selbe verloren haben - unser Liebstes.

Dass dein Umfeld nicht so trauert wie du, ist selbstverständlich. Man hat manchmal regelrecht das Gefühl, man geht den Leuten auf den Sack. Nein, Trauer ist kein Verbrechen und du musst dich dafür keinesfalls schämen, es ist deine Art und Weise des Abschieds und des Loslassens. Versuch dich nur nicht zu verbuddeln - dafür ist das Leben einfach zu schön.

LG
SEL
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #13
Oh ich kenn das ....ich wurde auch damals von einigen Leuten nur seltsam angeschaut, als mein Hund Lukas gestorben ist ( 12 Jahre alt geworden, umgefallen, gekrampft und auf den Weg zum Tierarzt den kampf verloren, mein Dad stand vor meiner Tür mit meinem Bruder nur mit ihren Beiden Hunden als ich fragte wo Lukas sei, schaute mein Dad weg und mein Bruder erzählte mir was passiert sei) für mich brach sofort eine Welt zusammen :( ja auch wenn es sich komisch anhört, aber er war mein bester Freund, hat mit mir viel mitgemacht, war mein Seelentröster und und und.
Selbst jetzt kommen mir noch die Tränen,
der Tot ist auch fast ein Jahr her.....ich weine immer noch oft wegen ihm.

Ja auch wenn ich jetzt meine drei Kater habe beschleicht auch mich ab und an der Gedanke, bald werden sie auch gehen :eek:(

Diesen Gedanken werd ich aber auch nicht mehr los...ist bei Menschen aber auch so seitdem mein Opa gestorben ist und dann der Papa von meiner besten Freundin ....ging alles schnell, das prägt einen!!!!

Meine Arbeitskollegin hat mich damals angeschaut und in den Arm genomm, sie hat selber eine 14 Jahre alte Hündin...und kann es nachvollziehen.

Meine anderen Arbeitskollegen haben mich angesehen und wussten nicht was sie sagen sollen, aber der Blick war Verständnislos....

Ja.....ich kann dich verstehen!!!!

was mir etwas gweholfen hat ist ein Fotobuch von Lukas zu erstellen. Habe mir viel Zeit gelassen und an die Zeit zurücl gedacht....hat mir schon gut geholfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #14
Hallo mir geht es grade auch sehr schlecht, vor 2 tagen hat unser kleiner denn Kampf verloren ich hatte hier auch mal über ihn berichtet der kleine wurde grade mal fast 5 Monaten....

Und jetzt haben wir Ihn befreit, aber ich kann es nicht fassen und nicht verstehen ich fühle mich leer und frage mich ob es richtig war, oder ob wir weiter kämpfen hätten aber dann frag ich mich wie weit sein körper es weiter mit machen würde, der kleine konnte sich nicht mehr auf seine Samtpfoten halten und sehen konnte er wohl auch nicht mehr.......


Aber wie soll ich verkraften???? Und habe ich das richtige gemacht?
 

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  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #15
Hey,

ich glaube, die Leute, die noch nie eine Katze hatten, wissen nicht, wieviel einem so ein Tier bedeuten kann und versuchen mit Ratschlägen "Es war doch nur ne Katze" zu trösten.. für die schon, für einen selber eben nicht.
Meine Katze musste vor 2 Monaten eingeschläfert werden, ich hatte sie 17 Jahre lang und sie war schon erwachsen (geschätzt 2 bis 3 Jahre alt) als wir sie gekriegt haben. Sie liegt jetzt im Garten meiner Eltern begraben. Und das ist schön, dass sie da liegt, weil da war sie immer und war fröhlich. Mir kommen auch jetzt noch die Tränen, wenn ich an sie denke, aber auf der anderen Seite, weiss ich, sie war so alt und wir haben alles versucht und irgendwann, auch im Sinne der Katze, muss man sie gehen lassen können und ihr dankbar für die schöne Zeit sein. Es ist natürlich hart für einen und man hat auf jeden Fall, das Recht traurig zu sein, egal was andere sagen, die Katze war ja ein Familienmitglied, zwar kein menschliches, aber trotzdem ein Mitglied der Familie. Nachdem ich 3 Tage immer mal wieder geheult habe, fiels mir dann wieder leichter, nicht immer daran zu denken und traurig zu sein. Ich wohne aber auch nicht mehr zuhause (da wo meine Katze bei meinen Eltern gewohnt hat) sondern ich studiere in einer anderen Stadt. Ich habe mir dann 1 Monat nach dem Tod meiner Katze eine neue Katze (meine erste in der Studienstadt) aus dem Tierheim geholt, ebenfalls eine alte Katze, wie meine Mussi. Und dann denke ich daran, dass ich jetzt einer anderen Katze etwas Gutes geben kann, und auch das ist schön. In dem Sinn kann man vielleicht seine Trauer produktiv nutzen, es gibt so viele Tiere in Tierheimen, denen man helfen kann, auch wenn man der verstorbenen Katze damit nicht mehr helfen kann, so tut man dennoch etwas für ihre Artgenossen und das ist sinnvoll und schön.
Lass dir auf jeden Fall von keinem einreden, es wäre kindisch und übertrieben, traurig zu sein, wenn deine Katze stirbt. Das ist normal, dass man traurig ist, und sogar menschlich. Mir hilft, um aus der Trauerphase rauszukommen, eben nur, nach vornezuschauen und auf die Vergangenheit dankbar zurückzublicken.
Hoffe dir geht es bald wieder besser!
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #16
Hallo mir geht es grade auch sehr schlecht, vor 2 tagen hat unser kleiner denn Kampf verloren ich hatte hier auch mal über ihn berichtet der kleine wurde grade mal fast 5 Monaten....

Und jetzt haben wir Ihn befreit, aber ich kann es nicht fassen und nicht verstehen ich fühle mich leer und frage mich ob es richtig war, oder ob wir weiter kämpfen hätten aber dann frag ich mich wie weit sein körper es weiter mit machen würde, der kleine konnte sich nicht mehr auf seine Samtpfoten halten und sehen konnte er wohl auch nicht mehr.......


Aber wie soll ich verkraften???? Und habe ich das richtige gemacht?

So ganz frisch ist es wirklich noch ein Schlag ins Gesicht. Man kann es einfach nicht fassen, aber bei jeder Gelegenheit, wo die Mieze immer präsent war, ist jetzt Stille. Das deprimiert schon sehr. Aber bitte bitte mach dir keinen Vorwurf, dass du falsch gehandelt haben könntest. Kein Tierarzt geht hin und lässt ein Tier einschläfern, wenn der Besitzer das so will. Kopf hoch... erinnere dich an die schönen Zeiten - mittlerweile muss ich immer grinsen, wenn ich an Lara denke, weil mir kleine lustige Stories oder gewohnte Verhaltensweisen einfallen - das erleichtert mir die Sache damit umzugehen ungemein.

LG
SEL
 
  • ich komm aus der depri Phase nicht mehr raus. Beitrag #17
Es tut mir sehr leid für dich. Ich habe auch schon einige Lieblinge verabschieden müssen. Bei meinem kleinen Bobby, den ich aus dem Tierschutz hatte dachte ich, ich würde mich nie mehr erholen. Er verstarb plötzlich an dem 2. Arbeitstag meiner neuen Arbeitsstelle. Ich mußte mich krankschreiben lassen. Alles erinnerte mich an ihn und die Vorwürfe frassen mich auf. Hätte ich noch etwas tun können usw. Nach einer Woche konnte ich meine "Heulkrämpfe" auf den Privatbereich beschränken aber sobald ich zuhause war fing ich an zu weinen und wenn ich ehrlich bin laufen sie in diesem Moment wieder. Sein Tod ist nun ziemlich genau 2 Jahre her und ich sage ihm noch jeden Abend Gute Nacht und streichel sein Foto. Mein Bekanntenkreis hielt mich teilweise auch schon für pathologisch aber das war mir egal. Bobby war mein Baby, mein ein und alles. Ich werde ihn immer vermissen und immer lieben. Was mir damals half war Bübchen. Er wurde einige Tage nach Bobbys Tod geboren und war als wir ihn adoptierten 9Wochen alt. Durch den Kleinen hatte ich einfach keine Zeit mehr zum nachdenken. Er ist auch kein Ersatz, denn er ist ganz anders und deshalb ist es auch eine ganz andere neue Liebe. Erst nachdem Bübchen bei uns einzog hörte ich auf mit dem Weinen. Ich denke trotzdem jeden einzelnen Tag an meinen Bobby und vermisse ihn aber ich kann heute auch mit einem Lächeln an ihn denken und hoffe einfach dass wir uns alle einmal wiedersehen und glücklich sein werden.
 
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