Wenn man die übliche Küchenhygiene beachtet, dann ist das alles ziemlich problemfrei. Zumal viele Erreger durch das Einfrieren auch abgetötet werden. Natürlich: Wenn das Hühnchen erst mal sieben Tage im Kühlschrank liegt...bähigitt.
Vielleicht sollte man sich auch mal andersrum überlegen: Sind die ganzen Freigänger-Katzen, die ständig Mäuse, Vögel und Fliegen usw. fressen, die garantiert nicht durch den Vet-Arzt vorab getestet wurden, totkrank? Nö. Streuner haben eher Giardien als Salmonellen.
Ich denke eigentlich eher umgekehrt: Gerade für unsere Wohnungs-Katzen ist es wichtig, dass der Darm und das Immunsystem beschäftigt werden. Im Prinzip ist Dosenfutter wie auch Trockenfutter ja nichts anderes als durch die Erhitzung besonders gut verdauliches und steriles Futter. Keimfrei - das Immunsystem wird nicht gefordert, bildet keine Antikörper. (Vielleicht kommen daher die vielen Futtermittelallergien??? So als Beschäftigungstherapie eines ziemlich gelangweilten Immunsystems, das nicht weiß, was es mit sich anfangen soll?) Und der Darm auch nicht, weil es ja praktisch vorverdaut ist, der wird träge, reagiert dann zunehmend mit Durchfall usw. auf Futterumstellungen usw.?
Deswegen finde ich es gerade gut, wenn die Nahrung meiner Katzen eben nicht komplett keimfrei ist. Soll sie gar nicht sein. Meine Tiere gehören einer Art an, die darauf ausgerichtet ist, mit diesen Erregern klarzukommen.