Hier mal meine Geschichte, wie ich wieder zu Katzen gekommen bin.
Ich bin von klein auf mit Katzen groß geworden. Als ich mit 19 meinen damaligen Freund kennenlernte hatte dieser 2 Katzen, die mit der Zeit auch zu meinen wurden. Ich habe mich schließlich auch um alles gekümmert. Irgendwann kam Nr. 3 dazu, weil die keiner mehr wollte. Nach 4 Jahren gab es Stress in der Gruppe und eine der 3 Damen zog zu meiner Oma.
Vor 2 Jahren habe ich mich getrennt von meinem Freund und musste die Katzen zurücklassen. Hätte ich gewollte, hätte ich meine Phoebe sicher mitnehmen können, war ja schließlich meine, aber ich wollte die beiden nach 7 Jahren nicht mehr trennen. Also hab ich zum Wohl der Tiere entschieden. Auch wenns schwer war

Für mich stand fest das ich nun keine Katzen mehr wollte.
2011 kurz vor Ostern kam meine Mutter dann und meinte, es laufe wohl ein Kater bei denen rum der nur maunzt etc. total zahm ist und ob ich den nicht haben will. 2 Tage später hatte ich gesagt, ich will. Der Kater war nicht mehr da. ER wurde ins Heim gebracht.
Wie sich später rausstellte gehörte die Katze wohl einem Drogensüchtigen Nachbarn, der sie aus dem 3. Stock geschmissen hatte!!!!
Ich fuhr ins Tierheim und wollte die Katze haben.
Geht nicht, muss erst 14 Tage in Quarantäne. Man könnte mich dann aber anrufen und ich könnte sie dann haben.
Ja.
2 STunden später kam der Anruf ob ich ihn wirklich haben will und er könnte ja auch bei mir in Quarantäne leben. Ich also hingefahren und ihn abgeholt. Ich hatte ihn bis dahin nicht gesehen und habe quasi die Katze im Sack gekauft. (Heute denke ich mir, hast du ein Glück das es keine "hässliche" Katze war.

)
Ich also mit meinem neuen Bewohner nach Hause gefahren. (Klo etc. hab ich mir bei meiner Mutter geliehen die ja selber Katzen hat.)
Zuhause angekommen war er direkt total zutraulich, maunzte viel, ist übers Futter HERGEFALLEN und war direkt heimisch.
ABER er maunzte die ganze Zeit. Ich bin wahnsinnig geworden. Ununterbrochen.
Dann ging er das erste Mal zum Klo! Pipi und meine Wohnung verwandelte sich in einen Pumakäfig!! Klar, er war noch nicht kastriert, der Termin war erst für Donnerstags angesetzt und wir hatten grad Sonntag!!!!!
Der Abend kam, die Nacht und die Katze maunzte weiter. Ich bin wahnsinnig geworden. Ich habe ihn dann eingesperrt, da hat er randaliert. Ich ihn also wieder rausgelassen.
IRgendwann kam er ins Bett und hat geschlafen. Ich war so froh darüber, dass ich nachts nicht aufstehen wollte fürs Klo, weil ich Angst hatte er macht dann weiter.
Aber das hat er dann am Morgen. Augen auf und schreien!!!!!
Ich war am Ende. Meine Mutter angerufen und gefragt ob sie nicht den Tierarzt anrufen kann fü rnen Rat. Ich dürfte nächsten Tag schon zur Kastration kommen. Weil ich aber so am Ende war und schon hätte heulen können weil meine Nerven blank lagen haben sie den Kater noch am gleichen Tag kastriert. (Wenigstens 3 STunden Ruhe vor dem Geschreie!!!!)

Als ich den Kater dann abhole roch die ganze PRaxis wie ein Pumakäfig (klar, er war ja auch schon fast 2 Jahre alt und unkastriert) und man sagte mir was für eine tolle Katze ich doch hätte. Er hätte erst Ruhe gegeben als man ihn durch die PRaxis getragen hat.
Zuhause angekommen ging das Schreien weiter!!!! Um nicht die Nerven zu verlieren habe ich ihn stundenweise in mein "Büro" eingesperrt. Ich dachte mir, 13qm sind besser als 1qm Tierheimkäfig wo er eigentlich gewesen wäre!! Ich konnte einfach nicht mehr.
Nach einer Woche war das Schreien vorbei und wir wurden Freunde.
EInfach eine tolle Katze. Bringt Bällchen, schläft im Bett, lässt sich stundenlang den Bauch kraulen etc.
Aber er wurde "agressiv", hat mich angefallen, die HÄnde zerkratzt, gebissen etc. Alles das wenn er seine dollen Fünf Minuten hatte. Er hat Füße angefallen im Bett etc. Ist mir ins Gesicht gesprungen und und und. und ich dachte mehr als ein mal den Grund zu kennen warum der Typ vor mir ihn aus dem Fenster geschmissen hat.
Ich hatte teilweise richtig Angst vor der Katze, wenn er mit seinem Irren Blick ankam und ich wusste was gleich passiert.
Außerdem hatte ich Mitleid weil ich ja voll arbeiten gehe. Ich hätte mir in den ARsch beißen können ihn zu nehmen und habe es viele Male bereut (hoffe es nimmt mir hier keiner Übel) und beschloss im Herbst letzten Jahres eine gleichaltrige Katze zu suchen. Gesucht, gefunden, gefreut weil es kein Gefauche gab etc. Aber er war ihr zu heftig und so ist es immer schlimmer geworden wie er sie gejagt hat, sie hat regelrecht geschrien und vor Angst gepinkelt. Sie musste also wieder gehen

und ich war noch mehr am Ende wie ich mir und vor allem den Katzen sowas antun könnte. Aber wie man es macht macht man es halt verkehrt. Nach 2 Monaten hab ich sie also zu meiner Mama gegeben wo sie heute mit 3 weiteren Katzen glücklich ist.
Aber mein Problem mit Murphy hielt an. Auch meinen neuen Freund hat er angefallen und wir hatten nun beide Angst vor der Katze.
Dann beschloss ich, Murphy ein Zuhause zu suchen wo er evtl. Freigang haben kann weil der
Tierarzt meinte, das wäre das Beste für ihn. ABer ich wollte doch nicht schon wieder eine Katze hergeben müssen.
Im Mai diesen Jahres beschloss ich dann einen allerletzten Versuch zu starten mit einem Kitten. Ich durchforstete die Zeitungen, musste mehr als einmal die HÄnde über dem Kopf zusammen schlagen was es alles gibt und habe schließlich eine Dame gefunden die nur 1 Kitten anbot. Für eine Freundin. Ich rief an, Kitten aber shcon weg. 2 Wochen später kam der Rückruf. Der Besitzer wäre abgesprungen weil er 4 Wochen warten sollte und so könnte ich den kleinen haben. Er war da 10 Wochen alt. DIe Mutter war wohl schon früh gestorben und sie wollte, das die beiden Geschwister zumindest noch bis 10 Wochen zusammen sind. Ich fuhr also hin und holte ihn ab. Kosten sollte er NIX!!! Ich brachte ihr trotzdem Futter für ihre Katze mit. Ich kam mit dem Zwerg nach Hause und Murphy hatte Angst! Ich ahb mich total gefreut über das "normale" Verhalten weil es beim letzten Mal ja nicht so war und dann schief ging.
Die beiden gingen sich aus dem Weg, aber ich habe sie im selben Raum gefüttert.
Nach 3 Tagen schlief Murphy in seinem Korb und Sid bei mir. Ich wollte ein bisschen vermitteln bei den beiden weil man merkte, gegenseitiges Interesse war schon vorhanden. Ich legte Sid zu Murphy in den Korb und siehe da, das Eis war gebrochen. Erst wurde geputzt, dann geneckt. Sie lagen fortan öfter zusammen im Korb und man sah sie öfter dabei wie sie sich kabbelten. Zwar musste der kleine aufgrund der Kraft von Murphy immer "leiden" und unten liegen, aber sobald er von ihm abließ ging der Kleine von neuem auf ihn los. Kann also nicht so schlimm gewesen sein.

Nun ist Sid fast 6 Monate alt und kräftiger als am Anfang und nun kommt es vor das auch Murphy sich mal beschwert.
Aber ich bin echt froh das ich diesen Schritt gegangen bin. Ich habe zwar jetzt viel mehr Dreck als vorher zuhause, Sid knabbert Kabel an und druch, geht an die Wände etc. aber Murphy ist eine ganz andere Katze. Keine Attacken mehr oder sonstiges. er kommt jetzt nur noch gelegentlich zum Schmusen und das wars. Könnte zwar ein bisschen mehr sein,aber ich will mich mal nicht beschweren!
ich bin auf jeden Fall für meine Geduld und Mühe belohnt worden und kann jetzt 2 Katzen ein schönes Leben bis zum Schluss gestalten, denn hergeben werde ich meine beiden Rabauken sicher nicht mehr.
(Ist ein bisschen lang geworden, aber wir haben ja auch viel erlebt die letzten 18 Monate )