Die Frage ist auch, was jeder einzelne als "nützlichen
Gentest" interpretiert. Für mich ist die von Dr. Meurs gefunden A31P-
Mutation (der
Gentest über den üblicherweise gesprochen wird), nützlich und aussagekräftig. Mir war aber auch von Anfang an klar, das der
Gentest nur ein Bruchstück ist, und niemals den Schall ersetzen kann.
Wenn man nun "nützlich" so interpretiert, das mit dem
Gentest eine
HCM mit 100%iger Sicherheit ausgeschlossen werden kann, das ist er nicht nützlich, da stimme ich zu.
Leider habe ich oft das Gefühl, das viele die
HCM Vorsorge für eine "entweder/oder" Entscheidung halten. Wieso Schall ODER
Gentest, wenn man eh jährlich schallt, kommt es doch auch nicht mehr darauf an, einmal im Vorfeld den
Gentest zu machen, und den auch mit in die Zuchtentscheidung einzubeziehen.
Wie Borealis in Zusammenhang mit den von ihr geposteten Studien schon erwähnt hat, und ich auch auf meiner HP etwas dazu geschrieben habe (
http://yankeecats.de/hcm-gentest.htm), zeigen die meisten Studien einen Zusammenhang zwischen Gen und
HCM!
Die Müchner Studie, auf der die ganzen Aussagen beruhen, der
Gentest habe keinen Nutzen, war aus dem Jahr 2008, neuere Studien aus den Jahren 2010 und 2011 zeigen deutlich das Gegenteil. Gesprochen wurde auf dem Expertentag von einem Beteiligten der Münchener Studie. Diese Studie hatte von Anfang an das Ziel den
Gentest zu widerlegen, die Zahlen der beteiligten Katzen sind aber viel zu gering um eine definitive Aussage zu treffen, worauf in der Studie von 2011 sogar hingewiesen wird.
Die Verbindung zwischen Gen und
HCM wird am stärksten bei homozygoten Katzen deutlich, davon gab es in der Münchner Studie nur 3 Katzen! Abgesehen davon das bei 3 Katzen einfach keine Aussage zu treffen ist, war sogar selbst dort der prozentuale Anteil
HCM kranker Katzen höher als in den anderen Gruppen, nämlich 33%, im Gegensatz zu 13% bei den Gen negativen.
Leider ist es so, das schon seit erscheinen der Münchner Studie 2008, die Züchter zu gerne den Aussagen dort glauben möchten. Komischerweise haben oft die Züchter den Auszug aus der Studie auf ihrer Homepage (der sagt der
Gentest sei nutzlos, schallen wäre der Goldstandard), die gar nicht schallen, und nun dank Studie noch nichtmal mehr den
Gentest machen.
So, ich glaube jetzt habe ich mich genug ereifert, gehört ja im Grunde auch nicht in diesen Thread, aber ist ein Thema das mir persönlich wichtig ist wie man auch an dem Artikel auf meiner HP sehen kann ;-) Was natürlich nichts daran ändert, das regelmäßiges schallen bis ins hohe Alter definitiv noch wichtiger ist!
Es gab Studien, bzw. der
Gentest wurde ja anhand der Katzenpopulation von Dr. Kittleson, der den
Erbgang zu
HCM erforscht hat, bestätigt. Es gab auch eine (bei uns mitternächtliche) Onlinesitzung, in der Dr. Meurs selber den
Gentest vorgestellt und Interessierten alle Fragen beantwortet hat.
Schau Dir die Studien an, die beweisen ALLE, das homozygote Katzen deutlich häufiger
HCM haben!
Eben nicht. Das n/n Katzen trotzdem
HCM kriegen können, war von Anfang an klar. Es gab nie einen Zweifel daran, das die gefundene
Genmutation nicht die einzige ist, und negative Katzen natürlich durch andere Genmutationen trotzdem
HCM kriegen können.
Solange Du nicht mit rein neuen Foundationlinien züchtest, sind alle Katzen mit denen aus der Kolonie verwandt ;-) Die Katzen aus der Kolonie kamen nämlich aus einer großen bekannten Zucht, deren Linie wir wohl fast alle irgendwo im Stammbaum haben, und wenn nicht direkt, dann zumindest indirekt über die Top5 und Clone, die genauso die Vorfahren der Koloniekatzen waren als die von allen anderen Maine Coons (reine neue Foundationlinien ausgenommen).