Emilios Welt

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eliza1

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Emilios Welt

Meine Welt ist groß und sehr lebendig.

So lebendig, dass ich ganz aufgeregt bin. Wenn man, wie ich, lange Zeit auf die Jagt verzichten muss, ist die ganz anders entwickelt. Jedes Geräusch wird zum Abenteuer, bewegt sich das Abenteuer, ist es noch mal so spannend.

Der Garten ist mein Revier. Die fliegenden Snacks sind mein angestrebtes Ziel, aber die sind ja so raffiniert. Verstecken sich einfach da, wo ich ganz und gar nicht herankommen kann. Ganz gemein ist das Zwitschern und Piepen, ich ahne, wo sie sind und weiß genau, dass meine Freunde und ich gar keine Chance haben. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke…….sie sehen nett aus, so frisch und lecker.

Manno, träumen darf man doch wohl. Psssst, nicht verraten, Frauchen sieht das natürlich ganz anders. Immer, wenn ich den Fliegern nachschaue, erzählt sie mir, dass es verboten ist, Vögel zu fangen. Meine Dosi ist eine echte Spaßbremse.

Letzte Woche habe ich mich ganz schön blamiert. Eine Maus hat über mich gelacht. Nicht hinter vorgehaltener Pfote, nein, so aus dem Bauch heraus und ganz laut, so, dass es auch jeder hören kann.

Angefangen hat es mit einem Rascheln, gegenüber von meinem Kissen. Das waren nicht die Blätter, sondern unregelmäßig, als würde mein Bruder Max seinen Pups vergraben. Natürlich habe ich sofort die Ohren gespitzt, denn Max war gar nicht in der Nähe. Das hörte sich nach einer fetten Maus an. Ganz leise setzte ich mich auf meine Pfoten und beugte meinen Oberkörper nach vorne. Ganz leise setzte ich ein Bein vor das Andere und versuchte, mich unsichtbar zu machen. Meinen Speichel, der sich in meinem Mäulchen sammelte hielt ich zurück. Das Schlucken ersparte ich mir, weil das laute Geräusche verursacht.
Das ist wie bei Euch, ihr seht was ganz Leckeres und müsst schlucken, nur euer Essen läuft nicht davon. Na, ja. Das mit dem unsichtbar sein hat nicht ganz funktioniert. Der Leckerbissen hat das gar nicht gemerkt. Meine Muskeln waren ganz straff, wie der Pfeil in einer Sehne. Es raschelt noch einmal. Da war sie, sie riecht ja so gut und mein Denken setzt aus. Jetzt hilft nur noch der Instinkt, ich will jagen, ich will die Beute------. Jetzt, jetzt springen. ---Meine Pfoten greifen nach der Beute, meine Reißzähne sind der Beute ganz nah.
Häh? Reißzähne?
Welche Reißzähne? Wie blöde, es gibt ja gar keine Reißzähne mehr in meinem Leben. Seit dem Unfall bin ich quasi zahnlos. Wie doof ist das denn? Mein Kopf diktiert mir reinbeißen. Das Erlebnis ist ein anderes. Versucht habe ich es, das Ergebnis ist, eine nasse Maus, die sich sofort hinter ein Brett flüchtet. Ohh, ist das frustrierend. Nicht nur, dass ich keine Beute mehr fangen kann, dieses kleine Fellknäuel hat das sofort gemerkt und hinter dem Brett laut gelacht. Die erzählt das bestimmt weiter.

Ein Chor lachender Mäuse, das hat mir noch gefehlt.
Die sollen sich nur ja vorsehen, ich petze bei meinen Brüdern. So…..
Und jetzt laufe ich in meine Höhle und jammere…….wenigstens ein Leckerchen ist mir sicher.
 
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  • Emilios Welt Beitrag #2
Ich hab mir mal die Arbeit gemacht:
Emilios Welt
Meine Welt ist groß und sehr lebendig.
So lebendig, dass ich ganz aufgeregt bin. Wenn man, wie ich, lange Zeit auf die Jagt verzichten muss, ist die ganz anders entwickelt. Jedes Geräusch wird zum Abenteuer, bewegt sich das Abenteuer, ist es noch mal so spannend

Der Garten ist mein Revier. Die fliegenden Snacks sind mein angestrebtes Ziel, aber die sind ja so raffiniert. Verstecken sich einfach da, wo ich ganz und gar nicht herankommen kann. Ganz gemein ist das Zwitschern und Piepen, ich ahne, wo sie sind und weiß genau, dass meine Freunde und ich gar keine Chance haben. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke…….sie sehen nett aus, so frisch und lecker

Manno, träumen darf man doch wohl. Psssst, nicht verraten, Frauchen sieht das natürlich ganz anders. Immer, wenn ich den Fliegern nachschaue, erzählt sie mir, dass es verboten ist, Vögel zu fangen. Meine Dosi ist eine echte Spaßbremse

Letzte Woche habe ich mich ganz schön blamiert. Eine Maus hat über mich gelacht. Nicht hinter vorgehaltener Pfote, nein, so aus dem Bauch heraus und ganz laut, so, dass es auch jeder hören kann.

Angefangen hat es mit einem Rascheln, gegenüber von meinem Kissen. Das waren nicht die Blätter, sondern unregelmäßig, als würde mein Bruder Max seinen Pups vergraben. Natürlich habe ich sofort die Ohren gespitzt, denn Max war gar nicht in der Nähe. Das hörte sich nach einer fetten Maus an. Ganz leise setzte ich mich auf meine Pfoten und beugte meinen Oberkörper nach vorne. Ganz leise setzte ich ein Bein vor das Andere und versuchte, mich unsichtbar zu machen. Meinen Speichel, der sich in meinem Mäulchen sammelte hielt ich zurück. Das Schlucken ersparte ich mir, weil das laute Geräusche verursacht.

Das ist wie bei Euch, ihr seht was ganz Leckeres und müsst schlucken, nur euer Essen läuft nicht davon. Na, ja. Das mit dem unsichtbar sein hat nicht ganz funktioniert. Der Leckerbissen hat das gar nicht gemerkt. Meine Muskeln waren ganz straff, wie der Pfeil in einer Sehne. Es raschelt noch einmal. Da war sie, sie riecht ja so gut und mein Denken setzt aus. Jetzt hilft nur noch der Instinkt, ich will jagen, ich will die Beute------. Jetzt, jetzt springen. ---Meine Pfoten greifen nach der Beute, meine Reißzähne sind der Beute ganz nah.

Häh? Reißzähne?
Welche Reißzähne? Wie blöde, es gibt ja gar keine Reißzähne mehr in meinem Leben. Seit dem Unfall bin ich quasi zahnlos. Wie doof ist das denn? Mein Kopf diktiert mir reinbeißen. Das Erlebnis ist ein anderes. Versucht habe ich es, das Ergebnis ist, eine nasse Maus, die sich sofort hinter ein Brett flüchtet. Ohh, ist das frustrierend. Nicht nur, dass ich keine Beute mehr fangen kann, dieses kleine Fellknäuel hat das sofort gemerkt und hinter dem Brett laut gelacht. Die erzählt das bestimmt weiter

Ein Chor lachender Mäuse, das hat mir noch gefehlt.
Die sollen sich nur ja vorsehen, ich petze bei meinen Brüdern. So…..
Und jetzt laufe ich in meine Höhle und jammere…….wenigstens ein Leckerchen ist mir sicher.
 
  • Emilios Welt Beitrag #3
  • Emilios Welt Beitrag #4
Armer Emilio ... wie gemein ist das denn.
Ich hoffe Deine Dosi hat Dir ein gaaaaanz großes Leckerli gegeben.

Und was die Sache mit den Zähnen angeht, mein alter Rasputin hat auch ganz ohne noch Vögle erlegt ... vlt. klappt das bei Dir ja auch noch (aber nicht der "Spaßbremse" verraten :mrgreen:)


Danke Nanilein für's Text-Bearbeiten; so war es doch leichter zu lesen. :)
 
  • Emilios Welt Beitrag #5
Hey Emilio - die Mäuse haben sicher nicht über dich gelacht. Die haben sich einfach gefreut, noch weiter durch den Garten flizen zu können. ;-)
 
  • Emilios Welt Beitrag #6
Hrrrrauuuuu, oh entschuldige, ich habe ganz vergessen, dass Du nicht kätzisch sprichst.

Ich bin es Emilio. Mein Kopf hat sich wieder einmal selbstständig gemacht. Bist Du neugierig?

Okay, dann lege ich mal los.

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an meine missliche Lage, obwohl ich fast hoffen möchte, dass Du diese schrecklichen Bilder, mit den weißen Dingern an meinem Po vergessen hast. Als stolzer Kater erinnere ich mich nicht gerne an diese demütigende Situation. Aber was soll man machen, meinem Frauchen zuliebe hätte ich wahrscheinlich auch noch ganz andere Dinge akzeptiert. Liebe, was ist Liebe? Ungewöhnliche Wege zu gehen und Windeln zu tragen? Ja, dann liebe ich meine Zweibeiner wohl sehr. Oder meine Zweibeiner mich?

Das ist wohl nicht so selbstverständlich bei Euch Menschen. Als mir nach meinem Unfall mein Kopf so weh tat und ich meine Beine nicht bewegen konnte, hörte ich in diesem großen Raum, in dem so viele Vier- und Zweibeiner saßen, einem Menschen zu, der sehr böse klang.

Warum sagt der so blöde Sachen? „Katzen sind keine Schoßhündchen, die lassen sich keine Windeln anlegen, das ist alles Quälerei, die sollte man sofort einschläfern“! „ Dafür hätte ich keine Zeit und was das kostet“.

Dieses Wort hatte ich doch schon einmal gehört! Damals sofort nach meinem Unfall. Mittlerweile weiß ich auch, dass das nichts mit schlafen zu tun hat. Von meinen Freunden habe ich gehört, dass der Begriff für das Traumland ist. Traumland bedeutet für uns, dass wir uns schlafen legen, während unser Mensch uns mit liebevollen Worten auf dem letzten Weg begleitet. Ich habe auch gehört, dass wir dann zu Sternen werden, deshalb sind auch so viele Punkte am Himmel, wenn es dunkel wird. Es ist für uns vergleichbar mit einer Brücke, die in einem hellen Licht endet. Das Licht soll ganz warm und freundlich sein und wer funkelt nicht gerne. Doch manchmal ist es zu früh, um diesen Weg zu gehen.

Weil ich die menschliche Sprache schon ganz schön kompliziert finde, kann ich sie nicht sprechen und bin auf meine Familie angewiesen, die für mich die richtige Entscheidung trifft.

Sicher kann ich Euch zustimmen. Es ist nicht schön, so eingezwängt zu werden, aber allemal besser, als so komisch zu riechen. Ein paar Tage geht das vielleicht. Dann fängt die Haut an zu jucken und richtig waschen kann man sich auch nicht, daher war das für mich völlig in Ordnung, dieses hässliche, weiße Ding zu tragen.

Pah, denen habe ich es gezeigt. Selbst mit Windeln, so nennt Ihr diese weißen Dinger wohl, bin ich ein stolzer Kater. Äußerlichkeiten zählen doch überhaupt nicht, es reicht doch wohl, dass ich ein so lieber Kerl bin, der Alle um die Finger wickelt. Außerdem habe ich ja nach ein paar Wochen wohl gezeigt, was in mir steckt und mein Rudel hat mich so akzeptiert, wie ich bin. Mein Frauchen hat manchmal Kapitän Hoock in Windeln zu mir gesagt.

Wie hat die das wohl gemeint?


Nach ein paar Tagen habe ich es sogar geschafft, vor dem Waschen, mein Geschäft in dem Becken zu verrichten. Nur vergraben konnte ich das nicht. Zu gerne hätte ich gescharrt, in meinem Kopf war das Signal ja auch da, nur die doofen Pfoten haben das nicht verstanden, die sind aber auch ganz schwer von Begriff.

Jetzt darf ich das ja verraten, mein großes Geschäft hat manchmal ganz schön gemuffelt. Ich habe einfach dezent zur Seite geschaut, denn, was ich nicht sehe, das sehen Andere auch nicht und können es demnach auch nicht riechen


Völlig genervt war ich von dem Sport. Jeden Tag das Gleiche. Klopfen, ziehen, drücken und strecken. Total schön fand ich die warme Luft und den Körperkontakt. Körperkontakt ist für mich ohnehin ganz wichtig.

Als ich in meinem Wohnzimmerbett lag, bin ich nachts einmal zu meinem Menschen gerobbt. Sie hat natürlich gedacht, dass ich nicht alleine schlafen kann. So ein Unsinn, mein Frauchen hat so komische Geräusche gemacht, die sich teilweise wie lautes Schnurren und beinahe ersticken angehört hat. Wer soll denn bei einem solchen Lärm schlafen? Da habe ich mich halt auf den Weg gemacht und sie geweckt…….

Ist wecken eigentlich so wichtig, dass man das jedem erzählen muss? Offensichtlich, denn danach wurde ich in den Tunnel gelegt und die Menschen in grün und blau haben sich so richtig gefreut. So einfach geht das, ich bewege mich ein wenig und werde mit Leckerlis und Freundlichkeit belohnt. Das finde ich ganz großartig und daher habe ich beschlossen, mich ganz viel zu bewegen. Als ich das erste Mal in den Garten gehen wollte, hat meine Familie mich sofort zurück in die Höhle geholt. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ich bin doch kein Welpe mehr und kenne mich ja auch aus. Draußen sind meine Freunde und warten auf mich. Bis mein Frauchen verstanden hat, das sie mir vertrauen kann, hat es eine ganze Weile gedauert.


Wisst Ihr, was mir damals am meisten Angst gemacht hat? Die Einsamkeit, während ich im Dunkeln vor lauter Schmerzen geschrien habe. Ich möchte nie wieder einsam sein. Deshalb bleibe ich immer in Rufweite von der Höhle der Zweibeiner, da bin ich sicher. Das hat Frauchen nach einer Zeit auch verstanden und mir meine Freiheit gelassen. Jetzt spiele ich mit meinem Rudel und beobachte aus meinem Schlupfwinkel alles, was sich bewegt. Unter dem Nussbaum habe ich mir ein schönes Nest gebaut. Das grüne, weiche Ding, das ich unter das Grün geschleppt habe, wird keiner vermissen. Bin ich nicht klug?

Manchmal ist das Versteck sinnlos, weil Fox und Max mich verraten. So ist das in einem Rudel. Für heute soll das reichen, ich muss ganz schnell raus. Ihr wisst, körperliche Bedürfnisse…..

Ich muß Euch was erzählen!

Da liege ich im Wohnzimmer auf meinem Lieblingskissen und träume gerade von Lecker-häppchen, als ich von draussen ein Gejammere höre. Zuerst wollte ich mich ja nicht stören lassen, Ihr wisst doch, Schlaf ist in meinem Alter ganz wichtig und der Traum, der Traum war halt lecker.


Aber das Gejammere wurde immer lauter und kam wohl aus meinem Garten. Ich dachte mir Gejammere und Garten? Das kann nur Püppy sein. Ihr solltet wissen, Püppy ist besonders, ......hmmm..... oder anders,......hmmm, ach, auf jeden Fall nicht so wie wir.

Die jammert immer, nur nicht so wie jetzt. Irgendetwas ist da los und ich muß ganz dringend wissen, was.

Ich lumple-----Wie das kennt ihr nicht? Das ist meine Art zu gehen, vorne laufe und hinten humple ich, ergo lumplen----zur Katzenklappe.
Vorsichtig schiebe ich meinen dicken Kopf hindurch, damit ich Püppy nicht durch ein Geräusch in ihren wirren Gedanken störe, schaue kurz nach links, dann nach rechts und sehe nichts. Ich sag ja, Püppy ist besonders.

Da ich jetzt schon mal draussen bin, kann ich auch zu ihr gehen und sie beruhigen, wer weiß, was ihr gerade so im Kopf herumschwirrt, nicht dass sie noch doofe Sachen macht und sich den Kopf stößt.



Da jammert sie schon wieder, nur die Tonlage ist anders. Diese Tonlage kenne ich doch! Hoch und schrill, das ist der Eindringlingsalarm. Sofort hin und was sehe ich? Den fetten schwarz-weißen Kater von nebenan. Die Kuh (so nennt unser Rudel den) hat wohl gedacht, dass ich nach meinem Unfall nicht mehr in der Lage bin, meiner Familie zu helfen. Na, warte.
Ich mache mich ganz groß, mein frisch geputztes Fell läßt sich ganz besonders gut aufstellen und lumple auf ihn zu. Der Garten ist nicht groß genug für uns beide, er wird schon sehen, was er davon hat. Püppy sieht mich und hört, mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht, mit dem Jammern auf.

Kuh stiert mich an! Ob der meint, ich würde mich durch anstieren vertreiben lassen? Phh, ich doch nicht. Mein Garten, meine Familie, meine Regeln. Ich gehe noch näher, halt, nicht das grimmige Gesicht vergessen. Das macht immer Eindruck. Also Kinn nach vorne, Augen zu Schlitzen, Ohren zurück.

Was macht der denn jetzt? Grinst der etwa? Ich schaue mich um, ob vielleicht Püppy noch hinter mir ist. Nein, sie hat sich zurück gezogen. Der meint echt mich und mein lumplen. Oder mich und meine fehlenden Zähne?

Paß ja auf, so nicht! Ich setze mich auf meine Hinterbeine und ihr wisst was kommt. ------Kuh springt mit einem hohlen Fauch auf mich zu, denn er meint, er hat die Oberhand. Ich richte meinen muskulösen Oberkörper auf und fahre meine messerscharfen Krallen aus. Mit einem Hieb treffen sie das Gesicht von Kuh. Noch aus dem Sprung wendet sich Kuh in eine andere Richtung und ich sehe Blut tropfen. Nein, nicht so schlimm, wie ihr jetzt denkt.
Ich bin ja noch Kater von der alten Schule, nein, ich habe nicht auf die Augen gezielt, sondern auf die Nase. Der kleine Kratzer verheilt, aber das ist der Preis, wenn man sich an schwächeren Familienmitgliedern vergreifen will. Ich sagte es ja bereits, mein Garten, meine Regeln und meine Familie und das Grinsen hätte er sich auch verkneifen können.


Komm Püppy, jetzt aber rein.
 
  • Emilios Welt Beitrag #7
Ohhh Emilio!
Schön von dir zu hören und noch schöner ist es, dass es dir gut geht!
Hast du fein gemacht, die Kuh wird so schnell nicht wieder kommen!
 
  • Emilios Welt Beitrag #8
Meine Dosine ist mir ja Eine!

Da komme ich in die Küche und höre etwas rascheln. Sofort wird mein Mäulchen vom Speichel geflutet, weil rascheln bedeutet so oder so Futter. Entweder lecker lebendig, oder lecker aus dem Metallding, rascheln ist immer gut.

Erwartungsvoll schaue ich in meine Näpfe--------kein Futter-------.Das kann doch nicht sein, es hat doch geraschelt. Genauso erwartungsvoll schaue ich jetzt meine Dosine an, die mich gar nicht beachtet. Dem kann man abhelfen, erst schlängele ich mit meinem Körper um ihre Beine. Sie reagiert nicht. Na, warte, das kann ich auch anders. Mit meinem vollen Gewicht lasse ich mich auf ihre Füße fallen. Ha……da kannst Du schauen, wie Du mich jetzt wieder los wirst, jetzt noch ein halb verhungertes Gesicht aufsetzen und jämmerlich mauzen, das klappt immer. Frauchen schaut mich an und lächelt.

„Na Du Held, was möchtest Du denn schon wieder“?

Als ob sie das nicht wüsste…….HUNGER…….!

Mein Mensch lacht, ich fasse das nicht. Dann kommt eine Hand herunter und streichelt mir über den Kopf.

„Du kleiner Nimmersatt, das ist nichts zu futtern, das ist ein kleiner Karton, damit kannst Du gar nichts anfangen“.
Ach Quatsch, wenn es schon nichts essbares ist, möchte ich zumindest sehen, was ich damit anfangen kann. Her damit.
Frauchen stellt mir den Karton auf den Boden und tatsächlich ist da das Rascheln drin. Das höre ich bestimmt wieder, wenn ich mich darauf lege. Eine Pfote rein……hört sich schon gut an…..zweite Pfote, ach wie blöde, warum muss der Karton nur so klein sein. Doch nicht mit mir, Ihr glaubt gar nicht wie klein ich meinen 7kg schweren Körper machen kann. Ein wenig quetschen hier, ein wenig quetschen dort. Vier Pfoten sind schon drin. Jetzt noch meinen Pöppes.

Ich lasse mich auf selbigen nieder und drücke ihn ganz nach hinten, wozu sonst wären wohl die vielen Muskeln im Brustkorb und in den Vorderläufen gut, damit kann man sich prima abdrücken. Der Karton gibt in Form der Beule meins Pöppes nach, jetzt kann ich mich auch hinlegen.

Schau mal, ich bin ein richtiger Zauberkünstler!
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Euer Emilio
 
  • Emilios Welt Beitrag #9
Da bin ich wieder, der Emilio.




Ich liege hier auf Papas Couchplatz und langweile mich. Eigentlich darf ich das gar nicht, nein nicht das Langweilen, sondern das auf dem Couchplatz liegen. Was er nicht weiß….und ich habe den ganzen Platz für mich oh, ja. Natürlich könnte ich auf die die Seite gehen, die mir erlaubt ist, aber das macht nur halb so viel Spaß. Wir Katzen haben einen ganz eigenen Kopf. Apropos eigener Kopf, so langsam könnten die Dosis auch einmal ihren Pflichten nachkommen. Es dämmert schon und mein Bauch grummelt ganz gewaltig. Zu lange schlafen ist auch für die Zweibeiner sehr ungesund, dagegen muss ich dringend etwas unternehmen. Runter von der Couch, ab durchs Wohnzimmer, in den Flur und hopp, hopp, hopp die Treppe hoch jetzt muss ich ganz leise sein. Die Klappe zur Schlafhöhle ist ein Spalt offen, das haben sie nur für mich gemacht und da passe ich prima durch. Kurz anhalten, um zu horchen, wie feste sie schlafen.

Ja, echt, das kann man hören. Die Zweibeiner sind dann wie mein Rudelkumpel Iwan, sie schnurren ganz laut und holprig. Ich schleiche mich näher an das Nest und stelle ganz vorsichtig meine Pfoten auf den Rand und ziehe mich hoch. Frauchen schnurrt immer noch und zuckt mit den Pfoten, sie jagt bestimmt, das kann ich verstehen, ich träume auch manchmal von den Leckerbissen. Ja, Leckerbissen, das erinnert mich an meinen Bauch, der jetzt noch lauter grummelt.

Der Zweibeiner schnurrt noch immer, wie unaufmerksam. Da hilft nur eines, ich lasse mich mit meinem Körper neben sie plumpsen und kuschele mich an. Und…..und….ppphhhh, noch immer nichts. Dann fällt mir etwas ein, wozu habe ich Pfoten? Ein bisschen treteln hat noch keinem geschadet. So habe ich das früher auch immer gemacht, wenn ich Hunger hatte. Die Pfoten an den Bauch, ein wenig getretelt und schon kam die leckere Milch. Halt, Dosi brummt…….und fängt schon wieder an, zu schnurren. Ihr Menschen seid aber auch schwierig.

Okay, sie will es ja nicht anders. Ich robbe langsam Richtung Kopf, kurz anhalten und schauen, ob ich an der richtigen Stelle bin. Frauchen hat sich zwar unter der Decke versteckt aber die Nase schaut noch raus. Meine Nase an ihre Nase und dann kurz schubbern. Was ist denn jetzt? Sie dreht sich einfach vor mir weg. So nicht, ich bin ja eine schlaue Katze, gehe einfach um sie rum.

Oh guck mal, die Pfoten bewegen sich. Schön, der Zweibeiner möchte mit mir fangen spielen, juhu und schnapp, schon habe ich eine Kralle gefangen, bin ich nicht gut?

Oh, schade, jetzt versteckt sie ihre Krallen unter der Decke, da komme ich doch gar nicht ran, wie doof ist das denn? Jetzt muss ich aber ein ernstes Wort mit ihr reden, sie kann doch nicht erst zum spielen auffordern und dann einfach so tun, als wäre nichts gewesen. Nein, so geht das nicht. Meine Kopf folgt den Fingern und wo lande ich, an ihrer Nase. Da sie bewegt sich und ich glaube, sie hat mir etwas gesagt. Trippel, bestimmt freut sie sich, dass ich sie so lieb habe. Sie hebt die Decke an und zeigt mir ihren Bauch. Das heißt bei uns Katzen Kuschelalarm, da vergesse ich sogar mein Bauchgrummeln. Ab unter die Decke, das war alles so anstrengend. Frauchen hat Glück, dass ich so müde bin.

Morgen erzähle ich Euch mehr

Euer Emilio
 
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