Mein schlechtes Gewissen

Diskutiere Mein schlechtes Gewissen im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Da es offenbar so viele Meinungen zur Katzenhaltung gibt, wie es Katzen gibt - und in der Hoffnung, dass ein solcher Thread nicht schon existiert...
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #1
Lerche

Lerche

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Da es offenbar so viele Meinungen zur Katzenhaltung gibt, wie es Katzen gibt - und in der Hoffnung, dass ein solcher Thread nicht schon existiert - wollte ich fragen und ebenso auf Antwort hoffen, bei welchen Themen an euch das schlechte Gewissen nagt.

Mir jedenfalls passiert es in den Katzenforen öfter dass ich mir denke "Verdammt, im Leben hätten wir uns keine Katzen anschaffen können...vermutlich hätten sie im Tierheim, mit längerer Wartezeit, noch viel bessere Halter gefunden!". Und wer hier Ironie findet, ist auf dem Holzweg - so geht's mir wirklich. :-|

Um konkret zu werden:

Derzeit haben wir 2 Katzen auf über 85 m², aufgeteilt in zwei Etagen. Dabei Kratzbäume, Tonnen, Versteckmöglichkeiten, Bretter, alles...aber reicht das wirklich? Wir bekommen demnächst zwei Kätzchen Zuwachs, weil es für die Kurzen wo anders einfach schlecht aussieht (und unser Kater dringend wieder einen weiteren Katzenfreund braucht...) und ich denke darüber nach, ob ich da das Richtige mache? Ob wir nicht doch viel zu wenig Platz haben? Ob ich den Katzen damit schlimmes antue?
Sie dürfen nicht in unsere 7 qm große Küche, weil ich die Raucher partout nicht dazu überreden kann, ihren Tabak immer wegzuräumen(bei uns wird nur in der Küche geraucht!)...und Katzen, die Tabak fressen...aber sollte ich dann nicht die Raucher vor die Tür setzen? Oder eben genau die Ordnung einfordern? Müssen die Katzen weg, weil sie nicht in die Küche dürfen und damit zu wenig Platz haben - irgendwohin, wo es ihnen richtig gut geht?
Ich barfe die Katzen nicht (weil keine Tiefkühle...wir haben so ein Fach, in das zwei Sack TK-Gemüse passen, dann ist es voll...und für anderes keinen Platz), sie bekommen Nassfutter und ja, auch Trockenfutter...ich bemühe mich redlich, nur hochwertiges zu kaufen, aber mit jeder neuen Futtersorte lese ich einen neuen Thread in dem steht, dass genau das nicht gut ist. Wir haben aber schlicht nicht das Geld, Futter, das dann eben minderwertig ist säckeweise an's Tierheim zu spenden oder wegzuwerfen. Sollte ich das Geld haben? Was tue ich den Tieren an, weil ich sie nicht richtig füttere? Sollte ich da nicht ganz dringend alle meine Lieben in den nächsten Barf-Haushalt abgeben? (Auch hier keine Ironie! Ich überlege mir tatsächlich schon, wie ich wohl am Besten an Adressen von Katzenhaltern hier in der Nähe kommen, die verantwortungsvoller sind...)

Mir geht sowas wirklich an die Nieren, weil meine Catitos für mich sehr, sehr wichtig sind...wenn ich dann lese, was ich alles falsch mache und feststelle, dass es für mich aber nicht möglich ist, es anders zu machen...ich komme mir vor wie der letzte Mensch. So ein richtiger Mistmensch, der Katzen eben nur hält, weil er sie unbedingt haben wollte und sich keine Gedanken über die Tiere macht.
Und dabei habe ich vorher viel gelesen! Ich habe mich informiert, lang und breit und hinterfragt und...mache das auch immer noch. Aber trotzdem komme ich mir vor, wie der letzte Depp, nur eine Handbreit vom schlimmsten Vermehrer entfernt (dabei sind meine Katzen kastriert)...

Gibt es Punkte, bei denen es euch ähnlich gibt? Könnt ihr mich vielleicht in anderen Punkten beruhigen?

Danke vorab.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #2
Sorry, klingt für mich durch und durch nach Ironie! Abgabe wegen zu wenig Platz (85 qm)... Barfhaushalt...

Wenn es danach geht, was Du so schreibst, müssen wohl 99 % von uns ihre Katzen abgeben... oder doch alle 100% ?

- Die, die arbeiten müssen sie abgeben, weil sie nicht rund um die Uhr für sie da sind...
- Die, die nicht arbeiten, weil sie wohl nicht genügend Geld für den Eventuellfall haben...
- Die, die nicht barfen, weil sie ihre Katzen schlecht ernähren...
- Die, die weniger als 200 qm haben, weil wohl nicht genügend Platz ist...
- Die, die ihre Katzen nachts nicht ins SchlaZi lassen, weil die Katzis dann nicht am Familienleben teilhaben...
- Die, die die Katzen nur in der Wohnung halten, weil nicht artgerecht...
- Die, die die Katzen als Freigänger haben, weil sie diese den Gefahren draußen aussetzen...

Soll ich weitermachen? ;-)

Und nein, um Deine Frage zu beantworten... mir geht es nicht so. Ich habe meinen Katzen gegenüber kein schlechtes Gewissen. Es geht Ihnen gut und mir auch und Punkt.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #3
Zum barfen: ich stehe voll und ganz dahinter aber niemand, wirklich niemand muss barfen! Das ist eine freie Entscheidung, die jeder für sich trifft. Ich finde es schon ok, wenn jemand mittelklassiges Nassfutter gibt. Ab und an mal rohes. Find ich ok. Trockenfutter... Nein. Mag ich nicht. Reicht hier monatelang sone kleine Tüte.

Zum Platz: wir hatten ne zeit lang für 4 Katzen 75 qm, davor waren es nur ca 65. Sie hatten alle Rückzugsmöglichkeiten und keine hat sich sichtbar unwohl gefühlt.

Jetzt haben wir 116 qm plus Treppenhaus, wovon ein großes Schlafzimmer komplett und Küche sowie Kinderzimmer zeitweise Tabu sind. Sieht so aus, dass dr Katzen mit und ins Kinderzimmer dürfen und in de Küche nur tagsüber, wenn wir da sind. So stehen ihnen noch Büro, Bad, Gäste wc, Flur, Treppenhaus und wohn-/Esszimmer zur Verfügung.


Mein schlechtes gewissen: wenn ich Merlin Trockenfutter zum fummeln gebe. Weil sie struvit vorbelastet ist.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #4
Hallo erstmal,

ich glaube du machst dir viel zu viele Gedanken.
Klar geht es irgendwie auch immer besser, aber sicher auch dort, wo schon alles perfekt zu sein scheint. Ich finde nicht das deine Katzen zu wenig Platz haben. Ich selber habe auch nur 60qm, wobei das Schlafzimmer meistens Tabu ist und ich finde trotzdem das meine beiden es gut bei mir haben. Ich barfe auch nicht (ok, zur Zeit schon weil der kleinste krank ist) und Trockenfutter (Orjen) gibt es bei mir als Leckerchen. Es kommt halt immer drauf an was du aus den Gegebenheiten so machst. Man kann auch mit wenig Geld halbwegs gut füttern. Z.B. beim Aldi gibt es bei uns ein Mittelklassefutter welches ganz in Ordnung ist und meine beiden bekommen es ab und an auch schon mal.
Wie oft bist du denn zuhause und beschäftigst dich mit ihnen? Lässt du sie tagelang alleine? bekommen sie unregelmäßig Futter weil niemand da ist?
Ich finde es auch nicht schlimm wenn die Katzen bei dir nicht in die Küche dürfen. Es gibt sicher auch Leute wo die Tiere es auch nicht dürfen, einfach weil dort gegessen wird.

Mir hat letztens einer gesagt das es am besten ist wenn die Katzen Freilauf haben und nur nach Hause kommen wenn ihnen danach ist. Das mag ja auf dem Land auch stimmen. Aber in der Großstadt? Da wären meine beiden schon längst platt. Und schlecht geht es ihnen deswegen nicht. Sie kennen draußen nicht und ich behaupte sie vermissen es auch nicht. Meine beiden sind ausgeglichen und nehmen mir die Wohnung nicht auseinander. Das ist ein Zeichen für mich das sie sich wohlfühlen und genau darauf kommt es doch an, oder nicht?
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #5
Ich betone nochmal: Ich meine nichts davon ironisch.

Letztendlich lässt sich die Frage reduzieren auf "Wenn ich meinen Tieren nicht geben kann, was meiner Meinung nach das Beste für sie wäre - sind sie dann überhaupt gut aufgehoben?". Persönliches Dilemma und vielen Dank hier schonmal für die hilfreichen Kommentare, auch die, die mich schlicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen - man kann sich wohl auch zu viel Kopf um etwas machen. :oops:

Kleine Ergänzung: Da wir eine WG sind, sind die Zeiten, wo die Tiger alleine sind, sehr knapp bemessen. Wenn mal alle weg sind, dauert es normalerweise nicht lange, bis der nächste Dosi wieder nach Hause findet, spiel- und kuschelbereit.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #6
Sorry, dass ich grinse, auch wenn Du es nicht ironisch gemeint hast (oder vlt. doch ein bißchen?)

Erst zu Dir:
ich denke nein Du bist kein schlechter (Katzen-)Mensch, alleine schon deshalb, weil Du Dir Gedanken machst und versuchst das Bestmögliche aus Deiner Situation für Deine Miezen zu machen.
1. Katzen aus dem Tierheim holen ... 1+
2. mehr Katzen, die es sonst nicht gut haben würden ... nochmal 1+
3. in der Wohung viel Platz in der Höhe mit Lauf- und Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten bieten ... Toll
4. beim Futter, auch wenn es keine Mäuse sind, auf gute Qualität achten ... Super
5. 7 qm sperren wegen der Gesundheit der Miezen - na wenn das nicht gut nachgedacht ist ... auch 'ne glatte 1 (es soll doch tatsächlich Leute geben, die ihre Fellnasen aus Schlafzimmern aussperren, sowas nenne ich 'ne Unverschämtheit :mrgreen:)
6. Was war noch über das Du Dir Gedanken machst? keine Ahnung - aber ich glaube Du bist ein toller Katzenmensch mit Hirn und Herz für die Fellnasen :lol:

Jetzt zu mir:
Nein, ich habe keine schlechtes Gewissen, weil ich meinen 3 Monstern alles biete, was ich Katzen geben kann, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Liebe Grüsse
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #7
Wenn ich das so sehen würde, hätte ich echt niemals Katzen haben dürfen ... und auch sonst niemand, den ich kenne!

Ich mach es meinen Katzen so schön ich es nur kann. Mehr geht bei mir nicht :-( sie haben das bei mir bestmögliche Leben.

Alternative wäre nur draußen aussetzen, denn meine Ex-Streuner, teilweise traumatisiert, teilweise sehr scheu, teilweise krank - die würde niemand bei sich aufnehmen.

Tja, und da denke ich haben sie es doch besser bei mir als draußen :wink:
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #8
Ich betone nochmal: Ich meine nichts davon ironisch.

Letztendlich lässt sich die Frage reduzieren auf "Wenn ich meinen Tieren nicht geben kann, was meiner Meinung nach das Beste für sie wäre - sind sie dann überhaupt gut aufgehoben?". Persönliches Dilemma und vielen Dank hier schonmal für die hilfreichen Kommentare, auch die, die mich schlicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen - man kann sich wohl auch zu viel Kopf um etwas machen. :oops:

Kleine Ergänzung: Da wir eine WG sind, sind die Zeiten, wo die Tiger alleine sind, sehr knapp bemessen. Wenn mal alle weg sind, dauert es normalerweise nicht lange, bis der nächste Dosi wieder nach Hause findet, spiel- und kuschelbereit.


Andere Frage: Wer kann den Katzen ganz optimal alles geben?

Und ja, Du machst Dir zu viel einen Kopf. ;-)

Du bist eine bessre Dosine als ich. Ich bin 12 Stunden am Tag außer Haus, ich habe 3 Jahre lang nur Trockenfutter gefüttert, die zwei mussten 1,5 Jahre auf 53 qm leben. ;-)

Trotzdem habe ich kein schlechtes Gewissen. Ich habe zu jeder Zeit mit dem besten Wissen und Gewissen gehandelt und als ich erkannte, was schlimm ist, habe ich es geändert. Ich denke, Du siehst, dass Deine Miezen alles haben und manchmal ist weniger Platz und statt dessen der richtige Sklave wichtiger. ;-)
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #9
Ich denke, ich verstehe sehr gut was Du meinst. Meine Katzen bekommen wirklich alles was ich ihnen irgend bieten kann. Und doch bleibt der Zweifel: sollte ich sie nicht lieber abgeben oder zumindest teilweise, weil sie sich untereinander nicht verstehen? (ziemlich unrealistisch, wie ich weiß). Sollte ich nicht doch Barfen (wozu ich erstmal ne Kühltruhe kaufen müsste) etc.
Der Kopf sagt ganz klar: nichts und niemand ist perfekt. Man kann nur mit klarem Verstand hinschauen und dann sein Bestes geben. NOCH bessere Plätze gibt es vermutlich immer.

Allerdings würden Deine Katzen vermutlich Albträume bekommen, wenn sie von Deinen Gedanken wüßten. Denn Dich gibt es nur einmal. Und ich glaub kaum, dass Deine Katzen für das schönste Barf der Welt oder ein noch so großes Haus würden tauschen wollen! ;-)
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #10
Ich denke auch, man muss die Kirche im Dorf lassen. Natürlich wäre jede Katze am besten in einem riesigen Haus aufgehoben, wo es keine Autos und Strassen gibt, keine Hunde oder Jäger, wo sie ungefährdet über Wiesen und Felder hüpfen könnte, die Mäuse ihr quasi ins Mäulchen fliegen und Dosi den ganzen Tag parat steht, um zu knuddeln oder das gesündeste und wohlschmeckendste Futter zu kredenzen.
Aber ich wohnte auch besser in einer riesigen Villa in der Provence, mit großem Garten und Schwimmteich. Ohne den täglichen Stress in der Arbeit- am besten als Philosophin. Oder Schriftstellerin mit Ghoswriter.
Leider müssen sowohl Bonnie als auch ich uns mit dem zufrieden geben, was wir haben. Und das ist im Vergleich zu anderen Katzen und Menschen sehr ok.
Die fehlende Villa in der Provence gleichen wir mit Freude und Spass am Leben wieder aus :p
 
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  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #11
Ich denke auch, man muss die Kirche im Dorf lassen. Natürlich wäre jede Katze am besten in einem riesigen Haus aufgehoben, wo es keine Autos und Strassen gibt, keine Hunde oder Jäger, wo sie ungefährdet über Wiesen und Felder hüpfen könnte, die Mäuse ihr quasi ins Mäulchen fliegen und Dosi den ganzen Tag parat steht, um zu knuddeln oder das gesündeste und wohlschmeckendste Futter zu kredenzen.
Aber ich wohnte auch besser in einer riesigen Villa in der Provence, mit großem Garten und Schwimmteich. Ohne den täglichen Stress in der Arbeit- am besten als Philosophin. Oder Schriftstellerin mit Ghoswriter.
Leider müssen sowohl Bonnie als auch ich uns mit dem zufrieden geben, was wir haben. Und das ist im Vergleich zu anderen Katzen und Menschen sehr ok.
Die fehlende Villa in der Provence gleichen wir mit Freude und Spass am Leben wieder aus :p

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  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #13
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...jaaaa, den vermiss ich hier ganz oft -auchdrück- :lol:

Eigentlich wurde schon alles gesagt, aber ich mag auch noch einmal meinen Senf abgeben :roll:

Ich finde es schon jedem Tierhalter hoch anzurechnen, wenn sich dieser überhaupt Gedanken über die "korrekte" Haltung macht - leider gibt es meiner Meinung nach viel zu viele, die sich einfach nur Tiere anschaffen... und dann hört der Gedankengang auch schon leider wieder auf.

Demnach sei nicht so selbstkritisch - du gibts deinen Katzen Liebe und Aufmerksamkeit, Futter, bietest Abwechslung, kannst sie tierärztlich versorgen lassen... das müsste doch eigentlich reichen um kein schlechtes Gewissen zu haben... und wenn dann kein Freigang dabei ist, dafür aber ein Kumpel - dann werden sie auch das verknusten (Wie sagt man immer so schön? "Wenn man etwas nicht kennt, dann kann man es auch nicht vermissen"?)
 
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  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #15
Hach ja ... wir wären auch besser in der riesigen Villa in der Provence aufgehoben ... hier zum Beispiel :

Seufz ...

Leider kann ich mir nicht mal Ferien dort leisten :-|

Jo, das stünde uns sicher gut zu Gesicht. Ich war ja in diesem Sommer wieder dort ein paar Tage. In der Nähe von Saint Remy - allerdings nur mit meiner "rollenden Villa" :lol: Aber Campen ist in F häufig viel günstiger als in D. In der Provence haben wir auf einem tollen Platz z.B. 16 EUR die Nacht gezahlt. Es war nicht teurer als in vielen anderen Regionen im Jura, Zentralmassiv oder Burgund.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #16
Ich möchte mal meine Meinung dazu abgeben:
Zum Barfen: Ich würde es als Luxusklasse sehen und meiner Meinung nach reicht normales Futter auch aus.

Zur Wohnungshaltung:
Manchmal geht es halt nicht anders und ich finde jede Person toll, die einer Katze ein Zuhause gibt. Ansonsten würden sie auch nur auf der Straße streunen oder im Tierheim auf 2 qm rumgammeln. Es gibt halt so viele!! Und nicht jeder kann seiner Katze Freigang geben, manche wohnen in einer Wohnung im 4 Stock, andere in Gegenden, in welchen es viele Straßen gibt und das Risiko, dass deine Katze(n) stirbt steigt rapide, wenn sie Freigang hat. Es gibt immer krassere und hemmungslosere Menschen, die Katzen einfach mitnehmen oder vergiften. Ein Beispiel: Ein Freund von mir hatte damals eine Katze als Freigänger. Leider gab es bei uns im Block eine 30er Straße und drumherum (mit ein bisschen Abstand ; Wall) eine Straße. Dahinter waren dann Felder etc. schön und gut. Ihm sind 2 Katzen verstorben, da diese in einer 30er!!!! Zone überfahren wurden und dann wurde noch nicht einmal nach dem Besitzer gesucht oder ob die Katze noch lebt. Er hat sie ein paar Tage später selbst gefunden.
Meine Meinung ist, dass Katzen es in der Wohnung viel besser haben, da sie vielen (!) verschiedenen Gefahren nicht ausgesetzt sind. Klar wäre ein Haus mit 300 qm + 100 qm Garten, welcher Umzäunt ist perfekt, aber wer hat das Geld und die Mittel? Also bleibt man bei Wohnungshaltung und wenn man seiner Katze genügend Aufmerksamkeit, Spielzeug, Futter usw. bietet, haben diese auch ein erfülltes Leben, zumindest wenn sie "das da Draußen" nicht kennen, denn was man nicht kennt, vermisst man auch nicht. Ich habe von Haltern mit Freigängerkatzen immer nur schlechtes gehört. Dem einen wurde die Katze einfach geklaut, weil sie wo anders gefüttert wurde und dann hat sich die Person einfach gedacht: "ach die nehmen wir mit" (konnten sogar es nachher beweisen, da es ein Nachbar war, der urplötzlich eine neue Katze hatte), wie gesagt der andere wurden 2 Katzen überfahren in 'ner 30er Zone, einer hat seine Katze tot auf einem Zaun aufgespießt gefunden, weil der Nachbar irgendwelche gestörten Probleme hatte, was Einbrecher anging (ja, man brauch ja unbedingt um sein Privatgrundstück Stacheln auf dem Zaun) usw.!

Also meine beiden Süßen genießen ihr Leben, haben viel Spaß, unternehmen viel in der Wohnung, spielen viel (ich mit ihnen, untereinander auch), ab und zu ein bisschen raufen etc. und das ganze auf 75 qm² !! sogar dass sie Abends so ausgepowert sind, dass sie sich schlafen legen (obwohl sie nachtaktive Tiere sind). :)
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #17
Ich finde auch, Du machst Dir viel zu viel Gedanken.
Ich bin jedes Jahr auf Kreta und unterstütze dort Tierschützer. Frag mal dort die Katzen die meistens kein Zuhause haben, nicht gefüttert werden, keinen Tierarzt sehen, an chron. Katzenchnupfen leiden, teilweise blind sind und im Winter frieren, jede von ihnen würde gern mit Deinen Katzen tauschen, selbst mit den Kitten auf dem Bauernhof.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #18
Hmm. Ich barfe nicht. Freigang hat hier nur einer. Oder ist das doch eher schlimm, weil Katzen nicht raus sollten, wegen der Gefahr? Finde ich nicht. Rumpi kommt nur eben nicht raus weil.... er dafür nicht gemacht ist :mrgreen: Ich hätte auch 2 Katzen, wenn ich ne kleine Wohnung ohne Freigang hätte. Man kann es denen ja schön machen. Hier dürfen die Katzen nur ins Wohnzimmer, Küche und Flur. Und ins Bad, wenn jemand drin ist, denn da steht das Fenster fast immer auf Kipp. Schlafzimmer ist Tabu. Genau wie Raucherzimmer. Sie kommen damit zurecht. Es sind immernoch Katzen.
 
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #19
Wenn man will, kann man seinen Fellnasen ja nun einiges bieten. Für lässige 550 EUR wäre zum Beispiel diese Villa zu haben. Ein absolutes Schnäppchen!

Kleiner Scherz am Rande - aber da kann man mal sehen, wohin manche Dinge "ausarten" können. Bonnie würde mir vor den Kopf zeigen, wenn ich ihr so ein Aquarium hinstellen würde - wo es doch so tolle Kartons gibt :mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein schlechtes Gewissen Beitrag #20
Wenn man will, kann man seinen Fellnasen ja nun einiges bieten. Für lässige 550 EUR wäre zum Beispiel diese Villa zu haben. Ein absolutes Schnäppchen!

Kleiner Scherz am Rande - aber da kann man mal sehen, wohin manche Dinge "ausarten" können. Bonnie würde mir vor den Kopf zeigen, wenn ich ihr so ein Aquarium hinstellen würde - wo es doch so tolle Kartons gibt :mrgreen:

Also mein Blondinchen Missy würde da bestimmt gerne einziehen
(psst nix sagen, dass es so was gibt, sonst zickt die rum weil sie es unbedingt haben will :mrgreen:)
 
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