Hallo LeSloth,
ich kann Dich so gut verstehen! Vor Jahren wurde meine Katze direkt vorm Haus in einer 30-Zone von einem Raser überfahren, der auch noch nicht mal anhielt. Ich weiß noch genau wie das war! Furchtbar! Die nächsten Tage habe ich nur noch im "Robotermodus" überstanden, funktioniert.
Und letzten November ist mein geliebter Kater mit 16 gestorben, das ist jetzt 10 Monate her und erst seit wenigen Wochen merke ich, dass ich nun meine Trauer etwas zu überwinden scheine. Ich denke aber immernoch jeden Tag an ihn und vermisse ihn!
Ich habe mir sein Bild über meinen Schreibtisch gehängt.
Damals, als die Katze überfahren wurde, haben wir sie noch 24 Stunden tot im Zimmer liegen gehabt, obwohl sie vom Unfall böse gezeichnet war. Es war mein Bedürfnis, sie noch hinein zu nehmen, quasi in die Sicherheit ihres Zuhauses zurück zu bringen (könnte immernoch heulen, wenn ich daran denke!).
Im Nachhinein ist mir bewusst geworden, dass es auch für ihren Kameraden (den Kater, der letzten November mit 16 starb), gut war, sie tot zu sehen. Er ist nämlich mehrfach zu ihr hingegangen und hat sie mit der Pfote angestubst, nach dem Motto: "Hey, jetzt hör' mal auf mit dem Mist, steh' auf!" Und dann konnten wir quasi sehen, wie bei ihm der Groschen fiel. Nachdem er begriffen hatte, dass da irgendwas überhaupt nicht mehr so war, wie er sie kannte, duckte er sich und schlich gaaaaaanz langsam rückwärts aus dem Zimmer.
Ich glaube das war gut. Er hat sie bestimmt sehr vermisst, aber nach ihr gesucht hat er nicht.
Bei all Deinem Schock und Deiner Trauer kannst Du Dir zumindest sicher sein, dass Du nicht alleine damit bist! In diesem Forum sind so viele andere außer mir, die Dich verstehen und die Dir gern Trost spenden würden. Leider ist man nur manchmal einfach untröstlich!
So ein Abschied braucht Zeit. Nimm' sie Dir. Was anderes bleibt Dir leider sowieso nicht übrig
Sei auch von mir lieb umarmt!
Seidenschnabel