Naja, besser vertragen...
Ich hab so meine Bedenken gegen eine Cortison-Dauergabe. Natürlich, wenn nichts anderes mehr möglich ist, ist Cortison besser als offene blutende und eitrige Wunden. Aber man sollte trotzdem vorher schauen, ob man eine solche Auto-Immunsache nicht anders in den Griff kriegt. Häufig sind tatsächlich Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten Auslöser, nicht immer, aber doch schon oft genug, dass man hier auf jeden Fall eine Ausschlussdiät in Angriff nehmen sollte.
Denn: Die Einnahme von Cortison führt dazu, dass die körpereigene Cortisol-Produktion verringert wird. Ergebnis: Man wird mehr Cortison nehmen müssen, um auf dem gleichen Level zu bleiben. (Deswegen auch das langsame Ausschleichen...)
Und die Nebenwirkung von Cortison, neben dem Abbau über Leber und Nieren, ist halt, dass es abschwellend auf Häute und Schleimhäute wirkt. Die Präparate sind heute zum Glück nicht mehr so hoch dosiert wie noch in den 80er Jahren, und werden auch vorsichtiger eingesetzt. Aber aus dieser Zeit damals stammen Berichte, die von "Papierhaut" und Schädigungen der Organ-Schleimhäute sprechen.
Sicher alles das geringere Übel, wenn keine Ursache gefunden bzw. die Ursache / Ursachen nicht zu beseitigen sind. Aber, wenn wirklich eine Futtermittelunverträglichkeit bestehen würde, wäre es hier leicht, die Ernährung des Tieres anzupassen und auf das Cortison verzichten zu können, oder?
