Ich vermute das der Kater die Katze aus dem Spiel heraus mal aus dem Klo/ ins klo gejagt hat und sie davon ein Trauma hat.
Das mag sein, dass das eines der Probleme ist / war. Aber es ist leider auch nicht das einzige. Wenn ich rein nach logischem Verstand gehe, sehe ich, dass Mika über sensibel ist. Sie braucht absolute Ruhe (was sich nun ja überdeutlich zeigt, indem sie in dem ruhigen Zimmer aufblüht).
Du hast am Anfang gesagt, das es doch egal wäre ob Kater oder Katze. Das ist es duchaus nicht, da Kater und Katzen sehr unterschiedliche Spielweisen haben.
Wenn es so rüber gekommen ist, dann habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Es war eher eine Frage gewesen, weil ich der Ansicht war, dass je nach Charakter sich Kater / Katzen entwickeln. Aber bis jetzt hatte ich eben keine Antwort darauf bekommen. Dennoch, ich hatte mich bewusst für das ruhigste Tier entschieden. Gismo saß abseits der anderen Kitten und hat ganz für sich alleine eine Spielzeugmaus angestupst, während die 4 anderen durch das Zimmer kugelten. Es war für mich durchaus logisch, dass Mika mit einem extrem verspielten Tier nichts anfangen kann. Dass Gismo sich allerdings komplett wandelt, hab ich zu dem Zeitpunkt für nicht möglich gehalten.
Für mich gäbe es zwei Möglichkeiten. Dem Kater einen Raufkumpel dazu holen damit die Katze ihre Ruhe hat. Oder einen von Beiden abgeben (in dem Fall vermutlich den Kater zu einem Katerkumpel dazu da die Katze mit dem alleine leben ja kein Problem zu haben scheint)
Eine dritte Katze (bzw. ein zweiter Kater) ist ausgeschlossen. Mein Vermieter würde mich hochkant raus schmeißen. Bei der ersten hatte er schon arge Bedenken gehabt und hat es auch nur erlaubt, weil sie schon da war (Ich war immer der Meinung, Katzen zählen mit zu Kleintieren, was damals auch so war, nur zum Zeitpunkt wo wir Mika aufgenommen haben eben nicht mehr). Bei Gismo hat er verstanden, dass sie Gesellschaft braucht, wenn ich tagsüber weg bin, aber eine dritte wird er nicht hinnehmen. Erst recht nicht mit dem Hintergrund, dass er noch immer sehr "angespannt" ist, weil Mika unsauber ist / war.
Abgeben ...
Da liegt mein größtes Problem. Mir ist bewusst, dass es keine Dauerlösung ist, dass Mika eingesperrt ist. Die Frage ist da natürlich, wen abgeben - mal von dem Drama abgesehen, dass meine Tochter schon seit Wochen heult und bangt, dass einer der beiden gehen muss, weil sie in beiden etwas findet, was sie beim jeweils anderen nicht findet. Mika ist ruhig, sie kann sie streicheln, mit Gismo spielt sie, aber er ist für sie in der Zeit der Vorpubertät auch ein Kuschelpartner und jemand der nichts dagegen hat hoch genommen zu werden, wenn einmal etwas so traurig und belastend für sie ist, dass sie einfach jemanden braucht, der nicht fragt was los ist.
Vom logischen her hat natürlich Mika das Recht zu bleiben und Gismo muss das Feld räumen. Auch in Hinsicht darauf, dass sie durch das noch zu klärende Herzleiden eine Katze ist, die niemand so ohne weiteres aufnehmen würde. Das Screening ist teuer und was danach kommt (auch in finanzieller Hinsicht oder Zeit, die ihr noch bleibt), kann ich ebenfalls noch nicht abschätzen.
ABER in Hinsicht darauf, dass der Kotabsatz schon nicht mehr funktionierte, lange bevor Gismo zu uns kam und es nun sehr deutlich wird, dass Mika ZU sensibel ist für unser Leben, schwanke ich ganz arg. Mein Verstand sagt mir einfach, dass Mika deutlich besser aufgehoben wäre bei sehr ruhigen Menschen. Einem älteren Ehepaar vielleicht, ohne Kinder und ohne ständig erschienenden Besuchern.
Mika ist zu uns gekommen, da war meine Tochter 5. Zu dem Zeitpunkt war unser Leben auch sehr ruhig. Aber nun, wo die Kleine fast 12 ist, ist ständig etwas los. Ich achte zwar sehr darauf, dass Besucher die Katzen in Ruhe lassen und nur auf sie eingehen, wenn sie von alleine zu ihnen kommen, aber gerade Kinder sind da sehr uneinsichtig. Und genau da wird der Unterschied zwischen beiden extrem deutlich. Mika zieht sich zurück und Gismo ist mitten drinnen und das mit wachsender Begeisterung.
Kannst du ihn nicht wenigstens raus lassen oder geht das wegen gefährlicher Straßen nicht? Dann könnte er sich draußen (mit anderen Katzen) austoben und Mika hätte drinnan alle Räume und ihre Ruhe.
Wir haben hier in unserem Garten (sehhhhr groß) Mindestens 5 frei lebende Katzen und das seit Jahren. Ich für meinen Teil will das nicht verantworten. Ich lebe direkt an einer mittelmäßig befahrenen Straße, aber nur 2 Minuten Fußweg entfernt ist eine 4-spurige stark befahrene Straße und dahinter liegt eine große Parkanlage mit allem, was ihn neugierig machen könnte, inklusive einer menge Enten, Vögel, Fische und Co. Zur anderen Seite hin haben wir die Bahnschienen, wo auch oft Züge fahren und dann eine weitere stark befahrene Straße + Güterbahnhof.
Mir ist das zu gefährlich. Theoretisch könnte er natürlich raus und ich glaube auch, dass er das lieben würde. Ich habe keine Ahnung, ob Vögel so intelligent sind, oder ob unsere es nur zufällig machen, aber auch das Küchenfenster liegt zum Garten hin und wir haben massig Vögel im Garten, die sich oft bei mir auf den Fenstersims setzten und fröhlich vor sich hin flattern, während Gismo schimpfend und fast durchdrehend auf der anderen Seite sich befindet.
Er sitzt oft dort, motzt und schaut. Bei jeder Bewegung wird er hektisch und geht sofort in Lauerstellung. Fenster auf lassen ist bei ihm nicht möglich. Mika würde sich in das offene Fenster setzen, aber niemals reagieren, wenn etwas vorbei flattert. Gismo hingegen muss nicht einmal etwas flattern sehen, der würde sofort springen. Von daher denke ich durchaus, dass er draßen gut aufgehoben wäre und es auch genießen würde. Aber mit dieser Straße direkt vor der Parkanlage, habe ich Angst, dass er da unter die Räder kommt. Selbst wenn wir versuchen sie zu überqueren (mitten drin sind diese Inseln), brauchen wir immer gute 5 - 10 Minuten, bis eine Lücke da ist.
Einfluss darauf, wo er hin kommt, hätte ich leider auch nicht. Er ist vom Katzenschutzbund und laut Vertrag muss er auch dort wieder hin. Was ich machen werde, weiß ich noch nicht. Die Entscheidung ist eben alles andere als einfach.