Neues Problem: Käfigklo
Hallo Forum,
eure Antworten haben mir bis jetzt sehr geholfen, danke dafür!
Der Stand ist inzwischen der, dass die kleine Frieda wenn ich zu Hause bin frei in Wohnzimmer, Flur und Küche rumtollen kann, gerne mit allem was so herumkullert, Pappkarton und Spielangel spielt, wenn sie erschöpft ist gerne auf dem Schoß oder neben einem auf dem Sofa einschlummert, und oft schon ganz gut auf ein "nein!" bei Hand- und Fussbeisserei oder Tischbetretung reagiert.
Vieles ist in meiner Wohnung schon katzensicher, allerdings sind noch einige Elektrokabel ungeschützt, die schwierig wegzustopfen oder abzudecken sind. Da muss nochmal eine größere Bauaktion folgen.
Deswegen muss die Kleine wenn ich nicht zu Hause bin und nachts leider noch in einem großen Käfig mitsamt Katzenklo, Futter- und Wassernäpfen und Schlummerbuden-Transportbox bleiben.
Das Problem ist nun, dass sie im Gegensatz zu den ersten Tagen, seit einer Weile während den Käfigzeiten ihr kleines Geschäft nicht ins Katzenklo macht, sondern in verschiedene Käfigecken daneben (der Käfig ist mit Handtüchern ausgelegt). Das Seltsame ist, dass sie außerhalb des Käfigs bis jetzt völlig stubenrein ist und das Käfigklo oder ein zweites in der Küche für alles benutzt.
Habe nach Internetrecherche schon versucht gegenzusteuern, indem ich nach Maleur-Beseitigung im Käfig die Futternäpfe etwas näher an die "falsch" Pieselstelle gerückt habe. Mit dem Resultat, dass sie nun eine andere Ecke genommen hat, und danach nochmal die gleiche alte Stelle nah am Futter.
Kann das eine Stressreaktion sein? Oder so eine Art Protest gegen das Rumsitzen im Käfig?
Der Käfig bei mir zu Hause ist ein von mir übernommener alter Kaninchenkäfig, der ziemlich von teilweise festgebackenen Kötteln verschmutzt war in den Ecken, den ich aber mit Bad- und Allzweckreiniger so lange geschrubbt habe, bis (scheinbar?) alles weg war.
Vor dem Einsatz dieses Käfigs ist das Problem mit dem Pieseln aber auch schonmal aufgetreten. Allerdings pinkelt sie momentan nur in die Ecken, die diesen Köttelbefall hatten.
Vielleicht riechen diese Ecken für die Katze noch so nach "Klo", dass sie da weiterhin hin macht? Gibt es spezielle Reinigungsmittel o.ä., um den für Menschen nicht wahrnehmbaren Geruch wegzukriegen?
Noch als Zusatzinfo, falls das auch eine Rolle spielen könnte: da ich blöderweise nun doch nicht nur von zu Hause aus arbeiten kann, habe ich mit dem Tierheim abgeklärt, dass ich die Katze mittels Transportbox mit zu meinem Büroarbeitsplatz nehmen und dort in einem anderen großen Käfig halten kann (zwischendurch kann sie immer mal eine weile beaufsichtigt im Raum herumlaufen und spielen. Ich weiß, dass das Tierheim schon sehr seltsame und falsche Aussagen gemacht hat, und dass die Lösung mit den Käfigen alles andere als optimal ist.

Leider geht es zur Zeit nicht anders, und es herrscht scheinbar echter Pflegestellenmangel beim Tierheim Berlin, sodass es wohl sehr helfen würde, wenn ich mich weiterhin um die Kleine kümmere.
Über die Sache mit der gleichaltrigen Zweitkatze als Gesellschaft habe ich schon nachgedacht und auch im Tierheim nachgefragt, aber bis jetzt gibt es dort keine zur Abgabe. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das mit dem Arbeitsplatz-Pendeln auch mit zwei Kätzchen noch vernünftig klappen würde, und ob ich das aufwandmäßig mit der Pflege schaffen würde.
Das Tierheim hat mir am Telefon zu dem Käfigpinkelproblem gesagt, ich solle einfach fast den ganzen Käfig mit Streu füllen und die Urinabgabe beobachten (Blasenentzündung?). Das wäre aber irgendwie doch keine wirkliche Erziehungshilfe, damit sie das richtige Klo-gehen lernt, oder?
Nebenbei niest die kleine Katze seit 2 Tagen so 3-4 Mal am Tag (in meinem Beisein), aber ohne Ausfluss aus der Nase o.ä. Das sollte ich wohl auch erstmal weiter beobachten. Die Kleine hat bis letzten Freitag ihre letzten Auswüchse eines mit Antibiotikum behandelten Katzenschnupfen überstanden und hustet auch nicht mehr. Halt nur dieses Niesen.
Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und Tips zu dem Kloproblem freuen! Auch zu dem Niesen.
Wie gesagt ist die Sache mit der Käfigsitzerei schon nicht wirklich optimal. Die Tierheimleute sagten zwar, das wäre schon in Ordnung, da viele Berufstätige ihre Päppelkatzen so mitnemen müssen und sich so eine junge Katze wohl gut an den Ortswechsel-Alltag gewöhnt und dann später auch gut Pendelgeeignet wäre für Leute, die gerne eine solche Katze hätten.
Naja. Aber es funktioniert halt irgendwie nicht anders momentan.

Wenn ihr meint, dass dann die Rückgabe ans Tierheim doch die bessere Lösung wäre, sagt das auch ruhig. Ich möchte natürlich, dass es der Kleinen auch gut geht. Mache mir auch manchmal Vorwürfe, dass ich mich vielleicht mit zu wenig Vorbereitung und doch zu wenig "Nervenkostüm" als Päppelstelle gemeldet habe. Ich hoffe wirklich, ich kann der Kleinen einen vernünftigen Übergang in ihr späteres zu Hause schaffen.
Uiui, das war wieder viel Text. Vielen vielen Dank schonmal im Voraus fürs durchlesen und eure Hilfe!
Tangofish