hier ist die Liste der zugelassenen Tierimpfstoffe für Katzen des Paul Ehrlich Instituts mit den zugehörigen Links auf die European Medicines Agency. Wenn du den Namen des Präparates in die Suchmaske der Schweizer veterinärpharmazeutischen Seite "
vetpharm" eingibst, hast du die genaue Deklaration der Inhaltsstoffe.
Mir fällt auf, dass nicht nur Emulgatoren (z.B. Emulsigen SA), sondern auch Acrylate (z.B. Neocryl XK-62) und andere Kunststoffpolymere (Ethylen-Maleinsäureanhydrid (EMA)) bei Tiermedizinischen Impfstoffen zur Steigerung der zellulären Immunantwort angewendet werden.
Ich finde Dich da zu gutem Recht skeptisch, handelt es sich hier um Stoffe, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht biologisch abbaubar sind und unklare weitere biologische Wirkungen entfalten.
Bei Menschen sind die Adjuvantien in der zellulären Immunantwort wesentlich besser untersucht und beschränkten sich -neben den Aluminiumverbindungen wie Aluminiumhydroxid, den ältesten bekannten Adjuvantien- auf Emulgatoren bzw. Liposomartige Komplexbildner (
hier gut nachzulesen).
Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass viele Impfstoffe bei Katzen auf lysierten oder inaktivierten Viren basieren. Genau diese "Totimpfstoffe" benötigen auch beim Menschen (leider, wie besonders z.B. die HBV Impfung betreffend) Adjuvantien, so dass nur mit Hilfe solcher Oberflächenvergrösserung das Immunsystem des Vertebraten ausreichend "aufgeregt" wird.
Beim Menschen, z.B. bei der HBV Impfung, führt diese Schwierigkeit dazu, dass man -trotz Adjuvans im Impfstoff - bis zu 3 mal bei manchen Personen "boostern" muss, um die entsprechnede Immunantwort zu erreichen.
Das ist bei Tieren nicht anders. Aufgrund dieser Überlegungen sind prinzipiell engere Auffrischungsimpfungen zu bevorzugen als solche fragwürdigen Adjuvantien.