Hallo,
die Katzen benötigen eine hundefreie Zone und Möglichkeiten, sich nach oben zu retten (Kratzbaum, Schränke, Regale, was auch immer).
Plan A: Trenne einen Raum mit einem Gitter so ab, dass nur die Katzen dorthin gelangen können. In diesem Katzenbereich sollte auch das Futter stehen. Bei einem kleinbleibenden Hund könnte ggf. auch ein höheres Brett als Absperrung ausreichen.
Plan B: Trenne einen Bereich für den Hund ab. Der sollte dann auch dort gefüttert werden und seinen persönlichen Ruheplatz finden.
Sowohl Plan A als auch Plan B ermöglicht es den Katzen, Kontakt zu dem Hund aufzunehmen, wenn sie es wünschen.
Weiterhin kann man einen Hund mit einer Hausleine (leichte Schleppleine, ca. 5 m) ausstatten und so seinen Bewegungsspielraum begrenzen und kontrollieren. Das Abbruchsignal beizubringen dauert ja etwas länger und ihr braucht "sofortige Wirkung".
Und bitte: Vergiss die Wasserspritze. Die braucht kein Welpe.
Gewöhnt den Hund an einen sicheren Ruheort, z. B. eine Box. Welpi sollte vor allem Ruhe lernen (neben Stubenreinheit). Vor allem klappt es bei einem ruhigen Hund dann auch mit den Katzen. Die Katzen werden den Hund eher beobachten als ihn in seiner Box zu behelligen.
Auspowern würde ich für einen Welpen nicht empfehlen. Wenn du Pech hast, hast du nachher einen "ADHS-Hund". Welpen lernen Stubenreinheit, Rückruf und Ruhe - Punkt. Der "Rest" kommt, wenn sie das können. Selbst meine vierjährige Beagelin dreht nach langen Spaziergängen auf, rennt im Spielmodus auf die Katzen zu und "dreht am Rad". (Meinen Katzen ist das völlig egal.) Ein Welpe dreht da noch mehr auf. Und deinen Katzen ist das ja offensichtlich nicht egal. Also: Hund beibringen, ruhig zu sein.
@FrauMutzelbacher: Welpen werden heute bereits im Alter von 8 Wochen vermittelt, auch von seriösen Züchtern. Das ist so - leider. Ich finde das auch zu früh und vermute, dass viele Probleme mit Hunden daher rühren. Ich kenne noch Zeiten, da Welpen frühestens mit 12 Wochen abgegeben wurden. Das sollte man wieder einführen.
Nelmi, lass dich durch nichts entmutigen. Bewahre Ruhe, verströme Gelassenheit. Und sei überzeugt, dass die Tiere sich nicht nur tolerieren, sondern sogar lieben werden. Nachbars Hovawartmix wuchs zwischen den Pfoten von zwei Katzen auf. Nachbars alter Collie lebt seit ca. 2 Jahren mit zwei Katzen. Nachbar X: Zwei Möpse, vier Katzen. Nachbar Y: Ein Mops, ein Labbi, zwei Katzen. (Könnte ich endlos fortsetzen) Meine Beagelin (war 2 1/4 als sie zu mir kam, die Katzen waren 2 1/2) ist ein wahrer Katzenversteher. Sie ist ruhig und bewegt sich langsam auf Katzen zu. Also: Das geht. Ist man überzeugt davon, dass es funktioniert, geht es schneller.
Wie man einem Welpen die notwendigsten Dinge beibringt, kannst du in den Hundeforen nachlesen. Es gibt in allen gefühlte Millionen von guten Threads.
Kurzfassung meiner Tipps Infos: Hundefreie Zone für die Katzen und der Hund muss neben Stubenreinheit und Abruf RUHE lernen.
Viel Spaß mit deiner gemischten Gruppe.
LG, Walks