[...] Ich meine, am Anfang müsste man sie ja trennen, aber wenn sie dauernd getrennt sind, können sie sich ja auch nicht richtig kennen lernen!? [...]
Ich versuch mal dir das Prinzip der langsamen Zusammenführung aus meiner Sicht zu erklären.
Ziel ist es, die Katzen zu Vergesellschaften ohne dass sie sich in der Kennenlernphase so an den Hals gehen, dass sie sich danach nicht mehr verstehen. Haben sie sich nämlich einmal bis aufs Blut gekloppt kann das schon passieren.
Du beginnst damit, dass du die Neue in ein für sie eingerichtetes Zimmer tust, in dem alles was sie für den Anfang braucht vorhanden ist. Die beiden sollten sich auf dem Weg dahin gar nicht erst begegnen.
Dann lässt du sie erst mal zwei drei Tage drin, so das die beiden sich nicht begegnen. Natürlich kannst du immer wieder reingehen und dich um sie kümmern.
Diese Phase dient dazu, dass die "Neue" den Geruch der Wohnung annimmt und nicht mehr ganz so fremd riecht, wenn die Katzen sich dann das erste Mal sehen.
Was man in dieser Phase auch machen kann, ist, Dinge aus dem Raum mit der Neuen und Sachen, die nach deiner alten Katze riechen auszutauschen.
Nach zwei, drei Tagen kannst du entweder eine Gittertür einbauen, oder du öffnest die Tür einen Spalt, so dass die beiden Katzen sich sehen können, aber sich nicht gegenseitig angreifen können.
Wenn du nun z.B. eine Gittertür einbaust, dann solltest du das alles als so normal wie möglich leben. Es ist ganz natürlich, dass diese neue Katze jetzt da ist. Natürlich kannst du trotzdem deine alte Katze ein bisschen verwöhnen. Sie soll ja wissen, dass sie Nummer eins ist und bleibt.
Wenn die beiden sich dann durch die Gittertür beschnuppern und sich normal gegenüber der anderen Katze verhalten (heisst: sich nicht mehr anfauchen und anknurren), dann kannst du die Gittertür wegmachen und die Katzen zusammenlassen.
So, das ist jetzt so das Prinzip der langsamen Zusammenführung. Die Zeiten der einzelnen Phasen können natürlich variieren, da muss man dann auch ein bisschen auf sein eigenes Gefühl hören.
Wichtig finde ich, dass man die Katzen nicht ständig trennt und wieder zusammenlässt. Sondern, wenn du sie einmal zusammengelassen hast, dann wird auch Nachts nicht mehr getrennt. Lass sie machen und misch dich nicht mehr ständig ein. Das macht die Katzen dann nur noch nervöser.
Natürlich ziehst du (wie der Name ja schon sagt) mit der langsame Zusammenführung das Kennenlernen in die Länge, aber du erhöhst die Chancen, dass es klappt.
Nur damit du mal weisst, worüber wir hier eigentlich reden

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LG