Als ich mich für die Katzenrasse La Perm entschieden habe, wusste ich um ihren Charakterzug, dass sie gerne auf Schultern sitzen. Wobei die Betonung auf "sitzen" liegt. Flecki und Ikea haben das aber nicht so ganz verstanden. Typische Situation gestern: Dosi steht auf einem Küchenstuhl, um ein Raffrollo aufzuhängen. Da gerade eine Freundin angerufen hat, klemmt unter dem rechten Ohr der Telefonhöhrer. Plötzlich hört Dosi ein Galoppieren von hinten, gefolgt vom Gefühl von Pfoten auf dem Rücken, ein Sekundenbruchteil später steht Ikea auf meiner Schulter auf den Hinterpfoten um die richtige Anbringung des Rollos zu kontrollieren :shock:.
Das hatte schon was von den Bremer Stadtmusikanten, nur das es in unserem Fall nur 3 Beteiligte in Form von Stuhl, Mensch und Katze waren :lol:. Und das ist ein großes Hobby von Ikea. Auf Menschen klettern ist klasse. Wenn sie gerade durch die Tür kommen. Wenn sie nichtsahnend irgendwo stehen. Wenn sie sonstwomit beschäftigt sind. Wenn man sie kennt. Wenn man sie nicht kennt - Ikea ist das wurscht. Katz muss schließlich ihr bezauberndes Näschen überall reinstecken. Und ich höre jedes Mal: so was habe ich von einer Katze noch nie gesehen oder gehört.
Flecki macht das bei anderen außer mir nicht, und sie fragt vorher auch meist höflich in dem sie mit ihrer Pfote an meinen Oberarm tippt. Aber wenn sie erst mal auf der Schulter ist bleibt sie meist nicht dort sitzen, sondern muss auch alles genauestens prüfen, was in der Nähe ist. Momentan hüpft sie am liebsten von der Schulter auf den Badezimmerschrank - und da sie selbst von dort nicht runterkommt, nimmt sie auf dem Abstieg auch gleich wieder meine Schulter.
Ich kann mittlerweile gut damit leben, steckt ihnen halt in den Genen. Zumindest, solange sie beim Klettern nicht die nackte Haut erwischen. Im Sommer ist das nicht so einfach. Aber der ist ja erst mal weg. Aber ist das wirklich so selten, dass Katzen Schultersitzer bzw. Kletterer sind? Meinen macht es jedenfalls einen Heidenspaß.