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Karzinom im Mittelfell - Op? Dringende Hilfe!!

Diskutiere Karzinom im Mittelfell - Op? Dringende Hilfe!! im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, wir wissen leider nicht wie wir uns entscheiden sollen und wollen einfach mal noch andere Meinungen hören, von Menschen die...
  • Karzinom im Mittelfell - Op? Dringende Hilfe!! Beitrag #1
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carutti

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Hallo zusammen,

wir wissen leider nicht wie wir uns entscheiden sollen und wollen einfach mal noch andere Meinungen hören, von Menschen die Ihren Kätzchen genau so verfallen sind wie wir Beide.

Unsere 9 Jahre alte Katze hat etwas Gewicht gerade im Bereich der Wirbelsäule (also oben) verloren. Bei der Vorstellung beim Tierarzt wurde nach Sono, Röntgen, Biopsie und CT nun festgestellt, dass es sich um ein Karzinom (also seltener. bösartiger Tumor) vor der Lunge (also im Mittelfell) handelt. Dieses Karzinom ist so groß, dass es sich Platz im Brustraum verschafft hat und nun auf die Lunge und das Herz drückt. Außerdem sieht es so aus als wenn der Tumor sich auch aus den Brustkorb in die Muskulatur weiterentwickelt. Nun gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Schwere Op im Brustkorb mit Entfernung des Tumors für 1,5 Stunden mit anschließender Chemotherapie ausschließlich mit Doboraxin
2. Nichts unternehmen und zu gegebener Zeit Schmerzmitel bzw. Euthanasie
3. Chemotherapie jetzt bereits starten

Unsere Scully verhält sich komplett normal, frisst und spielt. Sie schläft halt etwas mehr als sonst, aber das auch das Einzigste.

Alle drei Optionen sind mit sehr schlechten Aussichtschancen verbunden und aufgrund der Tatsache, dass es ein Karzinom ist, gibt es keine Studien / Zahlen, wenig Erfahrungen etc.

Was würdet Ihr tun?

Sie ist eine kleine Kämpferin..leider haben wir erst vor einem Jahr unseren geliebten Kater an einem malignen Lymphom auf der Gekrösewurzel nach 6 moatiger Chemo verloren.

Vielen Dank für Eure Hilfe und Tipps.

Bei Fragen einfach fragen :)
 
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  • Karzinom im Mittelfell - Op? Dringende Hilfe!! Beitrag #2
hi

ich habe eine ganz eigene meinung zu so einem schweren thema...

muss allerdings sagen dass ich so eine schwere krankheit natürlich nicht einschätzen kann wie gut die lebenserwartung eines tieres ist.

allerdings tendiere ich bei so einer aufzählung und was du gschrieben hast, und doch auf eine sehr langwierige und schmerzhafte geschichte zu deuten scheint zur Euthanasie, da ich mein tier wohl eher so nicht leiden sehen wollen würde

also jetzt ohne gefühle mit ins spiel zu bringen, würde ICH PERSÖNLICh zu variante 2 tendieren.

lg und viel kraft mit dieser schweren entscheidung
 
  • Karzinom im Mittelfell - Op? Dringende Hilfe!! Beitrag #3
Hallo,

danke für Deine Meinung. Ja die Entscheidung ist besonders schwer, dahe benötige ich auch offene und ehrliche persönliche Meinungen.

Danke Dir.
 
  • Karzinom im Mittelfell - Op? Dringende Hilfe!! Beitrag #4
Hey Carutti!

Erstmal herzlich Willkommen. Ich habe zwei Katzen durch Krebs verloren. Mein geliebter, alter Whisky hatte ein inoperables Plattenepithelkarzinom im Mäulchen. Er hatte nach Diagnosestellung noch 8,5 Wochen, gut durch Schmerzmittel abgedeckt, sodaß er nicht leiden musste und sein Leben genießen konnte. Wir konnten dem Krebs beim Wachsen zusehen, haben aber jede gemeinsame Sekunde genossen, sodaß wir uns alle in Frieden verabschieden konnten.

Meine liebe Joy ist mit gerade mal 5 Jahren an Lymphdrüsenkrebs verstorben. Rezidiv Mamatumor, wie sich nach der OP herausstellte. Wir haben über Chemo, Naturheilkunde, Schlangengifttherapie und OP ALLE Register gezogen und mußten schließlich doch aufgeben.

Jede Situation und jedes Tier ist anders. Ich kann mir nur aufgrund Deiner Worte eine Meinung bilden.

Aufgrund der Tatsache, daß der Tumor offensichtlich invasiv wächst, eine beachtliche Größe hat und nur schwer zu entfernen ist, zudem bösartig ist, würde ich die OP nicht machen. Erstens eine RiesenOP, von der es lange dauert, sich zu erholen, zweitens keinerlei Garantie. Und das Ding ist bösartig? Wie wurde das festgestellt? Wurde eine Feinnadelaspiration des Gewebes gemacht? Wenn er sicher bösartig ist - keine OP. Ihr stehlt Euch kostbare Zeit, die mit Leid und Schmerzen gefüllt ist.

Was die Chemo betrifft: Diese kann den Tumor verkleinern, zurückdrängen. Die Chemo in der Veterinärmedizin ist wesentlich geringer dosiert als in der Humanmedizin. Unsere Joy bekam im Abstand von immer 21 Tagen eine Chemo, insgesamt ich glaube 6-8 Zyklen. Die Tumore schrumpften auf Minimalstgröße. Außer, daß sie ca. 2 Tage nach der Chemo jeweils einmal die erste Portion Frühstück erbrochen und ihre Schnurrhaare verloren hat, hatte sie keine Nebenwirkungen und eine sehr gute Lebensqualität. Von daher sähe ich das als Option, wenn es sonst Scully gut geht.

Mit der Chemo könnt Ihr Euch Zeit erkämpfen. Allerdings sollte diese von erfahrenen Vetonkologen durchgeführt werden. Könnt Ihr dazu in eine TK gehen oder seid Ihr schon in einer?

Es ist immer ein Abwägen. An erster Stelle muß für uns stehen, daß diese lieben Gefährten, die immer bei uns sind und uns blind vertrauen, kein Leid erleben sollen. Von daher ist es immer schwierig, da zu raten. Als erstes muß die Diagnose sicher stehen, um die Optionen zu erwägen.

Manchmal ist es humaner, die Zeit mit seinem Schätzchen zu genießen, Schmerzmittel zu verabreichen und die liebe Seele gewissenhaft zu beobachten. Solange das Tierchen Lebensqualität hat, frißt, schmust, das tut, was es gerne tut, ist es o.k.. Zeigt es Anzeichen von Schmerzen, Einschränkungen, die durch die Erkrankung bedingt sind, ist es Zeit, Abschied zu nehmen.

Ich wünsche Dir alle Kraft die Du brauchst, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Und überdies wünsche ich Dir mit Scully eine wunderschöne Zeit.

Fühl´ Dich lieb gedrückt.

Sisja
 
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