Das Liebste einschläfern lassen...

Diskutiere Das Liebste einschläfern lassen... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Vor 10 Wochen habe ich meine Katze Milay töten lassen. Sie war fast 20 Jahre alt und hat mich mein halbes Leben lang begleitet. Ich habe...
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #1
nell

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Vor 10 Wochen habe ich meine Katze Milay töten lassen. Sie war fast 20 Jahre alt und hat mich mein halbes Leben lang begleitet. Ich habe inzwischen 2 neue Katzen, die wirklich toll sind, aber ich vermisse mein Kleines so unglaublich... Mit dem Tod von Menschen kenne ich mich aus, Mutter Vater uswetcpp, da war ich selbst noch ein Kind. Aber Milays Tod macht mich auch als Erwachsene völlig hilflos. Ich dachte, ich hätte mich mit dem Tod ausreichend auseinandergesetzt, gezwungenermaßen. Aber ich vermisse sie so sehr, und ich komme überhaupt nicht klar. Ich weiß, dass es in der Trauer keine Hilfe gibt. Ich musste es nur aufschreiben.
 
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  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #2
Nell, du kannst dich noch so gut vorbereiten, wissen das es bald nicht mehr geht, ohne Trauer geht es nicht.
Wir haben unseren Nauti vor einem Jahr gehen lassen müssen, mit 12 Jahren nach lebenslanger Krankheit . Wir haben auch zwei kleine Kater wieder aufgenommen, sie erleichtern es über den Tot hinweg zu kommen, aber vermissen , oft an ihn denken und auch um ihn weinen, tun wir bis heute.
Also gib dir Zeit , es wird dauern , es braucht Zeit.
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #3
Liebe Nell!

Es braucht alles seine Zeit! Man kann sich nicht wirklich darauf vorbereiten. Laß´ Dich von Deinen neuen Pelznasen trösten. Das ist das Beste, wenn wieder Leben in der Bude ist. Bei uns sind auch sowohl nach Whiskys als auch nach Joys Tod wieder Erben eingezogen. Ist die beste Entscheidung, die man treffen kann.

Es nimmt zwar nicht die Trauer, aber es macht das Leben etwas leichter.

Herzlichen Gruß,
Sisja
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #4
Liebe Nell,
dein Verlust tut mir von Herzen leid. Ich selber habe gestern Abend meinen Schatz Piri nach zehn glücklichen Jahren ins Regenbogenland begleitet und bin total fertig. Ich weine ständig, schaue mir Bilder an und spreche mit ihr. Ich habe noch eine zweite Fellnase, mein Clärchen, ich hatte sie damals zusammen aus dem Tierheim geholt. Clärchen ist ständig bei mir und tröstet mich (und ich sie auch) und mit Piri sprechen und ihr alles sagen hilft mir auch. Vielleicht kannst du dich auch ein bisschen an deinen neuen Lieben festhalten und mit deinem Regenbogenkätzchen Milay sprechen. Ich wünsche dir, dass es dir auch hilft. Sei ihr dankbar für diese lange Zeit (20 Jahre, Wow!), die sie dich treu begleitet hat.

Ganz liebe Grüße,

Tanja
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #5
Liebe Nell....

du hast deine Katze nicht töten lassen, sondern du hast ihr einen letzten Liebesdienst erwiesen. Und wenn du so weit bist es auch so zu sehen, kannst du mit deiner Trauer auch besser umgehen.

lg
Verena
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #6
Liebe Nell....

du hast deine Katze nicht töten lassen, sondern du hast ihr einen letzten Liebesdienst erwiesen. Und wenn du so weit bist es auch so zu sehen, kannst du mit deiner Trauer auch besser umgehen.

lg
Verena

Das möchte ich unterschreiben. Vielleicht / hoffentlich kann dir diese sichtweise etwas helfen in deiner trauer...
Deine Kleine ist dir dankbar, dass du ihr weitere schmerzen erspart hast.

Alles Liebe für dich.
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #7
Liebe Nell.
Ich wei´wie schwer es ist und du hast mein tieftes Mitgefühl. Aber du hast deine Milay erlösen lassen weil du ihr Leid ersparen wolltest. Mein Kimba ist morgen vier Jahre tot und ich weiß jetzt schon es wird ein ganz schlimmer Tag für mich. Ich wünsche dir viel Kraft.

Lebe wohl liebe kleine Milay, jetzt hast du keine Schmerzen mehr. Im Katzenhimmel kannst du mit all unseren Sternenkätzchen spielen und wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier Lieblinge von mir.

Traurige Grüße Kathi.
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #8
liebe nell..

wie du siehst, können wir hier alle verstehen, was du gerade durchmachst... auch wir mussten schweren herzens unsere liebe molli drei tage vor weihnachten einschläfern lassen.. wir hören und sehen sie immer noch... es wird dauern, bis die das schlimmste daran vorübergeht, aber vergessen werden wir unsere katzen nie..

auch wir haben uns alle fotos angeschaut und reden sehr viel über sie, weil das hilft...

liebe grüsse hermine
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #9
Hallo Nell!
Ich fühle Deinen Schmerz! ! ! Man denkt es ist besser und dann kommen diese ausweglosen Gedanken! Ich bin seit Weihnachten "auf der Flucht" vor meinen Erinnerungen und der Sehnsucht. Sammy ist vor 4 1/2 Wochen unerwartet im Alter von 13 Jahren gestorben. Z. Zt. bin ich bei Verwandten. Leider haben sie viele Katzen, die mich einerseits ablenken aber mir zeigen, dass Sammy nicht nur ein Kater sondern mein nichtersetzbarer Gefährte war!

Trauer braucht also seine Zeit. Wenn es Dir jetzt unüberwindbar vorkommt, kann es morgen viel besser sein und nächste Woche vielleicht wieder schlimmer! Lass es zu!
Irgendwann werden die schlechten Zeiten immer weniger! Diese Zeit, in der alle feiern, ist für uns Trauernde eben wirklich schwer!

Du bist nicht allein!

Fühle Dich umarmt!

Samm
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #10
Es tut mir sehr Leid, fast alle Tierliebhaber mussten dieses Leid auch schon mit machen. Ich habe damals meinen überalles geliebten Hund verloren, und habe mir Zeit genommen, 8 Jahre, bis ich dann wieder eigene Tiere zu mir nehmen konnte. Aber während dieser Zeit war ich aktiv im Tierschutz tätig, da konnte ich meine Tierliebe ausleben, und der Schmerz des Abschieds war nicht so stark, weil die Bindung nicht so innig war. Obwohl ich auch dort mit soviel Leid umgehen musste , wurde mir klar, was ein schönes Leben unser Hund bei uns hatte, und dass hilft. Und auch heute noch nach so vielen Jahren vergeht fast kein Tag an dem ich mich an diese schöne Zeit mit ihm erinnere. Nehme Dir Zeit und denke an die schöne Zeit mit Deinem Tier.
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #11
All ihr Lieben,

vielen Dank für eure tröstenden Worte! Ich heule zwar schon wieder, zum Teil aber auch weil ihr mich sehr gerührt habt und ich mit euch fühle.

Der Gedanke, dass ich Milay habe töten lassen, will mir deshalb nicht aus dem Kopf, weil sie keine Schmerzen hatte und nicht körperlich gelitten hat. Es wurde von der Ärztin jedenfalls nichts festgestellt. Sie war einfach alt, verhielt sich seit langer Zeit dement, erschrak sich vor mir, war total passiv, schlief nachts nicht mehr in meinen Armen. Sie hat den halben Tag im Flur gesessen und miaut. Ich konnte sie mit all meiner Liebe nicht mehr erreichen, und sie wirkte so verloren und unglücklich.

Ich bin mit meinem Schneckchen zum Tierarzt, um ihre Blutwerte checken zu lassen - und im Wartezimmer wusste ich plötzlich, es ist soweit. Dass ich sie nicht wieder mit nach Hause nehmen darf. Obwohl ich mich natürlich seit Monaten mit dem Gedanken auseinandergesetzt hatte, war es ein ganz spontaner Entschluss - und seither mache ich mir die schlimmsten Vorwürfe.

Alle, die mein Babie kannten, sagen dass es richtig war. Leider hilft das nicht gegen die Schuldgefühle, oder nur für Sekunden. Es stimmt wahrscheinlich, dass meine Trauer durch diese Schuld gestört ist. Vielleicht muss ich mir erst selbst verzeihen, bevor ich sie loslassen kann...

Ach und: ich erwarte hier nicht die Absolution oder sowas. Ich muss es mir nur von der Seele scheiben.
 
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  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #12
Liebe Nell,

erst einmal wünsche ich dir und allen anderen hier von Herzen ein glückliches und gesundes neues Jahr! Möge es uns viele freudige Momente bringen und uns wieder lachen lassen.
Deine Gedanken kann ich so gut nachvollziehen......ich habe ebenso das Gefühl, ich hätte Piri umbringen lassen. Und das Gefühl ist furchtbar. Es ist ja auch wirklich so, dass man diese schwerste Entscheidung getroffen hat, dass man für den Tod seines Tieres entschieden hat und für diese Entscheidung auch verantwortlich ist. Ich denke es gibt hier viele, die auch diese Gedanken haben und damit nun klar kommen müssen. Es hilft, wenn man sich vor Augen führt, warum man diese Entscheidung getroffen hat. Nämlich aus Liebe zu seinem Tier und auch wenn es wie bei dir ein spontanes Gefühl war, so haben doch unser aller Gefühle uns gezeigt, dass der Moment gekommen ist. Man merkt es einfach und auch unsere Liebsten zeigen es uns. Deine Milay hatte nicht mehr das schöne Leben mit dir, was sie immer hatte. Sie hat bestimmt selber nicht verstanden, was mit ihr los war. So wie du es beschreibst hatte sie keine Freude mehr am Leben. Sie war total passiv und schreckhaft trotz das du ihr all deine Liebe gegeben hast, hast du sie nicht mehr erreicht. Du hast alles getan um ihr zu helfen, genau wie ich auch bei Piri. Ich habe auch alles versucht. Aber weißt du, gegen manche Dinge ist man einfach so machtlos und so hilflos. Und wenn wir unseren Tieren trotz all unserer Liebe nicht mehr anders helfen können, dann bleibt uns nur noch diese eine Entscheidung. Dann können wir Ihnen nur noch mit dieser schweren Entscheidung ein letztes mal helfen :cry:. Mache dir keine Vorwürfe. Du trägst keine Schuld an dem, was passiert ist. Du hast sie so sehr geliebt und das wusste sie und wird es immer wissen. Und sie hat es dir mit ihrer Liebe gedankt, so lange es ihr möglich war. Sie war so lang an deiner Seite und als sie nicht mehr konnte, hat sie dich um Hilfe gebeten. Sie hat es dir gezeigt und gesagt, als sie im Flur miaut hat. Und du hast ihr geholfen, in Würde und ohne Schmerzen in deinen Armen friedlich zu gehen. Mein Freund sagt immer, sie ist nicht weg, sie ist nur einen Schritt weiter gegangen und das ist nichts Schlimmes. Stell dir einfach vor, das sie nun über dich wacht, als dein kleiner Schutzengel!
Fühl dich gedrückt!

Ganz liebe Grüße,

Tanja
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #13
Liebe Tanja,

du ahnst nicht, wie sehr ich mich über deine Worte freue! Ähnliches haben meine Freunde, die Milay kannten, auch gesagt - aber ich habe immer befürchtet, dass sie mich nur vor meinen Schuldgefühlen beschützen wollten.

Aber du hast sie nie gesehen und sagst mir, dass ihr Miauen im Flur ein Zeichen an mich war. Das glaube ich dir. Nicht mehr in meinem Arm zu schlafen war auch ein Zeichen - das deutlichste, denn sie hat sich, selbst wenn sie mal krank war, nachts bei mir unter der Decke und in meinem Arm am sichersten gefühlt. Oder tagsüber auf meinem Schoss. Sich vor mir zu erschrecken war ein Zeichen - sie war vielleicht schon ganz woanders. Wahrscheinlich am Fuß des Regenbogens...

Komisch, aber keiner meiner Freunde hat mich zu diesen Gedanken gebracht. Ich bin dir wirklich dankbar.

Es ist schlimm, dass du die gleichen Schuldgefühle wegen Piri haben musst - obwohl es gar keine Wahl gab. Piri hätte nur schrecklischste Schmerzen gehabt, ohne die leiseste Hoffnung auf Heilung. Was ich über Piris Krankheit und deine Entscheidungen gelesen habe: du hast alles richtig gemacht! Du bist so weit mit ihr gegangen, wie möglich war. Und dann hast du sie erlöst. Das wird sie dir immer danken, und ich bin sicher, sie wacht über dich und Clärchen und freut sich über jedes Lächeln von dir und jedes unbekümmerte Spiel von Clärchen.

Umarmt, Christina
 
  • Das Liebste einschläfern lassen... Beitrag #14
Liebe Christina,
Es freut mich sehr, dass dir meine Worte geholfen haben und ich danke dir auch für deine :)! Nein, es gab keine Wahl für uns, und trotzdem ist das Gefühl furchtbar, über Leben und Tod des eigenen Tieres bestimmen zu müssen. Auch Piri hat immer an meiner Seite geschlafen, rechts neben meinem Kopfkissen, und ich habe sie im Arm gehalten und sie hat mich in den Schlaf geschnurrt. Wenn ich schlecht geträumt habe und davon aufgewacht bin, war sie da. Ich brauchte sie nur anzusehen und sie hat los geschnurrt. Es gab eine sehr starke Verbindung zwischen uns, genau wie zwischen dir und Milay auch. Und die letzten Tage vor ihrem Tod hat auch Piri nicht mehr neben mir geschlafen. Unsere Liebsten haben uns damit scheinbar deutlich zeigen wollen, dass sie Abschied von uns nehmen möchten. Und es kann gut sein, dass sie schon ein Stück des Regenbogens gesehen haben. Die letzten beiden Tage war auch Piri sehr abwesend. Ihr Blick war traurig und müde und irgendwie ganz woanders. Aber eines war seltsam. In unserer letzten Nacht, da lag sie noch einmal eine kurze Zeit neben mir und hat ihre Pfötchen nach mir ausgestreckt, mich angeschaut und geschnurrt, als wollte sie mir sagen, das ich nicht traurig sein soll und das alles gut wird. Sie hat mich so getröstet in diesem Moment und da wusste ich, dass ich das jetzt durchziehen und ihr helfen muss und das sie auch genau wusste, was los ist und es gut so für sie war. Es war ein sehr trauriger, aber gleichzeitig auch ein sehr schöner und beruhigender Moment. Und ich habe ihr versprochen, dass ich sie nie vergessen werde, das ich ihr helfen werde, und das ich sie nicht im Stich lassen werde. Ich habe gedacht, das ich das niemals überstehe. Ich habe geschwankt als wir los gefahren sind. Ich habe ihren Namen geschrien, als wir vor der Tür der Tierklinik standen und gewartet haben auf diesen einen schrecklichen Moment. Ich werde das alles nie vergessen. Mir persönlich tut es sehr gut, in diesem Forum zu schreiben und zu lesen. Zu merken, dass man nicht alleine ist, tröstet mich sehr. Und so schmerzlich der Abschied und der Kampf der letzten Wochen auch waren: die gemeinsamen Jahre mit Piri waren wundervoll! Erfüllt mit so vielen dankbaren und herzlichen und lustigen und schönen Momenten. Ich bin soooooo froh, dass ich der Mensch war, den sie sich ausgesucht hat, um diese Momente mit ihr erleben zu dürfen und ich werde sie immer in meinem Herzen tragen! Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass wir solch bezaubernde und wunderbare Samtpfoten so viele Jahre an unserer Seite haben durften!
In diesem Sinne will ich jetzt mal ein kleines Lächeln von dir sehen....für mich und vor allem für Milay :)!

Drück dich!

Tanja
 
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