Guten Tag liebe Dosis,
Mira ist morgen 3 Wochen bei uns. Davor war sie eine reine Wohnungskatze ohne Artgenossen. Sie wird im August 10 Jahre alt und war die 1. Tage ziemlich scheu und ängstlich. Hat viel gefaucht und gebrummt, was an einem Trauma, welches die ehemaligen Halter verursacht haben, herrührte. Sie wurde viel bedrängt und zum kuscheln gezwungen. Das haben die auch ganz ehrlich zugegeben. Auch wurde sie immer noch im Katzengriff rumgetragen, wenn sie "böse" war und ist daher sehr empfindlich im Nacken.
Mittlerweile bewegt sie sich völlig frei und selbstverständlich in unserem Haus. Hat ordentlich Kohldampf, trinkt super und die Verdauung klappt bestens.

Sie schläft direkt neben uns auf der Couch und holt sich regelmäßig Streicheleinheiten ab und fordert unsere Aufmerksamkeit. Sie spielt gerne mit ihrem Fummelbrett und ihrer Angel. So langsam kommt sie richtig aus sich raus. So richtig schmusen werden wir vielleicht nie mit ihr können, aber das ist auch kein Problem. Wollten ja eine Katze, kein Stofftier. Mit ihr zu spielen und sie beim klettern zu beobachten ist Lohn genug für unsere Arbeit.
Wir wohnen auf den Land und haben viele Nachbarkatzen und Kater. Diese werden seit über 1 Woche mit großem Miau durch die Fenster und durch unsere Terrassentür beobachtet. Sie wirkt dann ganz nervös und springt richtig an der Tür hoch. Sie ist sehr neugierig auf ihre Artgenossen da draußen.
Seit etwa 4 Tagen haben wir einen richtigen Kampf mit ihr. Sobald die Terrassentür oder Haustür auf geht, steht sie hinter uns und trickst uns jedes mal aus, bis sie irgendwie draußen ist. Es erfordert dann viel Geschick und Geduld bis sie wieder drin ist. Das geht meistens nicht ohne gefauche von statten und danach ist sie erst einmal beleidigt und verkriecht sich wieder. Kommt aber schnell wieder raus und ist dann so, als ob nie was gewesen wäre.
Die goldene Regel sagt ja 4-6 Wochen und das würde ich auch gerne durchsetzen, doch werden diese Kämpfe mit ihr von Tag zu Tag schlimmer und ihre Neugierde, und sie ist sehr neugierig, zieht sie nach draußen. Es tut mir auch jedes mal weh sie enttäuschen zu müssen und sie wieder rein zu holen. Was Mira angeht sind wir auf der sicheren Seite. Kastriert, gechipt, entwurmt Januar 2013, geimpft August 2012 und vor 3 Wochen noch gegen Zecken und Flöhe behandelt.
Jedoch hat sie bisher keinerlei Erfahrung mit dem Freigang. Jedoch drängt sie stark nach draußen. Da sie auch so großes Interesse an ihre Artgenossen zeigt , ist auch schon entschieden das sie bald eine Gefährtin an ihrer Seite bekommt.
Sie hört auch noch nicht richtig auf uns. Die Möglichkeit raus und rein zu kommen wann sie will ist vorhanden.
Was würdet ihr tun? Es beim nächsten Mal einfach mal drauf ankommen lassen und ein wenig im Garten bleiben und sie beobachten?
Meine Angst ist nur, dass sie abhaut und nicht wieder kommt. Obwohl ich mittlerweile das Gefühl habe das sie sich sehr wohl bei uns fühlt und immer unsere Nähe sucht. Anfassen ist zwar nocht nicht so ihr Ding, aber sie muß uns sehen können.
Würde mich über Antworten freuen!
Lg
Steffi