Wieder zurück. - Ein Erfahrungsbericht.
So Leute.
Danke nochmal für all eure Erfahrungen und Tipps.
Letztlich blieb uns nichts anderes übrig als sie tatsächlich zu meiner Oma zu bringen, weil angeschlagene Katzensitterin, die sich in der nicht heimatlichen Umgebung unwohl weil körperlich eingeschränkt fühlt, überträgt leider ja auch die Angespanntheit auf die Schützlinge, ob se will oder net.
Die Hinfahrt war eine Geduldsprobe, die ich leider nicht so ganz bestanden hab. Wir sind am späten Nachmittag gefahren und es wurde schnell dunkel. Keine Ahnung, ob es das genau war, was sie gestört hat, aber während unsre schüchterne Peaches wieder mehr oder minder artig zwischen Körbchen und KaKlo hin und her pilgerte - so lange die Leine es zuließ - war Nim völlig aus dem Häuschen. Irgendwie war es seltsam, weil sie eigentlich einen entspannten Eindruck machte. Aber sie hat die gaaaanze laaaange Autofahrt fast durchgehend miaut. Mal kläglicher, mal als wolle sie ihren Unmut rauslassen, mal als wolle sie nur sagen, sie is auch noch da. Kein Gekratze, kein wildes, panisches Rumgerenne, aber dieses Schreien.. *arg* (wobei.. mittlerweile weiß ich ja auch, dass DAS gar kein wirkliches Schreien war!)
Ach ja, ich hatte Geschirre mit Leinen für die beiden besorgt. Hab leider nur Nylon gefunden, das ich eigentlich nicht nehmen wollte, aber gab leider nichts anderes :|
Hab die Leinen auch die ganze Zeit drangehabt und sie hinten frei laufen lassen, sofern sie wollten - irgendwann mal lag Nim oben auf der 'Hut'ablage und hat die dunklen Umrisse der Autos hinter uns angemaunzt.

- aber sobald sie nach vorne gelinst hat, hab ich die Leine straff gehalten bzw sie wieder zu mir genommen. Bin natürlich hinten gesessen.
Bei meiner Oma angelangt waren sie dann erstaunlich ruhig, haben sich gleich die neue Umgebung erschnüffelt und wohl auch gleich akzeptiert. Dass es so viel kleiner is wie ihr übliches Zuhause, das haben sie erstmal vermutlich nich so ganz verrissen.
Dummerweise wurde dann in der Woche erst die eine und dann in der nächsten - also die jetzt beendet is - noch die andre rollig. Des Abends hab ich öfters vom Urlaub aus angerufen, um zu hören, wie es allen geht - Miezen mit Sitterin und Sitterin mit Miezen - und war erstaunt, wie ruhig meine sonst so schnell aufgeregte Oma war, trotz dem tage- und nächtelangen Geschrei der Rolligen.
Erst dachte ich noch 'super. wenn sie jetzt rollig sind, dann kann ich ja nächste woche ans kastrieren denken' aber grad vorhin hab ich gelesen, dass das durchaus einige Wochen gehen kann..

einige WOCHEN??? Mir tun die Kleinen so sehr leid, dass ich am liebsten rausgehen und jeden Kater in der Nachbarschaft persönlich einsammeln wollen tät, damit es ihnen ein bissl leichter wird!
Aber um erst ein Thema abzuhandeln nochmal zurück zur Heimfahrt:
Wir sind dann gestern bei Tag gefahren und auch wenn Nim anfangs wieder meckerte und ich sie nach einer Weile des rumkletterns - Peaches hatte sich gleich und dauerhaft ins KaKlo gelegt (gestörte kleine Mieze!

) - dann doch wieder zu mir auf den Schoß zog, weil so ne Beifahrerin entgeistert ins Auto gestiert hat, war sie dann völlig entspannt. Sie hat sich dann irgendwann sogar auf ihren Drops gelegt (das Schlafkissen, das aussieht wie so n Nimm2-Bonbon (darum Drops) oder n rotes Blutkörperchen) und hat geschlafen. Dann kam die Katzenwäsche und das Trippeln (oder wie auch immer das Fachtechnisch heißt

.. Milchtritt glaub ich?).. Alles in allem schien sie wohl völlig tiefenentspannt.
Nach ner kurzen Futterpause hab ich Peaches auch aus ihrem Klo locken können, aber sie hatte es dann doch eher vorgezogen statt bequem ihren eigenen Drops zu belegen auf dem harten Kofferraumboden - wir hatten natürlich halbe Seite der Rückbank umgelegt, um genügend Platz zu haben - weiter zu mümmeln.
Aber mal abgesehen von dem Geschrei, das mich heut die Nacht gekostet hat, war es irgendwie komisch. Klar, sie müssen sich erst wieder Zuhause eingewöhnen, aber ihr Verhalten ist gar nicht mehr wie vorher. Peachie hat mich am Abend dann auch mal mit einer wie ich meinte müden Vorwurfsmiene angeblinzelt, wo ich mir auch dachte, sie will mir bestimmt sagen, dass ich doof bin und warum ich sie nich bei meiner Oma gelassen hab undundund.. Vielleicht sprach aber auch nur das Schuldbewusstsein aus mir.
Ich weiß, sie sind keine Menschen, schon gleich gar keine Kinder sondern 'nur' Tiere und ich halt ja selber eigentlich nix davon Tiere zu sehr zu vermenschlichen, aber dass sie mit sowas wie ihrer Rolligkeit auch noch auswärts 'fertigwerden' mussten, das knabbert irgendwie schon an mir.
Wobei ich ja wie schon oben angedeutet noch genug davon mitbekomme.
Falls noch wer hier liest: Kann das echt so lange dauern? 4-6 Wochen?? Mal von ner Dauerrolligkeit abgesehen, die ja beim ersten Mal hoffentlich noch nich vorkommt.
Ich hätte mal vermutet, dass es ein paar Tage so geht und dann wieder gut is, aber echt so lange? Da vergeh ich ja noch vor Mitleid! Und ich nehm mal an, dass die meisten Freigänger hier in der Gegend eh kastriert sind.
Wobei natürlich die Frage wäre, ob ihnen das überhaupt was bringen würde, wenn nicht die Hormonzentrale dann gleich erfolgreiche Befruchtung übermittelt. Weiß einer, wie das genau ist mit der Rolligkeit? Reicht einmal Bespringen dann, um sie da wieder von zu 'erlösen'?
Meine Tante sagte, die Mutter meiner beiden Miezies sei erst gar nich raus und als sie sie dann zwangsweise vor die Tür setzte - weil sie ner Dauerrolligkeit vorbeugen, aber auf jeden Fall vor Kastration ne Trächtigkeit wollte - war sie ne Woche lang weg.
Naja.. war wieder ein iiiiirre langer Text voller wirrer Sätze, hoffe ihr habt durchgehalten, dann kriegt ihr jetz wenigstens noch meinen Dank fürs Lesen mit
