@Finny:
Ich hab mir den Link durchgelesen. KLingt in jedem Fall sehr sinnig. Jedoch hab ich da die erste Herausforderung. Mein Schlafzimmer geht vom Wohnzimmer ab. Bisher durfte Murphy immer überall mit hin, schläft nachts auch mit im Bett.
Wenn ich den Neuen nun ins Schlafzimmer pack und Murphy im Wohnzimmer bleibt, würde es doch massive Eifersuchtsattacken von Murphy geben oder? Er darf ja dann plötzlich nicht mehr ins Schlafzimmer und das alles wegen dem Neuen. Wäre das nicht sein Gedankengang?
Also Schlafzimmer halte ich auch für keine gute Idee. Es sollte doch eher ein neutraler Raum sein, wie das Bad, oder ein Arbeitszimmer. Alternative wäre, dass du das Schlafzimmer für die Separation nutzt, aber mit Murphy im Wohnzimmer schläfst.
Ansonsten:
Du musst dir das uberlegen. Es ist deine Entscheidung, und du musst abwägen, wie viel du Murphy zutraust. Du hast ja jetzt gelesen, wofür die langsame Zusammenführung gut ist.
Stell dir die Frage: halte ich das für nötig, oder kann man Kater mit dem Stress umgehen?
Eine positive Sache ist auf jeden Fall, dass dein Kater noch so jung ist. Die bekommen das eigentlich ganz gut hin.
Ich würde dir folgendes vorschlagen:
Wenn du einen Kater gefunden hast und ihn mit nach Hause nimmst (bitte warte wirklich noch ein paar Wochen ab, du machst dir das Leben damit einfacher), dann gehst du direkt ins Bad (s sollte dort auf jeden Fall ein Katzenklo bereit stehen) und lässt den Neuen bei geschlossener Badezimmertür raus. Ab jetzt bestimmen die Katzen die Geschwindigkeit. Wenn dein Neuer erst ein bisschen Zeit braucht, dann wirst du es merken und du kannst ihn im Bad ein bisschen zur Ruhe kommen lassen. Wenn er mutig ist, dann wird er dir schnell zeigen, dass er raus möchte.
Ich würde niemals, auch wenn ich plane, die Katzen schnell zusammenzulassen einfach die neue Katze vor die alte setzen und machen lassen. Immer erst einmal ankommen lassen und dann danach handeln, wie die Katzen sich verhalten.
Wenn du die Katzen dann zusammenlässt, dann bitte mit allen Konsequenzen. Das heißt:
sind sie zusammen, dann bleiben sie auch zusammen. Keine Trennungen in der Nacht, oder wenn du nicht da bist.
Wenn sie sich wirklich so zanken sollten, dass Blut fließt oder einer so verängstigt ist, dass du sagst es geht so nicht, dann musst du sie erstmal dauerhaft trennen, aber ich denke, man kann es ja erstmal anderns versuchen.
Überleg dir, wie du es machen möchtest. Was du deinem Kater zutraust (das kannst nur du. Keiner von uns kennt deinen Kater) und wie du es umsetzen möchtest.
Es gibt eben verschiedene Wege zum Ziel.
Noch eine Anmerkung:
Unabhängig von der Zusammenführung ist es eigentlich immer ganz gut, wenn man eine neue Katze erst einmal separiert, denn es besteht immer das Risiko, dass sie Krankheiten mitbringt. In den ersten Tagen kann man die neue Katze dann beobachten und gegebenenfalls handeln und sie steckt nicht gleich die schon vorhandene Katze an.
Nur mal so als Randbemerkung.
LG