Guten Morgen
Also als erstes: Ich würde die Maus mal vorläufig drinnen behalten bis ihr Klarheit habt, ob es wirklich Epilepsie ist. Wenn sie draussen einen Anfall bekommt, kann das recht schlimm enden.
Wir hatten letztes Jahr eine junge Pflegekatze bei uns, die auch Epilepsie hatte. Es ist richtig, dass Epilepsie ne Ausschluss-Diagnose ist. Also wenn sonst nix gefunden wird, ist es dann Epilepsie :-|
Ich würde beim
Tierarzt mal noch nachfragen, ob Du einen Valium-Klistier für den Notfall haben kannst. Und lass Dir zeigen, wie er eingeführt werden muss!
Epilepsie verursacht ja zwei verschiedene Arten von "Anfällen":
Grundsätzlich gilt: Nicht anfassen bei den Anfällen! Sie können Euch verletzen, weil sie absolut keine Kontrolle über ihren Körper haben . Wir haben für die Maus immer ein Zimmer in der Wohnung abgedunkelt gehabt, da war sie auch in der schlimmsten Zeit am häufigsten. Sie spüren irgendwie, dass Dunkelheit bzw. Dämmerung gut ist. Ich hab damals immer ein dickes Handtuch bereit gehabt, für den Fall, dass die Maus einen Anfall bekommt und an einem Ort ist, wo sie runterfallen könnte. Dann hab ich sie mit dem Handtuch geschnappt und auf den Boden gelegt. Die Maus ist mir am Anfang auch von Stühlen, Tisch und allem möglichen runter gefallen, bis ich Idiot begriffen habe, dass ich rennen muss wenn ein Anfall losgeht :-(
1. die Petit-Mal Anfälle (das was Du evt. beobachtet hast):
Die sind im Grundsatz für die Katze nicht so schlimm, aber wenn sie häufig vorkommen (mehrfach wöchentlich oder sogar täglich) ist es halt doch auch ein grosser Stress für den Katzenkörper. Wenn Eure Katze einen solchen Anfall hat, beobachten aber in Ruhe lassen. Meistens sind sie anschliessend sehr verwirrt und teilweise auch sehr verängstigt. Sie wissen ja nicht, was mit ihnen passiert ist.
2. Grand-Male Anfälle
Das sind die heftigen und zum zugucken echt schlimmen Anfälle. Dies dürfen auf keinen Fall zu lange dauern! Sonst kann das Gehirn bleibende Schäden nehmen. DARUM: Valium-Klistier. Wenn ein Grande-Mal Anfall länger dauert (je nachdem wen Du fragst 1 bis 2 Minuten), muss um zu verhindern, dass die Katze in einen status epilepticus fallen kann (sog. Dauerkrampf) , Valium gegeben werden. Da das oral nicht geht, muss es als Klistier sein. Die Katze muss dann auch sofort in den nächsten Notfall eines Tierspitals.
Ich habe mich letztes Jahr recht in das Thema eingelesen und auch ein Forum gefunden, wo andere Katzenbesitzer mit Epilepsie-Katzen sind. Wenn es wirklich Epilepsie ist, und sie Grand-Mal Anfälle bekommt, kann die Katze mit Phenobarbital Tabletten eingestellt werden und hat trotzdem ein recht gutes Leben. Nur Freigang ist dann leider nicht mehr...
Unsere kleine Maus hatte ne Hirnhaut-Entzündung, welche die Epilepsie ausgelöst hat. Sie hat ein wunderbares Plätzchen gefunden und ist seit 6 Monaten völlig Anfalls-Frei

Leider ist sie ein Zwerg geblieben, da sie erst 6 Wochen alt war, als die Entzündung anfing und irgendwie ist ihr das auf das Wachstum geschlagen :???: