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Diskutiere Luna im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Liebe Forenmitglieder. Ich habe mich gerade hier registriert, weil ich meine kleine Luna verloren habe. Sie starb - im Alter von nur 7-8 Monaten -...
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SolDeLaLuna

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Liebe Forenmitglieder.
Ich habe mich gerade hier registriert, weil ich meine kleine Luna verloren habe. Sie starb - im Alter von nur 7-8 Monaten - heute morgen in einer Tierklinik an FIP. Zur persönlichen Verarbeitung würde ich gerne hier die Geschichte der vergangenen Wochen und Tage aufschreiben und meine Trauer und Selbstvorwürfe ausdrücken, da ich weiss, das hier Menschen sind, die meine Situation gut nachempfinden können (besser als manch anderer Nicht-Tierbesitzer).

Nachdem wir Luna, die für ihr Alter immer zu zierlich und leicht war, vor 20 Tagen haben kastrieren lassen, sah es erst aus, als würde sie sich gut erholen, doch dann traten Erkältungserscheinungen (Niesen, Schnoddernase) und latente Fressunlust auf, darüber hinaus was sie ruhiger, als normalerweise. Wir brachten sie Montag vor einer Woche zu unserem Tierarzt, wo eine Erkältung und dicke Mandeln festgestellt und für eine Woche Antobiotika und Vitaminpaste verschrieben wurden. Heute hätten wir den Nachuntersuchungstermin gehabt. Lunas Erkältungssymptome verschwanden, aber ihr Appetit (der im gesunden Zustand groß war) steigerte sich nicht wieder. Neben dem winzigen Bisschen, was sie zu sich nahm, habe ich ihr mit einer Spritze Nahrung ins Mäulchen eingeflößt... offenbar nicht genug, denn am Sonntag (gestern) war sie plötzlich so apathisch und (wenn sie doch mal aufstand) so wackelig auf den Beinen, dass ich sofort in eine Notfall-Tierklinik mit ihr gefahren bin.
Dort wurde sofort ein Radiografie gemacht, die deutlich zeigte, dass meine Kleine den Körper voller Flüssigkeit und Gas im Darm hat. Ausserdem sehr niedrige Temperatur, sehr schlechte Blutwerte und sie war dehydriert. Man sagte mir, sie müsse über Nacht dableiben, es bestehe Verdacht auf FIP. Man wolle ein Ultraschall machen und weitere Tests, ihr Blutzucker zuführen, sie intravenös ernähren und ihr Schmerzmittel geben. Heute zwischen 13 und 14 Uhr solle ich wieder anrufen, damit man mir etwas über ihren Zustand mitteilen kann.

Um 08:15 Uhr heute morgen, als ich bei der Arbeit war, rief mich die Klinik an, eine Ärztin infomierte mich, dass sich Lunas Zustand rapide verschlechtert habe, sie bewusstlos sei und man nicht sicher wäre, ob sie bis mittags überleben werde. Ich nahm mir sofort den Rest des Tages frei, um in die Klinik zu fahren und ggf. die Entscheidung einer Einschläferung zu treffen. Von unterwegs rief ich in der Klinik an, um mitzuteilen, dass ich gleich kommen würde. Und da sagte mir die Ärztin, dass Luna noch während des Telefonates zuvor verstorben sei. Ich könne zwischen 13 und 14 Uhr vorbei kommen, um mich von ihr zu verabschieden. Bis 13 Uhr vergingen schreckliche Stunden voller Weinen, dann wieder einfach nur innere Leere oder Betäubtheit... und Vorwürfe, nicht dagewesen sein zu können, als sie ging. Meine arme Kleine ist mutterseelenallein in der Klinik verstorben. Ich komme mit diesem Gedanken nicht zurecht, er zerfrisst mich, und es tut mir unendlich leid. Und ich kann es nicht rückgängig machen.

Luna war immer extrem auf mich fixiert, ein richtiges Mamakind. Wann immer ich mich setzte, sprang sie auf meinen Schoß, war immer in meiner Nähe, forderte jede Nacht ein, unter der Bettdecke an mich gekuschelt zu schlafen... sie durfte immer, denn ich liebe sie mindestens so sehr, wie sie mich geliebt hat.

Heute um 13 Uhr war ich mit einer Freundin in der Klinik. Postmortale Untersuchung hat wohl ergeben, dass es wirklich FIP war, auch wenn das nicht mehr wichtig ist. Man sagte mir, sie habe nicht gelitten, da sie bereits im Koma war, bevor sie starb. Ich hätte alles in meiner Macht stehende getan und müsse mir keinerlei Vorwürfe machen. Das war sehr lieb gemeint, aber irgendwie hilft es mir trotzdem nicht, jedenfalls momentan noch nicht.

Ich hatte Angst, Luna zu sehen, wusste aber auch, dass ich es machen muss, um irgendwann irgendwie überhaupt Abschied nehmen zu können. Wenn ich schon nicht da sein konnte, als sie ging, so wollte ich mich wenigstens anschließend nochmal persönlich von ihr (ihrem Körperchen) verabschieden, mich entschuldigen... ich weiss nicht... vielleicht hat sie sich auf der Regenbogenbrücke ja nochmal umgedreht, es gesehen und mir verziehen. Ich durfte sie nicht anfassen, habe sie aber durch das Handtuch, was ihr Körperchen bedeckte, nochmal gekrault, wie sie es so liebte. Ich bin so traurig. Meine Luna ist fort. Sie hatte nur so ein kurzes Leben.

Ich bin natürlich froh, dass sie nun nicht mehr leiden muss und es letztendlich und der Leidensprozess kein langer war... und auch froh, dass ich nicht entscheiden musste "Ja, einschläfern." (natürlich hätte ich das getan, um sie zu erlösen, aber dennoch wäre das zusätzlich sehr belastend für mich gewesen). Dennoch bin ich jetzt ebenfalls appetitlos ist und würde am liebsten apathisch in innerer Leere verschwinden.

Ich schreibe das hier, um mich selbst zu erleichtern, ich weiss, dass keiner von euch mir das Leiden abnehmen kann oder beseitigen, das kann höchstens die Zeit und irgendwann ich selbst. Es musste einfach mal raus und das an einer Stelle, wo ich weiss, dass nachempfunden werden kann. Und wenn irgend jemand irgend etwas dazu sagen möchte, dann freue ich mich natürlich sehr.

Liebste Luni, verzeih mir, dass ich nicht da war, als du gehen musstest und dass ich dich allein in der Klinik zurückgelassen habe. Ich wollte dein Bestes und dass dir jemand hilft und ich dich heute in besserer Verfassung wiedersehen kann... in Gedanken war ich die ganze Zeit über bei dir, vielleicht hast du das ja gespürt...

Für immer,
Anna​
 
  • Luna Beitrag #2
Liebe Anna!

Erstmal: Fühl Dich ganz lieb und herzlich umarmt. Eine geliebte Seele zu verlieren ist immer hart. Luna wusste, daß Du für sie da bist. Sie hat es gespürt, daß Du in Gedanken bei ihr warst.

Gegen ihre Krankheit konntest Du nichts tun. Und über solche Situationen haben wir keine Macht.

Bitte, bitte, mach Dir keine Vorwürfe. Das bringt absolut Nichts und verstellt Dir nur den Blick.

Und Dir, liebe Luna, wünsche ich viel Spaß auf der anderen Seite. Du hattest ein tolles, liebevolles Zuhause. Grüß meinen Whisky und meine Joy von mir ganz lieb. Irgendwann sehen wir uns wieder.

Herzlichen Gruß,
Sisja
 
  • Luna Beitrag #3
Hallo Anna!
Fühl dich auch von mir recht herzlich gedrückt. Ich verstehe dich voll und ganz. Aber mach dir keine Vorwürfe. Du hast alles richtig gemacht!
Das du nicht da warst als Luna ihren letzten Atemzug gemacht hat, ist nicht dein Verschulden.
Und ja! Mit Sicherheit hat sich Luna auf der Regenbogenbrücke nochmal umgesehen. Und sie hat gesehen das du bei ihr warst.

Liebe Luna, grüße bitte alle Tiere von mir, die mich kennen. Suche nach Purzel alias Tiger. Dann wirst du alle zusammen finden.
Gruß Helmut
 
  • Luna Beitrag #4
Liebe Anna.
Es tut mir unendlich leid und du hast mein tiefstes Mitgefühl. Laß dich mal ganz lieb in den Arm nehmen. Du hast keinen Grund dir Vorwürfe zu machen. Du hast deine kleine Luna so geliebt und mit diesem Wissen ist sie für immer eingeschlafen. Jetzt ist sie für immer in deinem Herzen und irgendwann werden wir alle unsere kleinen Lieblinge wiedersehen.

Lebe wohl liebe kleine Luna, jetzt hast du keine Schmerzen mehr. Im Katzenhimmel kannst du mit all unseren Sternenkätzchen spielen und wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier kleinen Lieblinge von mir.

Ganz traurige Grüße Kathi.
 
  • Luna Beitrag #5
Ganz vielen lieben Dank für euer Verständnis und eure Anteilnahme, ihr Lieben :)
Ich habe heute Nacht von Luna geträumt... an alles erinnere ich mich nicht mehr, aber eine Sequenz und besonders das gute, warme Gefühl, das sie in mir ausgelöst hat, ist mir noch sehr präsent. Luna befand sich vor mir, oder kam auf mich zu, sah mich freundlich an, und "teilte mir mit", dass sie mich mag und mir nah sein will. Und dann nahmen wir uns in die Arme. Es war "nur" ein Traum, aber es geht mir danach schon besser.

Und eure Worte haben mir auch sehr gut getan.
Ich umarme euch alle zurück!
 
  • Luna Beitrag #6
Ganz vielen lieben Dank für euer Verständnis und eure Anteilnahme, ihr Lieben :)
Ich habe heute Nacht von Luna geträumt... an alles erinnere ich mich nicht mehr, aber eine Sequenz und besonders das gute, warme Gefühl, das sie in mir ausgelöst hat, ist mir noch sehr präsent. Luna befand sich vor mir, oder kam auf mich zu, sah mich freundlich an, und "teilte mir mit", dass sie mich mag und mir nah sein will. Und dann nahmen wir uns in die Arme. Es war "nur" ein Traum, aber es geht mir danach schon besser.

Und eure Worte haben mir auch sehr gut getan.
Ich umarme euch alle zurück!

Siehst Du, sie ist bei Dir und will Dir sagen, daß es ihr gut geht. Manchmal brauchen wir die Träume, um mit geliebten Seelen in Kontakt zu kommen. Schön, daß Dich das etwas getröstet hat.

Liebste Grüße,
Sisja
 
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