Woran erkenne ich Trauer/Einsamkeit?

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  • Woran erkenne ich Trauer/Einsamkeit? Beitrag #1
lalelu

lalelu

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Hallo ihr Lieben,

da ich momentan unsere Situation nicht einschätzen kann, wollte ich Fragen ob ihr Erfahrung habt, wie sich Trauer bei Katzen äußert/äußern kann.

Ich musste vor über einer Woche meinen über alles geliebten Pupi einschläfern lassen, seither ist meine Mii (9 Jahre alt) alleine. Ich habe - sofern sie damit klarkommt - nicht vor, ihr eine Partnerin zu holen. Ja, aber wie merke ich ob es für sie okay ist? Denn klar ist, kommt sie nicht damit zurecht, MUSS ich - das ist meine Verantwortung - ihr wieder einen Gefährten suchen.

Meine Mii ist wahnsinnig schwer einzuschätzen, da sie an sich schon immer seeeeeeeeeeeeehr ruhig war, überwiegend rumliegt, viel schläft oder blöd durch die Gegend schaut. Wenig Bewegen ist energiesparend, das ist ihre Devise.

Woran merke ich also bei einer so ruhigen und in sich gekehrten Katze, dass sie unter dem Alleinsein leidet? Denn durch ruhiger sein und vermehrt rumliegen werde ich es bei ihr nur schwer merken bzw. jedes Rumliegen lässt bei mir grad die Alarmglocken schrillen, aber jeder der sie sieht und sie kennt sagt mir, sie wäre ja wie immer. Und eigentlich ist das auch so.

Das einzige was seit Pupis Abwesenheit auffällt, ist dass sie strikt die bisherigen Futtersorten verweigert, Macs, Smilla und Animonda krieg ich nicht mehr rein. Macht nichts, sie bekommt Schmusy, Miamor und Cachet select. Bringt sie das Futter mit ihm in Verbindung?

Hach, ich mach mir einfach so viele Gedanken. Vielleicht habt ihr noch Ideen.
Achja, dass ich mich mehr um sie kümmere, mehr zu Hause bin etc. versteht sich natürlich von selbst.

Jetzt ist es eh schon so lange, aber ich will noch begründen warum ich - wenn möglich - keine zweite Katze mehr dazu möchte: 1. hat mich die Behandlung von Pupi in den letzten 6 Wochen 1100 Euro gekostet und ich kann mir derzeit schlicht eine zweite Katze nicht leisten, denn tierärztliche Behandlung MUSS für beide finanziell machbar sein und 2. möchte ich wenn die Mii irgendwann mal nicht mehr da ist in den Urlaub fahren. Ich kann meine Katze/n aber nicht alleine lassen, das hab ich einmal gemacht und es war kein entspannter Urlaub für mich.
 
  • Woran erkenne ich Trauer/Einsamkeit? Beitrag #2
Eigentlich hast du Deine Frage selbst beantwortet. Du kannst es momentan finanzell nicht und Du willst wenn mit Deiner anderen Katze mal etwas passiert wieder Urlaub machen. Das sind verständliche Gründe und eigentlich weißt du schon das eine zweite Katze nicht mehr her soll.Urlaub ist immer ein schwierges Thema, deshalb haben wir die letzten 5. Jahren unsere Urlaub immer gemeinsam mit unseren Katzen verbraucht. Wir haben immer ein kleines Häuschen an der Nordsee gemietet, wo wir sie mitnehmen konnten alle 5.
Außerdem ist es ofts schwierig eine so relativ ältere Katze wieder mit einer anderen zusammen zu führen, oft kann das ganz schön in die Hose gehen. Wenn überhaupt sollte sie auch im etwa gleichen Alter sein und auch charackterlich deine Maus ähneln udn selbst dann ist es nicht unbedingt eine 100 % Sache.Vielleicht wartest du noch etwas Zeit ab und wirst ja sehen ob Deine Miez eine neue Partnerin brauhct. Was Urlaub betrifft, denke doch mal nach ob du sie, wenn du hier in Deutschland oder Holland Urlaub machst, nicht mitnehmen willst.
 
  • Woran erkenne ich Trauer/Einsamkeit? Beitrag #3
Hm, nein die Frage war ja eher, woran ich erkenne ob es ihr schlecht geht. Denn dann MÜSSTE ich handeln.

Die Mii mit in den Urlaub nehmen wäre schier unmöglich, sie ist sehr ängstlich, ein Sensibelchen und sogar Besuch ist immer ein Stressfaktor für sie. Geschweige denn aus den eigenen vier Wänden raus müssen.

Ich hab gerade mit einer Freundin telefoniert, die Kurse zur Verhaltenstherapeutin für Katzen belegt hatte. Sie meinte, dass es sich nicht so anhört, als würde es ihr schlecht gehen, weil sie ständig mit mir quatscht und vor allem auch regelmäßig auf mir und Decken rumtretelt. Sie meinte Katzen denen es nicht gut geht, die treteln nicht mehr und reden auch nicht viel.
Da geh ich auch mit. Beim Schnurren mag es ja mehrere Gründe geben, aber Treteln ist eigentlich immer eindeutig Wohlbefinden.

Ich bin glaub ich durch den Verlust von Pupi auch extrem angespannt, war jetzt krankgeschrieben, hatte dadurch Zeit zum Beobachten und bewerte jede Bewegung von ihr über. Vielleicht tut es uns beiden ganz gut, dass morgen wieder der Arbeitsalltag losgeht, sie ein paar Stunden Ruhe vor mir hat, nicht ständig von mir verfolgt und beäugt wird und ich nicht dauernd Panik schiebe, weil sie mal schief schaut.

Oh Mann :roll: Manchmal wünsche ich mir ich wär einer von den Bauern, die sich nichts um ihre Tiere scheren, das würde Nerven sparen. Wäre aber wohl auch nicht annähernd so schön dann mit ihnen.
 
  • Woran erkenne ich Trauer/Einsamkeit? Beitrag #4
@lalelu, das ist ganz natürlich so zu reagieren. In der Zeit bis ich den Termin hatte zum Schallen, um HCM auszuschließen habe ich auch alles beäugt. Wenn Krabbe schlief, dann weil er es am Herzen hatte und schlapp war. Wenn er nicht spielte das gleiche. Rannte er mal nicht dem hinterher, was ich geworfen habe, nach klar, er ist erschöpft. Das war der reinste Horror. Wer suchet, der findet. Aber GsD war er gesund!
Es ist gut, wenn Ihr Abstand bekommt und man nicht mehr jede Reaktion oder jedes Handeln sezieren kann.;-)
 
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