Schön, dass es sich entspannt hat. Es ist halt nicht nur alles für die Katzen neu sondern auch für das kleine Töchterchen. Klar, das da auch erstmal die Grenzen ausgetestet werden müssen und die Kätzchen einfach zu süß und spannend sind.
Mein Sohn war auch so ein Spezi und vielleicht erzähl ich mal kurz, wie wir das in den Griff bekommen haben und zwar ohne strikte Verbote, Auszeiten oder andere Erziehungsmaßnahmen, die sich ggf. dann doch wieder gegen "die Katz" richten wenn wir nicht dabei sind oder er unbeaufsichtigt ist. Meist sind ja die verbotenen Dinge am reizvollsten und Mama und Papa haben hinten leider keine Augen. ;-)
Junior fand klein Fluffy auch einfach nur spannend und das Kitten hatte kaum Auszeit von ihm. Er hat ihm zwar nicht weh getan aber wollte ihn permanent um sich haben. Der Kleine wurde von A nach B getragen und wenn er in seinem Körbchen geschlafen hat geweckt und zum Spielen aufgefordert.
Ich hab dem Menschenkind Moritz dann ein Spiel vorgeschlagen. Er einen Tag lang Fluffy und die Mama Moritz. Fand er klasse, also haben wir es am nächsten Tag (einen Sonntag mit viel, viel "Ärgerzeit") gleich umgesetzt.
Morgens wurde Kind-Fluffy von Mama-Moritz dann schon mal einfach aus dem Bett gehoben und ins Bad getragen. Hallo? Ich wollte schließlich spielen! In Ruhe frühstücken? Never - Versteckspielen ist doch viel spannender....usw. Das Wecken hat er mir leicht übel genommen, danach fing es dann an ihm einen Heidenspaß zu machen und er hat mich sogar permanent aufgefordert weiter irgendwas zu tun. Ich bin da auch ganz strikt dran geblieben. Lego spielen? Pffff, ich wollte lieber puzzlen. Wii oder PS3? Malen ist doch viel schöner. Raus gehen? Nöö, drin geblieben und Bücher angucken.
So ein Tag ist lang und spätestens nach zwei Stunden und zehn Aufforderungen seinerseits war Fluffy-Sohn schon total genervt von seiner Moritz-Mama und wollte aufhören. Dabei gab es noch so irre viele Möglichkeiten immer das zu machen, was er gerade NICHT wollte. Nebenbei noch alles schön mit rum schleppen und Spaß und guter Laune meinerseits. Selbstständig Laufen war an dem Tag so gut wie gar nicht drin. Abschluss war dann das Abendessen, dass ich ihm auch ein bissel vermiest habe und ihn stattdessen aufs Fensterbrett zum raus gucken gesetzt habe.
Übrigens habe ich den ganzen Tag den eigentlichen Fluffy nicht erwähnt, so nach dem Motto: "So muss der sich jetzt fühlen!" sondern "das Spiel" durchgezogen. Wir haben erst darüber gesprochen als er im Bett lag und wir den Tag Revue passieren ließen. Er hat recht schnell von sich aus angesprochen, dass er das so nicht mehr machen will, denn es war ätzend doof! Nie durfte er machen was er will, immer war ich in seiner Nähe...usw.
Abschlußsatz: "Der arme Fluffy. Ich war einfach nur gemein!"
Fazit....es war für mich auch kein prickelnder Tag und mein Rücken hat es mir tagelang danach noch "gedankt" aber es hat seinen Zweck erfüllt. Seitdem denkt er erstmal kurz nach bevor er handelt und teilt es mir oft mit.
Er soll und darf ja mit dem Kitten spielen, immerhin ist er sein halber Dosi...aber erst dann, wenn Fluffy das auch mag und glaubt mir, das passiert oft genug. Die beiden haben so eine besondere Beziehung als wenn klein Fluffy spürt, dass Moritz auch noch ein Kind ist. Jetzt gehen die Spielaufforderungen nur noch von Fluffy aus und Moritz ist glücklich, dass er nicht nachtragend ist und trotzdem so oft VON SICH AUS mit ihm spielen und schmusen mag.
Kitten und Kinder können eine wunderbare Konstellation sein und ich bin stolz auf meinen kleinen Großen der wesentliche Dinge begriffen hat. Das hat mich nur einen Tag Überwindung und ein paar Tage Rückenschmerzen gekostet.:mrgreen:
Es gibt zu Fluffy übrigens einen Partner, allerdings ist unser großer, sanfter, wunderschöner toller Kuschelbär ganz anders und hat dem Moritz von Anfang an ganz klar seine Grenzen aufgezeigt.