Schuld am Tod der Katze

Diskutiere Schuld am Tod der Katze im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich bin neu hier... Google schon seit Tagen den Satz "ich bin schuld am Tod meiner Katze" und treffe immer wieder auf einen Beitrag hier...
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Rotraud

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Hallo,
ich bin neu hier... Google schon seit Tagen den Satz "ich bin schuld am Tod meiner Katze" und treffe immer wieder auf einen Beitrag hier mit dem gleichen Titel.

Wie ich mit meiner Schuld zurechtkommen soll, weiß ich nicht. Es ist sogar ungerecht meiner Katze Zucki gegenüber nachträglich all die Energie für Schuldzuweisungen an mich selbst aufzuwenden, anstatt sie dafür aufzuwenden, frühzeitig zu helfen...!

Zucki wäre jetzt 14 Jahre alt geworden, doch seit einer Woche ist sie tot. Wir leben auf dem Land, die Katze war den Sommer über fast nur draußen und schlief in der Scheune, den Winter verbrachte sie im Haus. So fiel es mir nicht wirklich auf, dass sie bereits letzten Sommer Gesundheitsprobleme hatte - hätte ich doch nur besser hingesehen! Zucki wurde etwas dünner und erbrach sich öfter, hatte jedoch Appetit.

Als sie dann Ende Oktober ins Haus kam, dachte ich an Wurmbefall...und entwurmte erstmal. Doch ich glaube, dieses Gift war damals schon zuviel für Ihren Körper, warum bin ich nicht gleich zur Tierarzt, es ging ihr doch nicht gut? Es zog sich über die weiteren Monate, dass sie Appetit hatte, aber einfach nicht zunahm und immer so komisch unvermittelt schluckte. Auch erbrach sie sich nachts häufig und würgte manchmal... Wechselte ständig das Futter und kaufte Mittel gegen verschluckte Haarballen... Warum jetzt nicht schon zur Tierarzt!??!

Ich dachte, sie wird einfach alt...schlief viel und wollte meist nur ihre Ruhe haben...irgendwie habe ich mir nachträglich gesehen alles schön geredet, weil ich mit meinen eigenen Problemen zu sehr beschäftigt war :cry:.

Ab April war Zucki dann wieder draußen und im Mai war auch der Appetit weg. Vorher hatte ich (wer weiß wie lange!?!?) immer die Schälchen gefüllt...beide Katze waren sofort da und fingen an zu essen...ratzfatz war alles weg, bis ich dann endlich mal sah, dass Zucki nur ein 1-2 Bissen zu sich nahm und die Zweitkatze sofort den Rest. Sie konnte wohl nicht mehr schlucken!

Endlich ging ich zur Tierarzt. Die sah aber nicht in den Rachen, sondern tippte auf chronisches Nierenversagen. Zusätzlich hatte Zucki noch beginnenden Krebs an der Nase (der jedoch in dem Stadium lt. Tierarzt noch problemlos mit Laser behandelt hätte werden können). Es kam Blut ins Labor und die Tage bis zum Ergebnis nahm die Katze keinerlei Essen zu sich und lag nur noch- ich ging schließlich zum WE-Notdienst...

Hier wurde Rachenentzündung festgestellt. Sie bekam Ringer-Laktat-Infusion, B-12 + Cortison-Spritze sowie ein Antibiotikum, das ich zuhause eingeben sollte... Ich war so froh, dass es ihr schon einen Tag später besser ging, sie wieder essen konnte und ansonsten fast schon vergnügt war..

Aber dann kam mein wohl verhängnisvoller Fehler, daß ich der Dosierung des Antibiotikums von der Tierarzt vertraut habe und nicht nachgehakt - oder meine Zucki gewogen habe: sie war immer klein und eher zierlich gewesen ohne Übergewicht, nun hatte sie auch noch über lange Zeit abgenommen und die letzten zwei Wochen dazu noch massiv. Die Dosierung des Amoxicillin war für eine Katze von 2-4 kg gedacht und hier die Höchstdosis (40 mg am Tag) und da es anfangs so gut half, gab ich es auch noch 5 Tage lang (angegeben 3-5 Tage). Vielleicht wog Zucki nur noch 1 kg zur dieser Zeit...

Sie bekam eine Woche später Gelbsucht/Leberschwellung, hatte Wasser in Lunge und Bauch...und musste vor ein paar Tagen euthanisiert werden! Die Tierarzt sagte nichts zur Ursache, verwies auf das Alter der Katze...doch ihre Blutwerte vor der Behandlung waren tatsächlich optimal, sogar die Leberwerte!... Wie konnte sie überhaupt bei perfektem großem Blutbild so krank sein?

Nun wache ich nachts schweißgebadet auf, der ganze Tag ist nur noch erfüllt von Selbstvorwürfen, ob ich meine Katze mit dieser Dosierung umgebracht habe. Mein Leben lang wird mir das nachhängen.Das ist die eine Schuld, die andere, dass ich überhaupt solange gebracht habe um tätig zu werden, bis sie gar nichts mehr aß....

Ich möchte so gerne Klarheit über das Amoxicillin, ob die hohe Dosierung letztendlich verantwortlich war, aber nicht mal vom Hersteller bekomme ich sie...

Danke fürs Lesen, ist lang geworden...

lieben Gruß, Rotraut
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #2
Liebe Rotraud,
es tut mir sehr leid, dass Du Deine Katze Zucki nicht mehr hast. Und natürlich weißt Du im nachhinein, wo man vielleicht eher hätte reagieren sollen oder können. Nur leider sind unsere Tiger wirklich Meister im Verbergen von Schmerzen. Und wir Menschen sind fehlerhafte Geschöpfe, wir machen nicht alles richtig, nicht in unserem eigenen Leben, nicht wenn es um andere Menschen oder auch um unsere Tiere geht. Das ist leider so.
Ich wünsche dir, dass du es annehmen kannst, dass Zucki nicht mehr da ist und du dich wieder an die schönen Zeiten mit ihr erinnern kannst.
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #3
Ersteinmal viel Kraft wünsche ich Dir.
Dass es manchmal länger dauert, bis man etwas erkennt, liegt auch darin, dass man nicht immer hinschauen kann, mangels Möglichkeit. Dann hat man manchmal den Kopf voll mit anderen Dingen. Wichtig ist, dass es Dir nicht egal war und Du das im Rahmen Deiner Möglichkeiten unternommen hast, was sinnvoll erschien.

Ein Blutbild - auch ein großes - ist nur eine grobe Übersicht. Wenn Du wirklich aussagekräftige Befunde über die Funktionsfähigkeit eines Organes haben willst, dann brauchst Du noch weitaus mehr Daten, als die normalen Blutbilder hergeben. Ob die Leber vorher noch in Ordnung war, ist dahingestellt.

Ob es an einer Überdosierung des AB lag? Als toxische Folgen des AB wohl eher nicht. Allerdings kann es sein, dass die Abtötung der Bakterien und deren Toxinfreisetzung zuviel für den geschwächten Körper war. Allerdings kann es auch sein, hätte man das AB weggelassen, wäre die Katze an den Bakterien eingegangen.

Vorwürfe wird man sich glaube ich immer machen. Dafür sind wir Menschen.

Alles Gute
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #4
Ich wünsche dir erst mal ganz viel Kraft, um den Verlust deines Lieblings bald soweit verarbeitet zu haben, dass du dir keine Vorwürfe mehr machen musst und wieder an die schönen Zeiten mit ihr denken kannst.

Mein tiefstes Beileid.

Nimm dir die Worte von Kirchenmaus und Steffif zu Herzen. Beide haben es einfach treffend formuliert.

Ich vermute nicht, dass das Antibiotikum (Amoxicillin) schuld war.
Dein Liebling war sowieso schon sehr geschwächt und hätte, trotz Behandlung, nicht mehr lange durchgehalten.

Sie hatte 14 Jahre ein glückliches Leben bei dir. Du hast sie zum Schluß nicht alleine gelassen, wofür sie dir dankbar war.
Vielleicht wäre sie sogar noch früher über die Regenbogenbrücke gegangen, wenn du zu einem früheren Zeitpunkt schon zum Tierarzt mit ihr gegangen wärst. Womöglich wäre ihr Imunsystem durch "anfänglich falsche Behandlung des Tierarzt´s" noch schneller geschwächt gewesen.

Mach dir keine Vorwüfe und denk einfach dran, ... womöglich ...
Denn, wie oft fragt sich jeder von uns, "Was wäre gewesen wenn ...".
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #5
Mein Beileid !

Es ist wirklich schwer, einen geliebten Begleiter und Freund zu verlieren.

Ich kann mich gut in deine Situation rein versetzen. Ich hatte einen Kater namens Monty. Wir waren wie beste Freunde und hatten eine super Vertrauens Beziehung. Als ich eines Abends im Bett lag, bemerkte ich das Monty noch draußen war. Monty verbrachte die Nächte im Sommer oft draußen und deshalb dachte ich, ich ruf ihn einfach Morgen früh rein und gib ein besonders leckeres Frühstück. Ich war einfach zu Faul, nochmal aus dem Bett aufzustehen und ihn rein zu rufen. Ich war einfach zu Faul. 3 Tage lang hab ich ihn gesucht, Flyer verteilt, Nachbarn gefragt ect. Irgendwann fanden wir ihn bei uns auf der Straße in einer einfahrt liegen. Ich ging hin und sagte die ganze Zeit seinen Namen. Er drehte sich um und schnurrte. In diesem Moment wär ich am liebsten gestorben. Er lag in einer Blutlache, aus der Nase spritze beim Schnurren Blut und seine Augen... die waren Blutwülste. Ich war einfach zu Faul und deshalb musste er sterben.

Aber Heute weiß ich, ich hätte mir noch so viele Vorwürfe machen können, das hätte ihn auch nicht zurück gebracht. Und ich weiß das er das auch nicht gewollt hätte. Das war 2004,meine Mutter wollte mir ständig Katzenbabys schmackhaft machen, aber ich war noch nicht bereit dafür. Ende letzten Jahres bin ich durch Zufall an ein Kätzchen geraten das ich SOFORT in mein Herz geschlossen habe. Und ich könnte schwören, sie hat seine Seele. Die beiden haben SO viel gemeinsam, einfach alles.

Weißt du was man sagt ? Wenn ein geliebtes Tier stirbt, hinterlassen sie dir ein Geschenk und das ist die Erinnerung. Also, mach dir keine Vorwürfe. Irgendwann hast du vielleicht auch wieder eine neue Katze bei der du auch denkst, die beiden sind Seelenverwandte !

Alles, alles gute ! Und ganz liebe Grüße
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #6
Hallo Rotraud,

erstmal tut es mir sehr Leid, dass Du Deine Katze verloren hast. Mein geliebter Kater starb 2011 im Alter von 16, ohne dass die Tierärzte herausgefunden hätten, was er hatte.
Und natürlich habe auch ich gedacht, was ich bloß hätte besser machen können und die ganzen Wenns, Danns und Vielleichts im Kopf gewälzt.

Was mir bei Dir aber auffällt ist, dass Du im Moment vor Schmerz vielleicht den Blick für das Offensichtliche verloren hast:

Du schreibst, Deine Katze wog vielleicht nur noch 1kg und Du hättest das Antibiotikum eventuell fehldosiert. 1. hast Du es so dosiert, wie die Tierärztin es verordnet hatte. Es ist doch normal, es dann auch so zu machen und auf einen Experten zu hören.
Zweitens: Wenn eine ausgewachsene Hauskatze nur noch 1kg wiegt, selbst wenn sie nur noch 2 wiegt, dann ist sie nicht an der Fehldosierung des Antibiotikums gestorben. Ich würde sagen, da hätte sie überhaupt gar nichts mehr retten können.

Nehmen wir an, Du hättest früher gemerkt, dass mit ihr ernsthaft etwas nicht stimmt. Das Blutbild wäre sicherlich auch damals ok gewesen. Gut, es wäre mehr Zeit für die Diagnostik da gewesen. Aber, wäre die Ursache gefunden worden? Bei unserem Kater wurde sie nicht gefunden. Auch bei ihm war das Blutbild ok.

Du könntest sagen: Ich bereue es, nicht aufmerksam genug gewesen zu sein und früher zum Tierarzt gegangen zu sein.
Allerdings kannst Du nicht wissen, ob das letztendlich besser gewesen wäre für Deine Katze. Vielleicht hätte sie dann vor ihrem Tod auch noch eine fürchterliche Diagnostik-Odyssee durchmachen müssen.

Du könntest trotzdem sagen, Du bereust es, dass Du nicht aufmerksam genug warst und früher mit ihr beim Tierarzt. Du könntest Dich entscheiden in Zukunft wachsamer zu sein. Das ist alles.

Dass ein Tier krank wird, dass alte und auch manche jüngeren Tiere irgendwann irgendworan sterben müssen - so wie wir alle irgendwann sterben müssen - daran kannst Du nichts ändern.

Denn Du, wie wir alle, bist nicht Gott. Manches steht nicht in unserer Macht.
Und Verantwortung sollten wir nur für das übernehmen, was auch in unserer Macht steht.

Liebe Grüße,
Seidenschnabel
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #7
Es tut mir so leid dass du deine Zucky verloren hast. Du hast mein tiefstes Mitgefühl.
Deine Kleine wiil bestimmt nicht dass du dich so quählst sie ist jetzt für immer in deinem Herzen

Lebe wohl liebe kleine Zucky, jetzt hast du keine Schmerzen mehr. Im Katzenhimmel kannstt du mit all unseren Sternenkätzchen spielen und wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier Lieblinge von mir.

Traurige Grüße Kathi.
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #8
Naja dass Antibiotikum war sicher nicht Schuld , schon garnicht zwei Tage eine Allergie lag nicht vor, aber Deine Katze war schon lange Krank, wer weiß was sie hatte, dass sind alle Spekulationen, wahrscheinlich hatte sie was mit der Leber oder Bauchspeicheldrüse, ich denke eher die Bauchspeicheldrüse wegen der starken Gewichtsabnahme, eventuell ein Tumor oder auch eine Entzündung und selbst an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung kann man sterben. Dass einzige worüber Du Dir Gedanken machen könntest, ist dass Du nicht früher zum Doc warst, aber in dem alter von 14 Jahren kommt es vor dass die Tiere auch schwächer werden und auch manchmal von uns gehen. Mir selbst ist dass mit unserem Hund passiert dass ich nicht gemerkt habe dass sie krank war, sie hatte auch viel abgenommen, und ich habe dass nicht gemerkt weil es eine Hunderasse mit viel Fell war. Als ich Ihr beim Schmusen ins Maul schaute hatte sie eine kleine offne Stelle und ich bin sofort in die Tierklinik es war alles zuspät, es war Leukämie im Endstadium. Manchmal nimmt man es bei einer Katze oder Hund nicht war dass sie krank sind, Tiere sind nicht so wie Menschen, sie leiden still und heimlich. Also mal Kopf hoch dass passiert anderen auch!!!
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #9
Ganz...ganz lieben Dank an jeden, der geantwortet hat! Ich habe alles x-mal gelesen... Es tut gut, wenn man überhaupt sagen kann, wie schuldig man sich fühlt...

Immer mehr Vorwürfe kommen mir in den Sinn, z.B. auch, was ich in der Pflege besser hätte machen können als Zucki die letzten Wochen so sehr krank war, wache nachts schweißgebadet auf quäle mich endlos.... Zucki kommt ja von Zucker, weil sie immer sooo süß war, war ich immer gut genug zu ihr??? Nein...ich habe ihr nie die Aufmerksamkeit gegeben, die sie verdient hatte..warum weiß ich das HINTERHER und nicht währenddessen!?! Wie ich hier gelesen habe, machen sich einige von Euch Gedanken wegen Schuld am Tod, teilweise hatte ich Tränen in den Augen beim Lesen. Doch bei jedem konnte ich Verständnis aufbringen, für das was geschehen war - nur bei mir nicht...

Beim Tod meines Vaters war ich ähnlich fertig, doch das verstehen Außenstehende nicht.. Der Vater hat mich jedoch nie geliebt wie Zucki, ich habe auch nichts getan, worüber ich mir Vorwürfe machen müsste, ich muss also gestehen, es ist schlimmer: da es sich um ein Wesen handelt, das einem völlig ausgeliefert war wie ein kleines Kind.. und man auch seine Schmerzen oder Ängste nur erahnen konnte..!

Nun hat mir doch die Pharmafirma geantwortet, was die Dosierung von Amoxicillin betrifft. Die Dosis sei 10-20 mg/täglich für eine Katze und die verordneten 40 mg täglich also mind. doppelt überdosiert. In dem ohnehin geschwächten Zustand hat das meiner Zucki wohl noch den Rest gegeben.. durch zuviel Zerfall von Bakterien oder das Mittel selbst? Sehe sie noch, wie sie hoffnungsvoll die Paste schleckte..und mir bedingungslos vertraute! Die ersten Tage half es noch so gut, aber dann ruinierte es ihren kleinen Körper..und ich gebe das auch noch die Maximalzeit, ich hasse mich dafür! Warum habe ich nur diese Dosis nicht hinterfragt, ich habe zwar das gegeben, was die Tierarzt auf die Packung schrieb - aber sonst hinterfrage ich doch alles...Kardinalfehler die Packungsbeilage nicht zu lesen. Vermutlich setzte mein Verstand aus, weil ich mich schon so schuldig fühlte, solange den Krankheitszustand nicht erkannt zu haben... Schuld macht Angst..und Angst lähmt einen...aber das ist auch keine Entschuldigung, hätte ich den Krankheitszustand schon letztes Jahr erkannt wäre Zucki wohl sowieso noch kräftig genug gewesen eine Überdosierung wegzustecken...

Zucki, es tut mir so unendlich leid...und ich vermisse Dich so....ich hätte Dir Deine letzten Monate viel angenehmer machen sollen... ich hätte Dir Dein Essen soßenähnlich pürieren und verdünnen sollen, dann hättest Du es vielleicht aufgeleckt, womöglich lag es doch mehr am Schlucken als am Appetit selbst, warum komme ich jetzt erst darauf.... ich hätte sooooo vieles anders und besser machen sollen!!
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #10
Liebe Rotraud,
Bitte sei nicht so streng zu dir selber. Wir sind nicht allwissend und müssen auch mal anderen Vertrauen (Ärzten für Mensch und Tier).
Alles was ich noch schreiben könnte, wurde oben schon genannt.
Nimm deine verbliebene Katze in den Arm und gib ihr all die Liebe und Fürsorge, die du in dir hast.
Fühl dich mal ganz doll gedrückt!
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #11
Es gibt keinen perfekten Menschen.
Sicherlich ist ein Tier, genau wie ein kleines Kind, auf die Fürsorge seiner Umwelt angewiesen. Dennoch sterben Tiere und Kinder (durch Unfälle und Krankheiten), ohne dass man sie davor hätte beschützen können.

Wäre dein Liebling von einem Auto überfahren worden, hättest du auch keinen Einfluss darauf gehabt. Du hättest dich vielleicht mit Selbstvorwürfen gequält "warum nur habe ich sie überhaupt nach drausen gelassen?"

Auch wenn du den Eindruck hast, ihr nie genug Aufmerksamkeit geschenkt zu haben, hatte sie dennoch ein besseres Leben bei dir als manch andre Katze die Jahrelang keine Wärme und Geborgenheit erfahren darf, und jeden Tag ausgehungert schauen muss wo und ob sie überhaupt was zu fressen findet.

Ich habe einen Herzkranken Kater. Oft frage ich mich (gerade bei der Hitze), was kann ich ihm zumuten und was nicht. Spiele ich zuviel mit ihm, kann sein, er bricht mir zusammen. Spiele ich zuwenig mit ihm aus lauter Angst, denke ich, ich vernachlässige ihn womöglich.

Als Kind habe ich eine geliebte Katze verloren, weil meine Eltern sich weigerten zum Tierarzt mit ihr zu gehen. Irgendwann kam sie nicht mehr nach Hause. Sie ist einsam irgendwo gestorben. Bis heute mache ich mir Vorwürfe, warum ich nichts getan habe.
Aber was sollte ich denn machen als Kind? Heute weiß ich, was ich hätte tun sollen. Aber es ist zu spät.

Zucki hat ein schönes Alter erreicht, wo andre Katzenbesitzer dankbar darüber wären deren Lieblinge schon in jungen Jahren verstorben sind.
Deine Selbstvorwürfe kann ich verstehen. Aber bedenke auch, dass es ihm jetzt gut geht und er keine Schmerzen mehr hat.
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #12
Lieben Dank für Deine Zeilen... Ich habe auch solche Erlebnisse aus der Kindheit, mit Katzen und Tieren allgemein. Es ging ihnen schlecht und es wurde nicht geholfen. Irgendwie kriege ich das nie mehr aus meinem Kopf. Ich wollte alles besser machen und niiie wieder sollte irgendein Tier in meiner Obhut leiden müssen - und dennoch habe ich bei Zucki versagt.

Es ist ja schon schlimm ein Lebewesen zu verlieren, das so viele Jahre lang "da" war..sich auch noch schuldig zu fühlen ist doppelt schwer. Und keinem kann man sagen, dass man mit Leiden und Tod einer Katze nicht zurechtkommt - nicht mal in der Familie wird das wohl länger als ein paar Wochen toleriert!

Frage mich, ob ich der Tierarzt die Antibiotika-Überdosierung nachträglich melden soll.. Für meine Katze ist es zu spät, aber helfe ich anderen Tieren damit? Ich befürchte, das Vollpumpen mit Antibiotika kommt häufig vor..

Gerade weil Du Dir so einfühlsam Gedanken darum machst, hast Du intuitiv bestimmt das richtige Maß, wenn Du mit Deinem herzkranken Kater spielst...
 
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  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #13
Ich weiss nicht ob es hier richtig ist aber ich verzweifel gerade.
Ich fühle mich so schuldig und es tut so weh.
Meine Lilli ist beim Tierarzt und es geht ihr nicht gut und laut Aussage wird sie die Nacht nicht überstehen.
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #14
Liebe Schnippi: auch Du hast mein Mitgefühl. Magst Du erzählen was los ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #15
Patentante bis auf den Post direkt über Deinem Beitrag ist der Thread von 2013 ;-).
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #16
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #17
Ich weiss nicht ob es hier richtig ist aber ich verzweifel gerade.
Ich fühle mich so schuldig und es tut so weh.
Meine Lilli ist beim Tierarzt und es geht ihr nicht gut und laut Aussage wird sie die Nacht nicht überstehen.

Schnippi hier wird Dein Beitrag wohl untergehen. Am besten machst Du einen eigenen Thread auf.
 
  • Schuld am Tod der Katze Beitrag #18
Schnippi hier wird Dein Beitrag wohl untergehen. Am besten machst Du einen eigenen Thread auf.

Und am besten nicht gleich hier in der Regenbogenbrücke. Dein Schätzchen lebt ja noch und es gibt immer Hoffnung...

Ich drücke alle Daumen!
 
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