Hallo ihr Lieben!
Ich bin ganz neu hier und ich hoffe, es nimmt mir niemand übel, wenn ähnliche Themen schon existieren. Ich dachte mir aber, dass ja jede Katze und damit jeder Fall unterschiedlich ist und ich würde mich unheimlich über eure Meinungen freuen.
Ich habe zwei Ragdoll Kater. Zwar keine Geschwister, aber vom gleichen Züchter und gleich alt. Sie sind nun seit zwei Jahren bei mir und ich hab sie unheimlich lieb.
Der große ist ein ruhiger Schmuser und der kleine eine Nervensäge, die ungern kuschelt. Untereinander werden eh keine Nettigkeiten ausgetauscht, in den Haaren haben sie sich aber auch nie. Wenn der große spielen möchte, wird er grob und beißt dem kleinen in den Hintern. Da fliegen dann zwar mal Haare, aber ich sehe das nicht als bösartig an. Höchstens als fies. Sorgen mache ich mir deswegen aber keine.
Wir spielen viel mit den beiden und sie dürfen eigentlich auch überall hin, demnächst sogar auf den Balkon.
Das Problem ist nun, dass der kleine uns den letzten Nerv raubt. Nachts um Punkt drei Uhr fängt er an, Unsinn zu machen. Er begrabscht dann alles, was er im Schlafzimmer so finden kann und was Lärm macht. Er hockt dann gern unterm Bett und schiebt Schuhkartons rum. Manchmal stehe ich dann auf und schimpfe auch einmal. Dass das nichts bringt, ist mir klar. Wenn wir die Schlafzimmertür dann mal zumachen, steht er davor; singt und "kratzt" an der Tür. Ignorieren bringt bislang gar nichts, denn er zieht das Programm ununterbrochen durch. Dass er keine Ausdauer hat, kann man ihm also nicht vorwerfen.
Wir haben auch schon alles mögliche versuche:
Doppelseitiges Klebeband an der Tür... Kein Erfolg. Stattdessen hat er mit den Pfoten auf dem Klebeband rumgebrückt und fand das wohl lustig.
Hindernisse vor der Tür, auf die er nicht draufspringen kann, also Staubsauger, Putzeinmer, etc... Im Endeffekt saß er im Putzeimer und macht munter weiter.
Erschrecken durch plötzliches Tür öffnen und mit Wasser bespritzen... Hat ihn gar nicht interessier. Klitschnass saß er keine 5 Minuten später wieder da.
(Wer sonst noch Tips aif Lager hat... Bitte nur her damit.)
Nun haben wir versucht, ihn tagsüber mehr zu beschäftigen, wenn wir zu Hause sind, um ihn vielleicht müde zu bekommen. Das klappt gar nicht, da er sich für nichts interessiert. Selbst Angeln und Laserpointer sind nur sehr begrenzt interessant. Er geht dann einfach weg und setzt sich in eine andere Ecke der Wohnung.
Und wenn wir ihm einfach nur so Aufmerksamkeit schenken wollen - durch streicheln und kuscheln - läuft das auf das Selbe hinaus: Er schnurrt, läuft aber davon.
Wenn man dann von ihm ablässt, wird geweint.
Da er es wohl offensichtlich mag, wenn man ihm nachläuft, spielen wir auch gern mal fangen. Mein Mann läuft dann wie ein Kind durch die Wohnung und der kleine Kater wie ein Irrer hinterher. Lange macht ihm das aber auch keinen Spaß.
Aber wehe, man setzt sich auf die Couch... Dann geht die Sirene wieder an.
Wie oben schon gesagt, ich liebe die beiden über alles und kann ihnen nicht böse sein. Aber ich würde gern mal wieder eine Nacht durchschlafen oder in Ruhe auf der Couch sitzen. Und so sehr ich die beiden auch liebe... ich kann sie nicht 24/7 beschäftigen.
Nun war der Gedanke, ob man nicht vielleicht eine dritte Katze dazuholt. Eine, die zum Charakter des kleinen passt. Verspielt, aber nicht so grob, wie der große. Vielleicht tatsächlich eine Katze, keinen Kater.
Dann wäre das Konkurrenzverhalten vielleicht auch nicht so riesig!?
Ich möchte auf alle fälle vermeiden, dass entweder noch mehr Chaos ausbricht oder sich einer meiner Jungs vernachlässigt fühlt.
So, riesen Text... Ich hoffe, ihr habt die Muse, euch das durchzulesen. Ich freue mich auf eure Meinungen und hoffe, dass sich etwas ergibt.
Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!
LG,
Nayph