Hallo zusammen!
Ich hab ein mittlerweile richtiges Problem mit meiner 8 jährigen Katzendame Gismo. Seit Montag pinkelt sie mir jede Nacht ins Bett, täglich davor (Matratze steht hochkant, da kann sie nur davor pinkeln.) Ich versuch nun ziemlich viel zur Vorgeschichte zu erzählen, und hoff einfach das es nicht zu wirr wird.
Gleich noch vorab im Vorfeld, nächste Woche habe ich einen Termin beim Tierarzt da wird sie komplett durchgecheckt, trotzdem fürchte ich wenn ich das mir alles durch den Kopf gehen lasse, dass es eher ein psychisches Problem ist.
Gismo bekam ich 2005 im Alter von knapp über 3 Monaten. Sie ist aus einer Inzucht heraus entstanden und war damals sehr unsauber schon von klein auf da sie mit Eltern und Geschwistern eine Toilette teilen musste. Ich hatte damals den „Onkel“ von Gismo der 1 Jahr alt war und sich herzlich um die kleine gekümmert hat. Und ein Nebenrauspinkeln war (Fast) kein Thema mehr. Es gab die ein oder andere Situation, wo man sich aber anders erklären kann:
- Besuch ließ seine Jacke auf dem Boden liegen.
- Unterwäsche / Handtücher lagen auf dem Boden
Im großen und ganzen wenn ich so zurückblicke, ging da alle zwei Monate mal was nebenraus.
Anfang Dezember 2009 musste dann der „Onkel“ mit 5 Jahren wegen schwerer Diabetes eingeschläfert werden. Gismo war totunglücklich verkroch sich und war nicht mehr zu sehen. Anfang 2010 hatte ich die Möglichkeit den 4 Monate alten Kater Pepsi zu bekommen und dachte irgendwie, ja vielleicht hilft es. Gismo fand dies gar nicht soooo toll und wandte sich meinem damaligen Partner zu (Mit diesem habe ich schon bei Gismos „Einzug“ zusammengelebt). So dann ging dies ein paar Wochen mehr oder weniger gut, mit viel Geduld tolerierten sich Gismo und Pepsi irgendwie, jeder hatte seinen Menschen und ab und an siegte auch die Neugierde und der andere wurde beäugt.
Mitte 2010 trennte sich mein Partner von mir und ist ausgezogen. Für mich ein Schlag, für Gismo wahrscheinlich auch. Gismo konnte aber nicht mitgenommen werden, auf grund der dortigen Wohnsituation. Jetzt kommt was auf was ich nicht stolz bin, aber es offen zugebe und wenn es hilft nehm ich die „Schelte“ auch in Kauf. Ich hab meine zwei Süßen mehr oder weniger vernachlässigt. Sie waren sehr viel allein, typische Beschäftigungen wie Spielen und klickern sind weggefallen, das Katzenklo wurde saubergemacht aber nicht mehr dieses morgens und abends. Das einzige was wirklich noch funktionierte war Essen geben. Wie gesagt ich bin nicht stolz drauf aber bin einfach auch in ein Loch gefallen und hab es alles nicht so gesehen.
Anfang 2011 „wachte“ ich langsam auf und beschloss umzuziehen weil ich es in dieser Wohnung in der wir 7 Jahren zusammen lebten es einfach nicht ausgehalten habe. Es wurde eine etwas größere Wohnung gesucht und gefunden und März 2011 fand der Umzug statt. Dieser Umzug hatte zur Folge, das Gismo und Pepsi mehr oder weniger auf einmal ein Herz und eine Seele wurden. Es wurde geschmust, gespielt getobt. Ich war glücklich.... und meine Tiger anscheinend auch.
Die ganze Zeit war mehr oder weniger bis auf kleinere Ausfälle (z.b. nach Besuch meines Neffen, Besuch mehrere Personen an Geburtstagen, Handwerker im Haus usw.) in Ordnung.
Jetzt 2,5 Jahre später stand wieder ein Umzug an, aufgrund starkem Schimmelbefall in der anderen Wohnung.
Pepsi hat dies alles mit einer Gelassenheit hingenommen, fühlt sich einfach wohl und ist wie immer.
Gismo eigentlich auch, die ersten knapp zwei Wochen war ich stolz wie Oskar, keine Pfütze ging nebenraus.
Die letzten vier Wochen in der alten Wohnung waren immer neue Pfützen zu finden, auch mal im Bett, was ich einfach auch darauf schob, ich musste neben der Arbeit noch renovieren, packen vorbereiten. Der Umzug war mehr oder weniger eine Ein-Frau-Aktion.
Seit Anfang der Woche ist dies rum.
Beim ersten Umzug, hab ich auf Silikat Streu gewechselt. Werde dies nun wieder ändern. Meine Frage – erst mit dem Arzt abklären? Wenn sie wirklich Schmerzen hat, verbindet sie es ja auch mit dem neuen Streu? Andererseits, wenn sie Schmerzen hat, warum geht sie dann auch immer auf mein Bett? Wir kuscheln total viel, schmusen abends auf dem Sofa, es wird wieder gespielt und alles. Mein „Plan“ bis zum Arztermin ist nun, komplette Regelmäßigkeit einführen. Zu festen Zeiten das Futter, zu festen Zeiten die Reinigung der Toilette, feste Spielzeiten. Inwieweit so was umsetzbar ist, weiß ich nicht, es ist auch nicht die Vorstellung wie ich mein Leben verbringen möchte. Etwas Spontaner wäre ich schon gerne.
Noch zur Information, es sind reine Hauskatzen, beide kastriert. Die jetzige Wohnung ist zwar kleiner, und Wohn und Schlafbereich ist ein großer Raum mit einem Kleiderschrank als Trennwand, aber hat dafür einen Balkon und ich habe Ausweich- und Klettermöglichkeiten in die Höhe geschaffen. Neben dem Wohn- und Schlafraum gibt es noch eine große Küche, ein Bad und ein Flur. Katzenklo hatte ich früher drei, zwei waren davon unbenutzt, dann hatte ich eine Zeit zwei, und seit einiger Zeit eben nur noch eins. Jetzt ist es vom Stellen her praktisch unmöglich ein Zweites aufzustellen, aber in den „sauren Apfel“ beiße ich und werde ein im Wohnzimmer aufstellen. Da kommt mir nur wieder die Frage mit dem Streu? Gleich wechseln oder erst den Termin abwarten?
So nun ist es doch relativ viel geworden nur, ich werde alles ausprobieren, nur ich weiß das ich selbst auch einiges verbockt habe und habe nun einfach Angst nun zuviel Gut zu machen.
Viele liebe Grüße MyGismo