Lilly hat es nicht geschafft....

Diskutiere Lilly hat es nicht geschafft.... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Leute, Mir ist wa sschreckliches passiert...ich hoffe, ihr könnt meine Fragen etwas beantworten um mich zu beruhigen. Am Mo habe ich meine...
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BrinaScha

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Hallo Leute,

Mir ist wa sschreckliches passiert...ich hoffe, ihr könnt meine Fragen etwas beantworten um mich zu beruhigen.

Am Mo habe ich meine Lilly, fast 4 Jahre alt, tot bei uns auf dem Grundstück gefunden. Am So sagten mir meine Nachbarn auf Nachfrage, dass den einen Tag nen Ehepaar da war, die haben die Besitzer einer weißen Katze gesucht, weil sie sie versehentlich angefahren haben. Sie wussten weder wann das war, noch wer und wie usw. Dann ahbe ich am Sonntag gleich gesucht, ahbe sie leider nicht gefunden. Dann sagten mir andere, es sei ne schwarz weiße, da war ich erleichtert, weil meine ja weiß/ grau war. Nichtsdestotrotz habe ich am Montag nochmal bei uns auf dem Grundstück geguckt und habe sie tatsächlich gefunden. Sie lag unter der Steintreppe (auf Steinfussboden), die zu unserer Haustür führt. Komischerweise hatte ich So da schon "etwas" nachgeschaut, aber nur im vorderen Teil und sie lag im hinteren Teil :( Nun mache ich mir Vorwürfe, wiel ich denke, dass ich ihr evtl. noch hätte helfen können...ich schildere mal kurz: Sie war starr, hatte geöffnete Augen, die zur Hälfte von der Nickhaut bedeckt waren und einen geöffneten Mund...ansonsten lag sie total normal da, wie sie damals auch bei mir auf der Couch gelegen hat. Gerochen hatte sie allerdings auch shcon ziemlich und einen aufgeblähten Bauch hatte sie auch. Die Tierärztin eminte, dass das von den Gasen bei dem Verwesungsprozess kommt.

Ich bin allerdings verwirrt, denn einerseits sagt man, die Leichenstarre hält nur bis zu 24h. Allerdings wird sie sich nach dme Unfall gleich dort hingelegt haben, weil der Unfall wohl direkt neben unserem Haus passiert ist und es wäre wohl unwahrscheinlich, dass sie sich woanders hinschleppen udn erst 2 tage später nochmal den Platze wechseln um nach Hause zu gehen. Also gehe ich davon aus, dass sie bereits seit Freitag Abend da lag...ich kam Freitag Abend gegen 22.15 Uhr nach Hause und habe sie gerufen - da stand ich 2 m über ihr!!!!!!! Sie hätte doch reagiert, wenn sie gekonnt hätte und noch am Leben gewesen wäre, oder? Undf mal abgesehen davon, wenn sie 2 Tage lang die Kraft hatte am Leben zu bleiben, hätte sie doch am Fr oder Sa auch die Kraft gehabt auf meine ständigen Rufe reagieren zu können...ich versteh das nicht...der Tierarzt meinte, dass es wohl in einigen Fällen sein kann, dass die Starre tagelang hält, ist aber nur selten der Fall und dann meinte er noch, dass es sogar die "Knochenstarre" sein konnte, weil sie da ja evtl. schon seit 3 Tagen lang und evtl. direkt nach dem Unfall starb...ich bin so verwirrt...ihr müsst wissen, sie war immer sher gesprächig und haben immer auf mich/mein Auto/ meine Stimme reagiert...immer...das hätte sie doch getan, wenn sie gekonnt hätte, oder? Tierarzt meinte außerdem, dass sie evtl. n Schädelhirntrauma hatte und deshalb bewusstlos war und dann per einschlafen gestorben ist...würde auch erklären, warum sie normal da lag und nicht verkrampft...er meinte auch, dass ich ihr sicherlich nicht mehr hätte helfen können, wenn sie noch nicht mal geantwortet hat...hätte er sie wohl dann eh nur erlösen können...

Was sagt ihr dnen dazu? Ich mache mir solche Vorwürfe...klar, einerseits glaube ich dem Tierarzt und den anderen Katzenexperten, die mir genau da sgleiche sagten, aber warum war sie dann noch starr...oder gibt es die Knochenstarre wirklich und wnen ja, setzt die schon nach 3 Tagen ein???

Ich hoffe, ihr könnt mir meine Fragen beantworten und meine Zweifel evtl.a us dem Weg räumen...

Bitte helft mir Leute, ich weiß echt nicht weiter...der enzige, der mir momentan etwas Trost spendet, ist mein Kater Momo. Auch um ihn mache ich mir Sorgen, hoffentlich wiederfährt ihm nicht das selbe und hoffentlich kommt er vorerst oder generell (habe mich noch nicht entschieden) alleine zu recht...
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #2
Ich habe das hier dazu gefunden:

Die Totenstarre beginnt bei Zimmertemperatur nach etwa 1 bis 2 Stunden an den Augenlidern, Kaumuskeln (2 bis 4 Stunden) und kleinen Gelenken, danach setzt sie ein an Hals, Nacken und weiter körperabwärts und ist nach 14 bis 18 Stunden voll ausgeprägt (bei Hitze schneller, bei Kälte langsamer). Diese Reihenfolge, beschrieben durch die Nysten-Regel, findet sich jedoch nur in etwa 50 % der Fälle.

Entscheidender ist, dass die einzelnen Fasern eines Muskels erst nach und nach erstarren. Wird die Starre eines Muskels durch Fremdbewegungen gebrochen, bevor diese vollständig ausgebildet ist (also innerhalb der ersten 14 bis 18 Stunden), setzt nach einiger Zeit an diesem Muskel eine
neue Starre ein, bedingt durch die Fasern, die zuvor nicht erstarrt waren.

Wärme und höhere Belastung der Muskeln kurz vor Eintreten des Todes beschleunigen das Einsetzen der Totenstarre. Durch Zersetzungsvorgänge beginnt sich die Starre 24 bis spätestens 48 Stunden post mortem, bei Beginn der Autolyse, wieder zu lösen und kehrt nicht zurück.

Vermutlich hatte sie tatsächlich eine Kopfverletzung und war deshalb schon nicht mehr bei Bewußtsein als du nach ihr gerufen hast.
Wenn der Unfall am Samstag oder Sonntag passierte und du sie Montags so vorgefunden hast, hättest du ihr nicht mehr helfen können.
Wenn sie bereits Verwesungsanzeichen hatte (geblähter Bauch), zeigt das, dass du keine Chance hattest sie rechtzeitig zu finden um ihr noch zu helfen.

Mach dir bitte keine Vorwürfe.
Dein Liebling hat es noch bis nach Hause geschafft, trotz ihrer Verletzungen. Sie wusste, dass sie sterben wird und wollte dies in ihrer geliebten Umgebung.
Dass sie sich nicht direkt vor deine Haustür gelegt hat, hat damit zu tun, dass die meisten Katzen sich zurückziehen wenn sie sterben.
Sie wollte, dass du sie findest. Aber sie wollte dir den Schmerz ersparen sie sterben zu sehen.

Mein tiefstes Beileid.
Kleine Lilly, komm gut im Regenbogenland an.
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #3
Mein Muffin wurde vermutlich von der Bahn überfahren… er lag ähnlich da wie du es beschreibst - nur ohne Verwesungsanzeichen weil ich nachts um 4 schon auf die Gleise gestiegen bin.
Nachmittags um 5 hab ich ihn das letzte Mal gesehen, hatte mich nach einem anstrengenden Tag noch ein bisschen hingelegt. Keine Ahnung ob er gleich nachmittags oder erst spätabends erwischt wurde…
Fakt ist, dass weder du noch ich die Chance hatten, zu reagieren.
Ich vermute, äußerlich hat man nicht viel gesehen? Also ich meine, Blut, irgendwie verdrehte Gliedmaßen…?!
Denn dann ist der Schaden innerlich (wie der Tierarzt sagt, Hirntrauma, wenns dumm läuft gerissene Organe etc.) und selbst wenn du sie unmittelbar nach dem Unfall gefunden hättest - bis du beim Tierarzt bist hält das Tier für gewöhnlich nicht durch. Und selbst wenn sie das noch überlebt hätte… da ist seltenst irgendwas zu retten, da gibts meist nur noch die Spritze.

Mach dir deshalb keine Vorwürfe sondern fühl dich von ihr unendlich geliebt, dass sie nicht irgendwo möglichst weit in ein Gebüsch gekrabbelt ist, sondern dorthin wo du sie finden konntest.

Sicher bist du schon gut angekommen Lilly, schau auf deine Familie und warte auf sie, wenn ihr euch wiederseht.

Ich wünsche dir viel Kraft.
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #4
Es tut mir so unendlich leid, laß dich mal ganz lieb in den Arm nehmen. Ich kann nur erahnen wie es dir geht. Es gibt Situationen da kann man den kleinen Mäusen nicht helfen. Ich war zu hause als mein geliebter Kimba unerwartet tot in meinem Bett lag. Es gab keine Vorzeichen er war gesund. Ich habe mir auch die schlimmsten Vorwürfe gemacht. Ich hoffe dass du nicht solange darunter leiden mußt wie ich.

Lebe wohl liebe kleine Lillly hoffendlich mußtest du nicht lange leiden. Im Katzenhimmel kannst du mit all unseren Sternenkätzchen spielen und wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier kleine Lieblinge von mir.

Ganz traurige Grüße Kathi.
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #5
Meine Liebe, ich fühle so mit Dir. Ich kann Dir leider nur mein innigstes Mitgefühl aussprechen, aber mit den eigentlichen Fragen, die Du hast, kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen. Unser geliebtes Kuhfleckchen hatte letztes Jahr zwar keinen Autounfall, starb aber vor unseren Augen - vermutlich - an einer Thrombose/Embolie. Sie hat sich auch noch durch die Katzenklappe reingeschleppt. Wir haben es nicht einmal bis zum Tierarzt geschafft, wie lange sie gelitten hat, darüber darf ich nicht nachdenken. Auf jeden Fall zeichnet es wahre Liebe zur "Katzenmama" aus, wenn sich das Tierchen noch im Sterben nach Hause schleppt. Das hat "Kamillentee" völlig richtig in Worte gefasst. Bedenke, dass Sie Dir eine schwere Entscheidung abgenommen hat, man hätte sie sicher nicht mehr retten können. Wenn man äußerlich keine großartigen Verletzungen gesehen hat, innere Verletzungen kann kaum ein Tierarzt mehr heilen. Du hast alles getan, beruhige Dich, Deine Vorwürfe sind völlig unbegründet. Du hättest ihr sicherlich nicht mehr helfen können. Wenn Sie Deine vertraute Stimme schon nicht mehr hören konnte, war sie sicher am Freitag schon tot. Sonst hätte sie noch noch einen Piepser von sich gegeben. Unser Kuhfleckchen lag vor der Katzenklappe im Keller, als mein Mann abends die Haustüre aufschloss, dann hat sie ihn wohl kommen hören und erst dann fing sie an, fürchterlich zu schreien. Sie wollte sich sicher mit letzter Kraft noch bemerkbar machen, darüber komme ich bis zu meinem Lebensende nicht hinweg. Wenn bei Deiner Lilly das Bäuchlein schon aufgebläht war, war der Verwesungsprozess sicherlich schon weit fortgeschritten. Ich kann Deine Gedanken trotzdem verstehen. Irgendwie schafft man es immer, sich mit Vorwürfen zu quälen, obwohl sie derart unbegründet sind. Was die Totenstarre anbetrifft, kann ich nur sagen, unsere Liebste war ungefähr eine Stunde nach ihrem Tod völlig steif, da wir sie aber gleich am nächsten Morgen begraben haben, weiß ich nicht, wie lange so etwas andauert oder ober es von Lebewesen zu Lebewesen unterschiedlich ist. Bitte, löse Dich von dem Gedanken, dass Du in irgendeiner Form hättest anders handeln müssen. Ich weiß, wie schwer es ist. Es ist schon schlimm genug, ein geliebtes Tierchen zu verlieren, wenn man sich dann noch mit Vorwürfen kaputt macht, hat man gar keine Kraft mehr. Versprich mir bitte, dass Du das beste für Deine Gesundheit tust, ich rede aus Erfahrung.... Du hast gar nichts falsch gemacht, das Schicksal hat es so gewollt. Alles, alles Liebe, melde Dich nochmal.
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #6
Aus meiner Erfahrung in der Humanmedizin:
Es wird ja unterschieden zwischen klinischem Tod und salopp gesagt: Dem richtigen.
Es gibt leider Verletzungen und Erkrankungen im Schädel-Hirn-Bereich, die letal sind, obwohl der Mensch noch atmet. Jedoch ist er nicht ansprechbar, liegt im Koma und wird aus diesem auch nicht mehr erwachen. Auch die Atmung an sich ist nicht unbedingt ausreichend, allerdings ist das Bewußtsein so ziemlich der größte Resourcenverbraucher. Wenn das Hirn, wie wir es beispielsweise vom Kollaps kennen, die Resource drosselt, kann es dadurch den allgemeinen Verbrauch sehr weit zurückfahren und so - in einem kleinen Rahmen - gut auf fatale Situationen reagieren und so die Zeit bis zum normalen Funktionieren unbeschadet überbrücken. Beim Kollaps liegt man sinnvollerweise dann auch, sodaß sich der Motor 'Herz' nicht mehr so anstrengen muß und die Blutverteilung nicht mehr nach oben muß. Diese Einrichtung der Natur ist sinnvoll und begründet. Von diesen Einrichtungen gibt es einige.
Im Rahmen meiner früheren Rettungsdienstlichen Tätigkeit habe ich mir eine Dame gemerkt, die eine fatale Blutung im Gehirn hatte. Sie saß seit Stunden im Sessel, nach dem Mittagessen schlief sie ein, und schnarchte. Nun war es Nachmittag und die Familie wollte Kaffee trinken. Doch Mama lies sich nicht erwecken. Wir konnten sie auch nicht mehr erwecken,stellten jedoch den sogenannten Herdblick fest, bei dem der Patient den Blutungsherd ansieht. Daraufhin ordneten wir das Schnarchen auch nicht mehr als solches ein, sondern als eine pathologische Atmung. Soll man dieser Familie einen Vorwurf machen, weil sie es nicht erkannte? Es wäre so wenig sinnvoll, wie dir einen Vorwurf zu machen. Im Klinikum wurde die Dame ins Notfall-CT gebracht und man sah die Blutung. Diese saß hinten unten , quasi auf Höhe der Ohren. Da hat man keine Chance mehr hinzukommen. Die Dame würde nie wieder erwachen - hat aber noch einige Tage gelebt. Die für das Bewußtsein wesentlichen Teile des Gehirns waren bereits geschädigt. Man muß allerdings wissen, daß das Atemzentrum sich etwas ausgelagert in der medulla oblongata befindet und damit vom Gehirn etwas abgekoppelt ist. Ganz salopp gesagt: Wenn das Gehirn schon total geschädigt ist, muß nicht die Atmung und der Kreislaufstillstand zwangsläufig damit einhergehen. Das kann sich durchaus noch hinziehen, wenngleich der Patient klinisch schon tot ist und durch die Erkrankung/Verletzung keine Chance besteht, wieder das Bewußtsein zu erlangen. Und so lange die autonomen Zentren noch arbeiten (Sinusknoten, der den Herzschlag vollkommen "hirnfrei" steuern kann und auch das Atemzentrum, das zumindest noch eine Weile die Atmung aufrechterhalten kann), wird es keine Leichenstarre geben können.

Betrachtet man das appallische Syndrom, auch Wachkoma genannt, so ist hier auch keine Adäquate Reaktion mehr auf die Umwelt möglich und die besten Mediziner sind nicht imstande, die Hirnschäden zu reparieren. Atmung und Herzschlag sind jedoch selbständig - und ein Überleben ist über Jahre hinaus möglich. Ob das jedoch als Leben bezeichnet werden kann im Sinne einer Lebensqualität, das mag jeder für sich beurteilen.

Im Ergebnis will ich Dir damit einen Denkanstoß dahingehend geben, zu überlegen, ob die Leichenstarre wirklich der relevante Parameter ist, an dem Du Dich orientieren willst. Eine fatale und letztlich gesichert letale Verletzung des Gehirnes führt nicht zwangsläufig zum sofortigen Tod. Der klinische Tod kann schon einige Zeit vorausgehen, bevor die Katze über die Regenbogenbrücke geht. Sie bekommt auch beim besten Willen nichts mehr mit und kann Dir deshalb nicht antworten.
Hier ist leider auch der Punkt, an dem man erkennen muß: Bei all der hochentwickelten Technik sind wir alle, auch als Angehörige, in vielen Fällen schlicht machtlos und müssen erkennen, daß wir im Kampf mit dem Tod eng gesteckte Grenzen haben.
Ich verstehe Deine Trauer und auch den Wunsch, vielleicht mehr getan haben zu können. Da Deine Katze nicht auf Dich reagieren konnte und ein Schädel-Hirn-Trauma hat, dann hat es den Grund, daß sie es nicht mehr konnte. Ich will mich in meinen Worten nicht vergreifen, aber es ist für mich auch sehr fraglich, ob sie überhaupt nochmal zu einer Lebensqualität hätte finden können, denn dafür ist - aus meiner Sicht - ein vorhandenes Bewußtsein mit kognitiven Fähigkeiten unabdingbar.
Vielleicht hilft es Dir, anhand der Erklärungen und vielleicht anhand etwaigem Nachschlagens der Stichworte zu erkennen, daß Deine Vorwürfe gegen Dich auf wackligen Füßen stehen.
Letztendlich können wir alle die Zeit nicht mehr zurückdrehen - ich würde es gerne tun...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #7
Mein herzliches Beileid....

Achje, weiß-grau war Deine Lilly, genau wie meine liebe Zucki. Ich habe sie vor kurzem verloren und im Gegensatz zu Dir habe ich wirklich Grund mich schuldig zu fühlen.. Es zerreißt mich innerlich manchmal fast, fällt mir unsagbar schwer damit umzugehen..

Lilly`s Tod war ein Unfall, an dem Du keine Schuld hattest und auch ihren Tod hättest Du nicht mehr verhindern können. Sie hat es noch geschafft ein paar Meter weit weg zu laufen, aber vermutlich wäre sie da schon nicht mehr zu retten gewesen. Ganz bestimmt lag sie im Koma, darum konnte sie nicht auf Dein Rufen reagieren! So nah an der Haustür und Du rufst auch noch: wäre sie bei Bewusstsein gewesen, die hätte sich gemeldet (und wenn es mit letzter Kraft gewesen wäre!)... Sie hat nichts mehr mitgekriegt, vielleicht kann Dich der Gedanke in Deiner Trauer etwas trösten..

wünsch Dir ganz viel Kraft...Rotraud
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #8
Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft um mit der Trauer fertig zu werden.
Wir haben am Donnerstag unseren Timmi begraben. Er wurde auch von einem Auto erfasst. Bei uns hat mich eine Nachbarin darauf aufmerksam gemacht. Allerdings fehlt von dem Autofahrer jede Spur genauso wie bei Beli damals fühlt sich keiner verantwortlich.
Bei dir war es ja etwas anders, der Schock war sicher ähnlich. Im ersten Moment denkt man immer: nein das Bild was ich da von meiner Katze sehe entspricht nicht der Realität.
Bis man dann doch begreift...
Es zu akzeptieren fällt mir schwer. Ich merke aber, dass es hilft sich mit anderen auszutauschen und das Schreckliche gemeinsam zu verarbeiten.
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #9
Danke erstmal für eure Anteilnahme und die "Erklärungsversuche". Ich bin nun auch davon überzeugt, dass ich wahrscheinlich nicht mehr hätte helfen können. Das mit dem Hirn-Trauma, Koma und so klingt logisch für mich, denn wie bereits mehrfach gesagt, hätte sie sonst reagiert. Mir geht es auch schon etwas "besser" - wie besser es einem halt nach dem Tod des geliebten Tieres gehen kann. Sie war "meine" erste Katze und ich habe beschlossen, bei meinem ersten schon seit Ewigkeiten geplanten Tattoo sie mit einzubauen. Ich habe ein schönes 'Foto von ihr und Momo, beide sitzen nebeneinander und gucken auf die Terrasse raus, dadurch sieht man nur die Umrisse und genau dieses Bild werde ich als Grundlage für das Tattoo nehmen. Dann habe ich die beiden immer bei mir und ich werde bei jedem Blick in den Spiegel an sie erinnert. Es ist tatsächlich schon so, dass die guten Erinnerungen bereits überwiegen und ich den Anblick, als ich sie fand, schon nicht mehr 100% klar sehe. Allerdings kenne ich das bereits, ich gucke immer noch oft aus dem Fenster und wundere mich, wenn ich nach Hause komme, dass mir niemand mehr quietschend entgegen läuft. Aber ich denke, dass wird die Zeit bringen. Um ehrlich zu sein, hoffe ich das auch. Sie war halt meine Prinzessin zu Lebzeiten und sie wird es auch immer bleiben. Sie hätte ein tolles Leben bei mir, durfte alles, hat immer Leckerbissen bekommen, durfte das normale Katzenleben führen mit dem Pluspunkt einen Menschen zu haben, der sie liebte, schmuste und ehrte.

Es ist so schlimm, wenn so etwas passiert. Selbst meine Eltern mussten weinen. Nun ist sie wieder bei meinen Eltern auf dem Grundstück an einem von ihr geliebten sonnigen Platz, mit 2 Blümchen, einem Herzstein und einer Schiefertafel, auf der steht "Lilly ist draußen". Auf der einen Seite makaber, auf der anderen Seite eine schöne Erinnerung an die unbeschwerte Zeit mit ihr.

Ihr habt Recht, man muss nach vorne schauen und sich dieser Vorwürfe entledigen. Das ist immer einfacher gesagt als getan. Ich muss mich jetzt um meinen Momo kümmern, der genauso ein tolles Leben führt wie meine Lilly es tat.

Es ist nicht einfach, dennoch muss ich stark bleiben, meinem gewohnten Alltag nachgehen und Momo nun die ganze Liebe geben. Ihn wird es bestimmt freuen, da die kleine Prinzessin ihn gerne unterdrückte. Bei ihr hatte er nicht viel zu melden, sonst gabs gleich eins auf die Nase :razz: So war sie eben, halt ne richtige Prinzessin: zickig, etwas trottelig, total zutraulisch und dennoch sehr verschmust. Ich vergleiche sie gerne mit einer Klischee-Blondine, die mit ihrer Handtasche und High Heels durch die Stadt wackelt und sich von allem und jedem ablenken lässt :razz: Schon sehr sehr sehr niedlich und einfach nur eine ganz großartige Mietzekatze.

Ich hoffe, dass ihr genauso tolle Erinnerungen an eure verlorenen Fellnasen habt und ihr euch keine Vorwürfe macht! Wie ihr shcon meintet, viele Dinge/ Unfälle liegen außerhalb der Handlungsmacht von uns Menschen.

Eines muss ich auch noch los werden. Es gibt viele Leute, die einfach weiterfahren, wenn sie eine Katze angefahren haben. Hätte das Ehepaar sich nicht bei meinen Nachbarn gemeldet, hätte ich sie wahrscheinlich nicht gesucht (bzw. noch nicht - zu mindestens nicht dort). Sie war letztes Jahr zur selben Zeit schon 4 Tage weg und kam dann wieder. Sie war halt on tour. Ich bin froh, dass das Ehepaar Bescheid gesagt hat und nicht achtlos weitergefahren ist.
 
  • Lilly hat es nicht geschafft.... Beitrag #10
Es hört sich gut an, wie liebevoll du mit der Beschreibung über Lilly noch mal Abschied nimmst, und das traurige Ereignis verarbeitest.

Ja, nicht jeder hält an wenn er ein Tier angefahren hat. Lilly hatte aber wohl trotzdem einen Engel bei sich, der sie zwar vor ihrer Tolpatschigkeit nicht bewahren konnte, aber dafür gesorgt hat, dass sie noch nach Hause kommt und gefunden wird.

Deine Süße wird immer bei dir sein.

Ich habe den Tod meiner ersten beiden Katzen mit einem selbstgemachten Video verarbeitet.
Zusammenschnitte aus Fotos und Videos, mit Hintergrundmusik und kleinen Texten.
Leider habe ich keine Möglichkeit meine Lieblinge irgendwo beim Haus zu beerdigen. Es ist wundervoll für Lilly und dich, dass ihr diese Möglichkeit habt.

Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft. Momo hilft dir ganz bestimmt dabei.
 
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