Guten Morgen,
Cathrin, du hast recht. Das Verhalten lässt sich auf Pflegestellen sehr viel besser beurteilen.
Ich habe jetzt schon so oft gehört, und auch gesehen, dass Katzen aus dem Tierheim zurückgegeben wurden, weil sie sich im neuen Heim völlig anders gezeigt haben wie im Tierheim (was ja auch verständlich ist).
Auf jeden Fall weiß ich jetzt wie unsere "Neue" sein muss: weiblich, ca. 1 Jahr alt, gut sozialisiert und vor allem nicht dominant.
Gestern haben wir uns eine bildschöne Lady angesehen, aus einer Massentierhaltung herausgeholt. Sie war bereits vermittelt, kam aber wieder zurück, weil sie die neuen Besitzer angeblich für sich eingenommen hat und die Erstkatze (behindert) dabei irgendwie zu kurz kam. Auch wäre sie an die Tapeten gegangen.
In der Beschreibung wird sie als Energiebündel dargestellt, dass ständig beschmust werden will. Die Dame der Pflegestelle sagt aber, dass sich die Katze bei ihr völlig "normal" zeigt.
Wir hätten sie gestern am liebsten mitgenommen, aber nun bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht doch zu "selbstbewusst" für unsere Maus ist. Wenn ich ihr Verhalten uns gegenüber betrachte, stelle ich fest, dass unsere Katze niemals derart auf fremde Menschen reagieren würde. Sie wäre verhaltener, würde erst beobachten und sich dann zaghaft nähern.
Die Katze von gestern wirkte so auf mich "ach toll, da kommen Menschen, da hol ich mir mal gleich ne Portion Streicheleinheiten ab".
Wenn ich sie mit menschlichen Worten charakterisieren müsste, dann würde ich sagen, sie ist unbekümmert, naiv und sehr vertrauensvoll.
Heute rufe ich die Dame von der Pflegestelle an und weiß nicht was richtig ist. Manchmal denke ich auch, dieses Verhalten würde unserer Katze vielleicht sogar gut tun.
Oder aber sie würde sich zurückziehen weil sie eben vorsichtiger und zurückhaltender ist.
Es ist so verdammt schwer zu entscheiden....