Hallo zusammen,
habe gestern meinen 13,5 Jahre alten Kater Tobby einschläfern lassen, nun bedrücken mich starke Zweifel ob es richtig war.
Tobby hat die letzten 2 Monate stark abgenommen, was ich lange auf sein Alter geschoben habe. Man denkt halt Katzen wenn sie älter werden nehmen ab. Er ging wie immer an sein Futter,im Gegenteil er wurde immer gieriger was sein Fressen anging.
Dann so vor ca. 2 Wochen kam Durchfall dazu, worauf ich dann anfangs letzter Woche mit ihm zum Tierarzt ging. Er meinte das soweit alles ok wäre und gab uns Arznei mit nach Hause.Dysticum gegen den Durchfall, und Jecuplex zur Stärkung.
Anfangs konnte ich ihm die Arznei auch noch über das Futter geben. Nach 3 Tagen verweigerte er aber jegliche Aufnahme der Arznei.Er ging noch an sein Futter,aber es wurde schon weniger.Der Durchfall wurde nicht besser.Er schaffte es nichtmal mehr in die Nähe des Klo's. Ok das passierte ihm früher schon auch mal,aber nicht so.
Sonntag verweigerte er dann jegliches Futter,selbst seine liebsten Leckerlis liesen ihn kalt,mal drüber schlecken das war's.Er zog sich immer mehr in sein Lieblingsversteck zurück.(Kleiderschrank)
Gestern nach der Arbeit ging ich dann wieder mit Ihm zum Arzt,allerdings zu einem andern.Der letzte war mir dann doch nicht mehr so geheuer.
Muss dazu sagen das wir erst vor 6 Monaten hier her gezogen sind,und daher unser alter Tierarzt nicht mehr zur verfügung stand.
Der Tierarzt konnte zunächst nichts feststellen, ok ziemlich mager, aber gute Zähne ,klare Augen,Lymphknoten alles ok.Beim abtasten der Bauchhöhle konnte er aber eine Unförmigkeit feststellen. Beim Röntgen wurde es dann klar, Diagnose Darmkrebs.
Ein fast Apfelgroßer Tumor war auf dem Bild in der Bauchhöhle zu sehen. Er hatte kein Futter mehr im Magen, oder Kot im Darm. Nur Luft. Der Krebs drückte den Darm gegen die Bauchwand, so das fast nur noch flüssiges durch kam.
Der Tierarzt meinte das es schlecht zu operieren wäre,und das er ihn zu 95% nicht mehr aus der Narkose aufwachen lässt wenn es zur operation kommen sollte.Man müsse es sich wie einen Darmverschluß vorstellen.
Der Tierarzt rut Tobby einzuschläfern , um Ihn von seinem Leid zu erlösen. Ich könnte ihn zwar noch 1-2 Tage mit nach Hause nehmen,aber ändern würde es nichts.
Also ging ich in mich,und entschloß mich ihn zu erlösen.
Jetzt macht mich aber neben der Trauer so einiges fertig.
Als wir dann wieder in das Behandlungszimmer kamen,machte er für mich einen fitten Eindruck,schnupperte neugierig umher ,hatte laut der Arzthelferin nach dem Röntgen sogar noch einen Happen gefressen.Äusserlich sah er für mich eh nicht krank aus,ok die starke Abnahme,aber er pflegte noch sein Fell etc..
Dann kam aber was kommen musste,die Narkose wurde gesetzt und er schlief friedlich ein.
Ebenso bedrückt mich das ich nicht richtig Abschied nehmen konnte,es ging alles so schnell.Wir hatten zwar noch ein sehr Intensives Kuschelwochenende,(seine Streicheleinheiten forderte er auch bis zum Schluß ein) aber das ich ihn jetzt so schnell verlieren würde war mir da noch nicht bewusst.
Habe ich das richtige getan ???
Tobby war ein Liebevoller und Zutraulicher Kater,habe ihn in 13 Jahren nicht einmal Fauchen oder dergleichen gesehen .
Meine zweite Katze ,seine Schwester ist seid Ihrem 2. Lebensjahr blind ,und hat es glaube ich noch nicht wirklich wahrgenommen das er nicht mehr hier ist.
Tobby wir vermissen Dich !!!
Gruß
Martin