Heute komme ich mal mit einem Problem, was mich nicht wirklich betrifft.
Ich diskutiere gerade mit einer Frau, die mehrere Kitten samt Mutter in einem Schuppen versorgt. Die Katze hat nun etwa 12 Wochen alte Jungtiere.
Ich habe versucht der guten Frau, die nach eigener Aussage keinerlei Erfahrung mit Katzen hat, nahe zu legen, dass sie wenigstens die Kitten vermitteln oder ins Tierheim bringen soll, damit sie eine Familie finden können.
Aber sie argumentiert damit, dass die Kitten ja halbwild seien und sie somit nie wirkliche Hauskatzen werden können und es nicht artgerecht wäre, sie ins Tierheim zu bringen - wo sie ja eh nur (Orignialaussage) von Tierquälern geholt werden würden....
Ich bin echt mir am Mund fusselig reden. So wie es aussieht, werden die Katzen tatsächlich halbwild leben müssen. Ohne sichergestellte Versorgung, ohne Schutz im Winter und für immer und ewig unvermittelbar.
Ich selbst habe bereits meine dritte halbwilde Katze hier. Und alle haben sich, nach einer Eingewöhnungszeit, prächtig entwickelt. Je früher sie zu mir kamen, desto besser. Die der zweijährige Wildfang, der seit Januar bei mir ist, macht sich prima - wird aber nie eine Schmusekatze werden. Ich finde, für Hauskatzen ist das Leben in einem Haushalt und Freigang, sehr wohl eine artgerechte Haltung...
Ich wollte jetzt mal fragen, ob ich mit meiner Einstellung, dass die Kitten am besten vermittelt gehören, jetzt total auf dem Holzweg bin. Die Kitten haben doch sonst nur eine geringe Lebenserwartung.
Ich möchte einfach gerne noch ein paar Argumente an die Frau bringen, damit sie die Katzen vermittelt und nicht sich selbst überlässt.