Ich möchte nun auch meine persönliche Erfahrung mit einem Kitten als Drittkatze posten.
Bei mir ist die Konstellation wieder eine ganz andere.. nachdem mein 15-jähriger Kater eingeschläfert wurde, war meine 12-jährige sehr unsichere und scheue Lilly allein und da ich berufstätig bin, habe ich nach einer Gefährtin für sie gesucht und leider weder im Tierheim noch über die Katzenhilfe einen oder eine passende Mieze gefunden. Aus einer Zuchtauflösung habe ich dann meine sechsjährige Maine-Coon Schönheit Shanti bekommen und mich sofort in sie verliebt. Sie war sehr viel Gesellschaft gewohnt und nach einer unkomplizierten Zusammenführung mit Lilly war sie im Alltag jedoch eher unterfordert, da sie immer noch sehr verspielt und aktiv ist. Lilly ist nun mal schon in einem gewissen Alter, sie genießt zwar die Gesellschaft, wurde durch sie auch selbstsicherer, schläft aber die meiste Zeit.
Somit habe ich -nach wochenlangen Überlegungen - nach einem Kameraden für meine Shanti und Lilly gesucht und wollte auch einen etwa gleichaltrigen Maine-Coon-Kater. Leider hatte ich auch hier wieder kein Glück mit meiner Suche und habe nun letztendlich ein viermonatiges Katerkind, ebenfalls ein Maine-Coon, in die Generations-WG aufgenommen. An sich war ich immer dagegen ein Kitten aufzunehmen, da meine beiden Damen nun mal schon erwachsen sind. Aber wie auch schon die Fragestellerin richtig eingeschätzt hat, war die Zusammenführung noch einfacher als zwischen den beiden Damen. Er kam und war einfach da. Hat sofort Kontakt gesucht und sich seinen Platz in der Fell-Familie gleich gesichert.
Zum Welpenschutz - wie man das auch definiert aber er wurde als Jüngster und rangniederster in der Gruppe sofort angesehen und von daher bekommt er sowohl die Tatze, als auch die raue Zunge fürs Putzen:razz:
Er lebt erst seit zwei Wochen bei mir und zugegeben, die beiden Mädels fauchen manchmal immer noch, weil er einfach unfassbar verspielt ist und voller Energie.... er jagt meine Lilly mit großem Spaß, aber sie geht wirklich souverän damit um und verschwindet dann einfach ins Schlafzimmer. Shanti übernimmt seine Erziehung und maßregelt ihn auch, wenn er ihr wieder zu wild wird oder auf sie draufrutscht...
Es klappt alles in allem wunderbar, ich muss mich nur sehr viel mit ihm beschäftigen, weil er nicht nur seine fünf Minuten hat, sondern locker seine 2 Stunden... puuuh.. Ich freue mich jedenfalls, wenn er schnell wächst und erwachsen wird, aber die nächsten Flegel-Monate werden wir noch locker packen! In zwei Monaten wird er dann auch kastriert und hoffentlich etwas relaxter! :-D
Generell ist es ist mit drei Katzen ganz anders als mit zweien, der Fernseher bleibt öfter aus, ich beschäftige mich abends mit allen dreien gleich viel und die Interaktionen und die Körpersprachen sind so faszinierend zu beobachten. Das ganze Zusammenleben ist viel lebendiger. Und ich habe das Gefühl, alle dreien fühlen sich wohl in ihrer Rolle.
Fazit: Es ist durchaus möglich,ein Kitten zu erwachsenen Katzen dazuzuholen, man muss nur als kreativer Animateur genug Zeit und Geduld mitbringen, sich in den energiereichen Stunden ausführlich mit dem Kleinen zu beschäftigen, bis er müde genug ist, sich wieder an die Größeren anzukuscheln...
ich denke aber, dass gleichaltrige Katzen stressfreier sind, gerade rennt er wieder wie verrückt hin und her und macht mich fast waaaahnsinnig.. daher schließe ich an dieser Stelle,muss kurz für Ordnung sorgen...8)