Freigängerin wegen Kreuzbandriss eingesperrt - Hilfe für meine Nerven nötig!!!

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Manwi72

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Hallo,

ich bin neu hier und sonst gelegentlich in einem anderen Forum aktiv. Nun beginne ich hier auch gleich mit einem akuten Problemfall und ich hoffe, ihr könnt ihr ein paar Ratschläge und Tipps geben, wie wir die Zeit überstehen.

Unsere Freigängerin Lilli ist seit Montag vergangener Woche (21.10.) in einem Kaninchen-Freilaufgehege in unserem Wohnzimmer untergebracht. Sie hat an dem Morgen stark gehumpelt und der Tierarzt diagnostizierte einen Kreuzbandriss hinten links. Sie bekam Schmerzmittel und "Ruhigstellung" für 4-6 Wochen verordnet. Eine OP ist nicht nötig, der Tierarzt sieht gute Chancen, dass das Bein von allein heilt, solange sie sich schont und das Bein so wenig wie möglich belastet.

Wir haben uns dann gegen eine große Hundebox für ein solches Gehege aus Metall entschieden, da es größer ist und sie hier auch mehr an unserem Alltag teilnehmen kann.

Wir mussten dazu das Wohnzimmer komplett umräumen. Das Gehege hat einen Durchmesser von 1,10 m und ein Netz zur Abdeckung. Drinnen ihren Schlafplatz, ein kleines Katzenklo (schon das 2. in einer Woche gekauft - jetzt haben wir 3), Futter und Wasser. Das Gehege haben wir so gestellt, dass sie ein bisschen zur Terrassentür rausschauen kann und uns auch rundum sieht.

In den ersten zwei Tagen machte es schnell den Eindruck, als würde sie sich mit der Situation abfinden. Sie war wohl auch noch von der Narkose nach dem Röntgen und den Schmerzmitteln ruhiggestellt. Bis Sonntag bekam sie das Schmerzmittel Melosus. Ab und zu 4 Tropfen Rescue für Haustiere.

Seit Sonntag ist es nun kaum noch zum aushalten... sie mauzt ständig, will nur noch raus. Ich habe sie abend dann auch mal rausgelassen, so dass sie im Wohnzimmer "rumhumpeln" und auch mal den Kratzbaum zum kratzen nutzen konnte. Allerdings enden diese "Spaziergänge" immer an der Terrassentür (ihrem Ausgang) und dort verharrt sie dann schreiend und klagend, bis ich sie unter kratzen und fauchen wieder ins Gehege schiebe. Sie lässt sich auch kaum noch kraulen, kurz ja, dann wird sie richtig böse, schlägt, faucht, kratzt und zeigt wieder ganz deutlich, dass sie da raus will. Ich glaube nicht, dass sie sich aus Schmerz so verhält.

Gestern ist sie dann "ausgebrochen". Hat im Laufe des Tages das Netz hochgedrückt und sich über das Gitter gezogen, dass sicher 40-50 cm hoch ist. Die Wohnzimmertür war geschlossen, so dass sie nicht weit kam. Das Netz haben wir heute mit Schnüren befestigt, was wiederum das Säubern der Toilette, füttern oder sie kraulen erschwert, weil wir alles erst wieder aufbinden müssen.

Ich gebe ihr nun täglich 4 Tropfen Rescue. Es hilft nicht. Der Tierarzt gab uns auch Sedalin, was wir ihr im Notfall geben könnten. Habe ich jedoch bisher nicht gemacht. Zusätzlich gebe ich ihr 1 Traumeel pro Tag.

Tagsüber sind wir arbeiten, aber sobald wir abends zuhause sind, kostet sie mich so langsam den letzten Nerv. Ich möchte gar nicht an das lange Wochenende denken und was uns da bevor steht. Ich weiss ja, dass das alles für sie eine extrem unangenehme Situation ist und sie sich sicher schrecklich langweilt. Ich versuche sehr viel Verständnis aufzubringen, aber es sind gerade mal 1,5 Wochen und die Rede war von 4-6 Wochen. Ich weiss nicht, wie wir die überstehen sollen.

Lilli ist eine Hardcore Freigängerin und es quält sie wirklich, nicht raus zu dürfen, zumal das Wetter ja momentan sehr schön ist. Bei Regen und Schnee hätte sie sicher weniger das Bedürfnis. Wir müssen sie da einfach vor sich selbst schützen, damit sie - hoffentlich bald - wieder richtig laufen kann.

Bei aller Liebe zum Tier - was mache ich für mich? Ich habe dummerweise im Moment noch einige andere Stressfaktoren in meinem Leben und da hilft mit Lilli im Moment wirklich nicht, denn sie nimmt mir ja auch zuhause die Momente der Ruhe.

Habt ihr einen Rat? Sollten wir das Gehege in ein anderes Zimmer stellen, in dem sie nicht so den Kontakt zum Leben drum herum hat, weil sie dann vielleicht ruhiger ist? Gibt es außer den Rescue Tropfen noch irgend etwas anderes pflanzliches, was sie beruhigt?

Ich mache mir ja auch schon Gedanken, dass sie es uns übel nimmt, sie einzusperren und deswegen bei der erst besten Gelegenheit einfach abhaut - sie ist eine Fundkatze und uns vor 4 Jahren zugelaufen. Im Moment ist sie wirklich böse auf uns. Sie ist noch nie eine sehr anhängliche Katze gewesen, schmusen ja, aber nur wann sie will und zu ihren Bedingungen. Auf den Arm nehmen ist verboten! Und sie wird gerade jeden Tag unleidlicher...

Ich bin für jeden Tipp dankbar. Habe schon ein paar Erfahrungsberichte von Katzen in Gehegehaltung gelesen, aber alle scheinen sich irgendwann arangiert zu haben mit diesem Zustand und ich fürchte, dass Lilli das nicht tun wird....

Danke für Eure Hilfe, Manuela
 
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  • Freigängerin wegen Kreuzbandriss eingesperrt - Hilfe für meine Nerven nötig!!! Beitrag #2
:???: Oje - richtig blöde Situation bei euch!

Ich kann dir da leider keinen Ratschlag geben, da ich selbst damit noch nicht konfrontiert war.

Ich hoffe, es meldet sich hier noch jemand der Erfahrung mit Freigängern im Hausarrest hat!

Vielleicht solltest du einfach mehr unternehmen und nicht bei der Armen daheim sitzen. Mach einen Ausflug, geh ins Kino oder triff dich mit Freunden. Das könntest du zumindest mal für dich tun ;-).

Alles Gute!
 
  • Freigängerin wegen Kreuzbandriss eingesperrt - Hilfe für meine Nerven nötig!!! Beitrag #3
Hallo,

besteht nicht die Möglichkeit, ihr Gehege unter Kontrolle nach draußen zu stellen? So dass sie wenigstens die frische Luft schnuppern kann und Rasen unter den Pfötchen hat. Ich bin zwar absolute Katzenanfängerin, aber vielleicht beruhigt sie das etwas?
 
  • Freigängerin wegen Kreuzbandriss eingesperrt - Hilfe für meine Nerven nötig!!! Beitrag #4
blöde situation.. ich hoffe eurer maus gehts bald wieder besser.

Ich kann mir gut vorstellen dass sie einen wahnsinnigen radau macht..
Ich könnte mir vorstellen dass ihr sie etwas ruhig stellen könnt wenn ihr mit ihr zusammen nach draußen geht (mit Leine und Geschirr) damit ihr sehr gut auf sie aufpassen könnt etc.

Was auch möglich wäre den Käfig/Gitter (wie auch immer) nach draußen zu stellen, dann ist sie trotzdem in ihrem käfig aber halt doch draußen, natürlich ist es halt doof den käfig hin und her zu tragen..

Hast du schon Feliway Stecker/Spray probiert?

Und so wie Kevy schon gesagt hat, zum Teil solltest du einfach dem "Geschrei" aus dem weg gehen^^ denn das macht dir dann stress und dieser überträgt sich dann automatisch auch auf die Katze..

Was im Herbst auch eine gute idee ist, wenn du von draußen Laub mit bringst, so große Blätter, Zapfen, lockere/weiche Äste usw. Damit kann sie sich auch etwas beschäftigen und hat mehr oder weniger was von draußen..^^


Da ich mich damit jetzt auch nich so gut auskenne dürft ihr mich gerne berichtigen wenn ich hier totalen Mist "empfehle" ;)

Liebe Grüße und alles Gute
 
  • Freigängerin wegen Kreuzbandriss eingesperrt - Hilfe für meine Nerven nötig!!! Beitrag #5
Erstmal vielen Dank schon für Eure Meinungen.

Den Käfig raus stellen möchte ich eher nicht, weil ich mir vorstelle, dass sie dann noch mehr randaliert weil sie ja weiterhin eingesperrt ist. Wenn die Terrassentür offen ist, neben der sie ja steht, dreht sie schon durch. Außerdem hat sie ja schon einen Weg gefunden, wie man ausbüchsen kann und ich traue ihr zu, dass sie das nochmal schafft und dann ist sie weg....

Feliway Stecker / Spray kenne ich nicht. Muss ich gleich mal googlen.

In dem anderen Forum wurde mir auch geraten, mehr nach mir zu schauen. Eher weniger Aufmerksamkeit der Katze und ihrem Geschrei, also einfach auch mal nicht drauf achten. Bisher sind wir dann ja immer zu ihr gegangen zu streicheln oder Leckerli geben oder auch mal raus lassen. Und klar, das merkt sie sich und nutzt das dann auch aus.
 
  • Freigängerin wegen Kreuzbandriss eingesperrt - Hilfe für meine Nerven nötig!!! Beitrag #6
wir haben uns gestern das Catitude im Fressnapf gekauft und ich habe bereits das Gefühl, dass sie wesentlich entspannter ist. Ich hoffe das täuscht nicht nur und hält auch an.
 
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